Deutschland 2026: Hotel in Bayern lehnt jüdischen Gast ab

„Sind wir wieder in den 1930er Jahren?“, kritisiert Talya Lador-Fresher, Generalkonsulin Israels in Deutschland, die Haltung des Hotelpersonals in Lam in Bayern. Einem israelischen Gast wurde mitgeteilt, dass seine Buchung im Hotel „Zum Hirschen“ nicht erwünscht sei.

Screenprints via X – TE-Collage

Die Mail aus Lam in Bayern wird aktuell auf Social-Media-Kanälen wie X bereits emotional diskutiert. So schrieb eine Hotel-Mitarbeiterin auf eine Anfrage eines jüdischen Gastes: „Sorry, there are no Jews allowed in our hotels.“ Der betroffene Gast legte sofort Beschwerde ein und Booking.com entfernte das Hotel umgehend von seiner Plattform.

Das Hotel „Zum Hirschen“ liegt direkt an der Bahnhofstraße 2 in Lam, einem Luftkurort im Bayerischen Wald nahe der tschechischen Grenze. Der traditionsreiche Familienbetrieb wirbt mit „gemütlicher Atmosphäre, guter Küche“ und ist Ausgangspunkt für Wanderungen, Radtouren und Ausflüge zum Großen Arber oder dem Baumwipfelpfad. Auf Bewertungsportalen hatte es bislang gute Noten.

Antisemitismus mit Überlastung erklärt?

Was nun in die Mitarbeiterin des Hotels gefahren ist, will die Hotelführung so erklären: Das Hotel kämpfe seit Monaten mit Betrugsversuchen, Nutzerdaten seien gestohlen worden und No-Show-Gäste aus Nicht-EU-Ländern hätten reserviert. Bei einer Buchungsanfrage eines Israelis namens Michael W. mit angeblich „ungewöhnlichen Daten“ hätte dann eine Mitarbeiterin die Mail-Nachricht „Sorry, there are no Jews allowed in our hotels“ verschickt. Warum aber konkret mit Antisemitismus auf eine Überlastung reagiert wird, wurde bisher nicht erklärt.

Die Hotelbetreiber distanzierten sich bereits umgehend von dieser Mail-Formulierung: Sie entschuldigten sich persönlich bei dem betroffenen Gast, boten ihm einen kostenlosen einwöchigen Aufenthalt an und erklärten den Vorfall gegenüber den Behörden als Folge von Erschöpfung und Frustration durch die Betrugswelle. Dennoch laufen nun Ermittlungen der Staatsanwaltschaft und des Landratsamtes wegen möglicher Diskriminierung.

Der Fall hat auch außenpolitische Folgen – so schreibt Talya Lador-Fresher, die Generalkonsulin Israels für Deutschland, auf X: „Sind wir wieder in den 1930er Jahren? Ein Hotel hat einem Israeli folgendes geantwortet: ‚Sorry, there are no Jews allowed in our hotel‘. Ich bin froh darüber, dass Booking.com dieses Hotel von seiner Homepage verbannt hat.“

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Kommentare ( 121 )

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Waehler 21
9 Tage her

Ich denke, da kocht einer sein politisches Süppchen oder will einen Schaden für das Hotel erreichen.. Kein Tabubruch ist so medienwirksam wie der, der Judenfeindlichkeit. Zu Recht.
Wer als zuverlässiges Hotelpersonal nicht die Affäre um Gil Ofrahim mitbekommen hat, den gibt es eigentlich nicht. Die Wellen die dieser Vorgang weltweit geschlagen haben, möchte doch kein Hotelier vor seiner Haustür haben.

Ein zweiter Blick würde sich daher lohnen.

Retlapsneklow
9 Tage her
Antworten an  Waehler 21

Das finden Sie nur in Medien, die sich für Hintergründe interessieren, auch wenn es fallbedingt nicht in ihrem Interesse liegt, weil die Story sonst keine gewesen wäre.

Die Normalität gegenüber Juden – keine Bevorzugung, keine Benachteiligung – ist ja auch unter den Medien nicht einheitlich normal.

na sowas
9 Tage her

Das Hotel ist in privater Hand, die können einchecken lassen, wen sie wollen. Nichtgeimpfte durften seinerzeit auch einige Läden nicht betreten, wo war der Aufschrei?

AndreasA
9 Tage her
Antworten an  na sowas

Völlig richtig. Zu ergänzen wäre vielleicht noch, das in zahlreichen Hotels AfD-Mitglieder unerwünscht sind.

