Syrer als mutmaßlicher Anstifter von judenfeindlichem Mordanschlag in Berlin verhaftet

Juden in Deutschland – oder Personen, die dafür gehalten werden – leben vor allem in der Hauptstadt unter ständiger Bedrohung. In der antisemitischen Gewaltwelle spielen IS-Anhänger eine wachsende Rolle.

picture alliance/dpa | Uli Deck

Die Bundesanwaltschaft ermittelt gegen einen 37-jährigen Syrer, der 2025 einen 19-jährigen Syrer zu einem antisemitischen Mordanschlag in Berlin ermutigt haben soll, wegen Beihilfe zum versuchten Mord. Der Mann sollte noch am Vormittag einem Haftrichter vorgeführt werden. Der Anschlag, um den es geht, ereignete sich am Abend des 21. Februar 2025: Der 19-jährige Wassim Al M., zuletzt gemeldet in einer Leipziger Asylbewerberunterkunft, zog an diesem Tag mit der Waffe und dem Vorsatz los, wie er später vor Gericht aussagte, „Juden zu töten“. Er traf im Stelenfeld des Berliner Holocaust-Denkmals auf einen spanischen Touristen, den er für einen Juden hielt, und stieß ihm unvermittelt das Messer in Hals und Gesicht.

Attentat in Berlin auf Touristen
Mutmaßlicher Messertäter am Holocaust-Mahnmal soll syrischer Asylbewerber sein
Das Opfer überlebte nur dank glücklicher Zufälle: Passanten fanden ihn kurz nach dem Angriff, er erhielt deshalb schnell medizinische Hilfe, die ihn vor dem Verbluten bewahrte. Außerdem hatte der Kragen seiner Jacke einen Stich abgelenkt. Der junge Mann aus Spanien leidet bis heute unter den Folgen des Mordversuchs, im Gesicht trug er eine entstellende Narbe davon. Den Täter verurteilte das Berliner Kammergericht bereits zu 13 Jahren Haft. Wassim Al M. sagte in der Verhandlung aus, er habe sich als Gefolgsmann des Islamischen Staates (IS) verstanden.

Die jüngste Verhaftung eines mutmaßlichen Hintermanns zeigt, dass er offenbar nicht als Einzeltäter handelte. Und es spricht vieles dafür, dass in Deutschland ein ausgedehntes Netz von IS-Sympathisanten existiert. Ebenfalls 2025 verhaftete die Polizei in Berlin-Neukölln einen 22-jährigen Syrer, der einen Anschlag mit Messer und einer Sprengvorrichtung auf Juden und andere Nichtmuslime geplant haben soll. Auch er sah sich als Anhänger des IS.

Für Juden, die sich durch religiöse Symbole zu erkennen geben – oder für Juden gehalten werden –, ist der öffentliche Raum in Berlin mittlerweile besonders unsicher. Im Juni 2025 spazierte ein Mann mit einem Davidstern-Anhänger und einem T-Shirt mit Davidstern durch den Gleisdreieckspark in der Nähe des Potsdamer Platzes, als dort ein Mann sein Messer zog und auf ihn losging. Drei Polizisten, die dort patrouillierten, konnten rechtzeitig eingreifen: Sie zwangen den Angreifer mit gezogenen Pistolen, sein Messer niederzulegen.

Antisemitismus in Deutschland
Anschlag auf israelisches Restaurant in München – Juden leben wieder unsicher
Im Februar 2024 schlug der damalige FU-Student Mustafa A. seinen jüdischen Kommilitonen Lahav Shapira nieder und trat ihn zweimal mit voller Wucht ins Gesicht. Shapira hatte sich gegen den zunehmenden Antisemitismus an der FU engagiert, weshalb hamasfreundliche Studenten eine Art Steckbrief zu seiner Person verbreiteten. Der jüdische Student erlitt mehrere Knochenbrüche im Gesicht und eine Hirnblutung. Das Landgericht Berlin minderte im April 2026 die ursprüngliche Haftstrafe für Mustafa A. von drei Jahren auf zwei Jahre und sechs Monate. Die Begründung lautete, ein antisemitisches Tatmotiv sei nicht erkennbar.

