Pornos im Klassenzimmer: Warum der Skandal bis ins Familienministerium reicht

Unter Priens Aufsicht fließen Steuermillionen an eine umstrittene Stiftung, in deren Umfeld Minderjährigen Pornografie gezeigt und queere Indoktrination betrieben wird. Warum dieser unfassbare Skandal bis ins Bundesfamilienministerium reicht.

picture alliance / Flashpic | J. Krick, IMAGO Collage: TE

In einem normalen Land, in einem Rechtsstaat allzumal wäre das ein Skandal. Nicht in Deutschland, in Deutschland wird immer mehr der Staat zum Skandal. Immer stärker verdichtet sich die Vermutung, dass mit wissentlicher oder unwissentlicher Unterstützung der vom Staat in den letzten Jahren mit Millionen von Steuergeldern alimentierten Amadeu Antonio Stiftung in einem von der Stiftung unterstützten Projekt der Freistaat Sachsen vorgeführt werden sollte.

Die Initiative für die Projektwoche „Mutige Jugendliche in Ostsachsen finden Perspektiven“ wurde vom Berliner Landesverband der „Sozialistischen Jugend – Die Falken“ konzipiert. Warum nicht vom Landesverband der Falken in Sachsen, der in der Rosa-Luxemburg-Straße in Leipzig sitzt? Die sollten doch die Verhältnisse in Ostsachsen besser kennen, so sollte man meinen. Hintergrundgesprächen war zu entnehmen, dass auch das Regionalbüro in Leipzig der Amadeu Antonio Stiftung keine Kenntnis von und über dieses Projekt besaß. Eine diesbezügliche Anfrage ließ das Regionalbüro bis jetzt unbeantwortet. Es scheint also eine rein Berliner Aktion gewesen zu sein. Zu welchem Zweck?

Zum Hergang: Vom Landesamt für Schule und Bildung erfuhr TE Folgendes. Im Januar erhielt die Schulleitung der Oberschule in Schleife das Angebot eines von der Amadeu Antonio Stiftung geförderten Projekts einer Projektwoche, die von einer Theaterpädagogin und einer Lehramtsstudentin durchgeführt werden sollte.

Grundsätzlich ist zu sagen, dass Projektwochen, die von externen Anbietern mit Schülern über unterschiedliche Bereiche des Lebens und der Gesellschaft durchgeführt werden, eine Bereicherung der schulischen Bildung darstellen – wenn sie die Schüler wirklich mit der Praxis bekannt machen, Einblicke in unterschiedliche Bereiche von Gesellschaft und Wirtschaft, Kultur und Natur bieten, wenn sie eben Bekanntmachen und nicht Indoktrinieren, den Gesichtskreis erweitern und nicht verengen.

Das Landesamt schreibt TE: „Ziele des Theaterprojekts waren gemäß Projektbeschreibung, anhand des übergeordneten Themas Mut, aktuelle politische Themen sowie persönliche Lage der teilnehmenden Schülerinnen aus einer künstlerischen Perspektive in den Blick zu nehmen. Darüber hinaus wurde als Ziel des Projekts deklariert, gemeinsam mit den Jugendlichen herauszufinden, welche Möglichkeiten im gemeinsamen Handeln liegen, Dinge zu verändern und Selbstwirksamkeit zu erfahren und durch gemeinsame (körperliche und künstlerische) Erfahrungen in der Gruppe, Raum für individuelle Emotionen der Jugendlichen zu Mut, aus ihrer Lebensrealität heraus zu geben.“

Einem kritischen Leser, der mit der woke-totalitären Weltsicht der Amadeu Antonio Stiftung vertraut ist, hätte schon bei diesem Tarntext die Alarmglocken geschrillt. Doch der gutwillige Leser glaubte, dass das Projekt „lehrplanrelevante, fachbezogene Anknüpfungsmöglichkeiten in den Fächern Ethik, Gemeinschaftskunde und Kunst“ böte. Schließlich sind übergeordnete Bildungs- und Erziehungsziele des sächsischen Lehrplans „Werteorientierung, Bildung für nachhaltige Entwicklung und Sozialkompetenz sowie der Stärkung des Bewusstseins für individuelle Stärken und Schwächen und ästhetisches Empfinden“. Eine Diskussion dieser Bildungs- und Erziehungszielen, die in die falsche Richtung gehen, wäre dringend konkret zu führen.

