Polen streitet um die Deutung des „samtenen Systemwechsels“

Der Runde Tisch und die Wahlen von 1989 gelten für viele Polen als Ereignisse, die den Niedergang des Kommunismus beschleunigten. In Wahrheit entstand die erste demokratische Regierung erst Ende 1991. Ihre kurze Lebensdauer zeigt die Konturen der politischen Gegenwart in Polen und Europa.

IMAGO / ZUMA Press
Ein Foto des früheren polnischen Ministerpräsidenten Jan Olszewski am Tag seiner Beerdigung (16.02.2019) am Solidarnosc-Denkmal in Nowa Huta.

Das polnische Parlament hat vor einigen Tagen die Abschaffung der Disziplinarkammer am Obersten Gerichtshof des Landes beschlossen. Seit Jahren wirft die EU-Kommission der Regierung in Warschau Verstöße gegen „rechtsstaatliche“ Prinzipien vor. Außerdem blockierte Brüssel die Corona-Hilfen für das Land. Die deutschsprachigen Medien lassen erwartungsgemäß nicht locker. Nachdem Polens Ministerpräsident Mateusz Morawiecki einlenkte, verfielen sie zunächst in eine Schockstarre und anschließend lokalisierten sie neue „Löcher“ im Gewebe der polnischen Demokratie. 

Im letzten Jahr hatte der EuGH geurteilt, dass die Disziplinarkammer nicht alle Garantien für Unabhängigkeit und Unparteilichkeit bietet. In die gleiche Kerbe schlugen anschließend die westeuropäischen Redakteure. Dabei hat es weder in Brüssel noch in Straßburg bisher eine breite, systematische Diskussion über das Herzstück der polnischen Justizreform gegeben. Polnische Rechtsexperten und Historiker halten sie ohnehin für überfällig und weisen auf die unerwünschten politischen Nebenwirkungen des im Jahr 1989 eingeleiteten, aber immer noch unvollendeten Wandlungsprozesses hin. Der Streit über den am Runden Tisch ausgehandelten Systemübergang hält bis heute an. Für die linksliberale Bürgerplattform (PO) und das postkommunistische Linksbündnis (SLD) ebnete er den Weg zur „zivilisatorischen Rückkehr“ Polens nach Europa. Aus der Sicht der Konservativen hingegen ist sein Zäsurcharakter eher zweifelhaft. Fest steht: Wer die damaligen Ereignisse im Blick hat, muss von den heutigen Fehden in Warschau und Brüssel nicht überrascht werden.

Zeit zum Lesen
„Tichys Einblick“ – so kommt das gedruckte Magazin zu Ihnen
Die konservativen Koalitionäre in Warschau weisen heute treffsicher darauf hin, dass der linke Flügel der Solidarność-Bewegung Anfang der 1990er Jahre den Untergang des Kommunismus wohlweislich ausgebremst hatte. Dies ermöglichte den Vertretern des alten Systems eine „weiche Landung“, wobei sowjetische Bedienstete wie Czesław Kiszczak und Florian Siwicki gar wichtige Ministerposten in der Regierung von Tadeusz Mazowiecki bekleideten. Der einstige Kriegsrecht-General Wojciech Jaruzelski wurde im Juli 1989 zum ersten Präsidenten der Dritten Republik ernannt. Ausgangspunkt dieser rätselhaften Politik war der Eindruck der Opposition, dass die Kommunisten immer noch konfliktbereit seien und nicht freiwillig auf ihre Ämter verzichten würden. Diese Wahrnehmung war paranoid, denn die Machthaber befanden sich im Frühling 1989 bereits im freien Fall. Einige Akteure der Solidarność wussten es ganz genau, lancierten dennoch die Botschaft, man müsse die anstehende Transformation „behutsam“ angehen. Polnische Oppositionelle wie Adam Michnik, die sich heute in ausländischen Tageszeitungen zu Regierungskritikern stilisieren, errieten bereits am Runden Tisch, dass Klüngeleien mit Kiszczak und Jaruzelski ihnen schneller zur Macht verhelfen als die mühevolle Aufarbeitung der kommunistischen Diktatur.

