Anklage gegen „Jurassica Parka“ wegen Kinderpornografie

Gegen Berliner Dragqueen „Jurassica Parka“ liegt Anklage wegen Besitzes mutmaßlich kinder- und jugendpornografischer Inhalte vor. Der Fall führt tief in ein Berliner Kultur- und Politikmilieu, das den Darsteller lange hofierte.

IMAGO / Photopress Müller

Die Berliner Staatsanwaltschaft hat Anklage gegen Mario O. erhoben, bekannt unter dem Künstlernamen „Jurassica Parka“. Dem 46-jährigen Darsteller wird Besitz mutmaßlich kinder- und jugendpornografischen Materials vorgeworfen. Entscheiden muss nun das Amtsgericht Tiergarten, ob es die Anklage zulässt und ein Hauptverfahren eröffnet.

Nach den bisher bekannten Angaben geht es um erhebliche Datenmengen. Bei einer Durchsuchung seiner Wohnung in Berlin-Schöneberg sollen Ermittler im Juli 2025 ein iPhone, Laptops und externe Festplatten beschlagnahmt haben. Auf den Datenträgern fanden sie demnach 131 Videodateien mit mutmaßlich kinderpornografischem Material von zusammen fünf Stunden und 25 Minuten Länge sowie 28 Bilder. Hinzu kamen 17 Videodateien mit mutmaßlich jugendpornografischem Material von 56 Minuten Länge und weitere Bilder.

Der Hinweis kam aus den USA. Das National Center for Missing & Exploited Children hatte wegen einer auffälligen IP-Adresse deutsche Behörden informiert. Erst dadurch setzte sich eine Kette in Gang, die nun bei einer Anklage in Berlin gelandet ist. O. schweigt bislang zu den Vorwürfen.

Hausdurchsuchung bereits im Sommer
Berliner Drag-Queen im Visier: Verdacht auf Besitz von Kinderpornographie
Der Fall wäre bereits schwer genug, wenn er isoliert dastünde. Das tut er nicht. Mario O. war schon im Oktober 2023 vom Amtsgericht Tiergarten rechtskräftig verurteilt worden. Damals ging es um Erwerb, Besitz und Verbreitung kinderpornografischen Materials. Die Strafe betrug 160 Tagessätze zu je 70 Euro. Das Gericht minderte die Strafe unter anderem mit der Begründung, O. sei reumütig und geständig gewesen, die Tat sei spontan erfolgt und habe länger zurückgelegen.

Trotz dieser Verurteilung blieb O. sichtbar, präsent und anschlussfähig. Er trat weiter öffentlich auf, bewegte sich im Berliner Politik- und Kulturbetrieb, moderierte den Berliner Christopher Street Day, war in einer ZDF-Sendung mit Jan Böhmermann (mittlerweile aus der Mediathek entfernt) zu sehen und warb auch beim Bundesfamilienministerium für „Queer“-Rechte. Die Personalie war definitiv kein Randphänomen, sondern Teil eines Milieus, das sich gern moralisch unangreifbar gibt und jeden Zweifel an seinen Ikonen als Rückständigkeit behandelt.

Wo sonst jede biografische Verfehlung eines unerwünschten Akteurs zur Generalanklage gegen ganze Milieus aufgeblasen wird, herrschte hier lange erstaunliche Schweig- und Duldsamkeit. Der Darsteller passte in die richtigen Kulissen, sprach die in diesen politmedialen Kreisen genehmen Parolen, bewegte sich in den „richtigen“ Netzwerken. Das genügte offenbar, um weiter durchgereicht, eingeladen und hofiert zu werden. Genau das beschädigt nun allerdings auch eben diese Kreise.

