Ein Land ruiniert, die Umfragen im Keller. Merz wollte mit einem Filmchen Aufbruch inszenieren und hat vor allem seinen kompletten politischen Verschleiß dokumentiert. Der kurze Clip zeigt einen zutiefst überforderten und erschöpften Mann mit leerem Blick und leeren Durchhalteparolen, die schon beim Sprechen zerfallen. Merz muss gehen.
Wenn es noch eines letzten Beweises bedurft hätte, wie fertig und am Ende Friedrich Merz als Bundeskanzler ist, dann lieferte es dieses selbst produzierte und ins Netz gestellte Imagefilmchen eines völlig ermatteten und leeren Mannes mit leeren Augen, leeren Phrasen und völlig kraftlosem Auftreten. Da steht ein Kanzlerdarsteller, der ein Land führen will. Da sitzt einer vor der Kamera, der den Verfall seiner Autorität selbst mitfilmt und ihn dann auch noch als politische Kommunikation ausgibt. Spontan kommen einem Trapattonis Worte in den Sinn.
Schon die äußere Wirkung dieses Videos ist absolut verheerend. Nichts daran strahlt Kraft, Richtung oder Entschlossenheit aus. Merz wirkt wie sehr vieles, aber bestimmt nicht wie ein Regierungschef, der ein Land aus Krise, wirtschaftlichem Niedergang und wachsender Erschöpfung herausführen will. Er wirkt wie ein Mann, der nur noch verwaltet.
Und dann spricht er. „Ja, natürlich. Jetzt wird gestritten, gerungen. Jetzt werden Argumente ausgetauscht für und wider.“ Wem will er das denn noch erzählen? Gestritten und gerungen? Mit wem denn? Hatte Merz nicht selbst gesagt, es solle weniger gestritten werden? Und wenn doch: etwa mit Lars Klingbeil, den man bitte nicht zum Weinen bringen darf? Mit Bärbel Bas darüber, wie weit man das Land noch auspressen kann und sämtliche Positionen, die die CDU mal hatte bzw. für die sie stand, ausverkauft hat, zusammen mit einem ganzen Land? Oder meint er kritische Bürger, die seit Jahren mit Anzeigen überschwemmt werden?
Es gibt nichts, was dieser Mann während seiner kurzen Amtszeit nicht in Rekordzeit verraten und über Bord geworfen hat. Streit war dafür offenbar auch völlig unnötig.
In seiner Brandmauer mit SPD, Grünen und Linken hat Merz sich ohne Not selbst eingemörtelt, jetzt hockt er darin fest und kommt da auch nie wieder raus. Das politische Wasser und Brot, was ihm SPD und Grüne dabei zugestehen, zeigt sich in seinem leidenden Gesichtsausdruck und den leeren, leblosen Augen.
Leider fährt er damit auch das Land immer tiefer in den Ruin.
Während Unternehmen schließen, Investitionen ausbleiben, die Industrie unter immer stärkeren Druck gerät, die Arbeitslosenzahlen nach oben schießen und die Bürger unter immer höheren Lasten ächzen, kommt das letzte kraftlose Aufgebot eines selbstentlarvenden Imagefilmchens. Das Problem dieses Landes ist nicht, dass zu wenig gerungen würde. Das Problem ist, dass diese Regierung trotz Ringens und allen Geredes das genaue Gegenteil von dem liefert, was sie versprochen hat.
Merz verkauft den Leerlauf als lebendige Demokratie und den Mangel an Entscheidungen als besonders verantwortungsvollen Prozess. Das ist die Sprache eines Mannes, der nichts mehr vorzuweisen hat außer dem Hinweis, dass halt geredet werde. Wer so spricht, hat innerlich bereits akzeptiert, dass aus seiner Kanzlerschaft kein Aufbruch mehr wird. Merz zeigt mit dem Video in einer neuen Offensichtlichkeit, dass der Kaiser nackter als nackt ist.
