Schulzzug stoppt, Triumph für CDU und FDP

Die SPD erhält die Quittung: Sie wird abgestraft, weil sie den Merkel-Kurs vom Sommer 2015 fortsetzt. Nur Merkel ist schon wo anders, wenigstens pro forma. Die SPD aber steht Schmiere, und wird als Schmierensteher festgenommen.

© Lukas Schulze/Getty Images

Lange Gesichter in der SPD: Schulz hat es wieder nicht geschafft, die Wähler für die SPD zu begeistern. Alle Umfragen deuten darauf hin: Die CDU liegt vor der SPD. Für die SPD ist es das zweite höchst blamable Ergebnis.

  • Im Saarland konnte sie sich noch trösten, dass die CDU den Regierungsbonus ausspielen konnte.
  • In Schleswig-Holstein zieht diese Entschuldigung nicht, im Gegenteil. Wenn eine Landesregierung abgewählt wird, nennt man es Klatsche. Dass der arme Albig mit seiner Frauengeschichte der Schuldige ist, macht die Sache auch nicht besser.
  • In NRW ist es noch katastrophaler – hier regiert die SPD seit 50 Jahren; nur Jürgen Rüttgers schaffte einmalig die Wende. Und jetzt sieht es danach aus, als ob die CDU mit Mitte 30 vor der SPD mit Anfang 30 Prozentpunkten liegen dürfte.
  • Für Christian Lindner, der mit einem Dutzend Prozent einziehen dürfte, sieht es nach einem hohen persönlichen Erfolg aus.
  • Wenn die AfD mit den Grünen gleichzieht, ist es eine Sensation: Die AfD kommt auf Anhieb auf ein Ergebnis, das für die Grünen den großen Absturz bedeutet.

Jetzt geht natürlich wie nach Kiel die Fehlersuche los.

Der Schulz-Zug ist gestoppt. Gut. Aber es ist nicht immer nur der Kandidat. In NRW ist es Hannelore Kraft als bisherige Ministerpräsidentin und Spitzenkandidatin, die die Verantwortung trägt. Sie hat gleichgültig und ignorant regiert. Gelegentlich durfte sogar der Oppositionsführer Laschet Termine der Landesregierung wahrnehmen – es gab einfach keinen Regierenden, insbesondere am Wochenende, der verfügbar war.

Es war eine DiMiDo-Regierung – eine Regierung, die am Dienstag, Mittwoch und Donnerstag regiert, ansonsten gerne feiert, sich selbst am liebsten. Die gravierenden Fehler in der Schulpolitik sprechen für sich, und da war dann noch der Innenminister, der Panne an Panne reihte und doch darüber hinwegsah wie einer, der über den Rhein und die Ruhr wandeln kann.

Die schreckliche Silvesternacht von Köln kam ja auch dadurch zu Stande, dass kein höherer Polizeiführer, und schon gar kein Minister oder gar die Ministerpräsidentin zur Verfügung stand. So entglitt der Skandal-Silvester den Sicherheitsbehörden und letztlich der Landesregierung.

Domino-Effekt?
Düsseldorf - Orakel für Berlin
Und dann ist da noch das Problem der Sozialdemokratisierung: Die SPD macht mit, was die CDU vormacht – insbesondere in der Einwanderungspolitik. Die SPD ist sogar noch mehr Merkel, als Merkel selbst ist. Und während die CDU ihren historischen Fehler vom Sommer 2015 zu kaschieren versucht, ist die SPD noch mit aller Kraft dabei, Grenzen niederzureissen um den Zustrom von irreführend Flüchtlinge genannten Zuwanderern wieder zu erhöhen. Dass die Migranten in die Wohnquartiere strömen, in denen klassische SPD-Wähler wohnen, die Schulen ihre Fähigkeit zur Bildungs- und Wissensvermittlung einbüßen und langfristig die Sozialleistungen in Frage stehen – kein Wort dazu von der SPD.

Sie unterstützt vielmehr mit allen Kräften die Bemühungen der CDU, die AfD als Konkurrenz der CDU klein zu halten.

