„Die Dritte Welt importiert“: JD Vances Worte treffen Europas Regierungen

„Man hat ihnen gesagt, dass es dazu führen würde, und sie haben nicht zugehört.“ JD Vance rechnet mit vernichtenden Worten mit Europas selbsternannten moralischen Eliten ab. In ganz Frankreich brennt es, Straßenzüge werden verwüstet, Geschäfte geplündert und zerstört. Tausende Polizisten kämpfen gegen linke wie französisch-migrantische Gewalttäter.

picture alliance / Captital Pictures | RS/MPI

Die schweren Ausschreitungen in Frankreich und Italien haben jetzt auch in Washington eine deutliche Reaktion ausgelöst. US-Vizepräsident JD Vance hat die Bilder des brennenden Rathauses von Limoges zum Anlass genommen, mit der europäischen Masseninvasionspolitik abzurechnen. Auf der Plattform X warf er den Regierungen Westeuropas vor, unter dem Vorwand von Vielfalt und Mitgefühl Millionen Menschen aus der Dritten Welt aufgenommen und dabei grundlegende Fragen ihrer Integration vollkommen vernachlässigt zu haben. Die Folgen seien ihnen nunmehr seit Jahren vorausgesagt worden, erklärte Vance in der Nacht zum Sonntag, dem 18. Oktober. Sie hätten sämtliche Warnungen ausgeschlagen. Nun müsse Frankreich zusehen, wie seine Städte in Flammen aufgingen.

Der amerikanische Vizepräsident reagierte damit auf einen Protesttag, so begann er, der dann am Samstag in weiten Teilen Frankreichs in schwere Gewaltexzesse umgeschlagen war. Nach Angaben der Regierung beteiligten sich rund 550.000 Menschen, die Gewerkschaft CGT sprach sogar von 800.000. Vermummte Gewalttäter, auf vielen Aufnahmen klar aus dem linksextremen sowie migrantischen Millieu zu erkennen, lieferten sich Straßenschlachten mit der Polizei, plünderten zahllose Geschäfte und zerstörten sie vielerorts und griffen öffentliche Gebäude an. Rund 1.200 Menschen wurden nach Angaben von Premierminister Sébastien Lecornu festgenommen, mehr als 150 Polizisten verletzt. In Paris wurden Geschäftshäuser verwüstet, in Marseille drangen Gewalttäter in das Rathaus ein, in Lyon ging das Fremdenverkehrsbüro in Flammen auf.

Besonders erschütternde Bilder kamen aus Limoges. Dort griffen Vermummte das historische Rathaus an, das 1883 eingeweiht worden war und zu den architektonischen Wahrzeichen der Stadt gehört. Nachdem bereits ein Polizeifahrzeug angezündet worden war, drangen Gewalttäter in das Gebäude ein und legten Feuer. Die Flammen fraßen sich bis in den Dachstuhl, große Teile des Gebäudes wurden zerstört. Während Feuerwehrleute um das historische Bauwerk kämpften, standen Hunderte Einwohner fassungslos vor den Trümmern eines Stücks ihrer Stadtgeschichte.

Vance verbreitete Aufnahmen dieses Brandes und richtete seine Anklage unmittelbar an die politische Klasse Europas. Westliche Liberale hätten die Dritte Welt nach Frankreich und in andere Länder importiert, erklärte er sinngemäß. Die Verantwortlichen hätten Fragen der Assimilation und der kulturellen Vereinbarkeit ignoriert. „Sie haben nicht zugehört“, lautet sein vernichtendes Urteil. Er bete darum, dass Frankreich, das er ausdrücklich als wunderschönes Land mit großartigen Menschen bezeichnete, diesem Wahnsinn endlich Einhalt gebiete, bevor weitere historische Wahrzeichen den Flammen zum Opfer fielen.