Besonders bitter ist der Kontrast zur öffentlichen Rhetorik dieses Betriebs. Ständig ist von Schutzräumen, Sensibilität, Verantwortung und Haltung die Rede. In der Praxis stand ein bereits verurteilter Mann weiter auf Bühnen, in Formaten und in politisch geförderten Zusammenhängen. Wer diesen Vorgang aufklären will, muss also auch fragen, wer was wusste, wer nicht wissen wollte und warum ein rechtskräftiges Urteil aus dem Jahr 2023 nicht längst alle Alarmglocken ausgelöst hat.

Der Fall zeigt auch die moralische Schieflage eines entkoppelten Kulturbetriebs, der seine eigenen Helden oft erst dann fallen lässt, wenn sich die Aktenlage kein bißchen mehr verdrängen lässt. Kritik an diesem Milieu wird routiniert als Hetze diffamiert. Kommt der Skandal aus den eigenen Reihen, beginnt das große Schweigen, das Relativieren, das geordnete Verschwinden von Inhalten von Webseiten, Profilen und alten Auftritten.

Das Amtsgericht Tiergarten wird nun über die Zulassung der Anklage entscheiden. Juristisch ist dieser nächste Schritt Sache der Justiz. Politisch bleibt die Frage schon jetzt stehen: Wie konnte ein bereits verurteilter Darsteller in einem hochmoralisierten Berliner Förder-, Medien- und Szenebetrieb weiter als Vorzeigefigur funktionieren?

Die Antwort dürfte für viele Beteiligte unangenehmer sein als die schnelle Distanzierung nach Bekanntwerden der Anklage.

Stadtbibliothek München (Regen-)Bogenhausen
Lesung mit Drag Queen und Drag King für Kinder ab vier Jahren
Der Fall „Jurassica Parka“ ist das eine. Der politische Begleitschutz für Drag-Angebote mit kleinen Kindern ist das andere. In vielen Städten werden Drag-Lesungen für Kinder längst nicht mehr als freiwillige Szeneveranstaltung für Erwachsene beworben, sondern als pädagogisches Angebot in Bibliotheken, Schulen oder Kitas. Übersexualisierte Bühnenfiguren sollen kleinen Kindern plötzlich als Vorlesepaten, Identifikationsangebote und angebliche Lehrstücke für Toleranz präsentiert werden. Wer diese Entwicklung kritisch sieht, bekommt sofort das volle Etikettensortiment verpasst: rückständig, queerfeindlich, rechts, gefährlich. Damit soll jede sachliche Frage abgeräumt werden, bevor sie gestellt ist. Dass dieses Misstrauen leider nicht von ungefähr kommt, zeigen immer wieder Fälle aus dem In- und Ausland.

Besonders perfide ist die moralische Umkehrung. Nicht jene müssen sich rechtfertigen, die Drag Queens und Drag Kings in pädagogischen Räumen als Fortschrittszeichen ausstellen wollen. Rechtfertigen sollen sich die Eltern, Journalisten und Bürger, die diese Entwicklung kritisch begleiten. Aus dem berechtigten Schutzinstinkt gegenüber Kindern wird dann ein Verdachtsfall gemacht. Wer widerspricht, soll sozial markiert werden, damit andere ähnliche Fragen gar nicht erst stellen.

Diese Einschüchterung gehört zum System. Der Begriff „Vielfalt“ dient als Rammbock gegen jede elterliche Einwendung, der Vorwurf der Hetze als Maulkorb gegen jede Recherche. Dabei geht es um die Frage, warum bestimmte Milieus Kinder immer früher in ihre Selbstinszenierung hineinziehen wollen. Eine freie Gesellschaft muss solche Fragen aushalten. Wer sie diffamiert, zeigt nur, wie wenig Vertrauen er in die eigene Argumentation hat.