Dann kommt der nächste Block aus der Werkstatt der politischen Nebelmaschine: „Wir müssen Reformen machen. Wir müssen unser Land wieder fit machen.“ Herbst der Reformen? Sommer der Reformen? Reformen aller Reformen? Welche Reformen? Wo genau? Bei der Steuerlast, bei der Bürokratie, bei der Energiepolitik, beim Bürgergeld, bei der Migration, beim Arbeitsmarkt, bei den Sozialabgaben? Die Reformen, die Merz angekündigt hat, bedeuten immer nur noch höhere Belastungen für die letzten Bürger, die den Laden noch am laufen halten.
„Das Land fit machen“ ist die sprachliche Floskel für Entschlossenheit. Wer keine Maßnahme nennt, kein Hindernis benennt und keinen Gegner seiner Reformen identifiziert, der führt nicht, sondern versucht nochmal für ein paar weitere Monate auf Reservetank, Erwartungen in Watte zu packen.
Besonders entlarvend ist der Satz, den Merz offenbar für seine soziale Botschaft hält: „Diejenigen, die arbeiten, die fleißig sind, die sogar vielleicht bereit sind ein bisschen mehr zu tun. Für die wird am Ende des Monats auch etwas mehr übrig bleiben.“ Man muss sich diese Formulierung auf der Zunge zergehen lassen. Das ist kein Befreiungsversprechen. Das ist die vorsorglich klein gerechnete Enttäuschung schon in der Ankündigung. Jede Reform, die die Regierung unter Merz anschieben wollte, mündete in noch mehr Abgaben für die Bürger.

Er spricht von Arbeit, aber er kündigt den Arbeitenden nicht Freiheit an, sondern einen womöglich minimalen Rest, der nach dem staatlichen Zugriff übrig bleiben könnte. Das ist das Eingeständnis, dass selbst dieser Kanzler der zweiten Wahl offenbar nicht daran denkt, die große Last auf Arbeit und Mittelstand wirklich anzugehen. Wer so redet, hat den Maßstab bereits auf Kleinmut heruntergeschraubt.
Die Bürger sollen sich anstrengen, fleißig sein, vielleicht sogar ein bisschen mehr tun. Der Staat dagegen bleibt in seiner ganzen Maßlosigkeit unberührt, erhöht sich im Juni gleich wieder die Diäten um 500 Euro. Paradiesische Zeiten sind vorbei, in denen man sich nicht mehr jeden Wunsch erfüllen könne, so Merz. Was nicht für ihn und seinesgleichen gilt. Selbst Kosten wie Friseur etc. pp. werden ohne jede Scham aus dem Steuerzahlersäckel abgezweigt.
Nicht der überbordende Apparat soll zurückweichen, nicht die Umverteilungsmaschine soll kleiner werden, nicht die lähmende Last soll gebrochen werden. Nein, der Bürger soll noch mehr leisten, damit ihm dann vielleicht ein kleinerer Teil seines eigenen Geldes gelassen wird. Treffender lässt sich die Schieflage dieser Politik kaum beschreiben.
Dann hebt Merz an zum großen nationalen Schlussakkord. Deutschland müsse „wieder wettbewerbsfähig werden auf der internationalen Bühne“, Arbeitskräfte in der Industrie erhalten und „ein wohlhabendes Land in Freiheit und in Frieden bleiben“. Wieder diese pathetische Weite. Wieder diese Sätze, die alles umfassen sollen und deshalb nichts greifen. Wettbewerbsfähigkeit entsteht nicht durch Pathos. Sie entsteht durch sinkende Kosten, verlässliche Energie, weniger Regulierung, mehr Investitionssicherheit und einen Staat, der endlich begreift, dass er nicht die Quelle des Wohlstands ist, sondern viel zu oft dessen Zerstörer. Dazu aber sagt Merz nichts, was die Schwere der Lage auch nur annähernd abbilden würde.
Gerade der Verweis auf die Industrie zeigt, wie leer diese Rede ist. Arbeitskräfte in der Industrie „erhalten“ zu wollen, klingt fürsorglich, ist aber schon sprachlich defensiv. Nicht Wachstum, nicht Aufbruch, nicht neue Stärke, sondern Erhalt. Bewahren, was noch da ist. Verhindern, dass noch mehr verschwindet. Schon die Wortwahl verrät den geschrumpften Anspruch. Aus einer einstigen Wirtschaftsnation wird unter dieser Regierung ein Land, das seinen Niedergang nur noch etwas langsamer organisieren möchte.