Für die Schule bestand oberflächlich gesehen erst einmal kein Grund, Arges zu wähnen. Doch wer die Amadeu Antonio Stiftung ins Haus lässt, muss mit diesen Ergebnissen rechnen, damit, dass nicht gebildet, sondern indoktriniert und im Sinne einer strammen rotgrünen Ideologie erzogen wird. Recht hat das Landesamt, dass vor diesem Hintergrund „seitens der Schulleitung kein Anlass zu der Vermutung“ bestand, „dass Medien mit potentiell pornographischem Inhalt Bestandteil der Projektumsetzung sein würden.“ Doch Anlass zur Vermutung, dass eher Gehirnwäsche statt Bildung geplant war, bestand bei diesem Projektförderer definitiv.

Und so kam es dann auch. Im Workshop wurde den 14- bis 15jährigen Schülern pornographisches Material gezeigt, u.a. der Oralverkehr zweier Männer. Aber darin erschöpft sich der Skandal noch nicht, denn die Schüler sollten politisch und queer erzogen und indoktriniert werden.

Laut Amadeu Antonio Stiftung war Ziel, das „zivilgesellschaftliche Engagement“ in strukturschwachen und ländlichen Regionen zu stärken. Wie verquer und verqueer das Weltbild der reichlich mit Steuergeldern alimentierten Stiftung ist, die man durchaus als Gefahr für die Demokratie ansehen kann, spiegelt das Statement der Stiftung wider, das die Welt zitiert: „Die Auseinandersetzung mit sexueller und geschlechtlicher Vielfalt gehört ohne deutlichen Bezug zu Rechtsextremismus nicht dazu.“

Heißt im Gegenteil, mit deutlichem Bezug zum Rechtsextremismus also schon. Die Auseinandersetzung mit sexueller und geschlechtlicher Vielfalt mit deutlichem Bezug zu Rechtsextremismus gehört, muss man aus dem Statement schließen, für die sehr linke Stiftung dann doch dazu. Non-Binarität also als Mittel gegen den Rechtsruck der Gesellschaft? Steht die Stiftung dann doch hinter dem Projekt, obwohl sie das aufgrund des hohen politmedialen Drucks dementiert, denn die Projektleiterinnen stellten den Bezug her mit ihrer Bemerkung zum „braunen Sachsen“? Wollten sie am Ende den Eklat? Den Skandal, um der Öffentlichkeit vorzuführen, wie rechts Sachsen ist?

Laut einem Bericht der Ostdeutschen Allgemeinen waren „explizite homosexuelle Handlungen wie Oralvekehr mit sichtbaren Geschlechtsteilen, auf anderen Fotos weitere männliche Genitalien in eindeutigen sexualisierten Handlungen“ zu sehen. Als die Schüler aufgefordert wurden, was man eigentlich nur als homosexuelle oder „binäre“ Umerziehung werten kann, sich selbst nonbinäre Namen zu geben und sich nicht „alle Teilnehmer damit wohlzufühlen schienen, hatte man“, laut Ostdeutschen Allgemeinen, „uneinsichtig reagiert: „Hier im braunen Sachsen haben wir auch nichts anderes erwartet.““

Damit dürften doch die Projektleiterinnen den von der Amadeu Antonio Stiftung geforderten „Bezug zu Rechtsextremismus“ hergestellt haben.

Ist für die Stiftung, derjenige, der keinen nonbinären Namen annehmen will und sich nicht für den Oralsex unter Männern erwärmen kann, rechtsextrem, gar „braun“? Bestand letztlich der Sinn der Projektwoche in der Provokation, der Welt vorzuführen, wie rechts Sachsen ist? Wieso wurde das Projekt an den Sachsen vorbei, sowohl am Landesverband der Falken, als auch am Regionalbüro der Stiftung in Sachsen angeboten?

