Gesichter aufgeschnitten, Opfer verhöhnt – Drei Mädchen in Untersuchungshaft

Drei Mädchen im Alter von 14, 16 und 17 Jahren sollen in Heidelberg zwei Schwestern mit Glasflaschen und einem Messer schwer verletzt und anschließend verspottet haben. Alle drei sitzen in Untersuchungshaft – selbst die 14-Jährige, weil die Ermittler die Brutalität des Angriffs als außergewöhnlich bewerten.

picture alliance / CHROMORANGE | Udo Herrmann

Drei Mädchen, kaum oder noch nicht erwachsen, ein Messer und Glasflaschen: Am Heidelberger Bismarckplatz soll sich am späten Abend des 11. Juli eine Gewalttat abgespielt haben, deren Einzelheiten selbst in einer an tägliche Übergriffe gewöhnten Öffentlichkeit noch erschüttern.

Nach dem bisherigen Stand der Ermittlungen gerieten die drei Tatverdächtigen im Alter von 14, 16 und 17 Jahren gegen 22.30 Uhr zunächst verbal mit zwei Schwestern im Alter von 15 und 18 Jahren aneinander. Weshalb der Streit begann, ist weiterhin unbekannt. Anschließend sollen die drei Mädchen gemeinschaftlich angegriffen und dabei Glasflaschen sowie ein Messer eingesetzt haben.

Die 18-Jährige erlitt ein Schädel-Hirn-Trauma, Stichverletzungen und mehrere tiefe Schnittverletzungen im Gesicht. Sie verlor kurzzeitig das Bewusstsein, ging zu Boden und musste stationär im Krankenhaus behandelt werden. Als ihre 15-jährige Schwester ihr zu Hilfe eilte, sollen die Beschuldigten auch sie attackiert und ihr Schnittverletzungen im Gesicht zugefügt haben.

Die Gewalt endete nach Darstellung der Ermittler nicht mit den Verletzungen. Nach der Tat sollen sich die drei Mädchen über die am Boden liegenden Verletzten lustig gemacht haben. Dieser Hohn über zwei gerade schwer verletzte junge Frauen gibt dem Angriff eine weitere ganz besondere Abgründigkeit.

Staatsanwaltschaft und Polizei konnten die drei Tatverdächtigen ermitteln. Das Amtsgericht Heidelberg erließ Haftbefehle wegen gemeinschaftlich begangener gefährlicher Körperverletzung in Tateinheit mit schwerer Körperverletzung. Am vergangenen Freitag wurden die Haftbefehle vollstreckt; alle drei Beschuldigten kamen in eine Justizvollzugsanstalt.

Besonders ungewöhnlich ist die Untersuchungshaft für die jüngste Beschuldigte. Es sei nicht üblich, dass ein 14-jähriges Mädchen in Untersuchungshaft komme, erklärte der Mannheimer Polizeisprecher Stefan Wilhelm gegenüber „Bild“. Wegen der Schwere der Brutalität der Tat hätten Staatsanwaltschaft und Polizei dennoch einen entsprechenden Haftbefehl erwirkt.

Über das Motiv und die persönlichen Hintergründe der Beschuldigten liegen bislang keine belastbaren Angaben vor. Eine Anfrage u.a. der „Welt“ dazu blieb unbeantwortet. Der bestätigte Tatverdacht ist für sich bereits erschütternd genug.

Das Alter der Beschuldigten macht den Fall zusätzlich verstörend. Wer mit 14, 16 oder 17 Jahren eine solche Gewalt entfesselt und über die am Boden liegenden Opfer spottet, zeigt ein Ausmaß an Verrohung, das erschütternd ist.

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Kommentare ( 14 )

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Phil
25 Minuten her

Über den „kulturell“ bereichernden Hintergrund der Täterinnen lässt sich nur mutmassen……
In gewissen Kulturen übertrifft die Gewaltbereitschaft der Frauen sogar jene der autochthonen männlichen Bevölkerung Westeuropas um Faktoren.

RiverHH
28 Minuten her

Waren das wieder Susanne, Gertrude und Simone?
Ich frage für meinen Nachbarn, der hat einen Bademantel (ich dagegen nicht) und ist gegen Islamisierung und Umvolkung.

Last edited 27 Minuten her by RiverHH
Michaelis
29 Minuten her

Dass die überhaupt aufgegriffen wurden, ist äußerst erstaunlich im besten Deutschland aller Zeiten! Denn wir wissen doch, dass ausschließlich männliche Wesen Brutalität hervorbringen, und dass Frauen und Mädchen grundsätzlich und von Natur aus friedliche Wesen und eben die besseren Menschen sind. Hat sich daran was verändert?? Verstörend!! Und nebenbei: vielleicht schaut man mal, in welchen Familienkonstellationen die aufgewachsen sind.

Last edited 26 Minuten her by Michaelis
Kraichgau
35 Minuten her

Der Angriff erfolgte am 11.7,heute am 29.7 wird darüber berichtet,auch in den Lokalnachrichten war weitgehend Ruhe dazu(erster Bericht RNZ 22.7)……
wer den Bismarkplatz kennt,weiss,das dort schon seit den 80ern Gruppen eher „benachteiligter“ Bürger(Punks,Ausländer etc) den Tag und Abend über rumhängen und den starken Laufverkehr beobachten und auch bepöbeln.
Heidelberg hat jenseits der studentischen Massen eine relative Zweiteilung in die gehobene schwarz-grüne Bürgerschicht und säuberlich getrennt davon die Boxberg-Emmertsgrund Problemzone….ich wette,das die drei Mädchen eher aus dieser Gegend stammen

Last edited 31 Minuten her by Kraichgau
Retlapsneklow
37 Minuten her

Eltern in den Knast wegen Vernachlässigung ihrer Erziehungspflichten! Politiker in den Knast, die Gesetze schaffen, die die Erfüllung der Erziehung durch Verbote sabotieren.

Montesquieu
37 Minuten her

Frei flottierende Gewalt. Die ethnokulturelle Täter-Opfer Identifikation ist zumeist die gleiche.
Wir haben ein explodierendes islamisches Gewaltproblem und zwar auf vielen Ebenen.

Sozia
40 Minuten her

Golding zeigt im „Herr der Fliegen“ sehr anschaulich, wie dünn die Firnis der Zivilisation bei Heranwachsenden oft noch ist. Man müsste mehr über den Hintergrund der Täterinnen wissen, aber es gibt immer mehr Eltern, die ihre Kinder schlicht nicht erziehen, aus Ideologie oder Bequemlichkeit. Und parallel sind sehr viele Menschen aus gewaltaffinen Kulturen eingewandert, auch das kann eine Rolle spielen. Die Filmindustrie zeigt 24/7 unerträgliche Gewalt in jeglicher Grausamkeit und in Serien wie GNTM wird Hass und Neid unter jungen Frauen bis zum Exzess ausgeschlachtet. Heranwachsende brauchen kluge Erwachsene, die sie stärken und ihnen gleichzeitig Grenzen aufzeigen, die nicht überschritten… Mehr

Liberio
40 Minuten her

Naja, auch junge Menschen müssen das Zusammenleben täglich neu aushandeln. Das gehört zum Regierungsprogramm. Deutschland ist ein Land mit Migrationshintergrund, sagte der Ex-DDR-Propagandist Steinmeier.

ceterum censeo
44 Minuten her

Es werden mal wieder keine Namen genannt. Also waren es Aisha, Kadija und Dunja (oder so)…

Karl Kaiser
45 Minuten her

Das Alter ist also bekannt.
Und sonst nichts?
Gut, dann ist ja alles klar.