SPD, Grüne und Die Linke kämpfen für Maja T.

Den politischen Umbruch in Ungarn wollen SPD, Grüne und Linke nun dafür nutzen, dass ein bekanntes Mitglied der sogenannten "Hammerbande" zurück nach Deutschland kommen kann: Sie drängen auf eine rasche Überstellung des in Budapest inhaftierten deutschen Staatsbürgers Maja T.

picture alliance / ZUMAPRESS.com | Daniel Alfoldi

Maja T., der sich als non-binär identifiziert, wurde im Februar vom Budapester Stadtgericht zu acht Jahren Haft verurteilt – Berufungsverfahren sind noch anhängig. Der Richterspruch wiegt schwer: versuchte lebensgefährliche Körperverletzung sowie Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung. Nach Überzeugung des Gerichts war T. Teil der sogenannten „Hammerbande“, einer militanten linksextremen Gruppierung aus dem Umfeld der Antifa. Diese soll im Februar 2023 in Budapest gezielt Jagd auf vermeintliche Rechtsextremisten gemacht haben. Mehrere Touristen wurden mit Hämmern und Schlagwerkzeugen attackiert, sie erlitten bei diesem Überfall schwerste Verletzungen.

Die ungarische Staatsanwaltschaft hatte ursprünglich sogar 24 Jahre Haft gefordert. Dass das Gericht letztlich acht Jahre verhängte, gilt als relativ mildes Urteil.

Trotz dieser Faktenlage fordern Vertreter linker Parteien in Deutschland nun eine schnelle politische Lösung: Der Regierungswechsel in Budapest – nach Jahren unter Ministerpräsident Viktor Orbán – wird dabei als Chance interpretiert. Sein möglicher Nachfolger Péter Magyar hätte ja angekündigt, die Rechtsstaatlichkeit zu stärken und das Verhältnis zur EU zu verbessern.

Linksparteien engagieren sich für linken Täter

Für SPD, Grüne und Linke ist dies offenbar ein Signal, erneut für Maja T. aktiv zu werden. Sie argumentieren, unter einer neuen Regierung könnten faire Bedingungen gewährleistet und eine Überstellung nach Deutschland beschleunigt werden.

Die Rechtslage bleibt dabei eindeutig: Das Verfahren liegt in der Zuständigkeit der ungarischen Justiz. Weder ein Regierungswechsel noch diplomatischer Druck ändern daran kurzfristig etwas. Selbst das Auswärtige Amt betont, dass sich an der rechtlichen Situation bislang nichts geändert habe. Eine Überstellung wäre frühestens nach Abschluss des Verfahrens möglich – und selbst dann nur unter bestimmten Voraussetzungen.

Gerade dieser Punkt wird in der politischen Debatte häufig ausgeblendet: Während linke Politiker von „rechtsstaatlichen Defiziten“ sprechen und eine schnellere Rückführung fordern, warnen andere vor einer gefährlichen Signalwirkung. Immerhin könnte ein Eingreifen der Bundesregierung als Versuch gewertet werden, Einfluss auf ein laufendes Strafverfahren in einem anderen EU-Staat zu nehmen.

Auch die Schwere der Vorwürfe gerät dabei zunehmend in den Hintergrund – unabhängig von den politischen Sympathien der Linksparteien für Maja T. bleibt festzuhalten: Es geht nicht um ein Bagatelldelikt, sondern um organisierte gewalttätige Angriffe. In vergleichbaren Fällen innerhalb Deutschlands würde kaum jemand eine politische Intervention zugunsten der Angeklagten fordern.

Hinzu kommt, dass das Urteil noch nicht rechtskräftig ist: Sowohl die Verteidigung als auch die Staatsanwaltschaft haben Berufung eingelegt. Das Verfahren befindet sich also weiterhin im Fluss – ein weiterer Grund, warum schnelle politische Lösungen derzeit unrealistisch erscheinen.

Anzeige

Unterstützung
oder

Kommentare ( 59 )

Liebe Leser!

Wir sind dankbar für Ihre Kommentare und schätzen Ihre aktive Beteiligung sehr. Ihre Zuschriften können auch als eigene Beiträge auf der Site erscheinen oder in unserer Monatszeitschrift „Tichys Einblick“.
Bitte entwerten Sie Ihre Argumente nicht durch Unterstellungen, Verunglimpfungen oder inakzeptable Worte und Links. Solche Texte schalten wir nicht frei. Ihre Kommentare werden moderiert, da die juristische Verantwortung bei TE liegt. Bitte verstehen Sie, dass die Moderation zwischen Mitternacht und morgens Pause macht und es, je nach Aufkommen, zu zeitlichen Verzögerungen kommen kann. Vielen Dank für Ihr Verständnis. Hinweis

59 Comments
neuste
älteste beste Bewertung
Inline Feedbacks
Alle Kommentare ansehen
Britsch
1 Monat her

Früher wurden Schulden Schulden genannt. Heute werden Schulden „Sondervermögen“ genannt um die Realität zu verschleiern.
es gab die Nazis mit der SA zu der die Nazis offiziell standen. Und heute, heutzutage?
Man sagt alles wiederholt sich irgendwie gleich oder ähnlich

Ein Mensch
1 Monat her

Gleich und gleich gesellt sich gern!!! Damit ist klar warum Linke sich für Gewalttäter einsetzen.

