Ein CDU-Bürgermeister spendet 10.000 Euro an die AfD, ruft offen zu ihrer Wahl auf und fordert die Ablösung von Friedrich Merz. Die Brandmauer bekommt Risse – aus den eigenen Reihen. Ein Fiasko für Sven Schulze.
picture alliance / dts-Agentur | dts Nachrichtenagentur GmbH
Das gab es noch nie in der deutschen Parteienlandschaft. Bernd Prange ist CDU-Mitglied in Sachsen-Anhalt, Kreistagsabgeordneter in Stendal und Bürgermeister der Gemeinde Altmärkische Höhe im Landkreis Stendal. Er ist entsetzt über den Kurs seiner CDU, wie das derzeit viele sind. So entsetzt, dass er zur Wahl der AfD aufruft, dieser Partei gleichzeitig noch Geld spendet und sich damit offen gegen die offizielle Parteilinie stellt. Von einem Paukenschlag spricht die Volksstimme.
Fuhrunternehmer Prange sorgt damit für einen offenen Aufstand gegen die eigene Parteiführung. Er erklärte, dem AfD-Landesverband zweimal jeweils 5.000 Euro überwiesen zu haben. Die erste Spende hatte AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund bereits Ende Juli bei seinem Wahlkampfauftakt öffentlich gemacht, den Spender damals aber noch nicht genannt.
Prange sorgt gleichzeitig dafür, dass dies nicht als einsame Entscheidung eines vom Wege Abgekommenen abgetan werden kann. Dies sei keine spontane Entscheidung gewesen, so Prange in einem offenen Brandbrief an die Vorsitzenden, den Landesvorstand und die Mitglieder der CDU Sachsen-Anhalt sowie an die Öffentlichkeit: „Es war ein bewusster, nach reiflicher Überlegung gefasster Schritt aus tiefer Sorge um unser Land.“
Prange wirft der CDU vor, konservative Grundsätze wie Leistung, Ordnung, Sicherheit und wirtschaftliche Vernunft preiszugeben. Stattdessen erlebe er eine Partei, die sich Schritt für Schritt nach links bewege, ihre Brandmauer zur AfD immer höher ziehe und gleichzeitig eine Zusammenarbeit mit linken und linksradikalen Kräften akzeptiere und sogar forciere. Er habe die berechtigte Sorge, dass Teile der CDU dieses Land und ihre eigene Partei an die Linken verrate und verkaufe: „Deshalb setze ich ein klares Stoppzeichen.“
Er wünscht sich, dass die AfD bei der Landtagswahl so stark wird, dass sie allein regieren kann. Nicht aus Trotz, sondern damit die CDU endlich aufwacht und damit die Brandmauer fällt. Er kündigt an, bei der Landtagswahl am 6. September selbst AfD zu wählen, hofft auf deren absolute Mehrheit und fordert die Ablösung von Friedrich Merz sowie das Ende der Brandmauer. Im Kreistag Stendal funktioniere die Zusammenarbeit mit der AfD bereits seit Jahren gut und konstruktiv. „Diese Zusammenarbeit beruht auf Gemeinsamkeiten und dem Willen zum Erhalt unserer Heimat – nicht auf ideologischer Feindschaft.“
Die CDU müsse sich entscheiden, ob sie weiterhin den Linkskurs weitergehen und ihre Wähler verraten und verlieren wolle – oder den Mut findet, die Brandmauer einzureißen, sich auf ihre alten Werte zu besinnen und wieder regierungsfähig zu werden. Denn: „Wer die Brandmauer zur AfD verteidigt, während er gleichzeitig nach links schielt, zerstört die CDU als bürgerliche Volkspartei.“
Man darf annehmen, dass Prange bewusst mit seiner CDU-Mitgliedschaft spielt. Das aktuelle CDU-Statut nennt die finanzielle Unterstützung einer anderen Partei „in nicht unerheblichem Umfang“ ausdrücklich parteischädigend. Ein Ausschlussverfahren dürfte daher kaum ausbleiben. Schon tobt der CDU-Generalsekretär in Sachsen-Anhalt, Mario Karschunke, und droht mit einem Ausschlussverfahren.
Das wiederum kann Merz kurz vor der Wahl wohl kaum riskieren. Der hatte zwar mal angedroht, am nächsten Tag ein Parteiausschlussverfahren einzuleiten, falls ein CDU-Mitglied mit der AfD zusammenarbeite. Darüber muss allerdings letztlich ein Parteigericht entscheiden. Das dauert.
Sachsen-Anhalts CDU-Spitzenkandidat Schulze hatte sich ebenfalls vehement gegen eine Zusammenarbeit mit der AfD ausgesprochen und abgestritten, dass es in CDU-Reihen davon Abweichende geben könne.
Prange wurde erst 2023 erneut mit 100 Prozent der Stimmen zum Bürgermeister der Gemeinde Altmärkische Höhe wiedergewählt.


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„Er habe die berechtigte Sorge, dass Teile der CDU dieses Land und ihre eigene Partei an die Linken verrate und verkaufe: „Deshalb setze ich ein klares Stoppzeichen.“
Gut gebrüllt, Löwe. Herr Prange schnuppert das erste zarte Lüftchen der Wendezeit – und fürchtet um seine Pfründe.
Egal, er zeigt sich wenigstens und kommt sogar mit einer „Mitgift“ in Höhe von 10.000 € um die Ecke.
Die Armseligen, die jeder mutigen Aktion niedere Motive unterstellen, sind doch überall. Würstchen.
