Italien: Sozialdemokraten möchten die Squadra Azzurra auf die Knie zwingen

Italiens Fußballer in Ruhe spielen lassen, da sind sich die beiden Matteos - Salvini und Renzi mit allen Italienern einig. Im glasklaren Abseits befand sich nur einer: Enrico Letta von der PD ...

IMAGO / Insidefoto
Italiens Nationalmannschaft nach dem Sieg gegen Wales am 20. Juni 2021

Momentan läuft es rund für die Azzurri, von Trainer, „Il Mister“, Roberto Mancini. Seit geraumer Zeit schon steht die Abwehrkette auch ohne den berühmten ‚Catenaccio‘ felsenfest und bombensicher ohne Gegentore, dazu trifft die italienische Elf auch noch selbst ins Netz, und das ganze Land, momentan in seiner „Riapertura‘, in der Wiederöffnung nach der Pandemie, steht hinter ihr.

Wie so oft in der Vergangenheit, wenn Skandale und Korruptionsaffären oder andere Krisen herrschten, gab die Mannschaft bei großen Turnieren Halt, und das Land fieberte mit. Wahrlich ausgehungert waren die Tifosi, die Fans, da ja Italien anno 2018 in Russland bei der WM selbstverschuldet und arrogant gar nicht qualifiziert war.

Nun aber läuft es rund, könnte man meinen. Wäre da nicht die Politik, und vor allem die italienische Sozialdemokratie, die PD des linksbekennenden Vorsitzenden, Enrico Letta. Ob Regenbogenbestrahlung oder die Black-Live-Matter-Bewegung (BLM), die Politik will ihr Instrument abermals im Fußball nun bei der überkontinentalen Europameisterschaft finden.

Gegen Wales spielte Italien jüngst, und gewann auch da 1:0. Doch im Hintergrund rumort es plötzlich, und eine unnötige Diskussion um devot knieende Spieler sorgt für Störfeuer vor dem Achtelfinale gegen Österreich.

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Fünf Spieler der Squadra Azzurra hatten sich im Zeichen der Solidarität hingekniet. Wie auch die meisten Waliser. Es wäre kaum der Rede Wert gewesen. Doch ausgerechnet der linke Enrico Letta, Matteo Salvinis Erzfeind, holte zur besten Sendezeit im Fernsehen, bei der Moderatorin und Südtirolerin, Lilli Gruber, zum Erpressungsschlag aus und meinte: „Also die italienische Mannschaft hat ein jämmerliches Bild abgegeben“, sie habe brutta figura gemacht, weil sich nur fünf Spieler hinknieten. Nach Meinung Lettas, hätten, nein, müssten sich alle Spieler für BLM hinknien, als solidarisches Zeichen. Ach, ja? Ist das denn Pflicht?

Schließlich so Enrico Letta, stünde BLM, so zitierte ihn auch die Zeitung Il Tempo, für Antidiskriminierung, gegen Rassismus sowie Gewalt. Alle, wiederholte Letta, sollen auf die Knie.

Es sei untragbar, konterte bereits wenige Stunden später Matteo Salvini, dass nun über die Spieler auch auf den Sozialen Medien diskutiert werde, wer sich wann und warum hingekniet habe, und welche Spieler eben nicht, anstatt über den Fußball und die Leistungen zu sprechen. Und die stimmen momentan, das Team von Mancini bekommt Anerkennung europaweit und wird von den Italienern bestens unterstützt. Die Squadra gäbe den gebeutelten Bürgern etwas Ablenkung und auch Stolz zurück.

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Der Leader der Lega bekam viel Zuspruch, als er bei einem anderen Sendeformat, La Quarta Repubblica, offen forderte: „Lassen wir doch das Team, die Jungs, sich auf die kommenden Spiele konzentrieren. Sie lassen uns einen Traum leben, und außerdem … “, setze Salvini zum Abschluss an: „Rassismus und Diskriminierung bekämpft man so jedenfalls nicht“, sondern vielmehr in der Schule und in den Kindergärten, in denen man diejenigen unterstützt, die tatsächlich vor Krieg und Terror geflohen seien, und indem man auch mal offen ein „No“, zur illegalen Migration ausspricht, wenn so genannte Männer den Krieg hierher bringen würden.

