Frankreich hebt die meisten Corona-Maßnahmen im Februar auf

Frankreichs Premierminister Jean Castel sieht eine „beruhigende Perspektive“. Mit dem Ausklingen der Omikron-Welle kündigt er für den kommenden Monat das Ende der meisten Corona-Maßnahmen an. An den Einschränkungen für Ungeimpfte ändert sich nichts.

IMAGO / PanoramiC
Jean Castel, Premierminister der französischen Republik

„Der Horizont klärt sich auf“, schreibt die französische Tageszeitung „Le Figaro“. Frankreichs Ministerpräsident Jean Castex und Gesundheitsminister Olivier Véran haben in der Regierungspressekonferenz am Donnerstagabend einen Zeitplan für die Lockerung der Corona-Maßnahmen vorgelegt.

Die meisten Einschränkungen können „ab den ersten Februartagen“ aufgehoben werden, wie der Premierminister ankündigte. Am 2. Februar werden die verpflichtende Heimarbeit an drei Tagen pro Woche sowie die Besucherbeschränkungen für Kultur- und Sportveranstaltungen und die Maskenpflicht im Freien aufgehoben. Ab dem 16. Februar werden Steh-Konzerte und das Stehen in Bars und Clubs wieder erlaubt. Auch die strengen Hygiene-Vorschriften für Schulen werden nach den Februar-Ferien gelockert.

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Die Entscheidung dazu war unmittelbar zuvor auf einer Sitzung des nationalen Gesundheitsschutzrates getroffen worden. „Die Omikron-Welle beginnt zu verebben“, sagte Castex, legte aber Wert darauf, die Epidemie nicht mit einer „einfachen Grippe“ zu vergleichen. „Diese außergewöhnliche Welle ist noch nicht vorbei, aber die Situation beginnt sich positiv zu entwickeln… Die Zahl der Patienten auf der Intensivstation beginnt sich zu verringern“, stellte er fest. In den Regionen Frankreichs, in denen Omikron zuerst auftauchte, sei sie bereits am abnehmen: „Was in der Region Île-de-France passiert, zeichnet eine beruhigende Perspektive.“ Diese umfasst den gesamten Großraum Paris.

Veran erklärte auf Nachfrage zu den beiden Zeitpunkten, dass der 2. Februar einer Woche nach Inkrafttreten des Impfpasses entspricht und Mitte Februar der Höhepunkt der Omikron-Welle drei Wochen zurückliegen werde.

Castel bekräftigte allerdings die Anstrengungen zur Impfkampagne mitsamt dem erst kurz zuvor eingeführten nationalen „Impfpass“. Er bedeutet ein Art 2G-Regel für fast das gesamte öffentliche Leben. Beispielsweise dürfen Ungeimpfte in Frankreich auch keine öffentlichen Verkehrsmittel mehr benutzen.

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Kommentare ( 25 )

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lexus1
3 Monate her

Die Wahlen in F werden der nächste Lackmustest für die Überlebensfähigkeit der Menschenrechte in Europa werden. In der Schweiz hat man sie nach einer -zugegeben vergifteten- Volksabstimmung schon freiwillig aufgegeben. Dort kam es wie es kommen musste: Die 2G-Apartheid ist nun fest zementiert.
Die Franzosen mögen streitbar sein, aber auch dort wirkt die Propaganda und das mediale Dauerfeuer. Wie hierzulande schauen die meisten immer noch Free-TV und lesen die alten Blätter. Man kann nur hoffen, daß die Franzosen noch bei politischem Bewusstsein sind und diese Verbrecher aus dem Amt fegen.

Venator
3 Monate her

Das Ziel war nie die Gesundheit der Menschen, sondern die Einführung des digitalen Gesundheitspasses, mit dessen Hilfe Grundrechte beliebig gewährt oder entzogen werden können. Da diese Ziel nun erreicht ist, spielt sich der Staat als wohltätiger Freiheitsgeber auf. Widerlich und so leicht zu durchschauen.

Freigeistiger
3 Monate her

Die Erleichterungen für Geimpfte werden die meisten Franzosen als billiges Wahlmanöver durchschauen. Entscheidend ist, daß das verfassungswidrige Corona- bzw. Impfregime einschließlich der massiven Diskriminierung Ungeimpfter unabhängig von einer realen Gefahrenlage auf Dauer gestellt werden soll. Das Gleiche gilt für Österreich und wird auch von der deutschen Regierung angestrebt. Mit angeblich zukünftigen viralen Bedrohungen wollen die federführenden Globalisten die Demokratie endgültig aushebeln und die „neue Realität“ eines autoritären Regimes mit ständiger Überwachung, Kontrolle und Unfreiheit zementieren. Demokratie existiert dann wie einst in der DDR nur noch im Namen oder auf dem Papier. Wahlen existieren noch so lange, wie das Ergebnis von… Mehr

StefanB
3 Monate her

„Castel bekräftigte allerdings die Anstrengungen zur Impfkampagne mitsamt dem erst kurz zuvor eingeführten nationalen „Impfpass“.“ Der elektronische „Impfpass“ ist das, um was es den Internationalsozialisten unbedingt geht. Aber natürlich nicht der „nationale“, sondern das sogenannte „EU-Impfzertifikat“. Damit soll dann die erste dauerhafte grenzüberschreitende Gängelung und Totalüberwachung der Menschen zunächst beim Reisen installiert werden. Später wird das Zertifikat dann zu Kontingentierungszwecken auf alle Lebensbereiche erweitert werden, um die verschiedensten Handlungen unter Erlaubnisvorbehalt zu stellen. Siehe jetzt schon die Zugangsbeschränkungen für Ungeimpfte, die das elektronische Zertifikat nicht haben. Diese Beschränkungen haben allerdings noch nichts mit der geplanten Kontingentierung zu tun, sondern dienen… Mehr

Cubus
3 Monate her

Nicht nur in Deutschland, auch in Frankreich regieren Faschisten, eh sorry, Antifaschisten. Ungeimpfte dürfen nicht Straßenbahn fahren? Hört auf zu kriechen, dann hören die Mächtigen auf zu herrschen!

Paul Brusselmans
3 Monate her

Die richtige Antwort auf diesen Westentaschenpraesidenten ist Eric Zeymmour bzw Marine LePen. Macron sollte sich an die deutsche Besatzungszeit erinnern. Sein Ausweis! ist nicht so weit davon entfernt.

Last edited 3 Monate her by Paul Brusselmans
giesemann
3 Monate her

https://www.corona-in-zahlen.de/weltweit/frankreich/: Test-Inzidenz 3500 bei 76% Durchimpfung.
DE 700/73%

Hannibal Murkle
3 Monate her

Die WELT meint, es sei Zeit, wieder zu leben:

https://www.welt.de/kultur/article236377503/Corona-Bald-ist-es-vorbei.html

Sogar mit Grippe wurde Corona verglichen – auf YouTube ist es verboten.

Montgelas
3 Monate her

Lockerungen? Hatten wir in D im September vor den Wahlen ebenfalls. Danach hatte man die schnellstens wieder eingesammelt!

JamesBond
3 Monate her

Präsidentschaftswahl in Sicht, also milde Töne aber danach wird dem Wähler jede Woche eine neue Spritze verpasst.