Kann man so sehen – vorausgesetzt, man hat selber kein realistisches Standing gegenüber Politikern.
Selber Würstchen.
Wenigstens gibt es hier und da noch Politiker mit einer ehrlichen Haut, mit Ehrgefühl und Verantwortung für dieses Land. Bravo, Herr Prange, Sie haben die Sympathien von Zigtausenden Menschen in diesem Land!
Gut. Und für bundesweite Schlagzeilen hat er damit auch gesorgt.
Die CDU/CSU hat dieses Land zerstört, endlich nach 20 Jahren stehen die letzten mal auf und machen den Mund auf. Ich wünsche der CDU/CSU trotzdem von ganzen Herzen den totalen Untergang! Und ihr Parteivermögen möge endlich beschlagnahmt werden, nur um wenigstens symbolisch einen Kleinstteil der Schäden durch die CDU/CSU zu kompensieren.
Vorher sollte aber noch das Parteivermögen der SED (Linke) beschlagnahmt werden, um damit REMIGRATION in ganz großem Stil zu finanzieren.
Nach dem desaströsen Wahlergebnis der CDU, wird Merz derart angeschlagen sein, dass er hinschmeißen muss. Nun noch mit der Last des Betrügers Voigt und der Iranischen Innensenatorin Felor Badenberg (allein diese Personalie ist angesichts der Zustände in Berlin vollkommen daneben), wird auch die Wahl in Berlin noch spannend. Dennoch wird es auf ein stilles Kalifat hinauslaufen. Dafür sind einfach zu viele Kanaken in Berlin. Wenn nicht noch ein Anschlag kommt, wird Berlin zum Ort des Heiligen Krieges. Dass der Schulze angesichts dieser Entwicklung nur noch kotzt, ist verständlich. Er wird die Demütigung schlechthin erfahren. Nach seinen arroganten und tief bornierten… Mehr
Naja wir wollen mal nicht übertreiben. 44% oder so würden schon langen. Hauptsache die absolute Mehrheit. Der Rest ist wohl eher Wunschdenken, aber noch leben wir im Irrenhaus BRD, auch wenn wir Ossis da nicht mehr mitspielen wollen. Für 60% gibt’s auch viel zu viele Zugezogene.
Und was Berlin angeht, vielleicht können wir diesmal ja die Mauer um ganz Berlin herum bauen.
Dann gehen Sie mal vor Ort und reden mit den Bürgern dort. Die Wut, ja teils der Hass, ist enorm.
Die Lügerei wird als echte Bedrohung wahrgenommen. Verständlich, denn die Medien sind nicht neutral, schon gar nicht die Geschmierten.
Wäre blöd, da wäre ich ja dann auch mit drin. Ich erwarte als DDR Bürger dann ausreisen zu dürfen!
Ich sage euch: So wird man sich auch im Himmel mehr freuen über einen Sünder, der umkehrt, als über neunundneunzig Gerechte, die keiner Umkehr bedürfen. (Lk 5,32)
„Weil du aber lau bist und weder heiß noch kalt, werde ich dich ausspeien aus meinem Mund.“ (Offb 3,16)
Verehrter Herr Prange. Sie könnten der Retter der CDU werden. Ihre Partei steht vor einer entscheidenden Richtungswahl. Folgt sie Ihnen bedingungslos, könnte die Reanimation noch gelingen. Folgt sie Ihnen nicht, wird sie in der Bedeutungslosigkeit versinken. Ich sage das als ehemaliger stolzer Wähler dieser Partei. Heute sage ich: diese Partei, so nicht !!!
Warum sollte man die CDU retten wollen? Vor wem? Diese Partei hat sich zerstören lassen, ohne Widerspruch, und zerstört sich selbst, nach wie vor. Es ist die natürliche Folge, dass sie vor dem Aus steht. Besser etwas Neues als ein amputiertes Pferd wieder vor den Karren zu spannen…
Meinen Respekt für Bernd Prange, auch wenn es merklich lange gedauert hat, ist er vielleicht einer von vielen, die jetzt aufwachen. Und wenn es nur dem Schutz der eigenen Pfründe gälte, hauptsache die CDUler machen jetzt endlich das Maul auf.
Für CDUler die dazu zu feige sind…verlasst nach der Wahl die Fraktion und unterstüzt die AfD als Fraktionslose. Dann sind 5 Jahre gesichert!
Wer soll denn den LüFri ablösen? Söder, Günni, Wüst? Spahn, der noch am ehesten mit der AfD gearbeitet hätte, wurde ausgeschaltet. Merkel hat alle der Union, die Format hatten, virtuell liquidiert. Der linke Weg der Union in den Untergang ist zementiert. Diejenigen der Union, die sich einstige Politik der Union wünschen, können nur austreten & der AfD beitreten.
Will das die AfD aber?
Wie sollte man bei einer solchen Zahl an „Spätaussiedlern“ den Glauben an echten Willen behalten? Da würde ich zum großen Teil U-Boote vermuten. Eine Liberalisierung der AfD, braucht kein Mensch.
Die AfD hat nicht genügend Mitglieder Posten in 11k Kommunen, 294 Wahlkreisen zu besetzen.
Wie war es nur möglich, dass dieser offensichtlich Rechtsextreme zur Bürgermeisterwahl antreten konnte? Hätte in einem Linksstaat nicht der Wahlausschuss den Verfassungsschutz um eine Beurteilung des Kandidaten und dem die Kandidatur verbieten müssen?
Er hat doch eins der Parteibücher mit der porentiefen ideologischen Reinwaschkraft.