Die Opperation scheint gelungen. Die AfD ist schwächer, bei allen Erfolgen, als noch vor einigen Monaten erwartet. Die SPD hat damit eine tolle Leistung erbracht – der CDU die Konkurrenz vom Leib gehalten.

So freundlich war die CDU nicht, als Linke und Grüne auf den fetten Wiesen der SPD zu äsen begannen.

Und so wird es auch in NRW zu einem Triumph kommen, den letztlich Angela Merkel einfahren wird, trotz ihres Pannenkabinetts, und trotz des skandalösen Versagens beispielsweise einer von Ursula von der Leyen.

Und die SPD erhält die Quittung: Sie wird abgestraft, weil sie den Merkel-Kurs vom Sommer 2015 fortsetzt. Nur Merkel ist schon wo anders, wenigstens pro forma. Die SPD aber steht Schmiere, und wird als Schmierensteher festgenommen.

Dumm gelaufen. Es ist nicht nur Schulz. Es ist die gesamte Partei.

Unterstützung
oder

Kommentare

Bitte entwerten Sie Ihre Argumente nicht durch Unterstellungen, Verunglimpfungen oder inakzeptable Worte und Links. Solche Texte schalten wir nicht frei. Alle anderen bringen wir ungekürzt. Hinweis

  • Remix

    Stoppt die Pläne der Özoguz-SPD u n d den Doppelpassfetisch der Union!

  • Sabine Ehrke

    Fein Fein, der Lochstopfer FDP ist zurück und erfüllt seine Pflicht! Mir ist unbegreiflich, warum die Menschen glauben, dass diese One-Man-Show mit ihren ‚breit gefächerten Ativitäten‘ nun dieses Deutschland ‚rocken‘ würde?

  • tc

    UvdL Landwirtschaftsminister in? Das glaube ich nicht. Das würde der Tierschutz erfolgreich zu verhindern wissen und verhindern können.
    Ich habe gehört das Schweine und Säue, durch eine Grundgesetzänderung umbenannt werden.: Nasen Steckdosengeschöpf männlich und Nasen Steckdosengeschöpf weiblich. Wegen der Toleranz und so.

  • tc

    Genau so wird es kommen, Till Eulenspiegel,
    Die Messer, die Äxte, die Macheten sind geschliffen. Die Deutschen/innen werden eines Tages „Kopflos“ sein, wie die es sind, die das zu verantworten haben und auch die werden es sein, die ihre Stimme für die Verantwortlichen abgegeben haben.
    Es sei denn man unterwirft sich dem Islam, siehe alle heutigen Islamischen Staaten, die alle, alle , vorher christlich oder jüdisch geprägte Staaten waren. Die Invasoren reiben sich schon die Hände, bedenken aber nicht: Ist die westliche Bevölkerung erst mal ausgerottet, leben sie wieder in einem, dann aber, europäischen 3. Welt Staat.

  • Medley63

    Mal generell, was die illustren „Spezialdemokraten“ betrifft: Der typische SPD-Wähler, der will Stullen mit Wurst und Käse und kein veganes Designerfoot aus dem Bioladen. Jawoll! Ergo muss die SPD wieder reinternalisieren, was einmal als gute Eigenschaft zu dieser Partei gehörte, nämlich sich wieder den Sinn für Common Sense, sprich, sich wieder den gesunden Menschenverstand aneignen, der solange bei den Sozialdemokraten eine Heimat hatte, als das Gros der Genossen noch bodenständig war und die Mitglieder aus allen Gesellschaftsschichten und Berufsgruppen stammten und nicht wie heutzutage, wo praktisch alle, die über der Ebene des einfachen „Parteibuchfußvolks“ als Funktionsträger tätig sind, einen akademischen Abschluss( Politologie, Soziologie, Jura, VWL, usw.) haben und überdies oftmals verbeamtet sind. Das in so einem fragwürdigen Millieu ein Martin Schulz, der kein Abitur hat und nach seiner Schulausbildung eine Buchhändlerlehre absolvierte, gradezu als Sensation gilt, ist daher kein Wunder.

