Polit-Aktivist Slomka

Frau Slomka ist der Anschauungsfall des Polit-Aktivisten, der mit Journalismus nicht das geringste zu tun hat. So extrem wird nicht in jedem Fall sichtbar, wie Medien und Politik die Plätze getauscht haben.

Screenprint: ZDF/heute journal

Der Zufall wollte es, dass ich beim Zappen ins ZDF geriet, wo Frau Slomka sich aufführte wie eine – im Tatort nicht erlaubt – agressive Kommisseuse, die sich offensichtlich einbildete, einen schwer tatverdächtigen Christian Lindner zum Verhör vorgeführt zu kriegen.

Nun, da hatte sie sich den Falschen ausgesucht. Denn Lindner ließ sich von der schon körpersprachlich unerträglichen Frau nicht provozieren. Obwohl sie ihm immer, wenn er in der Sache sagte, was sie nicht hören wollte, nicht nur ins Wort fiel, ihn nicht ausreden ließ, sondern wie in einer kreischenden TV-Show hyperventilierte. Frau Slomka wollte Herrn Lindner vorführen – er führte sie vor.

Ich empfehle jedem politisch Interessierten, sich diese TV-Minuten ohne Ton anzusehen. Das decouvriert die außer Rand und Band geratene TV-Frau noch sichtbarer als mit Ton.

Dieses Video gehört in jede Journalistenschule, in jede Ausbildung der Medienanalyse: Diese nicht mehr zur Selbstkontrolle fähige Frau ist der Anschauungsfall des Polit-Aktivisten, der mit Journalismus nicht das geringste zu tun hat. So extrem wird es nicht überall sichtbar, wie Medien und Politik die Plätze getauscht haben.

Solche Polit-Aktivisten können es nicht ertragen, dass es Politiker oder überhaupt Personen des öffentlichen Lebens gibt, die nicht parieren, die nicht tun, was sie anordnen.

Frau Slomka bildete sich tatsächlich unübersehbar ein, sie könnte Herrn Lindner die dämlichste aller Fragen ungestraft stellen: Warum machen Sie nicht mit, wenn alle mitmachen und wir Medien das wollen?

Gehen Sie ins Trainingscamp, Frau Slomka, oder noch besser, kandidieren Sie für die Grünen. Dort fällt Ihr Hyperventilismus nicht weiter auf.

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Kommentare ( 147 )

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147 Kommentare auf "Polit-Aktivist Slomka"

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Es gehören immer zwei dazu. Herr Lindner hat es professionell über die Bühne gebracht aber was für Kinder und Eltern gilt, das sollte auch für den Umgang der Medien mit Personen des öffentlichen Lebens gelten. Wie sagt man so schön? -Ohne einen Faustschlag in´s Gesicht der Pietät kommt man von der Mutterschürze nicht los!- Alice Weidel hat diesen Faustschlag Frau Slomka gegenüber gemacht, wird nicht mehr eingeladen, ist aber in aller Munde. Herr Lindner sollte das auch mal praktizieren. Eine Bemerkung wie, -Frau Slomka, sie kommen mit ihrer Diktion nicht zurecht, bitte mäßigen sie ihren Ton, ich stehe hier nicht… Mehr

Frau Slomka, sie kommen mit ihrer Diktion nicht zurecht, bitte mäßigen sie ihren Ton, ich stehe hier nicht vor Gericht!- Zitat Ende
Ja, es wundert auch mich – selbst bei dieser , mehr als arrogant unverschämten Befragungsorgie – sich des offenen Visier´s zu bedienen.
Hier bedarf es auch des klaren Stop´s eines „Herrn Lindners“ , je öfter solcherlei Debattierramsch zur Schau gestellt wird , desto öfter verringert sich Gegenwehr und man erachtet dies als „NORMAL“!
Ein Politiker sollte viel mehr klare Kante zeigen , der Kreis des Aggro-Journalismus wird somit entlarvt.

Herr Goergen, Danke, daß Ihnen das auch aufgefallen ist, ich habe da auch nur per Zufall reingezappt und mir ist vor Fassungslosigkeit der Mund offen stehen geblieben und die Fernbedienung aus der Hand gefallen. Slomka hat einen Ton angeschlagen wie ein Studiendirektor, der einen Primaner vor der Klasse zusammenstaucht: Ins Wort gefallen, nicht ausreden lassen, den Sinn verdreht, ständig belehrend quasi den Zeigefinger gefuchtelt. Sie hätte Lindner zum Schluß auch gleich zum Schämen in die Ecke schicken können, was sie auch irgendwie getan hat. Wow! Mir ist nach Ende des Beitrags ein anderer TV- Klassiker sofort in den Sinn gekommen,… Mehr

Ich halte insbesondere Marietta Slomka und Claus Kleber auch nicht für neutral und ihre Art der Berichterstattung nicht für guten Journalismus. Es lohnt sich jedocht nicht, sich allzusehr darüber aufzuregen. Die Zeiten, da die (Pseudo)Linken die Deutungshoheit hatten, sind vorbei.