Die Rechnung für jahrzehntelange politmediale Selbsttäuschung

Vance greift damit einen Grundkonflikt auf, den die Regierungen Westeuropas seit Jahrzehnten mit absoluter Beharrlichkeit verdrängen und sich immer weiter über den erklärten Willen der eigenen Bevölkerungen hinwegsetzen. Die Aufnahme großer Bevölkerungsgruppen aus kulturaversen Ländern dieser Welt wurde zur moralischen Selbstverständlichkeit erklärt, während sich die Frage nach den gesellschaftlichen Voraussetzungen einer erfolgreichen Integration zunehmend der politischen Diskussion entzog. Wer auf kulturelle Unterschiede, die Entstehung abgeschotteter Milieus oder die Grenzen staatlicher Integrationsfähigkeit hinwies, riskierte seine gesellschaftliche Ächtung. Die politischen Verantwortlichen konnten sich derweil weiter an ihren eigenen Bekenntnissen zur Weltoffenheit berauschen. Mit den tatsächlichen Verhältnissen in französischen Vorstädten mussten sie sich gewöhnlich erst beschäftigen, wenn dort wieder einmal ganze Straßenzüge brannten.

Auch hierzulande werden gegen den ausdrücklichen Willen der Bevölkerung weiter still und heimlich massenhaft Afghanen importiert, während man nach außen so tut, als sei die Masseninvasion von Muslimen nach Deutschland beendet. Es geht weiter und weiter – und man kann an diesem Punkt durchaus von einer politisch mutwilligen Zerstörung der westeuropäischen Länder sprechen.

Die eigentliche Sprengkraft von Vances Intervention liegt in der Frage, die er den Regierungen Westeuropas stellt: Wer hat ihnen eigentlich das Mandat erteilt, die gesellschaftlichen und kulturellen Grundlagen ihrer Länder innerhalb weniger Jahrzehnte grundlegend zu verändern? Die Bürger wurden niemals darüber abstimmen gelassen, ob sie eine Masseninvasion in der Größenordnung von Millionen Menschen aus Ländern mit vollkommen anderen kulturellen, religiösen und gesellschaftlichen Traditionen wünschen. Sie wurden und sie werden weiterhin vor vollendete Tatsachen gestellt. Wer dagegen aufbegehrte, bekam von Politikern, Journalisten und staatlich alimentierten Organisationen erklärt, dass bereits seine Bedenken Ausdruck einer verwerflichen Gesinnung seien. Die Folgen dieser Politik mussten und müssen die Bürger tragen, während sich ihre Urheber weiterhin für ihre überlegene Moral feiern ließen, in gepanzerten Limousinen fahren und sich mit einer Heerschar von Bodyguards umgeben.

Was Vance als Missachtung der grundlegenden Fragen von Assimilation und kultureller Vereinbarkeit bezeichnet, trifft dabei den wunden Punkt einer ganzen politischen Epoche. In den westlichen Einwanderungsgesellschaften wurde der Anspruch, dass Neuankömmlinge sich den kulturellen und rechtlichen Grundlagen ihres neuen Heimatlandes anpassen, zunehmend durch die Forderung ersetzt, die Aufnahmegesellschaft müsse sich ihrerseits verändern. Die kulturelle Identität der eigenen Bevölkerung wurde zur beliebig verhandelbaren Größe erklärt. Die eigenen Bürger verraten und verkauft. Ausgerechnet die Staatschefs, deren erste Verpflichtung per Eid dem eigenen Staatsvolk gilt, machten und machen sich zu Regisseuren einer gesellschaftlichen Umgestaltung, die von den Betroffenen weder bestellt noch demokratisch legitimiert worden war.

Die politische Klasse hat ihre eigenen Bürger verraten

Besonders Deutschland liefert dafür ein gigantisches Lehrstück. Angela Merkel setzte 2015 mit ihrer Grenzöffnung eine Entwicklung in Gang, deren Konsequenzen bis heute den politischen Alltag bestimmen. Die damalige Bundeskanzlerin erklärte ihre Entscheidung zur alternativlosen humanitären Verpflichtung und entzog sie damit weitgehend der gewöhnlichen politischen Abwägung. Die nachfolgenden Regierungen haben diese Politik in ihren wesentlichen Grundlagen fortgesetzt. Noch heute werden die längst sichtbaren Probleme mit immer neuen Integrationsprogrammen, Fördermitteln und politischen Beschwichtigungsformeln beantwortet. Und mit immer noch mehr Menschen aus Dritte Welt Ländern, die mittlerweile Deutschland in dasselbe Dritte Welt Land verwandeln, aus dem sie gekommen sind. Das politische Versprechen, mit noch mehr Geld und noch mehr staatlicher Betreuung ließen sich die Folgen einer zahlenmäßig und kulturell überfordernden Invasion bewältigen, ist zu einem brutalen Geschäftsmodell geworden, dessen Fortbestand für zahlreiche daran beteiligte Institutionen inzwischen selbst zum klaren politischen Interesse geworden ist.

