Trump und Juncker pokern

Den hiesigen Medien, die brav melden, Juncker habe Trump "gezähmt", sei empfohlen abzuwarten, wer in diesem Poker, der gerade erst begann, die besseren Karten spielt.

SAUL LOEB/AFP/Getty Images

Die einen titeln, Juncker habe Trump zu sich rüber geküsst, die anderen sagen, Trump hat Juncker übervorteilt. Jedenfalls steht fest, dass nicht feststeht, wie schnell aus den USA Sojabohnen und Flüssiggas in die EU verkauft werden, aber versprochen hat es Juncker. (Was die Grünen in Brüssel zu dem für sie ideologisch unzulässigen Fracking sagen wird, mal sehen.)

Mit mehr US-Flüssiggas würde Trump der von ihm attackierten Gaspipeline Nord Stream 2 von Deutschland und Russland Geschäft wegnehmen. Die von Trump und Juncker vereinbarte „strategische Kooperation“ in der Energieversorgung wäre ein wirtschaftlicher und geopolitischer Erfolg der USA zugleich.

Schiefergas findet in Europa bislang wenig Absatz – auch weil es in Europa wenige Terminals zur Abnahme von Flüssiggas gibt. Aber anders kommt Schiefergas nicht über den Atlantik. Juncker versprach mehr Flüssiggasterminals in der EU.

Dafür ist ein vorläufiger Verzicht Trumps auf neue Zölle mit der Perspektive, Zölle auf beiden Seiten zu senken, ein Deal, der Trump nichts kostet, aber viel bringen kann.

Den hiesigen Medien, die brav melden, Juncker habe Trump „gezähmt“ sei empfohlen abzuwarten, wer in diesem Poker, der gerade erst begann, die besseren Karten hat.

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Kommentare ( 103 )

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Prof. Sauer beschäftigt sich u.a. mit Zeolithen (nicht Cellulitis). „Quantum-Chemie“ gibt es nicht, sehr wohl aber Quantenchemie. Das ist allerdings mehr Physik – aber nachdem Chemie nichts Anderes ist als Physik der Atomhülle, o.k.. Wer auch nur einmal das kleinste aller Atome, das Wasserstoffatom, quantenmäßig berechnet hat, der weiß, wat ne Kacke dat is‘. Klugscheißerei, isch weiß … .

Juncker/Malstroem scheinen gute Arbeit geleistet zu haben. 120 Tage pokern ist besser als zerschnittene Tischtücher oder umgeworfene Tische. Ein Bayer würde vielleicht sagen: A Hund is er scho, der Schonklod !

Zugegebenermaßen (eigentlich) nicht das Niveau auf Tichys … aber Jean Claude Drunkers Geknutsche liest sich seitens Trump höchst ironisch.
Ansonsten: Wie soll man Jean Clown „hat Rücken“ bitte noch ernst nehmen? (insbesondere Donald MAGA?)

Junckers wirklicher Erfolg: Drei Tage, ohne ihn am „Ischias“ leiden zu sehen.

@ Peter G. Passt in’s Bild – hat andere „Freunde“. GAAAAnz andere Wellenlänge. Über was könnte er sich mit Mr. President unterhalten?

Etwas Ähnliches hat schon George W. Bush versucht, indem er Strafzölle erhoben hat. Das Wirtschaftswachstum war aber für diese Strategie zu schwach, Bush musste schnell klein beigeben.

Trump hat zuerst für robustes Wirtschaftswachstum gesorgt. Jetzt kann er aus einer stärkeren Position mehr Druck auf seine Gegenspieler ausüben. Seine Strategie hat damit bessere Aussichten auf Erfolg, insbesondere dann, wenn die FED aus Atlanta mit ihrer Prognose für das Wirtschaftswachstum richtig liegen sollte.

Betrachtet man vor allem das zweite Bild, so wäre man beinah geneigt zu sagen: „Das ist ja mehr als Zuneigung, das ist schon Liebe!“ Was wird wohl Ischias-Trinker sich gedacht haben, wenn er am nächsten Tag – noch nüchtern, beim Frühstück – das Bild in der Zeitung gesehen hat?

Der Trump-Tweet zeigt mir ganz deutlich, dass Trump den Juncker nicht die Bohne ernst nimmt. Und mal ehrlich: Honecker und Breshnew – die konnten doch wirklich besser knutschen als Juncker und Trump.
Dieser Juncker soll Repräsentant Europas sein?? Na, danke. Der ist für mich der typische alte weiße Mann, sozusagen der Prototyp.