Selbst der andere Matteo, nämlich Renzi, ehemaliger Premier sowie PD-Vorsitzender, jetzt Italia-Viva-Gründer, pflichtete Salvini bei. Er habe zwar absoluten Respekt vor der Debatte, aber die Spieler der Nazionale gehörten in Ruhe gelassen. Wichtig sei, dass das Land auch ökonomisch wieder auf die Beine käme. Auf die Frage, ob das Finale von London nach Rom verlegt werden sollte, die Delta-Mutante sei in England wohl auf dem Vormarsch, meinte Renzi, „Wichtig ist nur, dass das Italien von Mancini im Finale steht …“

Zumindest darin sind sich die beiden Matteos mit allen Italienern einig. Im glasklaren Abseits befand sich nur einer: Enrico Letta von der PD …

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Kommentare ( 26 )

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Andreas aus E.
1 Monat her

„Also die italienische Mannschaft hat ein jämmerliches Bild abgegeben“ – dem ist beizupflichten. Eine solche Rassistentruppe sollte vom Turnier ausgeschlossen werden. Das ist schon deshalb unverzeihlich, weil Italien derzeit recht viele PoC als Gäste empfängt, via Lampedusa einreisend, und durch gegenseitiges Kennenlernen vermeintlich Fremder Menschen primitive Vorurteile längst hätte abbauen können, sogar müssen. Was leben die nur für ein Leben, wenn seltene Einzelfälle zu Ressentiments und damit zu rechtem Haß führen? Warum diese Verachtung kultureller Vielfalt? Man sollte diese Spaghettis und Maccaronis, die ohnehin noch stinkendfauler, oft sogar noch schwuler sind als Kanaken und Nigger, zu einem vielfältigen und bunten… Mehr

Juergen P. Schneider
1 Monat her

Die Mehrheit der Italiener freut sich über das Wiedererstarken der Squadra Azzurra und den begeisternden Fußball, den sie spielt. So ein kleiner Sozialisten-Schreihals wird die Euphorie wohl kaum dämpfen.

PolarisPrime
1 Monat her

Wie inkonsequent ist die UEFA? Wenn politische Stellungnahmen, wie dass Leuchten eines Stadions verboten ist, dann auch jedes Knien, Tragen von Regenbogenbinden, Verteilen von Regenbogenfahnen, Aktionen gegen „rechts“…

schwarzseher
1 Monat her

Eine Korrektur: BLM ist nicht gegen sondern für Diskriminierung, Rassismus und Gewalt gegenüber Weißen. Es ist ein Hohn, diese Schlägertrupps zu unterstützen. Letztlich ist BLM nur das Pendant der weißen Antifa Schlägertrupps.

HGV
1 Monat her

BLM ist eine rassistische Bewegung und hat seinen Unterstützerkreis in der radikalen Linken Bewegung und Antifa. Die Initiatorinnen sitzen mittlerweile in ihren spendenfinanzierten Villen in den USA. Dass hier immer noch Politiker, Medien und Unternehmen auf den Zug springen, deutet auf gewisse sozialisations- und intellektuelle Mängel hin.

J-Rod
1 Monat her

Tut mir leid. Aber diese EM wurde zu einer einzigen Politisierungsveranstaltung missbraucht. Greenpeace ( der Typ mit dem Fallschirm), BLM, LGBTQ und wie dieser ganze Nonsens heißt, hat auf einer Sportveranstaltung meiner Meinung nach rein GARNICHTS verloren! Dieses Turnier dient nichts weiter als der Indoktrination und Agitation der Massen. Wo ist dieses leichte Gefühl des Schwebens ala WM 2014? Es ist eine Schande!!! Und schon wird wieder wg. der feiernden Fans vor der nächsten Welle phantasiert. DELTA! Der neue Ausdruck des Horrors! Und der Vorwand für den nächsten Lockdown. Weil die Menschen nicht artig waren und zu viel „Soziale Nähe“… Mehr

elly
1 Monat her
Antworten an  J-Rod

Wo ist dieses leichte Gefühl des Schwebens ala WM 2014? “ das brachte Merkel Stimmen und mit ihr ist die Leichtigkeit im Land verschwunden. Nach 2014 kam 2015.

KoelnerJeck
1 Monat her

Keinen Fussbreit den Sozialisten!

Ein freier Mensch kniet vor niemandem – nur Sklaven tun dies!

elly
1 Monat her
Antworten an  KoelnerJeck

naja Fußballer sind schon irgendwie Sklaven, die modernen Gladiatoren halt .

the ministry of silly walks
1 Monat her

Mnn muss nicht knien für einen Schwerverbrecher, der in einem total überzogenen Polizeieinsatz in den USA getötet wurde. Knien kann man als gläubiger Mensch vor Gott, als Atheist vor niemandem.

eifelerjong
1 Monat her

Einem Schwerbrecher, der einen „Arbeitsunfall“ hatte, hieße es richtig.
Welche „Zuwendung“ seitens der Öffentlichkeit, seitens der Medien wurde der hochschwangeren Frau zu teil, der diese Subjekt „das Ding wegschießen“ wollte?

olympos
1 Monat her

Kommunisten sind an Dummheit unuebertroffen und die groessten Rassisten seit Menschengedenken. Der willige Helfer des Islam. Idioten

Roland Mueller
1 Monat her

BLM steht für Gewalt, Plünderung und Brandstiftung. Dafür muss man nicht hinknien. Siehe Seattle und ein paar andere Großstädte in den USA.