Am bezeichnendsten ist dann der Schluss: „Dafür kämpft die Bundesregierung und dafür machen wir dann auch im Laufe dieses Jahres ganz konkret einige Reformen.“ Auch dieser Satz ist ein kleines Meisterstück der politischen Feigheit. „Im Laufe dieses Jahres“ heißt: nicht jetzt. „Ganz konkret“ heißt hier gerade nicht konkret. Und „einige Reformen“ ist die sprachliche Vorbereitung darauf, dass am Ende ein paar kosmetische Korrekturen als große Wende verkauft werden sollen, die am Ende aber noch mehr Belastungen für den Steuerzahler bringen wird.
Merz lässt sich schon beim Reden einen Fluchtweg offen. Nichts in diesem Satz trägt die Wucht einer Regierung, die entschlossen wäre, einen Bruch mit dem bisherigen Abswärtskurs zu vollziehen. Alles klingt nach vorsichtiger Selbstabsicherung, nach weicher Landung im Fall des Scheiterns, nach vorher eingebauter Entschuldigung.
Das kurze Filmchen zeigt nicht nur einen Kanzler, der katastrophal schlecht kommuniziert. Es zeigt einen Kanzler, dessen innere Leere inzwischen jede einzelne Silbe durchzieht. Leere Augen, leere Phrasen, leere Versprechen.
Das Video ist nicht das wohl in den Merz-Kreisen erhoffte Aufbruchsignal, sondern wie die ganz unfreiwillige Dokumentation einer in Rekordzeit gescheiterten Kanzlerschaft. Kein Staatsmann, kein Reformer, kein Kanzler, sondern ein ganz müder Darsteller der eigenen Bedeutung, der in die Kamera spricht, als könne man mit etwas Licht, glatter Oberfläche und weich geschnittenen Phrasen noch irgendwas verdecken, dass diese Regierung politisch längst ausgehöhlt ist.
Herausgekommen ist ein Clip, der seine Schwäche in jeder Sekunde mit Ausrufezeichen ausstellt. Gerade deshalb ist dieses Video so aufschlussreich. Es ist das Protokoll seines Verfalls. Merz muss gehen.

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„Merz muss gehen.“ Werte Frau Taxidis, wie Sie im Grunde genommen in diesem Artikel schon sehr bildhaft beschreiben, ist unser Kanzler innerlich ohnehin schon leer/ausgebrannt/erloschen/resigniert. Ich konstatiere folglich: Er ist eigentlich schon weg, er hat sich nur nicht verabschiedet……
Passt ja super zu den:
CDU-Geschäftsstellen auf Google Maps.
Die CDU ist zu einer kriminellen, deutschlandfeindlichen Trümmertruppe verkommen.
Kann weg, muß weg, kommt weg.
Sicherlich muß Merz weg, aber wird er auch gehen? Seine geistigen Väter in der DDR blieben auch bis 5 nach 12 auf dem Sessel kleben. Was kommt danach? Die CDU (im Volksmund noch immer als konservatiev / rechts verortet) hat schlecht regiert, also wählt Michel wieder links. Das er die vor nicht allzu langer Zeit abgewählt hat, um noch mehr links zu bekommen, hat er vergessen. Vergessen hat er auch, dass links mitregiert und Klingbeil genau so verantwortlich ist, wie Merz. Angst hat er vor der AfD, denn dann ist ja „unsere Demokratie“ verloren. Vor so viel Dummheit kann man… Mehr
Fritze sieht aus, als sei er ebenfalls Patient auf einer Palliativstation – dort, wohin er dieses Land gebracht hat…
Der wahlweise Ruf oder Ankündigungen von Reformen zeigt völliges Unverständnis gegenüber den Ursachen gegenwärtiger Misere.
So lange der wahnhafte Weg aus „Klimaschutz“, Geschlechterverleugnung, Energieverteufelung, Einwanderung und Entbildung u. ä. unbeirrt weiter verfolgt und sogar noch beschleunigt wird, so lange bringen „Reformen“ gar nichts. Zumal jene Veränderungen regelmäßig Verschlechterungen bewirken, wie bspw. die jüngsten Benzinpreisregelmentierungen.
