Bertelsmann Stiftung präsentiert populistisches Populismus-Barometer

Und wieder grüßt die Bertelsmann Stiftung. „Hier die Populisten, dort das liebenswerte Exzellenzcluster des Anstandes“ – ist es wirklich so einfach, als private Stiftung andauernd mit der immer neuesten Zumutung in die politische Willensbildung einzugreifen?

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Von wem kam es und was war das zuletzt, was da gemessen wurde? Wir erinnern uns, es ging um ein so genanntes „Integrationsbarometer“. Weil die Bertelsmann Stiftung dort noch unter ferner liefen mitmischte, kommt jetzt ein Barometer, das der Stiftung fast ganz alleine gehört: das Populismus-Barometer. Vorweg und ehrlich: Wäre es nicht so albern und in seiner fehlenden Ernsthaftigkeit so selbst entlarvend, die Einladung, sich über den immer noch größeren Nonsens der Stifter aus Gütersloh aufzuregen, liegt auf dem Tisch.

Aber schauen wir trotzdem mal hin, auf welche Weise sich die Bertelsmann Stiftung dieses Mal abmüht, sich hier einem unspezifischem Syndrom anzunähern, dem allenfalls noch ein paar spleenige Soziologen etwas abgewinnen könnten, würden sie darum wetteifern, anderen die politische Entwicklung im Land aus der Glaskugel ablesen zu wollen.

Diskriminierung als Staatsziel?
Vom Impulspapier zur Studie
Nun ist die Stiftung auch mit ihrem Populismus-Barometer Wiederholungstäter. So ergab die von Infra-Test für die Stiftung durchgeführte (alles wird hier immerzu beauftragt, die Stiftung selbst interpretiert nur nach Eingangsthese) Umfrage, dass sich die Anzahl der Personen, die populistischen Positionen vertreten von 29,2 Prozent im Vorjahr auf 30,4 Prozent erhöht hätten.

Und weil das keine befriedigende, also auch keine presserelevante Katastrophe ist, wird das Barometer noch etwas erhitzt, bis endlich folgende Sätze aufgeschrieben werden können: „Die größten Verschiebungen verzeichnet die Studie in der politischen Mitte: Hier nehmen die populistischen Einstellungen am stärksten zu und die unpopulistischen Einstellungen am stärksten ab.“

Bevor wir uns dieses Barometer genauer anschauen, kurz noch erzählt, welche Informationen die Bertelmann Stiftung dazu vorab anliefert. So heißt es, für die aktuelle Erhebung hätte das Meinungsforschungsinstitut infratest dimap in zwei Wellen im Mai und August 2018 jeweils rund 3.400 Wahlberechtigte zu ihren Einstellungen befragt. Anschließend hätte die Stiftung im Rahmen eines Gemeinschaftsprojekts „Demokratiemonitor“ mit dem Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) die Umfrageergebnisse gemeinsam analysiert.

Die wiederum, so erfährt man nach kurzer Recherche, sind Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft, die wiederum gemeinsam vom Bund und den Ländern grundfinanziert werden. In der Regel ist der Finanzierungsschlüssel: 50 % Bundesmittel, 50 % Landesmittel. Auch hier also eine Zusammenarbeit der privaten Stiftung über mindestens eine Bande hin zum Steuersäckel.

Inklusionsquote
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Aber kommen wir zum Populismus-Barometer, schauen wir mal auf die Stellschraube, die etwas messen soll, was wissenschaftlich seriös gar nicht messbar ist, es sei denn, man backt sich im Vorfeld kurzerhand die entsprechenden Parameter und ab geht’s in den Ofen. Hauptsache der Keks hat am Ende die richtige Braunfärbung, die dann so zu lesen ist wie im Fazit, das sich als Masterbotschaft über die Medien beim Wähler verankern soll:

„Trotz steigender Umfragewerte wird keine andere Partei von den Wählern so massiv abgelehnt wie die AfD. Sie liegt mit dieser Wählerablehnung in etwa auf dem Niveau der rechtsextremen NPD.“

