In einer kleinen Gemeinde in Oberösterreich hängt kurz vor dem Muttertag der Haussegen schief: In einem katholischen Kindergarten werden keine Lieder und Gedichte zum Muttertag einstudiert – wegen der diversen "Lebensrealität" der Kinder. Auf Anfrage, wie viele Kinder denn eine solche betrifft, reagierte man bisher nicht.
picture alliance / imageBROKER | Unai Huizi
In Oberösterreich macht der Kindergarten einer kleinen Gemeinde Schlagzeilen: Der katholische Kindergarten St. Josef in Gallneukirchen ließ den Eltern der dort betreuten Kinder mitteilen, dass in der Einrichtung in diesem Jahr keine Lieder oder Gedichte zum Muttertag einstudiert würden: „Auf das Einüben klassischer Gedichte oder Lieder speziell für Mutter- oder Vatertag verzichten wir bewusst“, zitiert die österreichische Zeitung Heute, die über den Fall berichtete, aus dem Schreiben.
Dem Kindergarten sei „bewusst, dass Kinder heute in ganz unterschiedlichen Familienformen aufwachsen. Klassische Rollenbilder rund um Mutter- und Vatertag spiegeln diese Vielfalt nicht immer wider“ und seien daher „ nicht mehr zeitgemäß für den Kindergartenalltag.“
Die Einrichtung wird von der Caritas getragen. Aus dem Vorstand der Caritas Oberösterreich heißt es: „In unseren Kindergärten orientieren wir uns an der Lebensrealität der Kinder – und die ist heute vielfältig“. Man wolle Mutter- und Vatertag so gestalten, „dass sich alle Kinder wiederfinden und den für sie wichtigen Bezugspersonen die entsprechende Wertschätzung zeigen können.“
Heute berichtet auch von verärgerten Reaktionen von Eltern. Eine Mutter gab zu Protokoll, dass es keine Familien in anderen Konstellationen in Gallneukirchen gebe – ein Ort mit nicht einmal 7000 Einwohnern.
2023 hatte der CDU-Bundestagsabgeordnete Tilman Kuban einen Fall ebenfalls in einer katholischen Kindertagesstätte publik gemacht. Damals hatte eine Kita in Hessen den Eltern mitgeteilt, dass „Blumen für die Mutter und Werkzeuge für den Vater“ nicht mehr zeitgemäß seien.
Immer wieder werden „Vielfalt“ und „Diversität“ als neue „Lebensrealität“ angeführt, um solche Anpassungen zu begründen. Allerdings wächst immer noch die überwältigende Mehrheit der Kinder in der klassischen Konstellation bei Vater und Mutter auf: In Deutschland traf dies laut Statistischem Bundesamt 2023/24 noch auf 70 Prozent der minderjährigen Kinder zu, die bei ihren miteinander verheirateten Eltern leben, laut Sozialbericht 2024 sogar etwas mehr. Hinzu kommen über 11 Prozent, die bei ihren unverheirateten Eltern leben. Lediglich 50.000 Kinder wachsen in gleichgeschlechtlichen Partnerschaften auf, also weit unter einem Prozent – und auch hier leben nochmals deutlich weniger Kinder bei Männerpaaren, bei denen sich zum Muttertag keine Adressatin für Glückwünsche fände.
Dies lässt Zweifel daran aufkommen, dass es sich bei solchen Maßnahmen wirklich um eine Reaktion auf veränderte Lebenswelten handelt, oder nicht eher um vorauseilende Anbiederung an den Zeitgeist, der Lebensrealitäten als „Norm“ darstellt, die lediglich eine Minderheit der Bevölkerung betreffen.
Auf eine Anfrage von Tichys Einblick, auf wie viele Kinder in der Gallneukirchener Einrichtung diverse Familienmodelle zuträfen, reagierte der Kindergarten St. Josef bis dato nicht. Eine dazu befragte Mitarbeiterin wollte sich ebenfalls nicht äußern.

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Und selbst wenn: es lässt sich biologisch nicht leugnen, dass jeder Mensch – und jedes Kind – einen Vater und eine Mutter hat! Sonst wäre er oder sie nicht da…
Tja, nichts schlägt die woken Linkskatholiken, mit ihrem Ideologieamalgam aus frühem Marx, 68er Interpretation es zweiten Vatikanums und Birkenstocksandalen.
Man darf nicht vergessen, dass die Kirche in ihrem letzten Konzil mit der Verkehrung der Ehezwecke (Siebel, Schach) den Grundstock auch für solche Missverhältnisse gelegt hat. Hinzu kam die Aufgabe der Form zugunsten der Zahl (Lorenzer).
Die Phase geht auch vorüber. In der nächsten Phase eines ehemals katholischen Kindergartens werden Gebete zum Zuckerfest geübt.
Irrsinn potenziert sich!
war bei den Nazi so, war bei den Kommunisten so und ist heute bei queer-woken Ideologie nicht anders.
Alle wollten und wollen einen neue Gesellschaft mit umgeformten Menschen erschaffen.
Und das Ende wird auch wieder so sein wie bei Nazis und Kommunisten.
weil es eben irre ist…
Letzter Satz sagt alles! Danke
Das maßgebliche Ziel des westlichen Sozialismus besteht in der Vernichtung der bürgerlichen Gesellschaft, was synonym zur Zerstörung seines anthropologischen Kernes, der FAMILIE ist.
»Seit 1918 ist eh‘ alles egal« – Frank-Lothar Kroll
Man wolle Mutter- und Vatertag so gestalten, „dass sich alle Kinder wiederfinden und den für sie wichtigen Bezugspersonen die entsprechende Wertschätzung zeigen können.“ Verstehe ich jetzt ehrlich nicht. Auch in vielfältigen Familien, meinetwegen lesbische Paare und Paare mit einer Transfrau/einem Transmann, dürfte es doch Mütter und Väter geben. Also: Auch bei nicht-klassischen Konstellationen entfallen biologische, zumindest soziale Mütter- und Väterrollen nicht.
Das Team des Kindergartens besteht vom Anblick her quasi auschließlich aus (gegenderten) Frauen. Haben die alle keine Kinder? Bekommen die wirklich, für den Fall, dass sie Kinder haben, am Muttertag keinen Blumenstrauß ans Bett?
Warum wird in dem Artikel nicht erwähnt worum es geht: um den Islam???
Beste Wahlwerbung für die FPÖ – Kickl und Haimbuchner bedanken sich herzlich bei der Caritas. Kickl hat es in seiner traditionell in Linz gehalten Rede am 1. Mai schon ordentlich krachen lassen – das ist wieder neues Wasser auf seine Mühlen.