Eurozone im Minus: Die zwingenden Folgen öko-sozialistischer Planwirtschaft

Von der Leyens Wirtschaftswunder fällt aus. Schuldenberge, Klimaprogramme und Rüstungsausgabe zeigen eine andere Wirkung wie die EU-Zentralplaner sie sich erhofft hatten. Die Eurozone rutscht ins Minus und die EU-Kommission wirkt überrascht. Die Überraschung der EU-Kommission ist die eigentliche Überraschung.

IMAGO / Anadolu Agency

Die Wirtschaft in der Eurozone schrumpft. Trotz gigantischer Staatsausgaben für Rüstung und Klimatransformation wächst die Wirtschaft in der Eurozone nicht. Sie stagniert noch nicht einmal. Sie schrumpft. Das Statistikamt der EU, Eurostat, hat seine ursprüngliche Schätzung für das erste Quartal 2026 von einem anämischen Wachstum von 0,1 Prozent auf ein Minus von 0,2 Prozent korrigiert. Im Vorquartal hatte die Wirtschaftsleistung noch um 0,2 Prozent zugelegt. Zum Vergleich: Die amerikanische Wirtschaft wuchs 2025 um 2,2 Prozent.

Damit wird die ohnehin mehr aus Löchern als aus Stoff bestehende Bühnendekoration der EU-Kommission und ihrer Präsidentin Ursula von der Leyen – mit der man das sich abzuzeichnende Desaster zu verdecken versucht – nur noch löchriger. Selbst das Mini-Wachstum entpuppt sich nun als Rückgang der Wirtschaftsleistung. Hohe Energiepreise, immer mehr und immer irrsinnigere bürokratische Auflagen und Berichtspflichten machen EU-Europa für Unternehmen immer weniger attraktiv. Viele Unternehmen investieren deshalb in den USA und nicht mehr in der EU.

 

Um Erklärungen, die eigentlich nichts anderes als Ausreden sind, ist man in Brüssel und in den angeschlossenen Mainstream-Medien-Redaktionen natürlich nie verlegen. Diesmal soll Irland Schuld sein. Dort wurde ein ursprünglich gemeldeter Rückgang des Bruttoinlandsprodukts von zwei Prozent auf dramatische 12,1 Prozent nach unten korrigiert. Die irische Wirtschaft ist bekannt für starke statistische Ausschläge, die durch die Aktivitäten multinationaler Konzerne entstehen. Besonders die Pharmabranche spielt dabei eine zentrale Rolle. Irlands Anteil am Bruttoinlandsprodukts (BIP) der EU beträgt etwa 3 Prozent.

Noch 2025 war Irlands Wirtschaft um 12,3 Prozent gewachsen. Auslöser waren kräftige Pharmaexporte in die USA, begünstigt durch Lageraufstockungen wegen drohender Zölle sowie eine hohe Nachfrage nach in Irland produzierten Wirkstoffen für Medikamente zum Abnehmen. Dieser Effekt hätte sich nun umgekehrt.
Der Chefvolkswirt des Vermögensverwalters Bantleon, Daniel Hartmann, formuliert das diplomatisch: Die irischen Zahlen erschweren die Interpretation des Konjunkturtrends in der Eurozone erheblich.

 

Doch selbst wenn man die irischen Sondereffekte berücksichtigt, bleibt die zentrale Erkenntnis bestehen. Die wirtschaftliche Dynamik der Eurozone ist schwach. Im Jahresvergleich legte das Bruttoinlandsprodukt im ersten Quartal lediglich um 0,3 Prozent zu. Was die Statistik aber verschweigt ist, dass selbst dieses frühere minimale Wachstum nur ein schuldenfinanzierter Statistikeffekt war. Aber selbst das reicht nicht mehr aus, den Rückgang nichtstaatlicher wirtschaftlicher Tätigkeit auszugleichen.

Die EU-Kommission unter ihrer demokratisch ungenügend legitimierten Präsidentin Ursula von der Leyen will mit zentralplanerische Übermacht einen EU-Superstaat erschaffen, sieht sich auf Augenhöhe mit den USA und China, weit mächtiger und stärker als Russland und will mit dem fatalen Green-Deal die Welt retten. Sie vergisst dabei aber, dass die EU weder über Rohstoffe oder Energie in ausreichender Menge verfügt. Sie vergisst ebenfalls, dass EU-Europa bei der IT den Anschluß an die USA verloren hat und militärisch nicht existiert. Viele und gute Gründe, weshalb man nicht ganz so pompös auftreten sollte.