Michniks Lagebeurteilung war eindeutig: Jeder, der die Verbrüderung mit den einstigen Tätern ablehne, sei „unchristlich“ und unfähig, dem „Zeitgeist“ zu folgen. Wenn ältere Polen heute dem PO-Chef Donald Tusk zuhören, der an die Postkommunisten appelliert, gemeinsam gegen die PiS-Regierung vorzugehen, müssen sie sich unweigerlich an die Ereignisse zwischen 1989 und 1992 erinnern. Anstatt die Machtpositionen der von Moskau gesteuerten Rädelsführer rasch und konsequent zu demontieren, handelte die linksliberale Fraktion der Solidarność mit ihnen einen Pakt aus, der die alten Strukturen in der Justiz (!), Wirtschaft und Medienlandschaft auf Jahre zementiert hatte. Und wenn jemand etwas dagegen hatte, wurde in der „Gazeta Wyborcza“ kurzerhand als „antieuropäisch“ verschmäht und an den Rand des „Sagbaren“ gedrängt. Diese dominanten Diskursstrategien und Konfliktlinien überdauerten teilweise bis in die jüngste Vergangenheit. Alle vorherigen Transformationsversuche schlugen fehl oder scheiterten an den Status-quo-Bewahrern, die an längeren Machthebeln saßen. Während in anderen ehemaligen Ostblockstaaten der Neubeginn gelang, mussten die Polen eine Restitution des überholten Systems über sich ergehen lassen. Die Kaczyński-Brüder sind bereits 2005 mit dem Anspruch angetreten, eine Veränderung herbeizuführen. Die Proklamation einer „Vierten Republik“ sollte dem aufkeimenden Oligarchentum ein Ende setzen. Der mediale Shitstorm und die Invektiven der linken Wendegewinner ließen nicht lange auf sich warten. 

Indessen wurde schon vor 30 Jahren schon ein Versuch unternommen, die unvollendete antikommunistische Revolution in Polen abzuschließen. Die von dem 2018 verstorbenen Rechtsanwalt Jan Olszewski angeführte Regierung hatte entscheidende Reformen initiiert, wurde jedoch nach nur sechs Monaten zu Fall gebracht. Die historischen Ereignisse von 1992 sind eine unverheilte Narbe geblieben, an der das linke Lager bis heute ständig kratzt. Der Konflikt der Deutungen hat sich in den letzten Jahren zugespitzt und ist zu einem wesentlichen Bestandteil der politischen Polarisierung der polnischen Gesellschaft geworden, die ebenso zu zahllosen Missverständnissen in den Beziehungen mit dem Westen führt. 

War das Jahr 1989 für die tonangebenden Eliten um Michnik und Kuroń der Höhepunkt der „Demokratisierung“ Polens, markierte es für die Protagonisten des Bündnisses Porozumienie Centrum einen Paktschluss mit dem Teufel, der den Ausverkauf der verstaatlichten Wirtschaft besiegelte. Dies alles muss man sich vergegenwärtigen, wenn man auch die Bedeutung der heutigen Justizreform ermessen will. Erst jetzt weicht die einseitig positive Beurteilung des Runden Tisches und der Parlamentswahlen vom Juni 1989 einer differenzierten Betrachtungsweise. Polnische Wähler erkennen, dass einige ihrer „Helden“ von damals nicht nur kommunistische Verbrecher von anrüchigen Eigenschaften bereinigen, sondern sie auch ideologisch und politisch in das neue System zu integrieren wollten. So blieben wichtige Schlüsselbereiche des öffentlichen Lebens weiterhin von der „roten Seuche“ infiziert. Man sei nun „auf Europa ausgerichtet“, beteuerte Adam Michnik. Nur waren die nachwirkenden kulturellen Muster sowjetischer Fremdherrschaft alles andere als „europäisch“. 

Die Konservativen messen dem 4. Juni 1989 (dem offiziellen Datum der ersten „demokratischen“ Wahlen) folgerichtig keine große Bedeutung bei, weil sie schlichtweg nicht „frei“ waren. Stattdessen erinnern sie an den 4. Juni 1992, an dem die von Olszewski angeführte Minderheitsregierung im Rahmen einer turbulenten Nachtsitzung im Sejm per Misstrauensvotum gestürzt wurde. Was war passiert? Zuvor haben einige Kabinettsmitglieder angekündigt, die kommunistische Vergangenheit einiger Parlamentarier zu enthüllen, die von ihnen selbst vorher sorgsam „ausgespart“ wurde. Erschrocken wirkte auch der damalige Präsident Lech Wałęsa, der als Werftarbeiter wohl unter dem Tarnnamen „Bolek“ mit den Machthabern kollaboriert hatte. An den nächtlichen Putschplänen vom Juni 1992, die den Reformen der Olszewski-Regierung entgegenwirken sollten, war ebenfalls ein junger Abgeordneter namens Donald Tusk beteiligt.

