Auch Trans-Frauen müssen im Verteidigungsfall in den Krieg

Ein Entwurf für das Selbstbestimmungsgesetz liegt vor. Zwar dementiert die Ampel, es lade Männer dazu ein, in die Schutzräume von Frauen einzubrechen – baut aber nun selbst genau davor Schranken ein.

IMAGO / Metodi Popow
Bundesminister der Justiz Dr. Marco Buschmann, Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend Lisa Paus, Deutschland, Berlin, Bundespressekonferenz, Thema: Vorstellung des Eckpunktepapiers zum Selbstbestimmungsgesetz am 30.06.2022

Grüne argumentieren nicht. Grüne verwerfen die moralische Aufrichtigkeit von Menschen mit anderer Meinung. So wie Familienministerin Lisa Paus. Die sprach noch vor wenigen Tagen in der Zeit über das geplante Selbstbestimmungsgesetz: „Da werden Ängste befeuert, die mit der Realität nichts zu tun haben.“ Männer, die sich als Frauen ausgeben, um in Umkleidekabinen zu kommen oder sogar in Frauenhäuser? Für die Ministerin nur das realitätsferne Schüren von Ängsten.

Nun. Dann gehört die eigene Administration wohl auch zu diesen Ängsteschürern. Die hat einen Entwurf für das Selbstbestimmungsgesetz erarbeitet und der Nachrichtenagentur DPA zugespielt. Wie diese berichtet, scheint selbst der Ampel-Staat diese Angst zu haben – zumindest wenn es um ihn selbst geht: Demnach sollen auch Männer, die zu Trans-Frauen wurden, im Verteidigungsfall eingezogen werden. Das heißt: Finn Thorben kann sich zwar zu Sophie Solveig erklären – muss aber im Verteidigungsfall trotzdem in den Krieg. Neben dem Justizministerium hat auch Paus‘ Familienministerium an diesem vermeintlich realitätsfernen Schüren von Ängsten mitgearbeitet.

Weitere „Sonderregeln“ gibt es im Sport, in Gefängnissen und Umkleidekabinen: Zwar darf sich Finn Thorben künftig als Sophie Solveig definieren, das muss seine Umwelt auch unter Strafandrohung akzeptieren. Aber als Schwimmerin statt Schwimmer antreten darf es trotzdem nicht. Ebenso wenig wie Sammelumkleiden für Frauen betreten. Wenn Finn Thorben straffällig wird, kommt er weiterhin in ein Gefängnis für Männer. Auch von Quotenregelungen in Unternehmen soll er als Sophie Solveig nicht profitieren.

Entgegen kommt die Ampel Finn Thorben insofern, dass er sein Geschlecht und seinen Vornamen grundsätzlich selbst festlegen und beim Standesamt eintragen lassen kann. Das darf er mehrfach. Aber nur im zeitlichen Abstand von einem Jahr. Wird Finn Thorben im Dezember 2023 also zu Sophie Solveig, muss Sophie Solveig bis Dezember 2024 warten, bis sie sich als Gustav-Herkules neu definiert. Bricht zwischendrin ein Krieg aus, muss sie aber in jedem Fall an die Front. Ist jemand nicht volljährig, braucht er für die Neudefinitionen die Erlaubnis der Eltern beziehungsweise des Erziehungsberechtigten.

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Kommentare ( 30 )

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Steve Acker
1 Jahr her

eine weitere Absurdität dieses ganzen Trans Wahnsinns, habe ich neulich kennengelernt.
Ein Bekannter von mir arbeitet in einem medizinischen labor.
Sie bekommen Blutproben, müssen diese analysieren und kommentieren.
Jetzt kann zb. folgendes passieren.
Blutprobe : ein bestimmter Wert ist für eine Frau in Ordnung.
Für einen Mann hingegen nicht.
Was schreibt man dann in die Analyse, wenn Patient biologisch eine frau, aber sich als Mann ausgibt ?

Howard B.
1 Jahr her

Und gegen wen oder was sollen wir uns denn verteidigen? Und wo? Am Hindukusch? Gerne können die Transfrauen und Transmänner in ziviler Christopher-Street-Day-Tracht antreten. Kommt auch nicht mehr drauf‘ an. Bedroht fühlt man sich schon, aber irgendwie nicht unbedingt von außen.

luxlimbus
1 Jahr her

OT – Eine optionale Wehrpflicht für alle einströmenden Leistungsempfänger (natürlich auch Frauen – Gleichberechtigung muss sein!), und die Begeisterung für „Germoney“, oder der Wagemut sich von NGO-Schiffen auflesen zu lassen, hielte sich in überschaubaren Grenzen.