In Frankreich lässt sich gerade deutlich wie nie betrachten, wie weit sich die Verhältnisse bereits zugespitzt haben. Das Land steht eine Minute vor einem Bürgerkrieg. Die Polizei muss wie auch hierzulande flüchten, weil sie in der schieren Unterzahl ist. Der französische Staat beansprucht mit seinem republikanischen Selbstverständnis die unbedingte Geltung gemeinsamer Regeln, während er seit Jahrzehnten mit der Entstehung gesellschaftlich abgeschotteter Milieus und dem Verlust öffentlicher Autorität in Teilen seiner Städte konfrontiert ist. Der im volk verhasste Präsident Emmanuel Macron hat die Bekämpfung des islamistischen Separatismus selbst zur politischen Aufgabe erklärt. Damit hat sogar der französische Staatspräsident eingeräumt, dass das republikanische Integrationsversprechen in Teilen der Gesellschaft nicht eingelöst wurde. An der grundsätzlichen Einwanderungspolitik und den Bedingungen, unter denen sie betrieben wird, hat sich dennoch nichts geändert. Auf dem Papier sind diese Worte rein gar nichts wert.

Vance legt den Finger damit auf ein Versagen, das weit über das französische Staatsgebiet hinausreicht. Die politische Klasse Westeuropas hat sich daran gewöhnt, die eigene Bevölkerung als erziehungsbedürftiges Hindernis auf dem Weg zur besseren Gesellschaft zu betrachten und ist nun immer öfter dabei, rechtliche Wege dafür zu eröffnen, ihre Stimmen bei Wahlen auszuschalten.

Vance hat Europas Regierende schon einmal bloßgestellt

Bereits im Februar 2025 hatte Vance auf der Münchner Sicherheitskonferenz mit den europäischen Regierungsvertretern scharf abgerechnet. Seine damalige Warnung, die größte Bedrohung Europas gehe von innen aus, löste unter den versammelten Politikern eine Mischung aus Entrüstung und Fassungslosigkeit aus. Vance hatte sie ertappt. Treffer Schiffsmitte. Der amerikanische Vizepräsident hatte es gewagt, den Europäern ins Gesicht zu sagen, dass ihre Regierungen zunehmend Angst vor den eigenen Wählern hätten. Er kritisierte die Beschneidung der Meinungsfreiheit, die politische Ausgrenzung der Opposition und die Weigerung, den erklärten Willen der Bevölkerung in der Einwanderungspolitik zu respektieren. Inzwischen hat sich an der politischen Haltung der europäischen Regierungen rein gar nichts geändert, im Gegenteil. Alle diese Antidemokraten fahren Repressions- und Überwachungsapparate gegen die eigenen Bürger hoch.

Auch die Europäische Union beschäftigt einen wachsenden Apparat mit der Überwachung digitaler Kommunikation, der Bekämpfung vermeintlicher Desinformation (also allem, was ihrer Sicht entgegenläuft) und der Regulierung politischer Äußerungen. Während die Regierungen Westeuropas immer neue Instrumente entwickeln, um die demokratische Debatte in die von ihnen gewünschten Bahnen zu lenken, wächst die Unzufriedenheit mit ihrer Politik ins Unermessliche. Vance führt ihnen vor Augen, wie wenig sich eine gesellschaftliche Krise dadurch lösen lässt, dass man ihre Kritiker bekämpft. Die aktuellen Bilder aus westeuropäischen Städten füllen die Stimmzettel für die AfD ohnehin von ganz alleine aus.

