Ermittlungen gegen Hunter Biden wegen dubioser Chinageschäfte

Die Enthüllungen über Joe Bidens Sohn wurden vor der US-Wahl medial totgeschwiegen - jetzt berichtet CNN und damit auch die deutsche Medienlandschaft. Wie passend.

imago images / UPI Photo

Vor zwei Monaten wurde eine Story einer der größten und ältesten Zeitungen der USA, der New York Post, von mehreren Sozialen Netzwerken unterdrückt und von vielen anderen Medien heruntergespielt (TE berichtete). Es ging um zwielichtige Geschäftsbeziehungen des Sohns von Präsidentschaftskandidat Joe Biden, Hunter Biden (Biden und China sind keine neue Geschichte).

Twitter hinderte Nutzer daran, Links zum Artikel öffentlich oder in Direktnachrichten zu teilen; solche, die es davor schon getan hatten, wurden gesperrt, inklusive New York Post und Prominenten wie dem Schauspieler James Woods oder Kayleigh McEnany, der Pressesprecherin des Weißen Hauses. Der Policy Communications Director von Facebook, Andy Stone, erklärte, das Unternehmen werde die Verbreitung des Artikels einschränken, noch bevor überhaupt sogenannte Faktenchecker den Beitrag überprüft hätten.

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Auch medial wurde die Story abgewiegelt, der amerikanische öffentliche Rundfunk erklärte: “Wir möchten die Zeit der Hörer und Leser nicht mit Geschichten verschwenden, die nur reine Ablenkungen sind.” Viele Medien übernahmen Spekulationen demokratischer Politiker wonach die Vorwürfe rund um die E-Mails auf dem aufgetauchten Laptop “russische Desinformation” wären – obwohl die Existenz und Authentizität des Laptops und der E-Mails weder von Hunter Biden noch Joe Bidens Kampagne bestritten wurde und der höchste Nachrichtendienstler in den USA, der Direktor für Nachrichtendienste John Ratcliffe, Behauptungen, es handele sich um solche “russische Missinformation” deutlich widersprach.

Viele Medien wollten nicht glauben, dass an der Geschichte etwas dran ist, oder zumindest verhindern, das potentielle Wähler das glauben könnten. Genauso wie soziale Medien, die die Story über Tage von ihren Plattformen verbannten. Nun hat sich allerdings etwas getan:

CNN berichtet jetzt darüber, dass US-Bundesbehörden schon seit 2018 gegen Hunter Biden wegen seiner Chinageschäfte ermitteln. Die Bundesstaatsanwaltschaft in Delaware, die Steuerbehörde IRS und das FBI ermitteln nun gegen Hunter. Am Mittwoch veröffentlichte die Biden-Kampagne ein Statement, das dies bestätigt. CNN lässt in dem Artikel wohlgemerkt durchblicken, dass man schon vor dem Statement davon wusste – wie viele Wochen oder Monate oder gar vor der Wahl, das ist unklar.

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Tatsache ist also: eine Story, die für die Demokratische Partei unpassend war, wurde medial weggedrückt und totgeschwiegen, diskreditiert und von sozialen Netzwerken geblockt. Journalisten beim linken Online-Medium Daily Beast, mit dem bezeichnenden Motto „unparteiisch, aber nicht neutral“, schrieben unmittelbar nach der Wahl zufrieden: “Während die Geschichte von Hunter Biden auf Facebook, YouTube und verschiedenen konservativen Websites veröffentlicht worden war, war sie nicht in die Mainstream-Medien übergegangen. Die internen Umfragen der [Biden-Kampagne] zeigten, dass die Wähler davon weitgehend nicht überzeugt waren. Der Waldbrand bestand hauptsächlich aus Rauch.”

Bloß: Nun kam eben doch heraus, dass der Verdacht so schwerwiegend ist, dass man nicht nur von ethisch fragwürdigen Vorgängen, sondern im Angesicht der Ermittlungen auch von einem Straftatverdacht reden muss. Und da ist die Frage berechtigt, inwiefern Hunters Vater Joe davon wusste. Aber The Daily Beast hatte Recht mit einem: Die Story wurde medial erfolgreich heruntergespielt und konnte so Biden bei der Wahl kaum schaden. Viele Medien in den USA haben damit einmal mehr gezeigt, wieso sie das Vertrauen der Öffentlichkeit verspielt haben, und nur noch als parteiische Sprachrohre wahrgenommen wurden – ganz unabhängig davon, was einzelne Journalisten dort für journalistische Arbeit leisten.

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Kommentare ( 16 )

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country boy
1 Monat her

Unsere USA-Korrespondenten sind doch nur menschliche Echokammern von CNN. CNN kann man auch in Köln empfangen. Dazu braucht es keine teueren Auslandskorrespondenten. Die Propaganda bleibt die Gleiche. Deswegen hier einsparen!

