Millionen Afghanen wurden abgeschoben – nur nicht aus Deutschland

Seit 2023 wurden weltweit sechs Millionen Afghanen repatriiert, und viele freut das sogar. Dobrindt schaffte gerade einmal 250 Rückflüge nach Kabul. Afghanen sind im Ausland selten beschäftigt, werden oft auffällig. Generell wäre mehr als genug Anlass für die Prüfung aller Asylbescheide.

picture alliance / ASSOCIATED PRESS | Omid Haqjoo

Sechs Millionen Afghanen wurden seit 2023 abgeschoben – allerdings auf gar keinen Fall aus Deutschland. Dazu hat unser Land zu viele Bedenkenträger und Grüne, die die vielen Menschengeschenke nicht mehr umtauschen möchten. Die weltweiten Abschiebungen gelten als rekordverdächtig: „In der jüngeren Geschichte gab es noch keine Rückkehr von Flüchtlingen in diesem Ausmaß“, schrieb der Hohe Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen (UNHCR) jüngst auf X, natürlich nicht ohne zu warnen, alle Rückführungen müssten „freiwillig, sicher und in Würde“ stattfinden.

Allein in diesem Jahr wurden laut UNHCR eine Million Afghanen abgeschoben. Auch die Zahlen von der UN-Flüchtlingsagentur könnten alarmistisch und parteilich sein, nach dem Motto: Schaut, wie böse die Iraner, Pakistaner usw. sind. Aber viel spricht dafür, dass die Zahlen etwas mit der Realität zu tun haben.

Innenminister Dobrindt schaffte nun wieder mal – vielleicht sicher, vielleicht unter würdigen Umständen – die Abschiebung von gerade einmal 22 afghanischen Männern, die ausnahmslos Straftäter waren. Das ist nur ein Bruchteil der hier lebenden teils schlecht integrierten. teils schon straffällig gewordenen Afghanen. Dasselbe gilt für die Gesamtzahl von 250 abgeschobenen Afghanen seit Mai 2025. Es ist Stückwerk, das Dobrindt hier liefert und als Erfolg verkaufen will.

Wo gibt es keine Bedenkenträger mehr? Sicherlich im Iran, aus dem zwischen 2,1 und 2,6 Millionen Afghanen seit Ende 2023 in ihr Land zurückkehren mussten. Den Spitzenplatz teilt sich der Iran mit dem anderen Nachbarstaat Pakistan, mit über 2,4 Millionen Abschiebungen von dort nach Afghanistan.

Die Medien der breiteren Region sind voller Negativberichte über Afghanen, die in den Drogenhandel verstrickt seien und überall nur Unruhe stifteten. Aber selbst wenn man das für wohlfeile Staatspropaganda hält, dürfte ein Quäntchen Wahrheit daran sein – wie europäische Erfahrungen lehren (siehe weiter unten).

Pakistan – nebenbei das erste muslimisch geprägte Land mit Atomwaffen – befindet sich seit Anfang des Jahres im offenen Krieg mit seinem Nachbarn, das lässt Bedenken schmelzen wie Eiswürfel in der Sonne. Hinter dem Krieg stehen Vorwürfe, denen zufolge die Taliban Mitglieder der pakistanischen Dschihadistenmiliz Tehrik-e-Taliban Pakistan freundlich bei sich aufgenommen haben. Das ist eine der feindlichen Handlungen der Taliban gegenüber dem Nachbarland. Aber zudem wird damit jeder Afghane auf pakistanischem Gebiet zum möglichen Agenten, der die Operationen der pakistanischen Taliban-Gruppe erleichtern könnte. Daneben haben sich auch Anti-Taliban-Gruppen in Pakistan eingenistet und tragen so den Krieg gegen die Taliban nach Pakistan.

— Pamir Watch (@PamirWatch) September 4, 2026

Sechs Millionen in drei Jahren: Ein kleines Land wurde ausgewiesen

In weniger als drei Jahren waren es laut UNHCR sogar sechs Millionen Afghanen, die andere Länder verlassen und in ihre Heimat zurückkehren mussten. Schon bisher war das die Abschiebung eines kleinen Landes – etwa El Salvador, des Libanon oder Norwegen. Nun kehren Familienväter mit sieben Brüdern zurück in ihr Land. Von moderner Geburtenkontrolle sind die Afghanen noch weit entfernt.

Die Rückkehrer beginnen gezwungenermaßen ein neues Leben, teils nach Jahrzehnten der „Flucht“, wie die BBC-Reporterin Lyse Doucet – stets nah an der Labour-Macht – berichtet. Aber der Bericht lässt den Übergang dabei durchaus gangbar erscheinen. Das ist auch in vielen Fällen so, die man hierzulande schlicht für unzumutbar hielte, etwa bei der Rücksiedlung von Frauen.

Die 35-jährige Nazia etwa, geboren in Pakistan, bekennt: „Es fühlt sich gut an, in meinem eigenen Land zu sein.“ Laut Doucet endet mit der Rückreise ein hartes Leben, während ein anderes beginnt. Für die Rückkehrer ist es auch eine Erleichterung, nicht mehr im Feindesland Pakistan zu leben, wo die Behörden den Afghanen schon lange nicht mehr wohlgesonnen sind. Die Berichte über die staatliche „Belästigung oder Misshandlung afghanischer Staatsangehöriger“ weist die pakistanische Regierung zurück. Vorfälle dieser Art geschähen, wenn überhaupt, „sporadisch“ und würden „in voller Übereinstimmung mit dem Gesetz gehandhabt“. Vielleicht ist es also nur das pakistanische Gesetz, das die Afghanen als Belästigung empfinden.