Die eigentliche Überraschung an dieser Entwicklung ist deshalb die Überraschung der EU-Kommission und ihrer Medien über dieses alles andere als überraschende Entwicklung. Sozialistische Zentralplanung hatten bisher immer und überall die gleichen katastrophalen Folgen, unabhängig von den eventuell guten Absichten. Das wird bei der öko-sozialistischen Klima- und Weltenrettung der EU nicht anders sein. Die Minus 0,2 Prozent könnten der erste, aber schon sehr deutliche Hinweis dazu sein.

Auch die Europäische Zentralbank, die das EU-Projekt bisher durch großzügigen Kreditvergabe unterstützt hat, steht vor einer nicht einfachen Entscheidung. Für kommende Woche erwarten Ökonomen eine Anhebung des Einlagensatzes von 2,0 auf 2,25 Prozent. Die erste Zinserhöhung seit fast drei Jahren. Auch die Zinsen, die die Staaten der EU für ihre Schulden bezahlen müssen, kennen im Moment nur eine Richtung. Und zwar nach oben. Selbst die tagesschau  kam nicht umhin zu berichten, dass in Deutschland die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen mit 3,17 Prozent sogar den höchsten Stand seit 15 Jahren erreicht hat.

Die aktuelle Korrektur von Eurostat zeigt, dass die wirtschaftliche Lage der Eurozone fragiler ist, als es Berichte der Mainstream-Medien glauben machen wollen. Aber die Wirklichkeit hat ideologische Phantasten noch nie beeindruckt.

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Kommentare ( 7 )

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Peter Gramm
1 Stunde her

Frollein Ladson at work. Bisher immer nur verbrannte Erde.

Herbert
1 Stunde her

„Die Überraschung der EU-Kommission ist die eigentliche Überraschung“
Da bin ich absolut nicht überrascht. Zwar kenne ich diese Kommissare und Präsidenten nicht persönlich aber ich kenne ihre Entscheidungen. Wer derart dümmliche und irrsinnige Entscheidungen trifft ist entweder völlig inkompetent oder er betreibt mit Absicht den Niedergang eines ganzen Kontinentes.
Möglicherweise trifft beides zu.

Klaus Uhltzscht
1 Stunde her

Irland hat bekanntlich große Mengen seiner Rinderherden dezimiert.
Weil Rinder Methan furzen und damit gegen die Klimareligion verstoßen.
Wie sich das wirtschaftlich auswirkt? Wohl eher schlecht.
Eines aber ist gewiß:
Wer so etwas Beklopptes tut und sich dabei noch wohlfühlt, darf kein Mitleid erwarten.

Haba Orwell
1 Stunde her

> Sie vergisst ebenfalls, dass EU-Europa bei der IT den Anschluß an die USA verloren hat und militärisch nicht existiert. Zweites ist sogar erfreulich – sonst würden die wieder mal zum Klang von „Erika“ gegen Untere Völker (insbesondere slawische) ziehen. Rutube-Blogger nutzen den alten Song gerne für musikalische Untermalung der Frontberichte, warum auch immer Herrschaften wie Bandera und Melnyk sie auf solche Gedanken bringen. Emmanuel Todd: >>>Der Westen im Sinkflug: Emmanuel Todds Diagnose der Krise<<< > „… Die chaotische Funktionsweise liberaler Oligarchien bringt diplomatisch inkompetente Eliten hervor und damit massive Fehler in der Bewältigung der Konflikte mit China und Russland.… Mehr

Haba Orwell
1 Stunde her

> Schuldenberge, Klimaprogramme und Rüstungsausgabe zeigen eine andere Wirkung wie die EU-Zentralplaner sie sich erhofft hatten.

Man rüstet gegen ein Land, aus dem man dringend billige (oder überhaupt welche) Energie benötigt. Bekloppter geht wirklich kaum.

Wilhelm Roepke
1 Stunde her

Oh, Planwirtschaft funktioniert ja gar nicht! Hm, das hatte wikrlich keiner ahnen können…

Engel
1 Stunde her

Na, dann schauen wir doch mal, wie es der EU so ergeht, wenn Deutschland fiskalisch den Bach runtergeht. Unsere nachbarlichen Freunde können sich schon mal richtig darauf freuen.

Last edited 1 Stunde her by Engel