Intelligente Wege sind gesucht, nicht ideologische Sackgassen

Vielleicht sollte man doch wieder auf Kernkraftwerke setzen. Sie brauchen weniger Platz und die Infrastruktur steht schon. Außerdem wäre damit das Energieversorgungsproblem der zukünftigen Elektromobilität gelöst.

Also ich fasse mal nach meinem Stand der Erkenntnis zusammen. Ich weiß, ich werde mal wieder gesteinigt, wahrscheinlich mit Steinkohle.

Wir versuchen mit brachialer Gewalt die sogenannte Energiewende durchzupeitschen. Dazu brauchen wir immer mehr Windkraft, Photovoltaik, Bioenergie und Wasserkraft. Dazu kommt, dass wir auch in Zukunft wohl immer mehr elektrische Energie benötigen. Für immer mehr elektrische Geräte und zusätzlich Elektromobilität.

Nun kommen Berichte heraus, dass zurzeit die Erträge aus dem Getreideanbau weltweit nicht den jährlichen Bedarf decken können. Die Weltbevölkerung nimmt weiter zu. Wir versiegeln Anbauflächen für Nahrung, indem wir Photovoltaikanlagen auf Freifelder bauen, wir bauen Windkrafträder und müssen dafür ebenfalls Flächen opfern und Zufahrtswege frei halten, wir bauen Mais für die Biogasanlagen an und verdonnern dafür ebenfalls Flächen, die sonst für den Nahrungsmittelanbau dienen würden. Einzig die Wasserkraft und zusätzlich die Photovoltaik auf bestehenden Gebäuden und als Überdachungen auf bereits versiegelte Flächen könnten einen Beitrag zur umweltfreundlichen Energiegewinnung leisten, wobei ich auch die Herstellung von Photovoltaikzellen nicht gerade als umweltfreundlich betrachte.

Wir nehmen also für unsere Wahnsinnsidee der Energiewende billigend in Kauf, dass Menschen nicht mehr genug Nahrung bekommen und hungern müssen. (Gott sei Dank gibt es im Moment noch genug Reserven.)

Vielleicht sollte man doch wieder auf Kernkraftwerke setzen. Sie brauchen weniger Platz und die Infrastruktur steht schon. Außerdem wäre damit das Energieversorgungsproblem der zukünftigen Elektromobilität gelöst. Wir könnten weg von der Wärmeerzeugung mittels fossiler Brennstoffe, weil elektrisch heizen ist schnell, platzsparend und effizient, wenn die Strompreise niedrig wären.

Was wir auf alle Fälle tun sollten, ist forschen, forschen, forschen. Wenn wir aber eine Art von sauberer Energieerzeugung von vornherein verteufeln, mauern wir uns selber ein und versperren uns die Zukunft – auch die in eine intelligente Energiewende.

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Kommentare ( 46 )

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Laurenz
2 Jahre her

Werter Herr Duin. Ihre Analyse ist korrekt, aber die Schlußfolgerung nicht ganz. Kernkraftwerke sind einfach zu gefährlich und machen unser kleines Land erpreßbar. Den Angriff auf ein Kernkraftwerk könnten wir beide uns sogar erfolgreich einfallen lassen. Und angesichts der Bevölkerungsentwicklung in Afrika und Ostasien, könnten wir auch Altreifen als Energiegewinnung verbrennen, Geo-Umwelt-politisch sind wir und unser Handeln vollkommen belanglos. Viel wichtiger für uns ist ein Zugewinn an kaum vorhandener Souveränität. Und das funktioniert nur mit russischem Gas oder deutscher Kohle.

H. Priess
2 Jahre her

So weit ich weis, verbraucht das menschliche Gehirn etwa 20% des Energiehaushalts. Von daher ist es verständlich, dass in Zeiten der Energieeinsparungen konsequent auf den gebrauch des Energiefressers verzichtet wird. Einige haben es schon zu einer hohen Kunst gebracht ohne Hirn pure heiße Luft zu produzieren. Wenn man die nutzen könnte hätten wir genug Energie für alle Zeiten. Aber Spaß bei Seite. Die Nutzung der Atomkraft hat gewaltige Sprünge gemacht aber eben in anderen Ländern ohne DL. Da die Kernfusion noch in unerreichbarer Ferne liegt werden intellegente Völker auf die Kernkraft setzen. Wie gesagt, intellegente Völker wo man DL eindeutig… Mehr