Polens Ministerpräsident Jan Olszewski wollte nicht nur das Monopol der Postkommunisten durchbrechen, sondern auch deren ominöse Seilschaften mit Russland zerreißen. Den Lustrationsversuchen gingen Unstimmigkeiten zwischen ihm und dem Staatspräsidenten voran. Der historisch versierte Premier erkannte die lauernden Gefahren und forderte von Wałęsa den sofortigen Abzug der in Polen stationierten russischen Soldaten. Zudem setzte sich Olszewski für ein beschleunigtes NATO-Beitrittsverfahren ein. Unterdessen haben einige zweifelhafte Oppositionsführer den polnischen Unabhängigkeitskampf auf der Zielgeraden sabotiert und sich auf dem Rücken von Millionen von Solidarność-Anhängern die „Sahne“ von der politischen Torte gekratzt. 

POLNISCHE JUSTIZREFORM
EU-Debatte über Polen – endloses Tadeln und semantisches Chaos
Wenngleich sich die Regierung von Jan Olszewski einer viel zu kurzen Lebensdauer erfreute, hat sie die ersten entscheidenden Impulse für die weitere Demokratisierung Polens gesetzt. Bei den Parlamentswahlen im Oktober 1991 haben die polnischen Wähler ein eindeutiges Votum abgegeben: Kriegsrecht-Generäle wie Jaruzelski und Kiszczak gehören auf den Müllhaufen der Geschichte. Und obwohl in Polen inzwischen exzellente Publikationen über die damaligen Ereignisse erschienen sind, tun Donald Tusk und unermüdliche Wałęsa-Fans einfach weiterhin so, als ob es für sie nicht den „Hauch eines Belegs“ gebe.

Dabei haben sich andere Solidarność-Helden, wie etwa Andrzej Gwiazda und Krzysztof Wyszkowski, bereits vor dem Runden Tisch gegen jegliche Verhandlungen mit den Kommunisten positioniert. Schon im August 1988, als Wałęsa mit Kiszczak im Warschauer Villenvorort Magdalenka „vodkaseelenreiche“ Abende verlebte, erkannten sie, dass zweifelhafte Personen an die Macht kommen wollen, die sich als unfähig erwiesen, die Werte und Würde polnischer Durchschnittsbürger zu verteidigen. Die Festigung der Machtposition durch die Anbiederung an einen Hegemonen erschien ihnen zutiefst abscheulich.

Weshalb konnte denn die Olszewski-Regierung nicht länger persistieren, wo sie doch an den Wahlurnen von vielen Polen im Amt bestätigt wurde? Das im Dezember 1991 gebildete Kabinett hatte keine Mehrheiten im Sejm. Als im Juni 1992 eine Liste mit vermeintlichen Mitarbeitern des kommunistischen Machtapparats im Parlament kursierte, auf der auch Lech Wałęsa figurierte, haben 65 Abgeordnete einen Misstrauensantrag gestellt, um eine Lustration zu unterbinden. Die einstigen Zuträger waren natürlich nicht sonderlich an der Enthüllung ihres plötzlichen „Karrierewandels“ interessiert, auch wenn sie es nicht zugaben. Stattdessen redeten sie wirres Zeug von einer „in die Zukunft ausgerichteten“ Politik. Sie vermieden das Eingeständnis von Irrtümern. Sie wussten, dass es unangenehm wäre, nicht länger Haltbares öffentlich zu verteidigen. Leider deckten sich damals parteiübergreifend weit verbreitete Wünsche, die eigenen Fehler vergessen zu machen. Unbestritten ist aber, dass aufgrund des Regierungssturzes die Sach- und Personalbestände des alten Systems überdauert haben. Man hat sich weder von den ehemaligen Machthabern distanziert noch durch geeignete Personalentscheidungen zumindest einen solchen Eindruck erzeugt.