Der Unterschied zwischen den beiden asiatischen Ländern: In Pakistan gab es anscheinend genug Brot für alle. Das wirft ein Licht darauf, dass auch die „Flucht“ aus Afghanistan nach Pakistan oftmals wirtschaftlich bedingt war: Es war die Suche nach Arbeit und Auskommen. Laut dem BBC-Bericht ist noch kein Ende der Ausweisungen abzusehen.

Arbeitslos, oft auf- und straffällig

Offenbar verbietet sich fast jeder Vergleich des südasiatischen Landes mit Deutschland. Aber die Frage ist, ob das afghanische Problem hierzulande so viel anders aussieht. In den Nachrichten liest man erstaunlich wenig von den Afghanen in Deutschland, bis auf die gelegentliche Gewalttat gibt es keine Nachrichten von Clans oder Mafias, als ob sie gemeinhin unauffällig hier lebten. Doch der Eindruck täuscht. Tatsächlich sind sie gerade mit Grooming-Taten aufgefallen: Erst Drogen, dann Gruppenvergewaltigungen.

In Deutschland leben heute rund 450.000 Afghanen und damit mehr als sechs Mal so viele wie vor 2015. Afghanen begehen dabei mehr als zehn Mal so häufig Körperverletzungen im Vergleich zu Deutschen, begehen vier Mal so oft Sachbeschädigung und Drogendelikte und 15 Mal so oft für Tötungsdelikte. In Wien mopsen sie schon als Heranwachsende mit dem E-Roller Trinkgeldschweinchen aus Geschäften.

Ihre Beschäftigungsquote liegt derweil bei 41 Prozent, und das einschließlich geringfügig Beschäftigter, die wenig bis gar keine Steuern und Abgaben zahlen: 172.000 arbeitssuchende und arbeitslose Afghanen stehen 138.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten gegenüber. Bei den Deutschen liegt diese Quote bei 77 Prozent, zudem mit deutlich höheren Löhnen.

Zeit, die Asylbescheide von Millionen aufzurollen

Wie der aktuelle Fall des öffentlichen Koranvorschreiers Amer G. aus Syrien (heute Witten, NRW) zeigt, ergingen zahlreiche positive Asylbescheide in den Jahren seit 2015 ohne persönliche Anhörung und führten zur Aufnahme von Personen, die nicht selbst Schutz brauchen, sondern vor denen heute die Allgemeinheit geschützt werden muss. Die Frau des radikalen Muslims lebt anscheinend in einem Frauenhaus, abgeschirmt von ihrem vorbestraften Mann. Er terrorisiert sein Umfeld und hat dafür dank Grundsicherung genug Zeit und Geld.

Auch Unionspolitiker fordern – nach wie vielen Jahren an der Macht? – das Abdrehen des „Geldhahns“ und die schnelle Abschiebung dieses extremen Falls, auf dass die Kosten für die Normalbürger nicht noch mehr steigen. Angeblich lässt sich Amer G. gerade für mehrere Tausend Euro die Zähne machen. Regeln gelten für ihn ohnehin nicht. https://www.marktundmittelstand.de/politik/aus-angst-vor-eskalation Die Zeit schient gekommen, einige Millionen Asylbescheide aufzurollen.

Linke und NGOs haben in Berlin eine larmoyante Demonstration gegen die Abschiebung von jungen afghanischen Männern veranstaltet. Schon Mitte August kampierten die Protestler für drei Tage auf dem Berliner Alexanderplatz, schrieb das Neue Deutschland. https://www.nd-aktuell.de/artikel/1201833.protestcamp-in-berlin-protest-gegen-abschiebungen-nach-afghanistan.html Die Gruppe nennt sich „Afghanistan Activist Collective“ – und man darf hoffen, dass ihr Aktivismus in Zukunft vor der Gewalt haltmachen wird.

Derweil leisten viele berufstätige, dabei nur moderat verhüllte Frauen in Afghanistan Widerstand, wie Foreign Affairs berichtet: „Selbst unter diesen drakonischen Bedingungen kämpfen die afghanischen Frauen weiterhin für ihre Rechte und begegnen der Unterdrückung durch die Taliban mit außergewöhnlichen Akten des Muts.“. Es ist also nicht alles notwendig dem Untergang geweiht in diesem fernen Land, wie es linke Einfaltspinsel gern darstellen.

Abschieben nach Ruanda ab 2027?

Und nun will Alexander Dobrindt sogar in andere als nur die Herkunftsländer abschieben lassen: Ruanda soll in der EU wieder im Gespräch sein. Die Dänen, die nach Kopenhagen eingeladen hatten, hoffen, nächstes Jahr schon ein solches Lager in Betrieb nehmen zu können. Auch die Regierungen von Österreich und Griechenland zeigen sich interessiert und gehören zur Kerngruppe des Vorschlags. Und wer macht dagegen mobil? Die staatlich geförderte Offene-Grenzen-Gruppe Sea-Watch. Aber offenbar wollen es Dobrindt, Prien & Co. also CDU und CSU, genau so haben: Statt der linken „Zivilgesellschaft“ konsequent die Gelder zu streichen, organisieren sie die Proteste gegen gebotene Abschiebungen gerne selbst. Die Union ist auch hier klarer Teil des Problems.

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