Die Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus (RIAS) registrierte 2024 allein in Berlin 53 körperliche Attacken auf Juden oder Personen, die Angreifer für Juden hielten, außerdem 99 Sachbeschädigungen. Für das erste Halbjahr 2025 zählte die Berliner Polizei 12 judenfeindliche Gewalttaten, darunter den oben erwähnten Messerangriff auf den spanischen Touristen im Stelenfeld des Holocaust-Denkmals.

Das Bedrohungsgefühl innerhalb der jüdischen Community hat stark zugenommen – sowohl durch Gewalttaten als auch wegen der öffentlichen judenfeindlichen Propaganda. Viele der in Deutschland lebenden Juden reagierten entsetzt, als bisher unbekannte Täter in Berlin vor einiger Zeit die Parole „Kill all Jews“ an eine Hauswand sprühten. In Essen skandierten arabischstämmige Personen auf einer antiisraelischen Demonstration „Adolf Hitler, Adolf Hitler“, mindestens ein Teilnehmer zeigte klar erkennbar den Hitlergruß.

Die Polizei griff nicht ein.

Anzeige

Unterstützung
oder

Kommentare ( 20 )

Liebe Leser!

Wir sind dankbar für Ihre Kommentare und schätzen Ihre aktive Beteiligung sehr. Ihre Zuschriften können auch als eigene Beiträge auf der Site erscheinen oder in unserer Monatszeitschrift „Tichys Einblick“.
Bitte entwerten Sie Ihre Argumente nicht durch Unterstellungen, Verunglimpfungen oder inakzeptable Worte und Links. Solche Texte schalten wir nicht frei. Ihre Kommentare werden moderiert, da die juristische Verantwortung bei TE liegt. Bitte verstehen Sie, dass die Moderation zwischen Mitternacht und morgens Pause macht und es, je nach Aufkommen, zu zeitlichen Verzögerungen kommen kann. Vielen Dank für Ihr Verständnis. Hinweis

20 Comments
neuste
älteste beste Bewertung
Inline Feedbacks
Alle Kommentare ansehen
yeager
11 Tage her

Es ist beschämend und traurig, dass der Antisemitismus in Deutschland wieder fröhliche Urständ feiert, und in vielen Fällen weggesehen wird weil es politisch nicht opportun ist das Problem des importierten Antisemitismus auch nur zu benennen. Wenn aber selbst der ZdJ, dem selben Opportunismus folgend, sich lieber fein zurückhält statt die Entwicklungen zu benennen, die in den letzten Jahren zu einem Anstieg von Antisemitismus in Deutschland und anderen EU-Ländern führen, dann lässt mich das ratlos zurück. Es ist zwar nachvollziehbar, wenn jüdische Verbände sich an diesem heißen Thema nicht dir Finger verbrennen wollen, sich auch in der politischen Debatte nicht instrumentalisieren… Mehr

Teiresias
12 Tage her

Da die Syrer, die nach Deutschland umgesiedelt wurden, vor dem syrischen Präsidenten Assad geflohen sind, liegt der Schluss nahe, daß sie überwiegens bis ausschliesslich dem von Assad bekämpften IS nahestehen.
Insofern sind solche Terroranschläge schon 2015 vorhersehbar gewesen.
Beim Staatsbesuch des al-Kaida-Terroristen und Assad-Nachfolgers al-Jolani waren die „alahu akbar“-Rufe seiner Anhänger kaum zu überhören.
Danke, Frau Merkel.

