Ermittlungen wegen versuchten Mordes: Terror mit Ankündigung

Zwei Antifa-Terroristen stechen einen AfD-Politiker nieder, Brandanschläge auf Autos: Die Normalisierung linken Terrors wird einfach hingenommen.

Collage: Indymedia / Screenprint via X

In der Nacht auf Donnerstag wurde der AfD-Landtagsabgeordnete und Rostocker AfD-Direktkandidat Michael Meister vor seinem Haus in Rostock niedergestochen. Die Angreifer sollen ihn als „AfD-Nazi“ bezeichnet haben. Meister erlitt Schnittverletzungen.

Der AfD-Politiker gibt an, dass ein Laptop in seinem Rucksack weitere Stiche abgewehrt habe. „Die Stiche, die in den Rückenbereich nach Angaben des Geschädigten geführt worden sein könnten, hätten auch lebensbedrohlich ausfallen können“, zitiert der Nordkurier Oberstaatsanwalt Harald Nowack. Damit könnte Heimtücke vorliegen. Nachdem zunächst wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt worden war, ermittelt das Landeskriminalamt daher nun wegen versuchten Mordes.

Schluss mit der Gewalt! #afd#afdmv#Rostock#Antifapic.twitter.com/YuKPCNAewc

— AfD MV (@AfD_MV) June 18, 2026

Der AfD-Landesvorsitzende Enrico Schult vermutet, dass die Täter der Antifa angehören. Dafür spricht, dass auf der linksextremen Website Indymedia explizit Angriffe auf „die AfD, ihre politischen Aktivisten und ihre Infrastruktur“, angekündigt wurden.

Attacke mit Ansage

Der Angriff auf Michael Meister kommt also nicht aus dem Nichts. Die Ankündigung auf Indymedia wurde am 10. Juni veröffentlicht und ist mit einem Bekennerschreiben verbunden. Die Linksextremisten prahlen darin mit der Zerstörung eines Autos. Dabei handelt es sich um den Pkw Marcel Ehlerts, Kommunalpolitiker der AfD in Rostock.

Zugleich kündigen die Verfasser unmissverständlich an, ihren Feldzug gegen die AfD fortzusetzen. Das Schreiben im Wortlaut:

„AfD Karre in Rostock angegriffen
HRO-Auto von Marcel Ehlert (AfD) angegriffen

In der Nacht auf Mittwoch, den 10.06.2026 haben wir Marcel Ehlert in der Warnowalle 14 in Rostock Lütten-Klein einen Besuch abgestattet. Dabei haben wir alle vier Reifen und vier Scheiben seines Autos zerstört. Marcel Ehlert ist engagiertes AfD-Mitglied in der Rostocker Bürgerschaft. Unter anderem stellt er die Logistik für AfD Wahlkampfveranstaltungen, in dem er bisher mit seinem seinem blauen Toyota (HRO E 688, auffälliger Walhalla Schriftzug auf der Heckscheibe) regelmäßig Pavillons, Plakate, Fahnen und Flyer zu Events gefahren hat, um die faschistische Propaganda der AfD zu verbreiten.

In den kommenden Wochen wird die AfD in Rostock und MV ihren Wahlkampf starten und damit auch ihre Aktivitäten erhöhen. Wir werden nachziehen und weiter die AfD, ihre politischen Aktivisten und ihre Infrastruktur angreifen.
Das gute Leben erkämpfen- Nazis und Faschisten angreifen.
Antifa in die Offensive!“

Deutlicher lässt sich eine Drohung kaum formulieren.

Es ist wohl kaum ein Zufall, dass der AfD-Abgeordnete Michael Meister nur wenige Tage später Opfer einer brutalen Attacke wird.

Auf dem linken Auge blind

Erst am 11. Juni hatte Innenminister Christian Pegel den jüngsten Verfassungsschutzbericht für Mecklenburg-Vorpommern vorgestellt. Die Behörde betrachtet auch für das Jahr 2025 den Rechtsextremismus als „größte Bedrohung für die Demokratie im Nordosten.“ Der Bericht beklagt insbesondere die rechtsextreme Radikalisierung junger Menschen. Während der Verfassungsschutz in einer Pressemitteilung ausgiebig vor dieser Gefahr warnt, wird Gewalt von links darin lediglich mit einem einzigen lapidaren Satz bedacht: „Die Zahl der gewaltbereiten Linksextremisten blieb etwa auf dem Niveau des Vorjahres.“

Die einseitige Fokussierung auf rechtsextreme Bestrebungen und das Herunterspielen linken Gewaltpotenzials erscheinen angesichts gewalttätiger Angriffe von links absurd und vor allem unverantwortlich.

Allgemeine Verharmlosung linksextremistischer Taten

Auch die Diffamierung und Dämonisierung der AfD durch Politiker anderer Parteien trägt zur Eskalation bei. Die AfD beklagt etwa, dass der SPD-Fraktionsvorsitzende Julian Barlen AfD-Politiker in der Vergangenheit öffentlich als „Faschisten“ bezeichnet hatte. Ministerpräsidentin Manuela Schwesig habe vor „Chaos“ gewarnt, das drohe, sollte die AfD Regierungsverantwortung übernehmen.

Es ist davon auszugehen, dass solche „Einordnungen“ von Politikern Wirkung zeigen und Gewalt gegenüber AfD-Mitgliedern normalisieren. Die sich häufenden Angriffe deuten jedenfalls darauf hin.

Das medial inszenierte „Normal“

Wer politische Gegner über Jahre hinweg nicht als demokratische Konkurrenten, sondern als Gefahr, Feinde oder sogar „Faschisten“ bezeichnet, trägt unweigerlich zu einem sich immer weiter aufheizenden politischen Klima bei. Das gilt auch für viele Medien, die sich einerseits eifrig an Agitation gegen die AfD beteiligen und zugleich oft nur zögerlich über die Folgen, etwa tätliche Angriffe auf AfD-Politiker, Sachbeschädigungen und Drohungen, berichten.

Worte schaffen Wirklichkeit. Sie prägen den öffentlichen Diskurs und verschieben die Grenzen dessen, was als legitim gilt.

Für die AfD sind Drohungen, Einschüchterungen und Angriffe längst keine Randerscheinungen mehr. Dass nun der Verdacht versuchten Mordes im Raum steht, ist eine weitere Eskalation, die zeigt, wie gefährlich die einseitige Fokussierung auf Rechtsextremismus und die Diskreditierung nichtlinker Positionen ist.

Eine demokratische Gesellschaft kann nicht hinnehmen, dass Gewalt gegen Politiker die politische Auseinandersetzung ersetzt.

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