Tagesschau.de – „Gegen Feuer hilft kein Brandbeschleuniger“ –  hat sich immerhin die Mühe gemacht, einmal ein paar Seiten lang in das knapp einhundert Seiten lange Papier einzutauchen um zu vermelden, welche Aussagen den Befragten zur Abstimmung vorgelegt wurden:

  1. Die Bürger sind sich oft einig, aber die Politiker verfolgen ganz andere Ziele.
  2. Mir wäre es lieber, von einem einfachen Bürger politisch vertreten zu werden als von einem Politiker.
  3. Die Parteien wollen nur die Stimmen der Wähler, ihre Ansichten interessieren sie nicht.
  4. Die politischen Differenzen zwischen den Bürgern und Politikern sind größer als die Differenzen der Bürger untereinander.
  5. Wichtige Fragen sollten nicht von Parlamenten, sondern in Volksabstimmungen entschieden werden.
  6. Die Politiker im Bundestag sollten immer dem Willen der Bürger folgen.
  7. Die Bürger in Deutschland sind sich im Prinzip einig darüber, was politisch passieren muss.
  8. Was man in der Politik „Kompromiss“ nennt, ist in Wirklichkeit nicht Anderes als ein Verrat eigener Prinzipien.

Laut Tagesschau.de gilt nun im Populismusbarometer als populistisch, wer allen acht Aussagen „voll und ganz“ oder „eher“ zustimmt. Befragte, die mindestens einer Aussage „überhaupt nicht“ zustimmen oder mindestens der Hälfte der acht Aussagen „eher nicht“ zustimmen, werden als unpopulistisch eingestellt eingestuft.

Man fragt sich schon hier, was das für merkwürdige Mitmenschen sein könnten, die hier als unpopulistisch eingestuft werden. Also fragt man sich, was diese Studie überhaupt für einen Sinn macht, wenn Populismus anhand der Waschzettel doch eigentlich etwas durchaus Positives bzw. Erstrebenswertes für jeden Bürger sein sollte. Dass allerdings sehen die Studienmacher naturgemäß ganz anders, denn wenn das Böse verhaftet werden soll, dann muss die Anklage stehen.

Hinter Stiftung und Wissenschaftszentrum stellen sich unter dem Label „demokratiemonitor.org“ zwei Personen als Verantwortliche der Studie vor: Robert Vehrkamp und Wolfgang Merkel. Beide gemeinsam erklären über die .org-Seite, was sie wollen: „einen Beitrag zur Gegenwartsanalyse und Zukunftsfähigkeit der Demokratie leisten.“

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Dieser „Demokratiemonitor“, unter dessen Label Stiftung, Wirtschaftszentrum und staatlich subventionierte Leibnitz-Gesellschaft veröffentlichen, ist nichts weiter als eine Neukreation der Stiftung, also ein wiederum neues Branding aus der Gütersloher Suppenküche für Studien, für das laut Impressum genannter Robert Vehrkamp hier als „Director, Programm Zukunft der Demokratie, Bertelsmann Stiftung“ verantwortlich zeichnet.

Vehrkamp ist schon ein alter Hase der Bertelsmann Stiftung, 2010 beispielsweise wurde er dort noch geführt als „Programmleiter Programm Europas Zukunft“ und noch früher (2007) war er Herausgeber einer Broschüre der Stiftung mit dem Titel „Soziale Gerechtigkeit: eine Bestandsaufnahme.“

Die Studie ist in drei Blöcke unterteilt: „Wie populistisch sind die Deutschen?“, „Populismus im Meinungsstreit“ und „Populismus an der Wahlurne“.