Die während der Regierungszeit Jan Olszewskis zutage tretende Wahrheit über das Ausmaß der Vergehen einiger Politiker in der Volksrepublik erschütterte die polnische Öffentlichkeit. Doch das Bedürfnis nach Vergangenheitsbewältigung wurde durch die wachsenden ökonomischen Schwierigkeiten rasch in den Hintergrund gedrängt. Olszewski stieß im Sejm nicht nur auf eine ungünstige politische Konstellation mit einer Vielzahl an kaum zu überblickenden Splitterparteien. Es ließ sich obendrein ein ganzes Spektrum an „Verdrängungspraktiken“ konstatieren, die von Komplizität begleitet wurden und denen nur Präsident Lech Wałęsa ein Ende zu setzen vermochte. Dieser war allerdings aus bekannten Gründen nicht darauf erpicht, seine Biografie durchleuchten zu lassen. Dabei gab es vor 30 Jahren einen kurzen Augenblick, in dem der frühere Solidarność-Anführer seine historische Position retten konnte. Er gab zu, dass es in der Vergangenheit zu einigen (auch schriftlich fixierten) Loyalitätsbekundungen gegenüber dem kommunistischen Sicherheitsdienst kam. Wäre er bei dieser Version geblieben, hätten ihm die Polen vermutlich viel verziehen. Doch als Wałęsa erfuhr, dass die Umsturzpläne im Sejm eine Mehrheit hätten und Olszewski bald entmachtet wird, zog er auf Drängen seines Assistenten Mieczysław Wachowski die erste Erklärung zurück und behauptete fortan, nie etwas unterschrieben zu haben. Bezeichnend ist seitdem seine unverkennbare Aggression, mit der er bis heute jegliche Schuld von sich weist. 

Jan Olszewski wurde nach dem Putsch im Juni 1992 von einem gewissen Waldemar Pawlak abgelöst, der noch Anfang Februar 2022 in einem Interview beteuerte, Russland sei ein „aufrichtiger und gewissenhafter Gaslieferant“. Bis vor kurzem waren „gute“ Beziehungen zu Russland ein identitätsstiftendes Mobilisierungsthema für viele Anhänger seiner Bauernpartei PSL. Vor den absehbaren Folgen einer solchen Politik haben Kaczyński und Olszewski permanent gewarnt. Es ist zwar bedauerlich, doch erst nach dem russischen Angriffskrieg in der Ukraine darf man so etwas sagen, ohne gleich als „Rechtspopulist“ aus Medien und öffentlichen Diskursen verbannt zu werden.

Merkel-Blockade beendet
Koalition will Denkmal für die Opfer des Kommunismus errichten
Die Ereignisse vom Juni 1992 geben einen Eindruck davon, welche Hebel in Bewegung gesetzt wurden, wenn ein aufrichtiger Politiker sich daran machte, dem Kommunismus den endgültigen Todesstoß zu versetzen. Die Olszewski-Regierung entstand, als in vielen ehemaligen Ostblock-Ländern die Erosion des kommunistischen Machtapparats bereits stattgefunden hatte. Die polnische Solidarność hat zwar 1980 den Stein ins Rollen gebracht, die Einführung des Kriegsrechts ließ den Befreiungskampf jedoch später stagnieren. Es mehrten sich die Zeichen für ein baldiges Ende des „Karnevals“. Nach 1989 wiederum hat die Regierung von Tadeusz Mazowiecki die entscheidenden Reformen ausgebremst. Zudem hat sein Innenminister Czesław Kiszczak, im freien Polen sämtliche „Spurenbeseitigungen“ angeordnet, die ihm und seiner Equipe gefährlich werden konnten. 