Nein, die jüngsten Bürgerbefragungen, vulgo „Wahlen“ (BW, RhPf, OB-München) zeigten eindrucksvoll, dem Souverän scheint die Situation offenkundig noch lange nicht derart bedrohlich, daß er einen Regierungswechsel erzwingt.
Dieser Mann ist genau so lost wie seine gesamte Partei. Vergleiche ihn mit Trump. Der ist fast 10 Jahre älter, strahlt eine nahezu unendliche Energie aus, reist die Massen mit (und wird in den USA gewählt, obwohl Elmar Thevesen genau das Gegenteil vorhersagt). Wann merken alle in Lost-Deutschland (vor allem im Westen) eigentlich, dass wir in Lost-Deutschland angekommen sind? Wir hatten in der DDR 1989 die Kommunalwahlen im Mai, ab dann liefen die Uhren für die Regierung rückwärts bis zum 09.11.1989 – müssen wir noch 7 Monate warten? Ich hoffe nicht, der Aufprall auf die Realität würde auch den letzten… Mehr
Der gönnerhafte Onkel Fritz, der sich vom Steuerzahler die Glatze polieren lässt, meint, für diejenigen, die fleissig sind und etwas mehr arbeiten, wird am Ende des Monats etwas mehr übrig bleiben. Dieser Spruch ist noch dämlicher als das Gerede der Sozen, die für den Handwerker, der morgens um sechs aufsteht und zur Arbeit geht, angeblich ihr letztes Hemd zerreissen.
Der Spruch von Merz besagt, die Faulen bekommen steuerfrei „etwas“ weniger als die Fleissigen, die sich noch zusätzlich anstrengen.
Stimmt, Merz hätte gar nicht erst Kandidat werden dürfen. Denn seine Vergangenheit als Politiker war bekannt. Stimmt, Merz muss weg. Nur bei einem konstruktiven Misstrauensvotum, wer steht als möglicher Kandidat zur Wahl bereit? Einer der von der CDU/ CSU vorgeschlagen und gewählt wird, wer? Wer hat unter Merkel und jetzt unter Merz auch nur die kleinsten Anzeichen gezeigt den Kurs der CDU wieder zurück zu einer konservativen Partei zu versuchen und lässt hoffen? Zurück, wie bei Kohl und davor, als die CDU noch eine Volkspartei sein wollte. Wo solche Mitglieder wie die Ökosozialisten Rita Süßmut und Heiner Geißler und die… Mehr
Reden statt regieren – das scheint das ganze Konzept des Herrn zu sein. Und selbst beim Reden noch versagen…
Merz sollte einfach zurücktreten. Er wollte unbedingt Kanzler werden, das hat er erreicht. Dass er mit diesem Posten irgendwas erreichen will außer sich daran festzuklammern und Kritiker abzuwehren ist eigentlich nicht erkennbar. Dazu lässt er sich von den Medien treiben, so dass nun die CDU z.B. bei der Schuldenorgie, für schlimmere Politik die Verantwortung trägt als die Ampel. Natürlich wäre so ein Rücktritt ein Makel, aber die Frage ist, was am Ende schwerer wiegt, der Makel des Rücktritts, oder all die Blamagen aufgrund der fortgesetzten Kanzlerschaft. Nur sehe ich auch niemanden, weder bei CDU noch bei SPD, der es besser… Mehr
Nach 20 Jahren CDU/CSU Politik dieses Land zerstört und wieder am Ende die Durchhalteparolen aus dem Bunker! Mit diesen dummen und irren Deutschen ist niemals ein Staat zu machen.
Ja. Nur sind es verdummte und verirrte Deutsche, durch welche, die eine Angenda auf Teufel komm raus durchsetzen, hinter die Fichte geführt.
Massen sind darauf angewiesen, dass „Führer“ sie nicht linken!
„Er wirkt wie ein Mann, der nur noch verwaltet.“
Nee. Er wirkt wie ein Mann, der dem Kokain völlig verfallen ist.
@Haarprobe=Rücktritt