Or
1 Jahr her

„Finn Thorben kann sich zwar zu Sophie Solveig erklären – muss aber im Verteidigungsfall trotzdem in den Krieg.“

Heißt also, der Gender Death Gap zuungunsten der Männer, im Frieden schon unzulässig hoch, steigt nochmals im Krieg.

Es wird Zeit, daß diese schreiende Ungerechtigkeit es in die MSM schafft.

verblichene Rose
1 Jahr her

Was ist denn nun, wenn Karla ein Karl sein möchte.
Muss „er“ dann auch das beste Deutschland aller Zeiten verteidigen?

Kassandra
1 Jahr her
Antworten an  verblichene Rose

In der Ukraine sind sie sich da vollkommen klar – nur richtige Männer werden von der Straße weg eingekesselt und in Dienst genommen – wenn sie sich da von den Schergen erwischen lassen.

JamesBond
1 Jahr her

An die Front muss keiner weder Mann, noch Frau oder es und wenn doch dann kann man mit seiner Waffe auch sowas wie „friendly fire“ produzieren.
Mit dieser Deutschen Jugend verliert man jeden Krieg und das ist auch gut so.
Die derzeitigen Kriegstreiber der Ampel sollten sich lieber für die Neutralität Deutschlands und eine florierende Wirtschaft einsetzen.

Guenther Adens
1 Jahr her
Antworten an  JamesBond

Kleiner Hinweis, JamesBond:
„Florierende Wirtschaft“ Ist ein schädlicher Begriff, der gegen unsere „Verfassung“ verstößt. Er beinhaltet Tätigkeiten wie fleißiges lernen und fleißiges arbeiten und nochmals arbeiten. Dieses sind für unsere Obrigkeit Unworte, die antidemokratisch, frauenfeindlich, rassistisch, transphob usw. sind.
Stattdessen sollten die Bürger durch untertäniges, geschmeidiges Arxxxkriechen, versuchen, in den Kreis der Graichen-Mafia zu gelangen, damit die vorhandenen Fürsten in unsere Regierung weiterhin ein fettes Auskommen auf Kosten der arbeitenden Bevölkerung haben.

TinaTobel
1 Jahr her

Heißt das jetzt, nach dem neuen Gesetz stehen ausgerechnet jene Transpersonen,die sich mit allen operativen und hormonellen Möglichkeiten konsequent in eine Frau haben verwandeln lassen, schlechter da als vor diesem Gesetz?
Hätte nicht gedacht, dass sich die Absurdität immer noch weiter steigern lässt.

Ruhrler
1 Jahr her

Mal kurz in den Entwurf reingeschaut:
„Nach der Änderung des Geschlechtseintrags und der Vornamen sind in amtlichen Dokumenten (z.B. Reisepass) grundsätzlich der geänderte Geschlechtseintrag und die geänderten Vornamen aufzunehmen“
Das wird sicher lustig, zumal ich ja einmal im Jahr mein Geschlecht (ohne Nachfrage) ändern darf. Und amtliche Dokumente sind nicht nur Reisepass und PA, sondern alle behördlichen Bescheide und Briefe, wahrscheinlich auch Schulzeugnisse und Unterlagen aus dem Studium. Ich hätte dann einmal im Jahr Anspruch darauf das alle diese Unterlagen geändert werden, sonst droht dem Verfasser eine Strafe wegen „Deadnaming“. Ich bin gespannt wann die Abmahnvereine diese Verdienstmöglichkeit entdecken.

Capfinistere
1 Jahr her

Hilfe, ich komm vor lachen nicht mehr auf die Beine.
Was steht denn nun auf der Einberufung und, falls im Feld der Ehre gefallen, auf dem Grabstein, Sophie Solveig oder Gustav – Herkules?
Und hoffentlich wissen das dann die Kameraden, wenn sie ihn/sie/es unter die Erde bringen.

Stephan B.
1 Jahr her

Der Sinn eines solchen Gesetzes ist schwer zu erfassen. Für Männer wäre es klug, sich als Frau eintragen zu lassen – ohne weitere Änderungen. Damit könnten sie alle Vorteile des Frauseins in Anspruch nehmen. Z. B. geringere Lasten bei der Arbeit (siehe Lastenhandhabungsverordnung). Die Nachteile wie Einberufung etc. haben sie auch ohne Gesetz. Neue Fragen tun sich auf: Darf der Arbeitgeber kündigen, weil ich als Frau gemäß Arbeitsschutz bestimmte Arbeiten nicht mehr übernehmen darf?