Blackbox KW 17 – Von einer, die auszog, das Fürchten zu lernen

8 Stunden hin, 8 Stunden zurück, für 20 Minuten Bummbumm. Kurz und schmerzvoll. Jetzt ist Merkel wieder hier, im Land, in dem der Irrsinn blüht wie nirgendwo sonst auf der Welt ...

Beim Boxen spricht man von Schiebung, wenn ein Hanswurst vor dem Kampf gegen einen Champion monatelang als die Riesennummer hochgeschrieben wird. In der Politik wurde Angela Merkel hochgeschrieben als Führerin der freien Welt, als Retterin vor dem Populismus, als Streiterin für das Gute und Gerechte. Kann man ihr einen Vorwurf machen, dass sie in ihrem Lieblings-Hosenanzug der Selbstgerechtigkeit das Flugzeug Richtung Washington bestieg? Vielleicht glaubte sie ja all den Nonsense von der größten Kanzlerin aller Zeiten. Am Ende war sie nur Fallobst, und die Hofberichterstatter schwankten zwischen Trotz, (FAZ) Trauer (Welt) und Verzweiflung (SZ).

Sahen sie doch ihre proppere Amazone in Küchenschürze mit Kochlöffel vorgeführt, die ergeben zwitscherte „Wann immer es Probleme gibt, kann ich mich jederzeit beim Präsidenten melden“. Merkel hat gelernt, wo in der Welt der Hammer hängt. Plötzlich kann sie sich „bilaterale Verhandlungen auch gut vorstellen“ (nix mehr 27 EU-Stühle, eine Meinung!), und die USA seien „durch Donald Trumps Steuerreform ein guter Investitionsstandort“. Nur ihre Mimik verriet, wie schmerzlich der kleine 20-Minuten-Ausflug in die Realitäten jenseits von Afrikarettung, Hartz IV für die Welt, und was „wir“ sonst noch alles schaffen, war. Ihr Gesicht spiegelte das volle Kontrastprogramm zu Emmanuel Macron – der Trump Tags zuvor, wie man in manchen Kreisen sagt, regelrecht anglühte.

Champ Donald landete seine Treffer fast spielerisch, immer auf die 12. Mal gratulierte er Merkel überschwänglich zu ihrem Wahlerfolg (minus 7% für die CDU, aua!). Oder er erklärte Merkel wie einer Landpommeranze in der großen Stadt: „Washington kann ein verdammt mieser Ort sein, Sie wissen das nicht, Kanzlerin, ein bösartiger Ort.“ Doch, das weiß sie jetzt. Aua! Aua!

♦ Zurück ins Land, wo die Pollen fliegen und der Irrsinn blüht. Was wurde eigentlich aus den 68ern? Im Prinzip „alte Spinner“ (Rainer Langhans über Rainer Langhans) und „dicke Spießer“ (Langhans über Joschka Fischer).

♦ Es gibt in allen Völkern ein Auf und Ab des Glücks. Oft fällt das Glück des einen mit dem Pech eines anderen zusammen. Und ganz selten wird das Glück des einen durch die grenzenlose Dummheit eines anderen begünstigt. Eine wahre Glückssträhne hat augenscheinlich das Volk erwischt, das die Dummköpfe des anderen Volkes „mobile ethnische Minderheit“ nennen. Mittels Scheinfirmen, Masseneinwanderung in Hartz IV und Kindergeld, Raub und Diebstahl fließen Abermillionen mit schöner Regelmäßigkeit an die Clanchefs der „Mobilen“ in der alten Heimat. Die aus dem Land der Dummköpfe glauben sogar, dass in manchen ihrer Häuser bis zu 6.000 „Mobile“ gemeldet sein könnten, und zahlen entsprechend. Ein weltgeschichtlich einmaliger Vorgang.

♦ Wegen der Nachfrage vieler weiblicher Fans (ok, das ist jetzt ein wenig gejunckert) mal wieder ein Gedicht, diesmal zum Thema „Berlin trägt Kippa“.
„Schuster, Geisel, Dröge gar/ die ganze Pharisäerschar/
Auch, wir sahen’s mit wohl‘gem Schauder/ sogar der altbekannte Kauder/
Selbst der Freund der Gesichtsverhüller/ Mit Kippa demonstrierte OB Müller!“

Wenige Kilometer Luftlinie von den gut bewachten Couragierten wurde ein „Berlin trägt Kippa“-Aufzug nach wenigen Minuten von „Passanten“ gestört und beendet. „Passanten“ ist neu – die Journo-Bots werden immer besser!

♦ Der Zentralrat muslimischer Chöre und Sänger in Deutschland beschwert sich zu Recht bei Merkel: Kaum gewinnen mal zwei von uns den „Echo“, wird gleich der ganze Preis abgeschafft!