Kassandra
11 Tage her
Antworten an  Teiresias

Die bleiben uns alle.
Auch deshalb denken die USA darüber nach, die NATO zu verlassen: https://x.com/BasedMikeLee/status/2059632125247123713
Denn es sieht aus, als hätte Al Dscholani hier in Deutschland anzuschaffen – wie der Schauspieler aus Kiew halt auch.
„Germany announced plans to send 900k Syrian refugees back home. Syria rejected the plan and said they should stay in Germany. Syria wants them to keep collecting German welfare, a portion of which is sent back to Syrian families. Germany is subsidizing the Syrian economy.“

Der Person
12 Tage her

Wenn ich in der ganzen Stadt verkünde, dass es bei mir Freibier, freies Buffet und 500 € auf die Hand gibt, dann kommen nicht gebildete und zivilisierte Leute. Dann kommt der Abschaum.

Wilhelm Roepke
12 Tage her

Tja, was soll man sagen. Nach den nationalen Sozialisten sind jetzt mit den rotgrünen Sozialisten wieder Leute an der Macht, die die Einwanderung von Antisemiten heimlich auf das Wärmste begrüßen. Und so sieht das Land dann halt auch aus…

OJ
12 Tage her

Der Verfassungsschutz schätzt das gesamte islamistische Personenpotenzial auf etwa 28.280 Personen.
Je früher ein richtig heftiger Anschlag passiert unser schneller ist mit einem Regierungswechsel zu rechnen❗

Kassandra
12 Tage her
Antworten an  OJ

Für Berlin? Bedenkt man ganz Deutschland, wird man etliche Nullen anhängen müssen – und da wir in der EU grenzenlos leben und die Jihadisten, also Gotteskrieger, nicht nur über die Moscheen gut vernetzt scheinen, sind alle gedachten Zahlen Schall und Rauch. Neugierig, wann man die ersten Tunnelsysteme unter solchen Einrichtungen feststellen wird – denn im Tunnelbau scheinen solche, wie man aus „Gaza“ weiß, echt Spitze! Wovon auch die Sparkasse in Gelsenkirchen künden wird. Kennt man den Stand der Dinge dort inzwischen? Wobei solche lässig mit dem dort vorgefundenen Zaster wieder in die Heimat gereist sein werden – bzw. das Geld… Mehr

Teiresias
12 Tage her
Antworten an  OJ

Wenn der politisierte Verfassungsschutz 29 280 Terroraffine Individuen zugibt, muss die Tatsächliche Zahl beängstigend hoch sein.

3 Finnen
6 Tage her
Antworten an  OJ

Es ist falsch einen Unglück zu erhoffen damit sich die Zustände ändern. Richtig ist: Bei sich selbst anzufangen und die Realität beim Namen zu nennen: Es gibt keine „Islamisten“, es gibt gläubige und ignorannte Muslime. Dabei ist wichtig zu erkennen, dass ignorannte Muslime zu gläubigen werden, wenn man ihnen den Islam erklärt. Zusätzlich habe ignorannte Muslime noch NIE gegen wahre Muslime agiert, da selbst ignorannte Muslime wissen, dass sie dann selbst mit ihrem Leben bezahlen werden.

Tom Engel
12 Tage her

Juden in Deutschland – oder Personen, die dafür gehalten werden

Wie soll das funktionieren ?

Kassandra
12 Tage her
Antworten an  Tom Engel

Engel:
solche und besonders solche mit NiedrigIQ erkennen alle, die europäisch aussehen, als „ungläubig“ und als auszumerzen.
Ist doch ganz einfach.
Oder fuhren die schon mal mit dem Wagen in eine Gruppe solcher mit Kopftüchern?

Kassandra
12 Tage her

Sind das welche von Merkels „armen Flüchtlingen“ – gar hier im Abendland Asyl suchenden „Männern“? Mir scheint, die haben alle die islamischen Kampfbefehle in sich – was bedeutet, sie sind nicht nur Gefährder von Juden und Christen, sondern aller in ihren Augen „Ungläubigen“ – und haben den Auftrag, uns zu liquidieren: https://www.zukunft-ch.ch/wp-content/uploads/2017/03/Zukunft-CH-Infoblatt-Kampfbefehle-im-Islam.pdf?pid=10125 Und für jede Ferkelei wird ihnen aus seinem Konstrukt Absolution erteilt: „Nicht ihr habt sie getötet, sondern Allah hat sie getötet. Und nicht du hast geworfen, als du geworfen hast, sondern Allah hat geworfen, und damit Er die Gläubigen einer schönen Prüfung von Ihm unterziehe. Gewiß, Allah ist… Mehr