Dies alles erzeugt auch eine Hellsichtigkeit für die Konturen der politischen Gegenwart. Viele Polen klammern sich immer noch an die Hoffnung, dass die unvollendete antikommunistische Revolution irgendwann ein glückliches Finale findet. Bis dahin sollten wir uns daran erinnern, dass das Kabinett von Jan Olszewski die erste freie polnische Regierung seit 1938 war. Sie hat einen Haushalt verabschiedet und erste wirkungsvolle Ansätze zur Entrussifizierung des Militärischen Informationsdienstes (WSI) entwickelt. In der Orientierungslosigkeit und Trägheit einiger Politiker sah Jan Olszewski die größten Gefahren und Anzeichen der Entfremdung von der eigenen Geschichte. Der Putsch von 1992 wurde nicht nur dadurch begünstigt, dass die Olszewski-Regierung aus fünf Parteien bestand, die fortwährend aus dem Chor ausscheren konnten. Die Frontbildung des linksliberalen und postkommunistischen Lagers dauert bis heute an und kann ebenso immensen Schaden verursachen, wenn sich Konservative im Sejm einer absoluten Mehrheit erfreuen. Nur, dass die „nächtlichen Putschpläne“ heute nicht mehr in Warschau, sondern in Brüssel geschmiedet werden.

Wojciech Osiński ist Deutschland-Korrespondent des Polnischen Rundfunks

Anzeige

Unterstützung
oder

Kommentare ( 4 )

Liebe Leser!

Wir sind dankbar für Ihre Kommentare und schätzen Ihre aktive Beteiligung sehr. Ihre Zuschriften können auch als eigene Beiträge auf der Site erscheinen oder in unserer Monatszeitschrift „Tichys Einblick“.
Bitte entwerten Sie Ihre Argumente nicht durch Unterstellungen, Verunglimpfungen oder inakzeptable Worte und Links. Solche Texte schalten wir nicht frei. Ihre Kommentare werden moderiert, da die juristische Verantwortung bei TE liegt. Bitte verstehen Sie, dass die Moderation zwischen Mitternacht und morgens Pause macht und es, je nach Aufkommen, zu zeitlichen Verzögerungen kommen kann. Vielen Dank für Ihr Verständnis. Hinweis

4 Comments
neuste
älteste beste Bewertung
Inline Feedbacks
Alle Kommentare ansehen
Hannibal Murkle
1 Monat her

„Diese Wahrnehmung war paranoid, denn die Machthaber befanden sich im Frühling 1989 bereits im freien Fall“ Vielleicht, jedoch Panzer und Geheimpolizei hatte die Obrigkeit damals immer noch – ob sie ohne einer Ausstieg-Perspektive die Macht so leicht übergeben hätte? In Rumänien kam es zum Jahresende zum kurzen Bürgerkrieg. Es ist der alte Streit zwischen Solidarnosc und der (radikaleren) Kämpfenden Solidarität des Vaters des jetzigen MP. Bei all dem Freiheit-Gerede des heutigen PiS – so mächtig wie in Polen sind die USA vielleicht nur noch in der Ukraine. Mein Eindruck – die Sowjets (Großer Bruder) wurden gegen den Großen Onkel Sam… Mehr

Last edited 1 Monat her by Hannibal Murkle
hoho
1 Monat her

Ich denke die Begriffe Postkommunisten passen zum Teil gar nicht. Es gibt die natürlich so wie in Deutschland. So wie in Deutschland sterben sie aus. Die Neo-Kommunisten oder wie auch immer man die neue globale technokratische Elite nennen will, hat bisschen andere Methoden und andere Ziele. Sie ist auch viel mächtiger als die Kommunisten mal waren – vor allem große Teile der Medien stehen hinter ihnen. So sehe ich mindestens. Ob man jetzt die Leute verteufeln kann, die einen Kompromiss wollten, weiß ich nicht. Schon abgesehen davon ob der Kompromiss als selber einen Wert hätte, so genau zu wissen, ob… Mehr

Ernst-Fr. Siebert
1 Monat her
Antworten an  hoho

Sie meinen wirklich, die Kommunisten stürben aus?!
Uns in der DDR wurde folgendes beigebracht:
„Der Sozialismus wird siegen, das ist (laut Marx quasi) Gesetz, unausweichlich. Sollte aber wider Erwarten der Klassenfeind mal vorübergehend die Oberhand gewinnen, werden wir uns zurückziehen und auf demokratische Weise die Macht zurück gewinnen und die Diktatur des Proletariats durchsetzen.“
Oder was glauben Sie, was Geisel, Trittin, Kretschmar und andere Kommunisten gerade tun?

Turnvater
1 Monat her

Für die linksliberale Bürgerplattform …“

Wann verschwindet endlich die Bezeichnung „linksliberal“?

Wer links ist, kann nicht gleichzeitig liberal sein. Das ist ein Widerspruch in sich.