Unterschieden wird schon im Vorwort zwischen einem erstarkenden Populismus und demgegenüber den demokratischen Institutionen. Rechtspopulisten sind die AfD in Deutschland, die Fidesz-Partei in Ungarn und die Schwedendemokraten. Erstaunlicherweise sind hier die italienische Liga und MoVimento nur „populistisch“ sortiert. Die Studie möchte aber nicht nur fragen, ob die Deutschen populistischer geworden sind, interessant findet man auch die Fragen: „Wie stark sind die Kräfte einer unpopulistischen Gegenmobilisierung?“ und „Wie erfolgreich sind die Strategien der anderen Parteien im Umgang mit der rechtspopulistischen Herausforderung?“

Aart de Geus, Vorstandsvorsitzender der Stiftung, lässt es sich nicht nehmen, die Ergebnisse der Umfrage höchst selbst im Vorwort für den geneigten Leser zu sortieren, wenn er befindet: „Die Ergebnisse zeigen, dass populistische Einstellungen in Deutschland zunehmen.“ Am stärksten davon profitieren würde derzeit die AfD. Leider, so de Geus, seien bisher alle Versuche der etablierten Parteien erfolglos, diese Entwicklung zu stoppen. De Geus schlägt deshalb einen „Brückenschlag über die politischen Lager hinweg“ vor.

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Auf erschreckende Weise banal kommt dann der Lösungsansatz des mächtigen Stiftungsvorsitzenden daher: »„Mehr Europa“ und vor allem die neuen sozialen Fragen, wie beispielsweise bezahlbares Wohnen, bieten Mobilisierungs- und Zustimmungschancen nicht nur bei unpopulistischen Wählern. Sie wirken auch weit hinein in das Lager der Populisten. Die etablierten Parteien sollten diese Chancen nutzen, bevor es die Populisten tun. Solche Optionen und Wege aufzuzeigen, der populistischen Herausforderung zu begegnen, ist das Ziel der vorliegenden Studie.«

Wenn wir schon bei den großen Namen angekommen sind, wollen wir Ulf Poschardt als Zeugen für den eigentlichen Unsinn eines solchen Populismus-Barometers aufrufen, der nämlich schrieb einen Tag vor Nikolaus 2016 über den Populismus-Begriff („Wer ohne Populismus ist, werfe den ersten Stein”):

„Wenn Wörter zu Totschlagargumenten umgeschmiedet werden, ist es Zeit, sie zu entsorgen.“

Schöne Sätze schreibt Poschardt da, wenn er weiter ausführt:

„So ein Mist. Es wäre doch so hübsch gewesen. Ein manichäisches Weltbild, in dessen Zentrum man selbst in strahlendem Licht erstrahlt. Hier die Populisten, dort das liebenswerte Exzellenzcluster des Anstandes.“

Für Poschardt sind sie alle populistisch: die Grünen mit einer vermeintlich „aufgeklärten Variante des Populismus“, die Linken sowieso, aber auch die SPD, die ihren Populismus dafür aber „subtiler und leiser“ intonieren würde. Poschardt ging 2016 sogar noch über den beschränkten Denkrahmen der Bertelsmann Stiftung hinaus, als für ihn auch die öffentlich-rechtlichen Sender populistisch waren, namentlich „Kultursendungen der ARD“, in denen laut Chefredakteur der Welt „ein vulgärsozialistischer Antikapitalismus auf unterstem Kabarettniveau kondensiert“ wird.

Das alles hindert die Welt freilich nicht, jetzt, zwei Jahre später, zu titeln, was ihr Aart de Geus und seine Mannschaft vorgekocht auf den Teller gelegt hat: „Fast jeder dritte deutsche Wähler ist populistisch eingestellt.“ Erschreckend hier nur, wie völlig kritiklos die Autoren der Welt die Vorgaben von Bertelsmann übernehmen.

Da werden nun in diesem Populismus-Barometer präzise Aussagen gewagt, die sich bis in den Promille-Bereich vorwagen, die Angaben hinter dem Komma machen, wo aber bereits die Kriterien und die Art der Befragung eine diffuse Grauzone eröffnen, die Annährungen an irgendeine Wissenschaftlichkeit auf die Plätze verweisen. Die Herleitungen auf Basis der wirklich putzig klingenden, eingangs vorgestellten und zu bewertenden Aussagen, ist mindestens gewagt und soll hier mal exemplarisch für diese sinnleeren Wortungetüme im ganzen Absatz abgebildet werden:

»Die Mobilisierungsstrategie der AfD in der Mitte ist ihr Populismus. Damit ist der Populismus eine Art trojanisches Pferd der Rechtspartei AfD in der politischen Mitte. Die AfD-Wähler aus der Mitte wählen populistisch, bekommen aber gleichzeitig eine ideologisch weiter rechts stehende Partei, als es ihrem eigenen ideologischen Standort entspricht, weil die „dünne Ideologie“ des Populismus durch die AfD ideologisch mit rechten Inhalten aufgeladen wird.«

Tatsächlich ist, was die Bertelsmann Stiftung da versucht, auf eine Weise DDR-Politerziehung, dass einem schwindelig werden könnte, wenn man hier mit zuviel Ernsthaftigkeit ans Werk geht. Unweigerlich stellt sich die Frage, ob den Beteiligten eigentlich nichts mehr peinlich ist, wenn sie beispielsweise formulieren:

„Ganz anders die AfD: Keine andere Partei hat ein so extrem konturiertes Populismusprofil. Und keine andere Partei steht nach der Selbsteinschätzung ihrer Wähler ideologisch so weit rechts wie die AfD. Mit einem Wert von 6,49 auf der Populismus-Skala und von 6,38 bezogen auf die Rechtsorientierung ist die AfD eine lupenrein rechtspopulistische Partei.“

Nicht dass das alles im Einzelnen komplett falsch wäre, aber hier wird der Populismusbegriff nicht einmal mehr definiert, debattiert oder sonst wie verhandelt, er wird schlicht behauptet. Wenn ich nun aber Populismus bzw. Rechtspopulismus als das per se Böse definiere, dann kann ich alles und nichts als populistisch aus den Zustimmungsraten zu beispielsweise folgender Behauptung ableiten: „Die Parteien wollen nur die Stimmen der Wähler, ihre Ansichten interessieren sie nicht.“

Wer hier zustimmt, ist des Populismus verdächtig? Und wenn weitere Zustimmungsraten hinzukommen, gar ein Rechtspopulist? Die Befragten werden per Ankreuztest sogar verdonnert, selbst mit zu entscheiden, was nun genau populistisch sei und was nicht.

Umfragen, die die Antwort schon kennen
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Was Populismus ist, weiß Bertelsmann: Populismus als eine bestimmte Idee von Demokratie ist definiert durch die Unterscheidung zwischen einem „wahren Volk“ und „korrupten Eliten“, die Idee eines allgemeinen Volkswillens und die Idee gesellschaftlicher Homogenität. Daraus ergeben sich die drei konstituierenden Dimensionen von Populismus: „Anti-Establishment“, „Pro-Volkssouveränität“ und „Anti-Pluralismus“. In diesen drei Dimensionen ließen sich populistische Einstellungen auch empirisch durch Umfragen messen: Je stärker Wähler Aussagen und Positionen vertreten, die den drei Populismus-Dimensionen entsprechen, umso populistischer sind sie.

Dürfen wir das Soziologengeschwätz nennen? Lachen ist erlaubt, wenn das Bertelsmann-Populismus-Barometer solche wirklich windigen Sätze produziert: »Das Populismusbarometer zeigt zudem, dass viele Befragte ihren Populismus übertreiben. Sie äußern sich populistischer als es ihren „wahren“ Einstellungen entspricht.«

Das Fazit der Stiftung dann – Achtung! – : „Populismus wird in Deutschland zunehmend populär.“ Das ist wirklich ziemlich schräg, oder? Noch ein Beispiel? „Auch Populisten unterstützen in Deutschland das System der Demokratie, sie sind aber massiv unzufrieden damit, wie es funktioniert.“

Ab Seite 44 heißt es geradezu waghalsig: »„Mehr Europa“ mobilisiert: Kein anderes Thema hat derzeit ein ähnlich hohes positives Mobilisierungspotenzial wie die Forderung nach einer stärkeren Zusammenarbeit in der Europäischen Union (EU).«

Fazit hier: »Mit „mehr Europa“ lassen sich auch in Deutschland Wahlen gewinnen.«

Müssen wir noch weiter lesen? Eine Studie, ein Barometer wie ein nur notdürftig abgehangener Propagandaschinken, zugekleistert mit dem üblichen Namedropping diverser Akteure und auf der Basis überschaubarer Abfragen in einer geradezu lähmend wie substanzlosen Analysedichte.

