Merz, Macron und Starmer – wer geht wann?

Macrons Amtszeit endet nach Verfassung in einem Jahr. Ob Starmer vorzeitig gehen muss, entscheidet sich wohl in diesen Wochen. Merz wird seinen Thron bis zum letzten Tag aussitzen wollen. Ginge es nach Umfragen, wären alle drei schon weg. America reformiert, Europa verschleppt.

„Die Leute gehen nicht zu McDonald’s, weil sie erwarten würden, begeistert zu werden. Sie gehen dorthin, weil sie erwarten, nicht maßlos enttäuscht zu werden“, erklärt Alexander Heiden, „Politik funktioniert nach genau denselben Regeln: Die Leute gehen dorthin, wo sie am wenigsten befürchten müssen, fürchterlich enttäuscht zu werden.“ Bei Merz werden sie immer.enttäuscht. Also geht irgendwann niemand mehr zu ihm.

28 Prozent statt 27 hat keine Bedeutung, aber ein Prozentpunkt nach dem anderen am laufenden Band sind dann eben fünf und mehr. Den Trend könnte man nach Heiden McDonald’s-Trend nennen.

Im Januar 2026 hat Merz beim WEF in Davos zweifellos richtig gesagt „Deutschland und Europa haben ein unglaubliches Potenzial verspielt. Wir sind zum Weltmeister der Überregulierung und des Nullwachstums geworden.“ – Weiß er das noch? 

In Berlin scheint langsam die Erkenntnis der grünen Katastrophenökonomie mit noch höheren Schulden für die Illusion der grünen Transformation zu dämmern, so der Befund von Thomas Kolbe. Die Flucht in die Schuldenrüstungswirtschaft trägt nicht bei der wirtschaftlichen Schwäche Europas, sondern betäubt nur hilflose Laienberufspolitiker. Hinter ihnen die Sintflut.

Im Mai 1,25 Milliarden Steuersubventionen für Millionenjunker der „Erneuerbaren“.

Der Energieexperte Lars Schernikau rechnet vor: »Eine Gigawattstunde-Batterie braucht 700.000 Tonnen abgebauten Rohstoffs • 450 GWh Energieaufwand für die Herstellung (das 450-fache der Kapazität) • Speichert bis zu 400 Tonnen Kohle
Stundenlange Speicherdauer. Enormer Abbau, Verschleiß und Risiken. Das Problem der unregelmäßigen Stromversorgung löst es nicht, aber die Umweltzerstörung verschärft es. „Batterien sind ein ökologischer Albtraum.“«

Physikjournalistin Sabine Hossenfelder räumt den Mythos China-Energiewende ab, die nicht existiert, und erklärt den deutschen Transformations-Plan für aussichtslos.

Sieht man die Flucht des Parteienstaates vor Reformen ins Schuldenmachen, ist der katastrophale Zustand Frankreichs, bevor Presidente Macron nicht noch einmal kandidieren darf, geradezu das negative Vorbild.

Es kann kein Zufall sein, wenn Macron, dem britischen Premier Starmer und Kanzler Merz die Nöte der Bürger, von deren Steuern sie leben, kein Anlass für eine Änderung ihrer Politik sind. Die woke Politikerklasse kennt nur sich selbst. Und die Woken Westler bilden sich ein, die richtige Meinung gepachtet zu haben. Sagt der 48-jährige Greis Macron doch tatsächlich: „Dieses 79-jährige Trump-Baby redet immer weiter, und das führt jedes Mal zu einem echten Konflikt. Wir in Frankreich zahlen jeden Tag für einen Krieg, den wir nie wollten, der aber von einem Narren angezettelt wurde.“ – Macron will sich wohl von Merz als Protzprahler gegen Trump nicht überbieten lassen.

Donald Trump reist die Tage nach Peking zu Xi Linping mit Tesla-Elon Musk, Apple-Tim Cook,und Spitzenmanagern von Boeing, Goldman Sachs, Blackstone, BlackRock, Citigroup, Meta, Cargill, Micron, Qualcomm, Visa und Mastercard. Danach klingelt es in US-Kassen. – Umgekehrt lehrt der Islamokommunist Zohran Mamdani als Bürgermeister von New York City, wie man die Wirtschaft vertreibt, wenn man Unternehmen und Leistungsträger immer noch mehr abzockt. In America geht das ganz schnell, in Europa verläuft das zäh. Die US-Finanzbranche baut aus, wo Steuern niedriger und Eingriffe geringer sind. NYC ist noch Finanzzentrum. Aber Hedgefonds, Banken und Vermögensverwalter expandieren in Florida, Texas und Tennessee. Goldman Sachs baut in Dallas einen Campus für 5.000 Mitarbeiter. JPMorgan Chase beschäftigt nun in Texas mehr Mitarbeiter als in NYC. Wells Fargo verlegt die Zentrale seiner Vermögensverwaltung nach West Palm Beach. Auch Apollo, Citadel, Elliott Management und viele Hedgefonds richten ihre Wachstumspläne auf Miami, Palm Beach, Austin oder Dallas aus. Spitzenjobs und künftige Steuereinnahmen wandern ab, Milliarden. Wie lange bleibt eine Stadt Finanzmetropole, wenn sie vertreibt, wer den Wohlstand finanziert? Einordnung: Die Metropolregion New York Metro Area hat fast 20 Millionen Einwohner.

Die Überschrift werden viele überlesen: „US-Börsen legen zu – Chipeuphorie schlägt Ölpreisschock“. Die Hoffnungen im Chipmarkt konnten die Sorgen um den wieder steigenden Ölpreis verdrängen. Die positiven Bilanzen der Halbleiterhersteller wussten offenbar die Anleger an der Wall Street zu überzeugen. So rangierten unter anderem Nvidia, Qualcomm und Micron im Plus. Auch Intel waren nach Berichten über eine Kooperation mit Apple weiterhin gefragt.

Die Gasspeicher in Deutschland sind so wenig gefüllt wie seit vier Jahren nicht mehr. Am 1. Mai lag der durchschnittliche Speicherfüllstand in Deutschland bei rund 26 Prozent – ein Niveau wie zuletzt im Krisenjahr 2021/2022 – so die Initiative Energien Speichern (Ines), Zusammenschluss von Betreibern deutscher Gas- und Wasserstoffspeicher, gestern. Bei hohen Preisen wollen die Marktakteure kein Gas auf dem Großmarkt kaufen und einspeichern – für den Winter kann in der Theorie viel günstiger eingekauft werden. Das Problem: Es könnte die Situation eintreten, dass Gasversorger im Winter ihr Anspruch auf Lieferung nichts nützt, wenn es kein Gas physisch gibt. Ines: „In einem kalten Szenario mit einem Temperaturniveau des Referenzjahres 2010 zeigen die Analysen Versorgungsknappheiten.“ In diesem Fall könnten in den Monaten Januar, Februar und März 2027 Unterdeckungen von 20 TWh auftreten, an einzelnen Tagen über 35 Prozent des Gasverbrauchs nicht mehr gedeckt werden. Der Markt kauft derzeit Gas auf dem Großmarkt, der eine Befüllung der Gasspeicher von 76 Prozent bis zum 1. November erwarten lässt. Die Speicherbetreiber sind weiter skeptisch, ob das ausreicht: „Wir wissen bereits aus dem letzten Winter, dass eine Buchungs- und Befüllungssituation in Höhe von 76 Prozent nur reicht, wenn das Wetter mitspielt.“ – Offenbar wird da so gearbeitet wie in Berlin-Mitte: grob fahrlässig.

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