Andreas aus E.
1 Monat her

Nun hat man Trump so gut wie raus aus dem Weißen Haus, nun kann man anfangen Biden abzuschießen, gewünscht ist ja eh Harris. Es ließe sich aber auch so betrachten: Auf der anderen Seite des Ozeans (nein, der Atlantik ist nicht gemeint) sitzt eine Clique und feixt sich was, wie die USA intern so richtig zerrüttet werden. Denn wenn sich die Sache mit Hunter Biden als Großskandal entpuppt, werden sich auch Bidenwähler gründlichst veräppelt fühlen und womöglich mal drüber nachdenken, ob an Trumps Wahlfälschungs- und Fakenewsvorwürfen nicht doch was dran sein könnte. Und dessen Anhänger werden ihrerseits eher nicht weniger… Mehr

Werner Geiselhart
1 Monat her

Die WELT Schlagzeilen zum gleichen Thema vor und nach der Wahl beweisen:
Zumindest Lücken-Presse, aber nahe an Lügen-Presse.
Man kann sich an diesem Beispiel vorstellen, wie „objektiv“ die Leitmedien zum Thema US-Wahl berichteten: Lücken -> Verschweigen -> Lügen.
Also genau die Attribute, die Trump vorgeworfen wurden.
Selbst bei Medien, bei denen man eigentlich hoffte, einen letzten Rest von Glaubwürdigkeit und Objektivität finden zu können wie der Welt.
Furchterregend!

country boy
1 Monat her
Antworten an  Werner Geiselhart

Der Vordenker dieser Trump-Berichterstattung, der ex SPIEGEL-Mann Klaus Brinkbäumer, wurde jetzt angeblich zum Programmchef des MDR in Leipzig gewählt. Wenn SPIEGEL-Leute dort jetzt das Kommando geben, kann man den Laden auch gleich zumachen und die Audiopodcasts vom SPIEGEL über den Sender gehen lassen. So lassen sich die Rundfunkgebühren massiv senken. Die Propaganda bleibt die Gleiche.

Last edited 1 Monat her by country boy
Der nachdenkliche Paul
1 Monat her

Donald Trump hatte also recht. Aber dafür wurde er in der deutschen ÖR Medienlandschaft in Dauerschleife beschimpft und als Lügner und „Verschwörungstheoretiker“ dargestellt.

Landdrost
1 Monat her

Mal ehrlich, wer der noch nicht völlig indoktriniert ist glaubt den Mainstreammedien überhaupt noch irgendetwas? Alles zu 100% Framing, selektive Weitergabe von Informationen unter Auslassung der wirklich wichtigen Informationen. Genau wie die Tatsache, dass die Beeinflussung der amerikanischen Wahl von 2016 durch Russland eine Lügengeschichte der Demokraten war. Hört man nix von. Der Begriff „Lügenpresse“ ist doch mittlerweile auch nur noch eine vollkommene Verharmlosung der tatsächlichen Zustände.

Gjergj Kastrioti
1 Monat her

Im Unterdrücken unliebsamer Nachrichten geben sich amerikanische und deutsche MSM nichts. Lückenpresse, wie sie im Buche steht; ausgewogen geht wohl etwas anders.

Rainer12
1 Monat her

Und hier wie dort sind sie bei der breiten Masse erfolgreich, diese Haltungsjournalisten. Sollte Trump doch noch weiter Präsident bleiben, wird er vermutlich zumindest bei den sozialen Medien einschreiten. An die Print- und TV-Medien kommt er nicht ran, da ist die Pressefreiheit dazwischen. Bemerkenswert ist, dass solche Desinformationskampagnen immer von der linken Seite kommen.

Takeda
1 Monat her

Tja, der geneigte Leser von Tichy, Achgut und Co. wusste und weiß es. Die Medien, hüben wie drüben, verarschen den Leser und halten ihn für strunzdumm. Ok, im Prinzip haben sie wohl recht, doch das ist eine andere Baustelle. Fakt ist, das die Medien die Menschen nicht informierter macht, sondern im Erziehungsauftrag die Leute in ihren Sinne manipuliert. Man könnte es auch knapper formulieren, in einem Wort… Propaganda! Ich zweifel allerdings daran, das der Leser, Hörer oder Seher jetzt eine Erleuchtung findet. Dafür hat diese Links-Grüne Propagandamaschinerie schon zuviel Dummheit und Hass gesät. Es mögen drastische Worte sein, leider ist… Mehr

flozn
1 Monat her

„Prevent the next Trump situation“, wie Jen Gennai (Google) vor versteckter Kamera sagte, hat hervorragend funktioniert …

Familienvater mit Job
1 Monat her

Ich nehme mal die Position der Mainstreammedien ein:
Eigentlich ist es doch egal was Hunter Biden macht. Gewählt wurde sein Vater, der damit anscheinend nichts zu tun hat.

Olivia
1 Monat her

Scheinbar, nicht anscheinend.