Wie man vorgegangen sein will? Auf der Basis einer Methode: „Average marginal component effects“ (Hainmueller et al. 2014) mit Konfidenzintervallen (95%) basierend auf Standardfehlern, geclustered nach Befragten.“ Nun gut, lassen wir das einfach mal so stehen und als Missklang ausgähnen.

Über weite Strecken wird hier versucht, eine Idee davon zu verfestigen, dass nicht etwa die Zuwanderungsfrage und alle weiteren Fragen, die damit zusammenhängen wie Wohnungsnot oder soziale Gerechtigkeit, entscheidend für die Bürger sind, diese Studie/Barometer will tatsächlich die Idee etablieren, dass „mehr Europa!“, der erfolgreichste Slogan unser Tage werden könnte.

Das Raumschiff Bertelsmann hat abgehoben. Unendliche Weiten. Und die Abwesenheit irgendeiner Vernunft basierten Nachvollziehbarkeit. Also eine große Leere. Und noch einmal die Frage: Was sind das für Leute, die freien Bürgern so einen Unsinn verkaufen wollen? Was motiviert sie, was härtet sie ab gegenüber einfachsten Formen von Anstand seinem Nächsten gegenüber? Ein Fazit jagt hier das andere, während die Erhebungen dazu als Grundlage quasi kaum noch eine irgendwie darstellbare Rolle spielen, wenn die Stiftung weiter schreibt:

„Auch moderater Populismus kann zu einem schleichenden Gift für die liberale Demokratie werden, wenn darauf nicht angemessen reagiert wird. Demokratien „sterben“ (…) oder „enden“ heute eher schleichend als durch Putsch oder Revolution.“

Und dann eben der Satz, auf den alles hinausläuft, die zentrale Aussage, jene  These, die dann auf dem schmalen Rücken dieses Populismus-Barometers genannten Papiers von den Medien transportiert und nachgeplappert werden soll: „Die AfD liegt in der Wählerablehnung in etwa auf dem Niveau der rechtsextremen NPD.“

Hui Buh lässt grüßen.

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Kommentare ( 65 )

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Bei diesen fürchterlich undifferenzierten Thesen kann ich schon deswegen oft genug nicht zustimmen, weil sie einfach nur so richtig, richtig blöd sind.

Die herrschende Mehrheit der Parteien und Meinungsmacher forciert den Einbruch des Islam in Gestalt von hunderttausenden junger Männern im wehrfähigen Alter – in starker Islamophilie. Islam bedeutet “ihr liebt das Leben, wir lieben den Tod” und Gebärwahn mit dem Ziel der demographischen Eroberung Europas und anderer Landstriche. Das kann man zwanglos als Faschismus bezeichnen – das Volk ohne Raum lässt grüßen. Die AfD ist die einzig verbliebene Partei, die genau das bekämpft. Ohne Wenn und Aber. Macht sie das zur wirklichen Antifa-Partei? Während die anderen Parteien eher der Faszination des Islamischen Faschismus anheim gefallen scheinen? Und warum sind sie so… Mehr

Hoffen wir dass der Populismus so zunimmt dass diesem ganzen parasitären und zerstörerischen Pack der Hahn zugedreht wird. Vielleicht gibt es noch rechtzeitig einen deutschen Orban oder Salvini, bevor wir irreversibel geschädigt sind.

Populisten versus Unpopulisten.
endlich hat es jemand erkannt!

Die regieren gegen das Volk!

