Die Proteste gegen Merz wachsen, aber die Medien hoffen, die Wirklichkeit durch Nichtberichten ungeschehen zu machen. Wer den Unmut der Bürger ausblendet, dokumentiert vor allem die eigene Distanz zur Wirklichkeit.
screenshot via X / @oida_grantler
Tausende demonstrierten in München gegen Friedrich Merz und seine Regierung. Die Mainstream-Medien berichten darüber nicht (Stand 14.6.26, 13 Uhr). Berichtet wird aber, politisch korrekt, über eine wesentlich kleinere Demonstration am selben Tag, bei der das Verbot der AfD gefordert wurde.
Die Strategie des Nichtberichtens ähnelt dem Verhalten kleiner Kinder, die fest davon überzeugt sind, dass, wenn sie sich nur die Augen feste zuhalten, das so aus dem Blickfeld Verschwundene auch nicht existieren würde. Diese Naivität der Staatsmedien und ihren Anhangs passt zu der Naivität, der Feigheit, der Obrigkeitshörigkeit und dem Duckmäusertum des links-woken Bürgertums. Aber warum sollte das aktuelle Bürgertum auch anders sein, als frühere, die ja auch – mit einigen löblichen Ausnahmen – in ihrer Obrigkeitshörigkeit, wenn es darauf ankam, vollkommen versagt hatten.
Berichtet wird auf X, dem Hort der freien Meinungsäußerung. Die Reichweite der Posts ist zum Teil beachtlich. Allein der Beitrag von Rechtsanwalt Markus Haintz wurde bereits über 100.000 Mal aufgerufen.
Bedenkt man die Sympathiewerte von Merz, die Zustimmungswerte zu der aktuellen SPD/CDU-Regierung und die Umfragewerte, ist eine solche Demonstration alles andere als überraschend. Überraschend ist bestenfalls, dass nicht noch viel mehr Menschen in ganz Deutschland den Rücktritt dieser in jedem Bereich versagenden Regierung öffentlich fordern. Denn privat und im Stillen tut das mittlerweile wahrscheinlich eine überwältigende Mehrheit.
Die Panik und die Verzweiflung, die sich dieser Obrigkeit bemächtigt hat, kann man an ihren immer lächerlicheren Versuchen erkennen, Protest möglichst schon im Keim zu ersticken. In Berlin schwenkte die AfD-Abgeordnete Beatrix von Storch eine Deutschlandflagge. Laut Bundestagsvizepräsidentin Lindholz sei das ein Verstoß gegen die Hausordnung des Bundestags . Eine kleinliche Politzickerei, die dem Ansehen des Hauses weit mehr schadet als die Landesfahne.
— Dr. David Lütke (@DrLuetke) June 14, 2026


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