    Und was das Thema „Sicherheit und Kriminalität“(Köln/Sylvester/NRW-Jäger/Einbrüche/Raub/Vergewaltigungen/Morde) betrifft: Mit diesem Thema würde Schulz und Co. sich in einen ideologischen Krieg mit den Pateilinken begeben, bei denen das Thema „Migrant“ sakrosankt und jede Kritik daran tabu ist. Da wird also nie was daraus. Eher riskieren die Sozialdemokraten eine Spaltung der Gesellschaft, indem ihnen die letzten traditionellen, treu ergebenen SPD-Wähler davonlaufen(Siehe Gelsenkirchen; NRW-Wahl 2017)als dass sie eine Spaltung der Partei riskieren. Wie gesagt, dass kann man vergessen. Die Sozis werden aus Boniertheit voraussichtlich den gleichen, alles andere als leuchtenden Pfad der PASOK in Griechenland, der Labour-Partei in GB oder der französischen Parti Socialiste gehen müssen. Schade ‚drum, aber da kann man wohl nichts machen.

  • UngebildeterWutbürger

    „Eine Zwangsauszeit auf Bundesebene wie bei der FDP ist für die Grünen dringend nötig und mehr als verdient.“

    Die Grünen haben allerdings nicht mal annähernd denselben medialen Gegenwind wie die FDP. Würde unsere Wahrheitspresse der Partei der Roths und Göring-Eckhardts genauso unnachgiebig ihre Fehlleistungen und entlarvenden Äußerungen hinterhertragen wie der FDP oder gar der AfD, würde diese bei den nächsten Wahlen wohl an der 5%-Hürde scheitern.

    Nehmen wir mal den launigen „ich freu mich drauf“-Spruch von KGE: Ich hatte neulich das Gespräch mit einem Verwandten (ehemals stramm im linken Lager, hat auch schon alles gewählt, was dieses hergibt, dh SPD, Grüne, Linke; allerdings derart islamkritisch, dass das nicht mehr für ihn in Frage kommt), und dem war zum Beispiel die Aussage der grünen Spitzenkandidatin eben NICHT geläufig. Und das ist der Unterschied in der medialen Rezeption von Petry auf der einen und einer Chefgrünen auf der anderen Seite: letztere kriegt etwas schlechte Presse im unmittelbaren Umfeld ihrer Fehlleistung; aber bis zur nächsten Wahl ist wieder alles vergessen. Erstere ist noch über ein Jahr später nur die fiese Hexe, die an der Grenze auf Flüchtlinge schießen will.

  • Leitwolf

    Die Laiendarstellertruppe, die es geschafft hat, sich als rheinland-pfälzische Landesregierung in die Staatskanzlei zu mogeln, hatte ich schon erfolgreich verdrängt. 😉

  • Marcel Börger

    Ist auch meine Erwartung.

    Die aktuelle Promiriege ist abgebrannt, will keiner mehr sehen oder hören und Nachwuchs kommt nicht nach oben, wie bei CDU und SPD auch.

    Die alten Schallplatten haben alle nur noch Sprünge und leiern überall und ständig nur noch ihr Mantra runter.

    Das ist der neue Muff unter den MdB Talaren, der gründlich durchgelüftet gehört.
    Die alt68er Generation ist jetzt selbst im Rentenalter und völlig verspießt, also genau das geworden, wogegen sie mal früher demonstriert haben. Wäre schön, wenn sie einfach schnell in Pension gehen und diese genießen, uns aber künftig mit ihren Weisheiten oder Haltung oder Gesinnung oder Spießermoral verschonen.

  • Hubert Paluch

    Es hat etwas von einer komischen Oper, einer Burleske, wie Armin Laschet (seine Parteifreunde nannten ihn als Integrationsminister „Türken-Armin“) als Ober-Willkommenskulturprediger an der Seite Angela Merkels plötzlich im Wahlkampf das Chaos durch Heterogenität in den Grundschulklassen geißelte und Innenminister Jäger dessen Versagen im Kampf gegen die zugewanderten Problemmänner aufs Butterbrot schmierte – und damit durchkam.