Sollte das mainstream-comedy werden ?

Trump weiß doch ganz genau, dass die EU nicht mit einer Stimme und erst recht nicht aus dem Mund von Juncker spricht. Europa ist MEHR als die EU….Europa ist die Vielfalt der Völker und damit der EIGEN INTERESSEN! Trump hat durch Juncker die EU in Washington vorgeführt weil Trump ganz genau weiß…wenn ich etwas in Europa erreichen will, dann werde ich dies mit jeden einzelnen Land in Europa aushandeln/erreichen. Man kann KEINE Geschäfte mit einen NGO-Konstrukt namens EU in Europa abschließen…Geschäfte werden in Europa immer noch unter und mit Ländern geschlossen. Das Sojabohnen Abkommen wird höchstwahrscheinlich von den Franzosen stark… Mehr

Wahrscheinlich sieht Schonklod auf den Bildern deshalb oftmals so ein wenig belämmert und über den Tisch gezogen aus.
Als ob es ihm so ganz langsam dämmerte, dass er, was er Trump ver-sprochen hat, nun den EU-Ländern einzeln als „Erfolg“, was es wahrscheinlich nicht ist, verkaufen muss.
Wirkt wie auf glattem Parkett ausgerutscht. Herrlich!

Zustimmung. Juncker war im Auftrag der EU-NGO. Insofern war man durch die Ischias-Bilder weltweit bereits ausreichend „gutmenschlich“vorbereitet. So haben es auch unsere europäischen Nachbarn verstanden. Auch die Freunde in USA. Das amerikanische Volk muss, im Durchschnitt, derzeit den Gürtel mindestens so fest schnallen wie wir „EU-Hofnarren“. Unabhängig werden von der FED und deren „Verschuldungs-Elite“. Und da unsere NGO ebenfalls auf diesen Abgrund zuzustreben gedenkt. … „Nur“ die Mitbürger – bestens von den MSM desinformiert“ blicken es offenbar noch nicht. Wie ich offiziell gehört habe, bieten Philanthropen weiterhin pro „Migrant“ den EU-Ländern „ein paar tausend Euronen“. 6.000 € ??? Kopfgeld. Menschen-… Mehr

Was soll denn dieser Spruch? „Der typische alte weiße Mann“? Dieser Gendersülz gehört hier nicht her, ich fühle mich von Ihnen beleidigt!

Zustimmung. Er ist wohl schon ein älterer „Weißer Mann“, aber kein „weiser“ Mann, was in diesen „Kreisen der Eliten“ leider öfter anzutreffen ist. Manche sehen in jeder Beziehung sogar „sehr alt aus“ – keine Erfahrung trotz Lebenszeit.

Schonklod wird in jedem Fall mal eine Palette für ihne zollfreien Jack Daniels herausgeholt haben. Dazu herzlichen Glückwunsch. Der Rest ist nichts Wert. Trump ändert seine Entschlüsse fast immer im Nachhinein, nach vielen Nächten schlaf und Beratungen mit seinen sehr, sehr klugen jüdischen Freunden. Alles ist sehr fein berechnet. Ganz im Gegensatz zu dem, was die öffentl. rechtliche Journalistenschar zu Glauben hofft und gedenkt. Im Nachhinein hätte ich auch sehr, sehr viele Entscheidungen geändert, nur ich bin kein US-Präsident, der die Macht dazu besitzt. Ziel ist es doch, vor allem die Chinesen mit ihrer desasrösen Flut an Waren die großen… Mehr

Wie hieß es doch heute noch im ‚Nachtmagazin‘?:
Die EU soll wieder ganz in Ruhe Autos exportieren und nimmt im Gegenzug (genmanipulierten) Soja aus den USA en masse auf.
Ich bin mir sicher, dass die EU es nur gut mit ihren Bürgern meint – solange es den Wirtschaftslobbyisten dient.

360 Tage Veggy-Day??? Die GrünInnen haben es mal wieder geschafft, uns diesen „Dumm-Dung“ anzudrehen.

Wenn es ums Flüssige geht, trumpft Juncker ganz groß auf. Er hat Trump falsch verstanden, er denkt es geht um Whiskey. Ich frage mich in welchem Auftrag er für wen da verhandelt? Und da unsere Politiker den eigenen MS/ÖR mehr glauben, machen sie den Fehler Trump als dödel zu sehen. Was er bestimmt nicht ist, als Mensch ist er sicherlich kein Sympath.