♦ In Dortmund kann man jetzt „Flüchtlingshilfe“ studieren (inkl. Vorlesungen in Betten machen, Nutella-Brote bestreichen, die andere Backe hinhalten, Heime putzen, Christen rausschmeißen). Damit wären Sie im Homeland NRW als „Flüchtlings“-helfer nicht mehr der letzte Depp oder ein Opfer von Kirchenmissbrauch, sondern Akademiker! Doktor Unfugit causa. (Flüchtling: lat. fugit)

♦ Im Geburtsland Schäubles, den man dort liebevoll Schufterle nennt, haben Rote, Schwarze und Grüne binnen weniger Jahre das Schulsystem vollständig ruiniert. Inzwischen wird’s sogar den Kleinsten zu bunt! Ein 10-Jähriger rief unlängst die Polizei, weil er seine Hausaufgaben nicht verstand. Irgendwas mit Gendern und 67 Geschlechtern, und der Frage: Welches Geschlecht bist du?

♦ Natürlich darf man Justiz nicht mit Gerechtigkeit verwechseln, eher gehört sie in den Bereich des Schauspiels. Ein besonders Possenstück kam in Zwickau zur Aufführung, wo ein gewisser Rupert Geußer in der Hauptrolle als Richter ein mildes Urteil für einen so illegalen wie polizeibekannten Messerstecher mit den Worten „Als Ausländer leiden Sie unter erhöhter Haftempfindlichkeit“ begründete. Wir wissen nicht, aus welchem Buch der Sprüche Geußer die seinen bezieht, wir empfehlen ihm aber einen Blick in Shakespeare: Und wenn ihr uns einsperrt, leiden wir nicht? Wenn ihr uns stecht, bluten wir nicht? Wenn ihr uns mit Lastwagen überrollt, sterben wir nicht?

♦ Und noch zwei Juristen der Sorte „dem Charakter fehlt das Geländer“ (E. Kästner): Staatanwalt Ulf Bornemann (HaHa) und Richterin Hannah Kütterer-Lang (ebenda). Bornemann führte um 6.45 Uhr einen Trupp von mehreren Staatsanwälten und Polizisten an, die sich Zugang zu einer Wohnung verschafften. Es ging um den Mord eines Nigerianers (geduldet) an seiner Ex und dem gemeinsamen Töchterchen (1 Jahr alt). Bornemanns Ermittlungsübereifer galt aber mitnichten dem Täter, sondern einem Blogger, der enthüllt hatte, dass der Mörder dem Säugling den Kopf abgetrennt hatte, was weder Justiz noch Dorfpresse den Bürgern mitteilen mochten, die könnten das ja falsch auffassen. Bornemann stürmte, Kütterer genehmigte. Und beide werden nie belangt.

♦ Wetten, dass…? … Sie es nicht schaffen, einem amerikanischen Freund zu erklären, warum der Leibwächter des einst gefährlichsten Terroristen der Welt, Osama bin Baden, unbehelligt mit Kind und Kegel in Gaganistan von Stütze lebt?

♦ Kaum ist unser knallharter Ober-Sheriff Horst in Berlin, schon rotten sich bis zu 1.000 Randalierer im Englischen Garten in München zusammen.

♦ Haben wir etwas Wichtiges vergessen? Gott, ja! Endlich, nach 150 Jahren – und lange nach der CDU und der AfD – kann auch die ehemalige Arbeiterpartei SPD mit Stolz verkünden: #metoo – der Chef ist eine Frau!

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Kommentare ( 78 )

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Klasse, wie die mächtigste und intelligenteste Frau der Welt diesem unsäglichen Trump gezeigt hat wo seine Grenzen sind. So sah sich Trump genötigt, Mutti zu attestieren, dass sie einen sehr guten Job beim Trittbrettfahren gemacht hat, dies jetzt aber leider nicht mehr möglich sein. Selbst der Staatsfunk und die übrige Hofberichterstattung musste anerkennen, dass Muttis Härte das Schlimmste verhindert hat. Jetzt freue ich ich schon auf das Treffen von Heiko und Mike, wenn unser erfahrener Aussenmaas dem ***** aus USA zeigt wo der Bartel den Most holt.

Great job, Mr Paetow! As always. Great job, too, Mr Trump. Mrs Mörkel, … well.. we didn’t really expect much, did we?

Gekonnt wie immer – wie wäre es, wenn Sie die Heute-Show übernehmen würden??? Der Herr Welke wird immer welker und hat außer dummen AFD-Kommentaren kaum was zu bieten… ich will es mir nicht mehr zumuten, die Satire fehlt… Sie können es 1000mal besser!!!

Wieder ein wundervoller Beitrag, Hr. Paetow, ein zusätzlicher Aufheller an einem ohnehin sehr sonnigen Tag.
Wäre es nicht langsam Zeit für Sie, eine Satiresendung im Fernsehen zu machen, als Gegensatz zu all den öden Vertretern dieses Genres im ÖR-Fernsehen!?
Ich prophezeie Ihnen für so ein Projekt große Erfolge und viel Zustimmung aus der Bevölkerung.