Der Schulleitung kann man nicht den Vorwurf machen, dass sie sich hat täuschen lassen. Aber vorwerfen kann man ihr zwei Tatbestände, erstens überhaupt ein Angebot der Amadeu Antonio Stiftunmg angenommen zu haben. Man mag dort wie auch anderswo in der progressivprogressiven Lehrerschaft geglaubt haben, dass ein Projekt der Amadeu Antonio Stiftung unbedenklich sei. Das Gegenteil ist der Fall. So gab die Stiftung, sogar noch von der damaligen Bundesministerin Giffey (SPD) unterstützt, die Schnüffelanleitung für Kitaerzieher „Ene, mene, muh – und raus bist du! Ungleichwertigkeit und frühkindliche Pädagogik“ heraus, die Kitaerzieher helfen sollte, wie in DDR-Zeiten, Kinder über ihre Eltern auszuhorchen.
Man kann also dem Direktor der Schule genau zwei Vorwürfe machen, erstens, dass er ein von der Amadeu Antonio Stiftung unterstütztes Projekt für die Projektwoche annahm und zweitens, dass kein Lehrer den Projektstunden beiwohnte. Bei Projektleitern, die der Schule bekannt sind, die schon Projekte an der Schule durchführten, wäre das nicht unbedingt notwendig, doch bei Projektleitern, die der Schule unbekannt sind, wäre geboten gewesen, dass ein Lehrer der Schule am Projekt teilnimmt.

Auf Anfrage bei der Staatsanwaltschaft Görlitz hat die Polizeidirektion Görlitz die Ermittlungen eingeleitet, die mit der Staatsanwaltschaft Görlitz abgestimmt werden. „Die Ermittlungen beziehen sich zunächst auf den Vorwurf der Verbreitung pornografischer Inhalte an Minderjährige gem. § 184 Abs. 1 Nr. 1 StGB.“

Deutlich zugeknöpfter zeigt man sich bei der Staatsanwaltschaft mit Blick auf die Amadeu Antonio Stiftung, die bei der CDU-Ministerin Prien in hohem Ansehen steht. Zum Stiftungsrat gehört übrigens auch der Chef des Thüringer Verfassungsschutzes Kramer.

Auf unsere Frage, ob Ermittlungen gegen die A.-A.-Stiftung wegen der Finanzierung dieser Taten nach den §§ 26 und 27 StGB, die die Anstiftung bzw. die Beihilfe zu solchen Straftaten betreffen, eingeleitet wurden, antwortete die Staatsanwaltschaft, dass die Frage, ob gegen weitere Personen ermittelt wird, „zum derzeitigen Ermittlungsstand noch nicht absehbar“ ist; weist aber auf eine Schwierigkeit hin, denn „strafrechtlich verantwortlich sind…jeweils nur natürliche Personen, nicht juristische Personen.“ Da aber letztlich nicht juristische Personen, sondern natürliche Personen Entscheidungen treffen, sonst könnte ja auch niemand wegen Insolvenzverschleppung belangt werden, überzeugt das Argument nicht, sondern klingt nach einem Schutzargument für die Stiftung.

Karin Prien hat die von ihr geschätzte Amadeu Antonio Stiftung unterstützt. Auch wenn auf keinem direkten Weg Fördermittel aus dem Programm „Demokratie leben“ in das Projekt „Mut“ geflossen sind, so ermöglicht die massive finanzielle Unterstützung der Amadeu Antonio Stiftung, dass die Stiftung ihrerseits solche Projekte fördert.

Ob Prien es wahrhaben will oder auch nicht, aber das Familienministerium hat zumindest mittelbar durch die stabile Förderung der hochumstrittenen linksextremen Stiftung im Millionenbereich ermöglicht, dass in einem Projekt der Stiftung Schüler queer umerzogen werden sollen und mit Pornographie konfrontiert werden.

Nur in einem Projekt?