jwe
12 Tage her

Mit der Massenmigration sind auch Kultur und Gepflogenheiten der Herkunftsländer importiert worden. Deren Kultur ist nun unsere Kultur, deren Sitten sind jetzt unsere Sitten. Was eigentlich noch fehlt, ist die Rechtsordnung aus Arabien, Afrika und Afghanistan hier zu etablieren. Da wären wir komplett in der so umjubelten neuen „bunten Welt“ angekommen. Die Wirtschaft ist schon auf dem Weg dahin.

Kassandra
12 Tage her
Antworten an  jwe

Es ist deren „Ideologie“ – die sie „Religion“ nennen, die sie beauftragt, uns alle!!! als „Abtrünnige“ zu eliminieren – und das seit nunmehr 1448 Jahren und bis zum Ende aller Tage –
denn an deren Suren darf in keinem Punkt etwas verändert werden.
Unter der Scharia sieht es für „Ungläubige“ dann entsprechend aus, wie Bill Warner auf kurzen knapp 80 Seiten im Großdruck zusammenfasst: https://goldseiten-forum.com/wcf/attachment/152566-scharia-f%C3%BCr-nicht-muslime-pdf/
Auch heute kommen Gotteskrieger auf Jihad weiter über die offenen Grenzen – und erweitern das hier in Millionenanzahl bereits stehende Heer.

Manfred_Hbg
12 Tage her
Antworten an  jwe

Na, das die „Religion der Liebe“ und der Koran auch bei uns in „Scland“ als neue Rechtsordnung eingeführt wird, darauf wird man wohl Wetten und Gift nehmen klönnen. Denn schon vor zig Jahren um Umfrageergebnisse ergeben, dass 60 bis 70 Prozent der Türken ihren Koran und Allah über unsere Gesetze stehen sehen. Und nachdem nun sozusagen auch noch mit/Dank „2015“ die Flasche der Pandora geöffnet wurde und seitdem in 11 Jahren das erste halbe Millionendutzend Moslems ins Land und in unsere Sozialsysteme geschwemmt und staatlich EINgeflogen wurden, und nachdem auch die Zahl der „Moslem-Reaktoren“ von ~900 (1980) auf an die… Mehr

Kassandra
12 Tage her
Antworten an  Manfred_Hbg

„Unterwerfung“ ist die korrekte Übersetzung von „Islam“.
https://www.welt.de/print-welt/article354109/Islam-heisst-auf-deutsch-Unterwerfung.html
.
Die Sufis kamen wohl auf das mit der Liebe – aber die werden von den eigenen Brüdern ja selbst verfolgt: https://www.eslam.de/begriffe/r/religion_der_liebe.htm

Manfred_Hbg
12 Tage her
Antworten an  Kassandra

Na, wenn die Sufis das mit der Liebe tatsächlich selber herausgebracht haben sollten – und das dann auch noch, obwohl sie ja von ihren Glaubensbrüdern selber verfolgt worden sein sollen, wer weiß, vielleicht haben da ja (auch) die verfolgt werdenden Sufis den Spruch „Religon der Liebe“ sogar selbst auch als sarkastisch oder zynisch gesehen/gemeint? 😉

ceterum censeo
11 Tage her
Antworten an  jwe

Wir sind schon einen Schritt weiter: Bussfahrer dürfen demnächst die Prüfung auf Arabisch ablegen!

karlotto
12 Tage her

Was sagte doch Schuster , „Das letzte Land , dass es sich leisten kann , Flüchtlinge und Verfolgte abtulehnen“.
Moralapostel , werden gerade in Israel gebraucht , oder ist das Grundstück im Gaza schon gesichert ?

Moses
12 Tage her
Antworten an  karlotto

Nichts Besonderes. Genauso dumme linke Juden nehmen in den USA an pro-palästinensischen Demonstrationen teil.