Weiwei
2 Jahre her

Das wäre jedenfalls sinnvoller als das Getöse vom deutsch französischen Flugzeugträger, der – wie uns alle anderen Gemeinschaftsprojekte im Rahmen der Wehrtechnik – ja ohnehin am technischen Unverstand scheitern würde.
Bei den Ökofaschisten, die in Berlin und allgemein den Diskurs beherrschen , ist aber weiter damit zu rechnen , das Deutschland wie weiland die Titanic lieber mit Tschingdirassabumbum lieber an die Wand gefahren wird und man es vorzieht, die Energieversorgung und die industrielle Basis des Landes mutwillig und freiwillig zu zerstören.
Das Stimmvieh hierzulande muss man wohl nicht verstehen

Hosenmatz
2 Jahre her

Dank AM haben wir uns hier auch technologisch aufs Abstellgleis begeben. Wenn man wirklich wieder auf Atomkraft setzen wollte, müsste man den Stand der Technik wahrscheinlich aus China oder gar vom „bösen“ Russen importieren – und das geht ja gaaar nicht.

Michael Sander
2 Jahre her

Konservative neigen, im Gegensatz zu Linken, nicht zu Visionen und bevorzugen es, sich stattdessen mit der Realität zu arrangieren. Das hat zur Folge, dass sich Konservative stets im Verteidigungsmodus befinden, weil es ihnen nicht gelingt, selbst die Diskurshoheit zu erobern. Auch fehlt es notorisch an eigenen Konzepten und Ideen. Um den Linken Paroli zu bieten, bräuchte es einen „progressiven Konservativismus“, wie Herr Mai das mal genannt hat. Für meinen Geschmack dürfte das gerne mit einem progressiven Liberalismus einhergehen. Wenn der sich immer deutlicher formierende grünlackierte Staatssozialismus aufgrund der absehbaren Wirtschaftskrise Schiffbruch erlitten hat, braucht es neuer Konzepte, um Staat und… Mehr

Fritz Mueller
2 Jahre her

Merkel wird bleiben, bis das letzte Atomkraftwerk in Deutschland abgeschaltet ist.

Sonny
2 Jahre her

Ich bin vollkommen Ihrer Meinung. Volle Zustimmung.
Leider nur hat Deutschland die Forschung in diese Richtung schon vor mehr als 15 Jahren komplett aufgegeben. Aber es gibt ja genügend Fachleute um uns herum – kaum ein europäisches Land, welches nicht auf Kernkraft setzt und sogar neue Werke baut.

giesemann
2 Jahre her

… und die Forscher bezahlen, bezahlen, bezahlen. Und zwar anständig. Ich für mein Teil habe 1983 nach der Abpromotion beschlossen: Für DAS Geld mache ich für DIE keine Forschung, zu anstrengend, zu stressig, zu riskant. Schon gar Nukleardingens. Klar ist aber auch: Entweder wir bauen AKW mit mittlerer Leistung, so um 500 MW – oder Andere werden es tun. Mit Brütertechnologie. Die 500 MW kann man dezentraler aufstellen, braucht weniger Leitungen, weniger Kühlwasser, wenn die Flüsse bald weniger Wasser führen, man kann sie mit den Schläuchen der Werksfeuerwehr leichter kühl halten, falls mal was schief geht und das Ding abgeschaltet… Mehr

Edu
2 Jahre her

Solange die Bevölkerung in unseren südlichen Nachbarregionen schneller wächst als die (Land)Wirtschaft gibt es die bekannten Unruhen und Wanderungsbewegungen. Wenn nicht genügend Nahrung produziert wird, werden entsprechend viele von uns verhungern – da hilft kein ‚Gesäusel von Nächstenliebe – Naturgesetz – Anpassung an die natürlichen Lebensbedingungen – auch Deutschland lebt mit zu großer Bevölkerungszahl auf der Fläche vom Futtermittel- und Nahrungsimport – die Verringerung der Bevölkerungszahl durch weniger Geburten war eine natürliche Reaktion der Leute auf diese Entwicklung. Der Luxus Mais für Bio-Strom und Raps für E10 (nachwachsende Rohstoffe das Gredo Grün) anzubauen verschärft die Importe aus der 3ten Welt… Mehr

Christa Born
2 Jahre her

Nicht vielleicht, unbedingt muss man auf moderne Atomkraft setzen. Nur nicht so schüchtern.