Dass der amerikanische Vizepräsident die Bilder aus Frankreich zugleich für den politischen Kampf in seiner Heimat verwendet, ist nur folgerichtig. Am Ende seiner Erklärung richtet er sich ausdrücklich an die amerikanischen Wähler: „Und ich hoffe, dass die Amerikaner aufmerksam sind. Das ist die Zukunft, die die Demokraten im Kongress für euer Land anstreben.“

Jene Regierungen, die sich bei jeder Gelegenheit als Verteidiger der Demokratie, der Menschenrechte und der europäischen Werte inszenieren, und die darüber weiter und weiter ihre eigenen Bürger verraten, müssen sich vom amerikanischen Vizepräsidenten vorhalten lassen, dass sie elementare Interessen ihrer Bürger über Jahrzehnte missachtet haben und das weiterhin tun. Vance spricht dabei mit einer Deutlichkeit, die in den europäischen Regierungszentralen längst aus der Mode gekommen ist. Dort bevorzugt man eine politische Sprache, in der die Verantwortlichen für gesellschaftliche Fehlentwicklungen stets dieselben bleiben dürfen, während die Bürger aufgefordert werden, deren Folgen mit noch mehr Toleranz zu ertragen.

In Frankreich wird im kommenden Jahr ein neuer Präsident gewählt. Die Bilder brennender Rathäuser und verwüsteter Städte, geplünderter Geschäfte, werden bis dahin kaum aus dem Gedächtnis der Bevölkerung verschwinden. Sie zeigen auch, wie wenig die jahrzehntelangen Versprechen der politischen Klasse wert sind, mit denen diese den Menschen Sicherheit, gesellschaftlichen Zusammenhalt und eine erfolgreiche Integration in Aussicht gestellt hat. Und sie werfen die Frage auf, wie lange eine Bevölkerung noch bereit ist, den politischen Kräften die Verantwortung für ihre Zukunft zu überlassen, die bereits die Gegenwart derart gründlich ruiniert haben.

Längst sind die Gewaltexzesse bereits auf andere Städte Westeuropas übergesprungen. In Brüssel lieferten sich vermummte gewalttätige Extremisten Straßenschlachten mit der Polizei, die Wasserwerfer und Tränengas einsetzen musste. Im italienischen Mailand und Bologna wurden Geschäfte geplündert, Barrikaden errichtet und in Brand gesetzt, auch aus weiteren europäischen Städten wurden schwere Ausschreitungen gemeldet. Was sich inzwischen auf den Straßen Europas abspielt, ist Ausdruck einer tiefen gesellschaftlichen und politischen Krise, deren Ursachen die Regierungen seit Jahren weiter verschärfen, beschönigen und vor sich herschieben. Mit jeder neuen Eskalation erhärtet sich der Eindruck, dass ihnen die Kontrolle über die Entwicklungen zunehmend entgleitet. Diejenigen, die ihre Gesellschaften nach eigenen ideologischen Vorstellungen umbauen wollten, sehen sich immer weniger in der Lage, die öffentliche Ordnung noch aufrechtzuerhalten.

Vances Abrechnung trifft damit einen politischen Nerv: Wie viel Zerstörung müssen Europas Bürger noch hinnehmen, wie viele ermordete Kinder, Männer, Frauen – wie viele vergewaltige Frauen und Mädchen, bevor ihre Regierungen endlich bereit sind, die Verantwortung für die Folgen ihrer Politik zu übernehmen.

Anzeige

Unterstützung
oder €

Kommentare ( 0 )

Liebe Leser!

Wir sind dankbar für Ihre Kommentare und schätzen Ihre aktive Beteiligung sehr. Ihre Zuschriften können auch als eigene Beiträge auf der Site erscheinen oder in unserer Monatszeitschrift „Tichys Einblick“.
Bitte entwerten Sie Ihre Argumente nicht durch Unterstellungen, Verunglimpfungen oder inakzeptable Worte und Links. Solche Texte schalten wir nicht frei. Ihre Kommentare werden moderiert, da die juristische Verantwortung bei TE liegt. Bitte verstehen Sie, dass die Moderation zwischen Mitternacht und morgens Pause macht und es, je nach Aufkommen, zu zeitlichen Verzögerungen kommen kann. Vielen Dank für Ihr Verständnis. Hinweis

0 Comments
Inline Feedbacks
Alle Kommentare ansehen