Daß die AfD entsprechend durchkonnotiert werden soll in Richtung in NPD, das kann man schon auf Vorsatz- und Agitationsebene fundiert unterstellen. Was aber wirklich aufbringt ist gar nicht, daß die immer gleichen Akteure solchen Studienagitprop auswerfen, den sie als Wissenschaft verbrämen. Das wirklich Ärgerliche ist, wie die meisten Medienwerker dies mit Vorsatz oder aus fachlichem Unvermögen, meist eine Melange aus beidem, unkritisch weiterleiten. Hauptsache die Tendenz stimmt, scheint das Postulat zu sein. Wenn sie überfordert sind mit Grundlagen und Methoden empirischer Sozialforschung, wieso holen sie sich nicht einfach fachliche Unterstützung. Selbst ein Praktikant aus der Methodenlehre würde Wunder der Erkenntnis… Mehr
Methodisch scheint mir hier einfach die Konstruktbildung schwierig zu sein. Letztlich kann man beliebige Fragen finden, bei denen 30% eher zustimmen und das Konstrukt dann Populismus nennen. Die externe Validität des Konstrukts wird dann am Wahlerfolg der AfD gemessen, also genau dem Phänomen, dem man auf den Grund gehen wollte. Die AfD ist also erfolgreich, weil viele Bürger gut finden, was sie vertritt und weil die AfD das vertritt, bei dem viele Bürger zustimmen, ist sie entsprechend erfolgreich. Klingt irgendwie nach Zirkelschluss. So, jetzt schnell noch das Label Populismus drauf geklebt und gehofft, dass das Ganze nicht durchschaut wird, weil… Mehr
Na, das ein oder andere Lehrreiche enthält die Bertelsmann-Studie doch. Immerhin lernen wir, dass Rousseau („volonté générale“) ein Populist war. Wäre er heute AfD-Vorsitzender?? Und die Schweizer erst, mit ihrem Misstrauen gegen Obrigkeit und ihren Volksabstimmungen… Ganz üble Populisten! Ebenso interessant: Das Gegenteil eines Populisten. Denn was denkt so ein Nicht-Populist? Er denkt, dass eine Elite nett, das hundsgewöhnliche Volk aber pfui ist – gewissermassen die da oben der Ausbund an Weisheit und Güte, die hier unten der Hort von Dummheit und Bosheit. Man fragt sich, wer da eigentlich als Vorbild der Bertelsmänner dienen könnte, als leuchtende Beispiele für Anti-Populismus?… Mehr

Feudalismus, Aristokratie, Sklavehalter-Gesellschaften, alles elitistisch oder anti-populistisch.

Da kann man einfach gegenhalten mit einem ‘Dummheit-im-Amt’ Barometer gefolgt mit einem Barometer fuer gebrochene Wahlversprechen.

Was Bertelsmann kann, koennen andere schon lange.

Der Vorteil wäre, dass hier tatsächlich eine einzige Kennzahl im Sinne eines (nach oben offenen) Barometers reichen würde. Beim „Populismus“ handelt es sich offensichtlich um ein Konzept, das viele Facetten aufweist. So könnte man zwischen einer mehr inhaltlichen Form, die eine einheitliche Kultur wünscht, einer mehr formalen Form, die primär direkte Volksabstimmungen wünscht, einer eher individualistischen Form, die auch ohne Volksabstimmungen eine geringere Bindung der Abgeordneten an die Fraktion und eine stärkere an die Wähler wünscht, usw. unterscheiden. Auf diese Weise verschiedene „Dimensionen“ zu quantifizieren, ist wissenschaftlich üblich (siehe die verschiedenen Dimensionen der „Intelligenz“). Natürlich würde das die Fähigkeit und… Mehr
Mir ist es wurscht, ob selbst ernannte Propheten aus den angeblich wissenschaftlichen Fächern, wie Politik und Sozial und Medien, meine Einstellung und Vorstellungen zur Demokratie als populistisch bezeichnen. Sie jedenfalls haben mit ihrem Wirken die Menschheit nicht einen Deut besser gemacht. Sie haben weder das Feuer, noch Werkzeuge und alles das an Technik, was unser heutiges Leben erleichtert und erst möglich macht, erdacht, erfunden und umgesetzt. Im Gegenteil. Mit Geschwafel, alternativloser Politik und unrealistischen persönlichen Wunschvorstellungen, wollen sie die Menschen so manipulieren, dass sie das Leben in einer uniformen Gesellschaft als vorteilhaft ansehen. Sie reden von der bunten Vielfalt dieser… Mehr

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