Union: Nach den Landtagswahlen sehen sie sich wieder

Reichstag Berlin, Fraktionsebene, 15.30 Uhr: Ein Medienauflauf fast wie vor der Sommerpause, als der unionsinterne Streit auf einen Showdown zur Trennung der Fraktionsgemeinschaft von CSU und CDU hinauszulaufen schien.

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Doch heute ist unter den Journalistenkollegen im Unterschied zu damals deutlich weniger Spannung zu spüren. Fast durchweg herrscht die Meinung vor, dass die Fraktion der Union „pragmatisch“ entscheiden wird. Und mit pragmatisch meinen fast alle: Ein „Weiter so“ mit Volker Kauder. Es wird nicht einmal ausgeschlossen, dass Kauder sein Ergebnis von 77 Prozent im vergangenen Jahr – allerdings ohne Gegenkandidaten – heute leicht übertreffen kann. Die Abgeordneten der Union wollen wohl in ihrer übergroßen Mehrheit keine Putschgelüste gegenüber der Kanzlerin schüren. Denn schließlich wählt Bayern und Hessen im Oktober neue Landesparlamente.

Der Putsch könnte danach folgen, wenn die CSU- und CDU-Ergebnisse miserabel ausfallen. Dann kann die Verantwortung eindeutig an die beiden Parteivorsitzenden Seehofer und Merkel adressiert werden. Heute halten die MdBs der Union fürs Erste wohl still.

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