Friedrich Merz flieht gerne vor seinen Problemen ins Ausland, um dort den Bundesaußenkanzler zu geben. Seine Raumfahrtministerin Dorothee Bär geht nun noch weiter: Sie will auf den Mond.
picture alliance/dpa | Sina Schuldt
In den frühen 1960er Jahre herrschte in den USA der „Sputnik-Schock“. Die Sowjets schienen die Amerikaner in der zukunftsweisenden Raumfahrttechnologie abzuhängen. Präsident John F. Kennedy reagierte 1961 mit der Ankündigung, dass er noch in diesem Jahrzehnt einen Landsmann auf den Mond schicken wolle. Das sollte den Amerikanern die Angst vor den Russen nehmen, die auch durch deren Engagement auf Castros Kuba gemehrt wurde.
Szenenwechsel, Deutschland 2025: Auch hier droht die russische Gefahr. Manche Experten sagen, Putin könnte schon 2029 den Kurfürstendamm einnehmen. Eventuell sogar schon 2027 oder nächstes Jahr. Vielleicht ist er auch schon da und es hat nur noch niemand gemerkt. Russland ist die größte Gefahr Deutschlands, sagt Friedrich Merz. Ständig. Gut, da wären noch die hohen Steuern, Abgaben, Energiepreise, Lohnnebenkosten, Schulden… Die Verwaltung, die der Wirtschaft die Luft zum Atmen nimmt. Die Wirtschaft, die schrumpft. Die illegale Einwanderung, der massive Anstieg von Gewaltkriminalität… aber Merz sagt, das größte Problem sei Russland. Böse Stimmen behaupten, er tue das nur, weil er die ganzen anderen Probleme mit der SPD als Partner ohnehin nicht gelöst bekommt. Weshalb er auch gerne als Bundesaußenkanzler durch die Welt reist, um deutsches Geld für Radwege in Peru oder neuerdings für Wälder auszugeben.
Seine Raumfahrtministerin Dorothee Bär (CSU) schlägt nun einen anderen Weg ein. Den amerikanischen Weg. Sie will einen Landsmann auf den Mond schicken. Der soll auf der nächsten internationalen „Artemis“-Mission mitfliegen. Darunter soll eine Frau sein. Wer jetzt Bär auf den Mond schicken will, sollte vorsichtig sein. Das gilt dank Paragraf 188 Strafgesetzbuch als Majestätsbeleidigung. Deutsche Polizisten haben schon für weniger Wohnungen im Morgengrauen gestürmt.
Das Ticket zum Mond kostet 1,5 Milliarden Euro. Um diese Summe will Bär den deutschen Zuschuss an die ESA erhöhen: von 3,5 auf 5 Milliarden Euro. Macht Sinn: Wer eine Billion an Steuern einnimmt, 700 Milliarden Euro an Abgaben, aber 850 Milliarden Euro Schulden dabei macht – der braucht Ablenkung. Da darf es dann an 1,5 Milliarden Euro auch nicht scheitern. Zumal es ja nicht Bärs Geld ist. Und Flüge zum Mond haben schon in den USA Regierungen gerettet.
Nun. Nein. Haben sie nicht. Die erste Mondlandung fand im Juli 1969 statt. Kennedy durfte das nicht mehr erleben. Und auch sein Vizepräsident und Nachfolger Lyndon B. Johnson war da nicht mehr im Amt. Einer Wiederwahl 1968 stellte er sich nicht. In Folge seines Vietnam-Desasters hätte er auch keine echte Siegchance gehabt. Zu seinem letzten Weihnachten im Amt verschickte er an andere Staatsmänner Grußadressen mit Fotografien aus dem All. Aufgenommen von der Mission Apollo acht, die den Mond immerhin schon umkreiste – dann verließ Johnson im Januar 1969 besagtes Amt wie ein geprügelter Hund. Die Weihnachtsgeschenke im Hause Merz dürften dieses Jahr schon feststehen.

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1959 fotografierte die sowjetische Raumsonde Luna 3 die Rückseite des Mondes .Alle weiteren Aktivitäten in dieser Richtung wurden getan ,weil man es konnte .Aufwand und Nutzen ?
Die Annalena Baerbock der CSU. Der Dunning-Kruger-Effekt in Person. Ich bin mir noch nicht ganz schlüssig, aber die Politik will uns mit solchen Figuren entweder komplett demütigen oder zwischendurch auch was zum Lachen anbieten.
Titelbild wieder herrlich: Doro bei den Blauen!? Doro flankiert von zwei Majas?
Ich versuche mir das gerade vorzustellen:
Dorothee Bär will einen Landsmann auf den Mond schicken und darunter soll eine Frau sein.
Na, immerhin stimmt die Quote auf dem Artikelfoto.
Die Frau ist eine Peinlichkeit. Sie hat die Nägel schön, läßt sie uns wissen. Ihr Auftritt mit Bodypainting mag zwar einigen wirklichen „alten weißen Männern“ den Sabber auf die Lefzen getrieben haben, war aber einer „seriösen“ Politikerin völlig unangemessen und deplaziert. Gestikulieren mit den Händen ist in letzter Zeit ein gerne benutztes Mittel der Rhetorik, um sein Reden zu unterstreichen. Wer Politikerfotos/-videos aufmerksam betrachtet, wird dieses zunehmend verbreitete Gefuchtel bestätigen können. Anscheinend haben die alle denselben billigen Rhetorik-Kurs besucht. Sogar im Prekariats-TV fangen Hinz und Kunz schon an, mit den Händen zu wedeln und zu grimassieren, alles verhinderte Schauspieler. Und… Mehr
Sie bekommen keinen Zug pünktlich von Klanxbüll nach Morsum, aber auf den Mond fliegen wollen. Genau mein Humor!
Werte Frau Baerb, halt, nur Bär, wie wäre es wenn sie anstatt den sie umgebenden Ladies, vermutlich wesentlich kompetenter im direkten Vergleich, eine Mondreise zu ermöglichen, anfangen würden, die viele Kohle sinnvoll zu verwenden. Marode Brücken sanieren oder Wohnraum schaffen, das wär doch mal ein Anfang. Und bei der Metapher „auf den Mond schießen“ würde ich ein Großraumschiff vollbekommen mit unfähigen, korrupten, ignoranten aber trotzdem arroganten ………. So bleibt die Wohnungstür am Stück…
„…Dorothee Bär will auf den Mond …“
Ja, dann lasst Sie doch!!!!
Und ihre Partei-KumpelIinnen kann sie gleich mitnehmen!
Ich bin für ein ganzes Raketengeschwader, um die gesamte Regierung auf den Mond zu schießen. One way, versteht sich.
Und was will die Baer auf dem Mond? Und wenn schon eine Frau, dann sollte sie unbedingt die bock mitnehmen.
Fahradwege bauen, was sonst?
Wem gehört der Mond denn eigentlich? Gru?
Entwicklungshilfe nicht vergessen!