Schon ein Fall aus München zeigte, wie schnell die Debatte um Drag-Lesungen für Kinder in Einschüchterung und juristische Nebenkriegsschauplätze abgleitet. Die AfD warb gegen eine Veranstaltung für Kinder ab vier Jahren mit dem Slogan „Hände weg von unseren Kindern“. Auf dem Plakat war auch der Kabarettist Kay Ray zu sehen, der sich gegen die ungenehmigte Nutzung seines Bildes erfolgreich wehrte (Kay Ray wird selbst für seine politisch unbequemen Meinungen immer wieder angegriffen und gecancelt). Parallel wurde gegen die AfD Strafanzeige wegen Volksverhetzung gestellt; die Ermittlungen wurden später eingestellt. Aus der eigentlichen Frage, warum Drag-Formate für Vierjährige als pädagogischer Fortschritt verkauft werden, wollte man sich politmedial aber nicht weiter auseinandersetzen.

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Kommentare ( 41 )

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Nibelung
16 Tage her

Im Grunde genommen ein armer Wicht, mit dem kein normaler Mensch gerne tauschen würde, wären da nicht die abartigen Ausfälle, die in diesem Zustand der inneren Disharmonie schon oft in Erscheinung getreten sind. Man muß sich ja nicht alles zu eigen machen, was so an Wildwuchs herum existiert und dennoch gibt es Grenzen für alle, die zu befolgen sind und selbst Entgleisungen der Natur berechtigen noch lange nicht dazu, andere in Mitleidenschaft zu ziehen und auch diesen Typen müssen Grenzen gesetzt werden, damit es nicht zur Landplage wird. Da sind die Russen doch viel pragmatischer veranlagt, indem sie solche Auswüchse… Mehr

Tom Engel
16 Tage her

Es soll in den USA eine Untersuchung gegeben haben die ergab, das Menschen die ihre Sexualität in den Mittelpunkt des eigenen Lebens stellen gefährlich werden können.
Denn einige Gehirnbereiche arbeiten nicht oder kaum noch, wogegen andere Gehirnbereiche überflutet werden .
Besonders bei Männern ist das problematisch. Das solche Männer dann kleinen Kindern ihre Moralvorstellungen eintrichtern wollen ist fast schon kriminell.
Aber kleine Kinder sind da ja vollkommen Schutzlos.
Nur die Eltern können sie schützen.
Ich empfehle das Buch von Abigail Shrier “ Irreversibler Schaden“

Peter Pascht
16 Tage her

Früher hat man solche Geistesgestörte ins Irrenhaus gesperrt.
Heute hat man die Tore der Irrenhäuser aufgerissen,
denn nun sitzen sie überall in Amt und Würden, NGOs und sonstigen Krankvereinen.

T. Pratchett
17 Tage her

Transen treten dann sicher nicht mehr vor Kindergartenkindern auf, dafür legalisiert von Ihnen benanntes Klientel dann aber höchstwahrscheinlich Pädophilie durch Kinderehen?!

Chrisamar
16 Tage her
Antworten an  T. Pratchett

Übersicht mit KI „Hierbei handelt es sich um die sogenannte Praxis Bacha Bazi (persisch für „Knabenspiel“). Es ist eine in Afghanistan weit verbreitete, illegale Form der sexuellen Ausbeutung und Kinderprostitution, bei der junge Jungen oft als weiblich verkleidet für ältere, einflussreiche Männer tanzen müssen. [1, 2, 3] Zentrale Aspekte dieser Praxis: Hintergrund: Minderjährige Jungen, meist aus sozial schwachen Familien, werden von mächtigen Männern (oft Kriegsfürsten, Polizeibeamten oder reichen Geschäftsleuten) rekrutiert oder gekauft. [1, 2] Ablauf: Die Jungen werden als Tänzer (auf Partys oder als Statussymbol) instrumentalisiert und im Anschluss daran von den Männern sexuell missbraucht. [1] Folgen: Die betroffenen Kinder… Mehr

joly
16 Tage her
Antworten an  T. Pratchett

Das ist nun mal so im Islam. Mohammed das Vorbild eines jeden Muslims war nicht nur ein Kinderschänder sondern auch Sklavenjäger, Sklavenhändler und auch Leichenschänder. Zumindest wird darüber in islamisch Kreisen diskutiert.