Hallo Tubus, kritisch aber nicht respektlos sollten Journalisten sein und das in allen Richtungen. Aber leider ist es mit der journalistischen Objektivität längst vorbei. Ich kann mich gar nicht mehr erinnern wann das letzte mal über Angela Merkel eine kritische Bilanz gezogen wurde. Donald Trump, Wladimir Putin und Syrien sind gute Beispiele für schlechten Journalismus. Wie einseitig und befangen da berichtet wird während über Gräueltaten in Saudi Arabien und Katar der Mantel der Verschwiegenheit liegt.

Und nicht freiwillig,sondern unter Androhung von Gefängnisaufenthalt bei Verweigerung…hm,“ der freieste Staat auf deutschem Boden…“?

Slomka hat nicht „hart gefragt“, sondern agitiert und jede nicht dazu passende Antwort zu unterdücken versucht. Journalisten mögen bitte hart in der Sache fragen, insistieren, wenn keine Antwort kommt und so weiter. Aber nicht selbst eine Meinung vertreten und propag(andis)ieren. Meine eigende Agenda spielt da keine Rolle und ist durch keine Partei repräsentiert, durch keine.

Tut mir leid, aber mein Eindruck über die herrschende Meinung hier verfestigt sich weiter: Der politische Gegner soll möglichst hart rangenommen werden, aber bloß nicht die eigene Seite. Der jeweilige eigene Sympathieträger sollte durch den Interviewer auf keinen Fall provoziert werden. Argumentative Schwierigkeiten sind ihm/ihr möglichst durch vorauseilende ‚faire‘ Suggestivfragestellung zu ersparen, à la ‚Anne will doch nur spielen‘. Es ist doch nicht wichtig, was Slomka gesagt hat, sondern ob und wie Lindner sich argumentativ bewährt hat und dass er sich gegen die Provokationen durchsetzen konnte. So sollte ein gutes Politikerinterview sein und so sollte sich einer als guter Politiker… Mehr

Nein! Da bin ich nicht ihrer Meinung. Jauch zeigte wie man mit Respekt unangenehme Fragen stellen kann. Sie war respektlos, selbstherrlich, aggressiv und arrogant. Kurz im Besitz der alleinigen Wahrheit. Sie sollten sich das Interview ohne Ton ansehen! Die Körperhaltung etc..

Meine volle Zustimmung zu diesem Beitrag !
Ich möchte noch ergänzen,daß eine gewisse Anja Reschke zumindest bei mir ähnliche Schwingungen auslöst wie bei der GEZ -Made Slomka…
neben männlichen Pendants wie Kleber etc natürlich auch .

Eine gewisse Frau Reschke macht aus einem distinguierten, intellektuellen Herrn in den frühen Fünfzigern, also mir, einen flammenden Dämon aus den häßlicheren Ecken der Hölle, aber nur, wenn ich mich wirklich zusammennehme!!!

Und TIna Hassel nicht vergessen, die in ihrer Position als „Leiterin ARD Haupstadtstudio“ eigentlich der Neutralität verpflichtet wäre, auf ihrer Twitterseite allerdings alles andere als neutral agiert.

Auch wieder wahr.

Linder hat Respekt verdient, denn es war doch zu befürchten, dass er in erster Linie an sich und sein weiteres Fortkommen denken würde. Frau Slomka glaubte, ihn vorführen zu können. Pech gehabt. Im übrigen verkündeten die Grünen, wenn auch weniger lautstark, dass sie auch an Aufgabe dachten. Was sagt mir das? Die keifende, mehrheitlich aus den öffentlich, rechtlichen Sendeanstalten kommenden Journalisten sind blind vor Zorn. Das alles auf unsere Kosten. Wir, die Wähler, sind ihre Arbeitgeber, und erwarten, eine keine einseitige, rot-grüne-Sendung. Sie sollte ausgewogen sein. Dazu gehört nicht, das man die AfD als das Shmuddelkind behandelt. Sie wurde von… Mehr