In diesem Sinne, einen schönen Sonntag dem Autor auf dem Ehrenplatz aber auch allen anderen Lesern und Kommentatoren hier. ;D

Da müsste man sich eienen eigenen Sender beschaffen, denn wenn man sich die sogenannte pol. Kabaretisten anschaut, sieht man, das man die Hand, die einen füttert nicht beisst, auch wenn es schwer ist, sich dann in Spiegel anzuschauen. Alle auf gleiche Linie, nur nicht die „Mächtigen“ verergern. Hass verbreitung auf die nicht konformen, auf der ganze Linie.

„Kann man ihr einen Vorwurf machen, dass sie in ihrem Lieblings-Hosenanzug der Selbstgerechtigkeit das Flugzeug Richtung Washington bestieg? “ Ja, denn ich für meinen Teil würde nackte Panik schieben, wenn mich alle Welt so nennen und das als globales Branding aufbauen würde, als deutsche Bundeskanzlerin, weil ich als Laie ja weiß, dass da nichts dran ist. Und als Bundeskanzlerin mit viel mehr Insiderwissen wüsste ich das ja erst Recht. Also kann man ihr sehr wohl einen Vorwurf machen. Wenn VW mich als neue Chefin der Abteilung für selbstfahrende Autos ernennen würde, würde ich mich ja auch nicht freuen, sondern ich… Mehr

WIR sind oft einem Bürokratenstaat ausgeliefert der sich zu Ziel gesetzt hat „die Demokratie nach und nach zu zerstören“ es muss doch möglich sein, den Leibwächter von
BIN LADEN auszuführen, ggf. durch einen Volksentscheid ! Was könnten WIR den tun,dass sich diese Republik immer lächerlicher macht.

bin für den baldige Abtritt der Frau Merkel dankbar, SIE hat unser Land unsicher gemacht und damit verraten. Noch ein Wunsch an Herrn Seehofer; schmeißt Bin Ladens Leibwächter raus, sofort, unverzüglich.

@arnowahl
Und auch gleich eine Alternative parat? Mir würde niemand aus der derzeitigen Politikerliste einfallen, der Deutschland nicht genauso “gut“ an die Wand fahren könnte. Sie sind alle gleichermaßen “befähigt“.

Alice Weidel? Christian von Stetten? Carsten Linnemann? Schlimmer als die Raute sind die bestimmt nicht. Das Problem ist nur, dass es mit Merkels Abgang nicht getan ist. Das muss man noch einiges an Hofschranzen ausmisten, nicht nur in der Politik, auch in Justiz und Medien.

Zitat:“Wetten dass Sie es nicht schaffen einem amerikanischen Freund zu erklären, warum Osamas Ex-Leibwächter von deutscher Stütze lebt“.

Naja, in Deutschland konnten Ex-NSDAP Mitglieder problemlos Bundeskanzler, Bundespräsident, Ministerpräsident, BND-Chef oder Bundeswehrgeneräle werden. Ebenso werden Ex-Stasi Leute mit der Internetzensur beauftragt usw. Es ist auch kein Problem, wenn ein deutscher Außenminister einen international bekannten Antisemiten seinen Freund nennt und bei einem Anrittsbesuch in Israel zuerst israelfeindliche NGO‘ s trifft noch bevor man den Premier besucht. In Deutschland hatte man mit sowas noch nie Probleme. Dieses ganze arrogante Wir-Haben-Gelernt-Getue ist doch nur aufgesetzt.

Brillant, Hr. Paetow oder auch mächtig gewaltig wie es sich für die „mächtigste Frau der Welt gehört“. Die Politik die diese Frau macht, würde ich als destruktives Reagieren bezeichnen. Sie hat wie sie selbst einmal sagte einen Plan , dabei müsste sie es als ehemalige DDR-Bürgerin wissen, Pläne funktionieren meistens nicht und dann wird solange schöngeredet bis es auf dem Papier stimmt nur in der Realität eben gar nicht. Das will und kann das Merkelsche Politbüro nicht zugeben. Solange noch Substanz vorhanden ist, wird weiter gewurschtelt. Nicht nur das wir verständnislos diese Politik ertragen müssen und unsere Nachbarn verständnislos zuschauen… Mehr

„Merkel sagte, dass sie einen Plan hätte .“
Diese Worte der Bundeskanzlerin erinnern mich an die alte dänische Kriminalkomödie „Die Olsenbande“. Der Bandenchef Egon hatte nämlich auch immer einen Plan. Trotz der Hilfe seiner Freunde Benny und Kjeld konnte er diesen jedoch nie verwirklichen. Vielmehr endete die Verwirklichung des Plans für Egon immer wieder im Gefängnis.

Es sollte auch an die 3 erinnern.

Paetow ficht mit spitzer Feder
unser Sonntag-Morningstar,
nach der Blackbox weiß ein jeder,
was in dieser Woche war.

Liest man’s einmal, gleich gepackt, 
dringt’s wuchtig ins Bewusstsein ein,
die Kaiserin ist also nackt,
welch‘ schrecklich Bild, oh nein, oh nein!

Die zweite Lesung macht erst froh,
mit den vielen feinen Heiten,
Humor und Klugheit sowieso,
kann uns Herz und Denke weiten.

Warum macht er das bloß, dieser Mann?
Das ist ganz einfach. Weil er’s kann.