Anglesachse
16 Tage her
Antworten an  T. Pratchett

Unterm Strich einfach das Ergebnis einer übersexualisierten Gesellschaft. Auch ein Herr Daniel C-B hatte „frühsex“ propagiert.
68er-Motto: „wer 2x mit mit Derselben pennt, gehört schon zum Establishment…“
Kann ja Jeder treiben was sie/er/es will, aber bitte in Privatisphäre.
Ergebnis Statistisches Bundesamt: In Europa ist die Syphillis wieder am Vormarsch“

Sabine Schoenfelder
17 Tage her

Wenn man Frau Parka näher betrachtet, kann man dem wachsenden muslimischen Einfluß f a s t schon dankbar sein….
Manche Probleme werden sich inmitten der politischen, alternativlosen Widersprüchlichkeit ganz von alleine lösen.
….und da ist da noch die PRIDE-Veranstaltung, die die ´israelische Pride-Seite“ einfach nicht teilnehmen lassen will….der Regenbogen ist nur noch schwarz- weiß…..🥲

alter weisser Mann
17 Tage her

Kein Wunder, dass sowas dann zur „Aufklärungsarbeit“ in Grundschulen und Kindergarten strebt.

joly
16 Tage her
Antworten an  alter weisser Mann

jo – und die Grün:innen mit Kinderschändererfahrung seit über 30 Jahre praktischer Erfahrung sind wieder voll dabei.

na sowas
17 Tage her

Wer so aufgetakelt herumläuft, hat für mich, schon verloren

Karl Renschu
17 Tage her

Ach Böhmi,
der Tag wird kommen, an dem alle Ihre Sendungen aus jeder Mediathek verschwunden sind…

Schwabenwilli
17 Tage her
Antworten an  Karl Renschu

Wollen wir uns tatsächlich auf so ein Niveau begeben?
Ich finde nein, Böhmis Sendungen sollten erhalten bleiben als Warnung für nachfolgende Generationen was passiert wenn solche Figuren die Meinungshohheit bekommen.
Nie wieder ist jetzt.

Astrid
17 Tage her

Wenn man solche Gestalten in unsere Kitas lässt, dann ist völlig klar, dass die Politik in diese Abartigkeiten mit verstrickt ist. Der ehemalige vergessliche Bundeskanzler Scholz wollte die Hoheit über die Kinderbetten und genau das ist passiert. Die meisten Eltern haben selber keinen inneren Kompass und sind froh, wenn die Kinder anderweitig betreut sind und nehmen dafür alles in Kauf. Ein Rückblick auf die Coronapolitik und der menschenverachtende Umgang mit Kindern dürfte genügen, um zu erkennen, wie der größte Teil der Eltern im Regenbogenland kunterbunt tickt. Abschließend ist festzuhalten, dass es eine Schande für unser Land ist, solche Gestalten mit… Mehr

joly
16 Tage her
Antworten an  Astrid

Weil sie junges Frischfleisch wollen und kein Trockenfleisch

Mausi
17 Tage her

Es ist so unappetitlich, das UvdL jede Anonymität im Internet faktisch und für jeden Nutzer aufheben will für den Kinderschutz, aber im realen Leben kommen Übergeifende – wie AM mit ihrer verfassungswidrigen Äußerung – mit einem kleinen Klaps auf die Hand davon. Greift die EU zu Maßnahmen wie dem Einfrieren von Vermögen? Selbstverständlich nicht. Es gilt die Unschuldsvermutung. Zudem ist bei der Entscheidung über EU Sanktionen die sexuelle Freiheit höher zu bewerten als die Meinungsfreiheit oder als der echte Schutz von Kindern. Und: In unserem Bildungssystem gilt auch kein Kinderschutz. Denn sexuelle Bildung ist – anders als MINT – wesentlicher… Mehr

Last edited 17 Tage her by Mausi