Last edited 9 Tage her by AndreasA
Retlapsneklow
9 Tage her
Antworten an  na sowas

Es darf trotzdem kein Sack Reis umfallen. Noch nicht mal als Einzelfall. Sonst wird es zum Politikum.

AlphaTauriAldebaran
9 Tage her

Ja, ja, der Judenhass in Deutschland, anno 2026. Überall Hakenkreuze, und wer könnte sie nicht übersehen, die im Stechschritt marschierenden Horden in ihren braunen Hemden, den Arm zum Gruße reckend, „heil Hitler“ rufend, mit Fackeln und Fahnen. Und wieder werden die Realitäten ignoriert. Wie die vom Killervirus Corona verursachte Jahrhundertpandemie. Gehässig und unkend sprachen die Zweifler. Bis selbst gesunde und junge Menschen starben, sich die Leichen auf den Gehsteigen stapelten und die schwarzen Rauchwolken bei den Leichenverbrennungen gen Himmel stiegen. Und nun siehe der Klimawandel. Brennende Erde, überall totes Vieh, glühende Sonne, Köln unter Wasser, Todesplanet Erde, Apokalypse. Und mittendrin… Mehr

Maja Schneider
9 Tage her

Offensichtlich hat Deutschland nicht das Geringste aus seiner Geschichte gelernt, trotz aller gegenteiliger Beteuerungen entsteht wieder ein Gedankengut, nicht zuletzt auch durch vielfältige Äußerungen und Verhaltensweisen des politmedialen Komplexes befeuert, das wir längst in der Verbannung glaubten, das jetzt allerdings in einen nicht unerheblichen Teil der Gesellschaft zurückgekehrt ist. Die Aufmerksamkeit des Auslands ist uns sicher, allerdings keine wohlwollende.

Kassandra
9 Tage her
Antworten an  Maja Schneider

„Wir können nicht Millionen Juden töten und Millionen ihrer schlimmsten Feinde ins Land holen“, so Karl Lagerfeld.
Vielleicht gilt es da anzusetzen – bevor man immer wieder versucht, Delinquenten in eigenen Reihen zu finden.

Milton Friedman
9 Tage her
Antworten an  Maja Schneider

Deutschland nicht das Geringste aus seiner Geschichte gelernt

Doch doch, Gil Ofraim hat halt Spuren hinterlassen. Auch bei mir als ehemaliger Tel-Aviv Urlauber

humerd
9 Tage her

„Das Hotel kämpfe seit Monaten mit Betrugsversuchen, Nutzerdaten seien gestohlen worden und No-Show-Gäste aus Nicht-EU-Ländern hätten reserviert.“
aber Auf Bewertungsportalen hatte es bislang gute Noten.“ 
das beweist einmal mehr, es gibt keine Schwarmintelligenz, aber viel Schwarmdummheit.

Wilhelm Roepke
9 Tage her

Hm, hier ist dringend noch mehr Aufklärung erforderlich, das riecht danach, dass noch nicht alles bekannt geworden ist. Und diese Aufklärung ist dringend nötig.

Eddy08
9 Tage her

Wie war das doch gleich mit Gil Oˋfarin oder wie er heißt in Leipzig? Am Ende blieb außer Lügen nichts übrig außer verbrannte Erde. Und wenn ein Goldstück israelische Fahnen in Berlin verbrennt, oder jüdischen Mitbürgern den Tod wünscht, dann scheint das alles okay zu sein. Am besten ist es mit wachem Verstand die Dinge zu betrachten. Seit „folge der Wissenschaft“ ist mein Misstrauen sehr leicht wachzubekommen

Wise Otherwise
9 Tage her
Antworten an  Eddy08

Und wie war dass noch gleich in Flensburg, wo eine Frau ihre kleine Halskette mit Davidstern ablegen sollte? Auch gelogen?
https://www.lto.de/recht/nachrichten/n/ag-flensburg-davidstern-verfuegung-justiz-wachtmeister

Und wieso überhaupt sollen sich eigentlich neuerdings alle Juden weltweit schuldig fühlen wegen Lügnern wie dem Ofarim, oder wenn der Zentralrats-SPD-Schuster wieder mal einen raushaut wegen der AfD?

AndreasA
9 Tage her
Antworten an  Wise Otherwise

Juden weltweit müssen sich wegen überhaupt nichts schuldig fühlen.
Genauso wenig wie ich als Deutscher wegen des Holocaust.
Aber ich muss es eben zwangsläufig hinnehmen, wenn ich deswegen angepöbelt werde. Beziehungsweise ich nehme es hin, ohne ständig deswegen rumzuheulen und zu Mama zu laufen. Willkommen im Leben.