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Kommentare ( 13 )

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Martin Buhr
36 Minuten her

Worum es hier geht , hat mit der Horizonterweiterung von jungen Menschen nichts zu tun . Es geht darum , sie verrueckt zu machen , oder anders ausgedrueckt , ihre Sinne zu verruecken und ihnen einen Halt , den sie mal hatten , zu nehmen und ihnen stattdessen den eigenen ideologischen als Ersatz zu bieten , um sie formbar zu machen . Es gibt aus gutem Grunde einen Passus im Gesetz , dass Eltern fuer ihre Kinder haften , wenn diese Unheil anrichten , fuer das sie selbst noch nicht verantwortlich zu machen sind . Folgerichtig sind Eltern auch fuer… Mehr

Montesquieu
52 Minuten her

Das ist strafbar, wenn das nicht von Linken gemacht wird:

Paragraph 176a:
Mit Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren wird bestraft, wer

sexuelle Handlungen vor einem Kind vornimmt oder vor einem Kind von einer dritten Person an sich vornehmen lässt,
ein Kind dazu bestimmt, dass es sexuelle Handlungen vornimmt, soweit die Tat nicht nach § 176 Absatz 1 Nummer 1 oder Nummer 2 mit Strafe bedroht ist, oder
auf ein Kind durch einen pornographischen Inhalt (§ 11 Absatz 3) oder durch entsprechende Reden einwirkt.

Last edited 50 Minuten her by Montesquieu
Stephan K.
1 Stunde her

Anscheinend gab es keine muslimischen Schüler in der Klasse, da wurde im Vorfeld offenbar darauf geachtet, die hätten das nämlich in kürzester Zeit ganz handfest ausdiskutiert.

imapact
1 Stunde her

Prien gehört dem CDU – Landesverband Schleswig -Holstein an. Wie der Privatmann Günther… warum duldet die CDU diese U-Boote der SED noch weiter in der Partei? Okay, rhetorische Frage. Und der Direktor ist voll verantwortlich, da man weiß, wen man sich mit der AA-Stiftung ins Haus holt. Der Schwule CDU- Mann Streeck präsentiert sich mit seinem Mann vor den Kameras und erzählt vom „gemeinsamen Kind“, passend dazu die von CDU -Frau Prien finanzierte Schwulensexvorführung an einer Schule. Wann fusioniert dieser unerträgliche Haufen endlich mit SED und Grünen, SPD sowieso, dann kann man sich das Geschwätz von der Brandmauer gleich sparen.

Jan Usko
1 Stunde her

Ich hege schon lange den Verdacht, dass das Wort „Familienministerium“ inzwischen auch schon zum Orwellschen „Neusprech“ gehört.
Der Wille zur Zerstörung alldessen, was die Familie gemäß GG schützt und fördert, ist nahezu maximal.

Peter Gramm
1 Stunde her

Wenn man sich diesen ehemaligen Stasispitzel an der Spitze dieser Orga ansieht muß man nichts mehr erklären.

Johann P.
1 Stunde her

Für diese linksgrünen, antidemokratischen, amoralischen Organisationen gibt es keinerlei „rote Linien“ mehr, sie können, völlig unbehelligt von Recht und Gesetz, schalten und walten, wie sie wollen. Wie soll man einen solchen „Staat“ noch nennen?

Wilhelm Rommel
2 Stunden her

Bei der ganzen Sache, die meilenweit zum Himmel stinkt, scheint es sich um ein großangelegtes ‚Zersetzungsprojekt‘ ganz im Sinne einer sogenannten ‚Stiftung‘ und ihrer linkstotalitären Akteure (m/w/d+x) – zu handeln. Die Haupt- und Nebenfiguren sind dabei offenbar felsenfest überzeugt, dass ihre Gesinnungsgenossinnen und -genossen an den bekannten Schaltstellen die unsauberen Aktivitäten im Fall des Falles schon mit dem ‚Mantel der Liebe‘ zudecken werden. Man möchte angesichts des lokalen Bezuges beinahe annehmen, dass die Schule der sorbischen Minderheit mit besonderer Niedertracht ausgesucht wurde: Man mag das anerkennenswerte kulturelle Beharrungsvermögen dieser Gruppe als Anlass genommen haben, gerade hier die Brechstange mit Vorbedacht… Mehr

Last edited 1 Stunde her by Wilhelm Rommel
OJ
2 Stunden her

Pornos im Kassenzimmer, gendern, lgbtqia+ wurde von den links-grün-woke Toxischen in Deutschland etabliert.
Diese verwirrten Irrsinn muss man so schnell wie möglich wieder loswerden ❗

Last edited 1 Stunde her by OJ
roffmann
2 Stunden her

Die Überschriften klingen immer gut bei diesen „Projektwochen „. Mehr will man auch nicht wissen !