LetzterEuropaer
1 Monat her

Man kann es nur so sagen: Der Vater dieses kriminellen Balks hat auf jeder Linie versagt.

A. Loeffler
1 Monat her

Die SPD ist mit dabei bei der „Rettung“ dieses Typen? Natürlich! Und das zeigt eines: die Sozen haben nichts geblickt, sie verstehen einfach nicht, wieso ihre Wählerschaft sich auflöst. Dass Grüne und Linke so eine schräge, mörderische Figur unterstützen, wundert niemanden. Ein typischer SPD-Wähler aber, kann damit rein gar nichts anfangen, es widert ihn an. Aber entgegen aller Lippenbekenntnisse springen die Sozen bei der nächste Gelegenheit sofort wieder in die Grube, plärren mit und graben ihr politisches Grab tiefer. Gut so, die können weg. Wie die FDP, die genau dieses Vorgehen für ihren Untergang gewählt hatte, und nun schon einen… Mehr

Der Person
1 Monat her

Vorschlag: ein ukrainischer Rechtextremist darf nach Deutschland kommen und sich unter allen „Maja“-Rettern, den Hammerbandemitgliedern und Majas Vater (wer die entsprechende Folge bei Ungeskriptet by Ben gesehen hat, wird mir da wohl zustimmen) mit einem Hammer austoben, allerdings streng im Rahmen der Verletzungen der ungarischen Opfer: also nur Schädelbruch, schwere Kopfverletzungen, Knochenbrüche, Prellungen, Platzwunden und Reizgas ins Gesicht. Dann erklärt er sich zu „Ildikó“ und wird gegen „Maja“ ausgetauscht, beide „Frauen“ kommen in ihr Heimatland zurück. Eine m.E. nahezu perfekte Lösung. Ich glaube sogar, dass auch die ungarischen Opfer damit einverstanden wären.

K.Behrens
1 Monat her

Man lese und staune beim Lesen durch die einschlägigen Gazetten pro „baby-Face“, sozusagen der wahr gewordene Traum jeder Schwiegermutter aus der Mottenkiste mit Rucksack. Es spielt keine Rolle, wo das Unschuldslamm letztlich landet. Das niedliche Früchtchen muss ob in Ungarn oder Deutschland lebenslang durch gefüttert werden. Möglicherweise sind die Kosten für Unterbringung von Kriminellen in Psychiatrien oder Knast in Ungarn letztlich preiswerter als in Deutschland? 
Es spricht viel für schnelle Rückführung von Kriminellen in die Heimat. Dann ist auch wieder Platz in deutschen Psychiatrien oder Knast für den ein oder anderen Kriminellen, der publikumswirksam die RAF imitiert.

TomSchwarzenbek
1 Monat her

Früher kamen Jungs, die ein Mädchen sein wollten und anderen Zeitgenossen mit dem Hammer auf den Kopf hauen wollten, in die forensische Psychiatrie. Heute sind das Helden…..

Sozia
1 Monat her

Erst greift dieser Mensch andere Menschen brutal an und jetzt spielt er das Opfer?? Was hat er denn gedacht, was passiert? Glaubte er tatsächlich, sein Verhalten sei legitim? Aber die Vertreter sämtlicher linker Blätter Deutschlands sollten sich hier die eigene Mitverantwortung überlegen, wie kommen solche jungen Menschen zu diesem verqueren Weltbild? Und ich meine nicht nur die TAZ, ich meine u.a. den Spiegel, die Zeit und die Süddeutsche. Linksextreme Propaganda hat Folgen.

fisco
1 Monat her
Antworten an  Sozia

Das sehe ich auch so. Die jungen Leute werden von Lehrern, Politikern, Sozialarbeitern, Medien und NGOs aufgehetzt und ihre politischen Gegner entmenschlicht. Als vermeintliche Weltenretter stürzen sich auf andere Menschen. Sobald der Blutrausch vorbei ist, setzt die Ernüchterung ein, dass man benutzt wurde, menschlich zutiefst gesunken ist und sein Leben versaut hat. Gefängnis ist einsam und öde im Gegensatz zum vorherigen spaßigen Dasein. Irgendwie guckt der Mensch auf dem Foto, als ob ihm langsam was dämmern würde. Ein Eingeständnis und Reue zu zeigen würde natürlich bedeuten, dass die Unterstützung der Hetzer wegbricht, die aktuell wenigstens noch auf ein vorzeitiges Ende… Mehr

Manfred_Hbg
1 Monat her

Zitat: „Linksparteien engagieren sich für linken TäterFür SPD, Grüne und Linke ist dies offenbar ein Signal, erneut für Maja T. aktiv zu werden.“ > Haha – na klar, die feige linke Schläger-Memme „Maja T.“ und die grün-linke „Polit-Sippschaft“. Ein widerlicher „Brei“. – Hier passen dann auch folgende Sprichworte wie Faust aufs Auge: „Gleich und Gleich gesellt sich gern“ oder „Jeder Topf findet seinen Deckel“. Wobei hier im weitesten Sinne vielleicht auch noch passend wäre: „Eine Krähe hakt der anderen Krähe kein Au….“ . Na ja, aber auch schon während den 70ern bei der RAF war die linke „Polit-Elite“ sehr nahe… Mehr

Konservativer2
1 Monat her

Genau, macht es wie in Deutschland: milde Strafen für Gewalttäter, um die steuerzahlende Normalo-Kartoffel-Familie zu demütigen.