Wise Otherwise
9 Tage her
Antworten an  AndreasA

Wie oft am Tag werden Sie denn von Juden im Durchschnitt so angepöbelt wegen dem Holocaust? Und wieviele Juden leben eigentlich bei Ihnen am Ort? Lauern die Ihnen schon früh morgens an der Wohnungstür auf, nur um Sie dann den ganzen wegen dem Holocaust beschimpfen zu können? Oder halten die die ganze Nacht mit Plakaten lautstark Demonstrationen vor Ihrer Wohnung ab? Oder wie muss man sich das bei Ihnen vorstellen?

Oder – ist das Ganze vielleicht doch nur ein Hirngespinst aus Ihrer Fantasie?

Last edited 9 Tage her by Wise Otherwise
Sonny
9 Tage her

Dieses Hotel wird zukünftig an einer Klientel ersticken, die sie ganz bestimmt nicht haben wollten.
Viel Spaß, wenn die weiblichen Angestellten dort künftig in Burkas „servieren“ müssen.

Wise Otherwise
9 Tage her
Antworten an  Sonny

Haha! An das Gleiche hatte ich auch gedacht! 😜 BTW: (1) Die „Distanzierung“ der Hotelbesitzer ist nur halbherzig. Denn ein derart massiv geschäftsschädigendes Verhalten wäre ein Grund für eine fristlose Entlassung der „überlasteten“ Mitarbeiterin. (2) Desweiteren müsste es ja in diesem Hotel schon der Vergangenheit desöfteren Probleme mit „Jews“ gegeben haben (wie das manchmal aus Davos mit einigen Ultraorthodoxen berichtet wird. Kann aber nicht sein, denn die würden wg der Halacha überhaupt nicht in einem Hotel ohne Kosher-Zertifikat buchen. Und aus gleichem Grund auch nicht über Booking.com. (3) Der Gast aus Israel hat über Booking.com gebucht. Die Buchungsbedingungen, und evtl… Mehr

teanopos
9 Tage her

nicht dass ich solche Aussagen gut finden würde aber die ganze Geschichte stinkt doch zum Himmel. Könnte es sein dass hier bewusst auf solche Reaktionen hingearbeitet wurde?

Es gibt in diesem Land aber auch von außen jede Menge (geistes)kranke und bösartige Akteure die auf solche Reaktionen hinarbeiten um ganz bestimmte Effekte zu erzielen.

Bemerkenswert ist hier nämlich auch wieder die große Glocke, wenn es (mutmaßlich) Deutsche sind die durchdrehen. In Berlin laufen zur gleichen Zeit tausende (oder gar schon zehn-/hundertausende?) Judenhasser herum – keine Sau des linksmedialen Betriebs stört sich daran, im Gegenteil.

Wie gesagt, das stinkt zum Himmel.

Last edited 9 Tage her by teanopos
Haba Orwell
10 Tage her

Böses Medium schreibt ebenfalls über die Geschichte und verlinkt ein X-Posting, in dem die vermeintliche Hotel-Nachricht abgebildet ist: >>>Talya Lador auf X: „Sind wir wieder in den 1930er Jahren? Ein Hotel hat einem Israeli folgendes geantwortet: „sorry, there are no Jews allowed in our hotel“. Ich bin froh darüber, dass @bookingcom dieses Hotel von seiner Homepage verbannt hat. https://t.co/3hiBEK1dse“ / X<<< Der Haken – ich buche selber via Booking.com, bekomme Nachrichten, die zwar halbwegs ähnlich formattiert sind, aber doch nicht ganz so. Zum Beispiel – in beiden letzten Unterkunft-Nachrichten von zwei Unterkünften aus diesem Jahr wurde die eigentliche Nachricht in… Mehr

Sonny
9 Tage her
Antworten an  Haba Orwell

Na, wenn die eigene Mitarbeiterin das schon zugegeben hat…ist das natürlich eine authentische Aussage.

Deutscher
9 Tage her
Antworten an  Haba Orwell

Es wäre in Zeiten, wo auf deutschen Straßen wütende Moslemmobs „Hitler“-Sprechchöre kraleelen und – unterstützt von Linken und anderen einheimischen Antisemiten und antijüdisch-antiamerikanischen Schwurbeltrotteln – lautstark Tod den Juden und die Vernichtung des Volkes Israel fordern, ja auch sehr außergewöhnlich, nicht wahr?