Ein bisher einmaliges Aufgebot an Sicherheitskräften muss heute vor allem das Parlamentsgebäude in Magdeburg schützen. Das Innenministerium rechnet mit Übergriffen gewaltbereiter Linksextremisten.
IMAGO / HMB-Media
Noch nie in der Geschichte der Bundestagswahl musste eine Landtagswahl mit einer derart großen Polizeipräsenz geschützt werden wie heute in Sachsen-Anhalt. Nach Informationen von TE verfügt das Land selbst nur über vier Einsatzhundertschaften der Bereitschaftspolizei, die für den Abend vollständig mobilisiert sind. Dazu kommen sechs Einsatzhundertschaften aus anderen Bundesländern und vier Einsatzzüge der Bundespolizei. Ursprünglich forderte die Landesregierung nach Informationen von TE sogar 15 Einsatzhundertschaften von außerhalb an, erhielt aber nur die Zusage für insgesamt zehn Einheiten. Zu einer Einsatzhundertschaft gehören regulär 124 Beamte.
Mit diesem Aufgebot sichern also mehr als doppelt so viele Polizisten den Wahlsonntag ab, wie sie das Bundesland selbst aufbieten kann. Die Polizeiführung rechnet im Fall eines AfD-Siegs damit, dass Linksextreme durchbrechen und das Landtagsgebäude besetzen oder blockieren könnten. Zurzeit sammeln sich Linksextreme aus mehreren Bundesländern unter anderem in einem „Antifa-Camp“ in Bitterfeld. Als Orte mit der höchsten Gefährdungsstufe gelten die Landeshauptstadt Magdeburg und Halle.


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