Der 17. Juni oder die große Heuchelei

Der 17. Juni ist der große Tag der Erinnerungsverhinderung. Unsere politische Klasse tut alles, um echtes Gedenken an die Opfer des Volksaufstands unter hohlen Ritualen zu begraben. Denn es war ein anti-sozialistischer Aufstand.

picture alliance / ASSOCIATED PRESS | -

Mehr als eine Million Menschen in 700 Städten gehen am 17. Juni 1953 auf die Straße.

Das wäre heute ein Anlass, sich mit Stolz an die mutigen Deutschen zu erinnern, die gegen ein Unrechtsregime aufgestanden sind. Doch tatsächlich wird dieser bedeutende Moment unserer Geschichte nicht etwa hell ausgeleuchtet, sondern im Gegenteil so gut wie möglich versteckt.

Dem Deutschen Bundestag ist die Erinnerung an den ersten großen deutschen Volksaufstand noch ganze 20 Minuten wert. Und das noch nicht einmal am Tag selbst, sondern am vergangenen Donnerstag, also an irgendeinem willkürlich gewählten Datum. Und auch nicht zur besten Sendezeit, sondern am Abend, um 18.55 Uhr – so terminiert, dass alle wieder rechtzeitig zum Eröffnungsspiel der Fußball-WM vor dem Fernseher sitzen können.

Unsere politische Klasse will sich gar nicht erinnern an den Volksaufstand vom 17. Juni 1953. Denn es war ein Aufstand gegen alles, wofür diese politische Klasse heute wieder steht.

Lästige Wahrheit

Der 17. Juni stört. Er stört die Erzählung, nach der die Freiheit und der freiheitliche Rechtsstaat grundsätzlich und immer nur von rechts bedroht werden.

Der 17. Juni stört, weil er vorführt, dass es in Deutschland einen linken Totalitarismus gab – mit Zensur, mit politischer Verfolgung, mit Schießbefehl und mit Panzern gegen das eigene Volk. Bis zum Jahr 1990 war der 17. Juni der „Tag der Deutschen Einheit“. Aber die Menschen sind damals gar nicht für die Deutsche Einheit auf die Straße gegangen – sondern gegen den Sozialismus.

Es war ein anti-stalinistischer Aufstand.

Es war ein Aufstand gegen das Schreckensregime der SED – jener Partei, die heute als „Linke“ wieder im Parlament sitzen darf. Jener Partei, deren stolzer Vorsitzender später ein gewisser Gregor Gysi wurde. Es war ein Aufstand gegen die menschenverachtende Ideologie, die eine gewisse Heidi Reichinnek und ihre Komplizen heute wieder verbreiten.

Es war ein Aufstand gegen den Sozialismus.

Geschichte wiederholt sich

Die Christdemokraten von Friedrich Merz und die Christsozialen von Markus Söder wollen nicht daran erinnert werden, dass sie mit den Tätern von damals heute gemeinsame Sache machen.

Damals verfolgte die SED die sogenannte „Sowjetisierung“ der Gesellschaft: eine Stärkung der Staatsmacht nach sowjetischem Vorbild. Nichts anderes tut der amtierende Bundeskanzler heute wieder. Damals war die Staatskasse leer, vor allem durch Schulden und Rüstungskosten. Das ist heute wieder so. Damals gab die Regierung Unsummen zum Aufbau einer Schwerindustrie aus. Heute gibt die Regierung Unsummen zur Subventionierung der Wind- und Solar-Mafia aus.

Damals versagte die Planwirtschaft, weil Planwirtschaft immer versagt. Der Staat brauchte immer höhere Steuern und Abgaben. Er holte sich das Geld vor allem bei Handwerkern, Einzelhändlern, Selbstständigen und Bauern. Das ist heute wieder so. Damals flüchteten Hunderttausende in der sogenannten „Abstimmung mit den Füßen“ vor dem Sozialismus. Heute verlassen jedes Jahr 150.000 bestens ausgebildete Menschen unser Land, weil sie für sich in Deutschland keine Zukunft sehen.

Damals erhöhte die SED die Arbeitsnormen. Heute will die CDU unsere Rentner dazu zwingen, länger zu arbeiten. Damals verfolgte die SED kritische Bürger, vor allem die „Junge Gemeinde“. Heute verfolgt „Unsere Demokratie“ kritische Bürger, vor allem die AfD.

Staatsgewalt

Mindestens 55 Menschen sind bei der blutigen Niederschlagung des anti-sozialistischen Volksaufstands getötet worden. Manche Quellen kommen auf 75 Opfer.

Die aktuelle Bundesregierung wird gegen die Bürger keine Panzer auffahren lassen. Aber nicht, weil sie nicht dazu bereit wäre (wozu unsere Berufspolitiker bereit sind, haben sie in der Corona-Zeit gezeigt). Sondern weil nach 16 Jahren Angela Merkel, nach drei Jahren Ampel und nach einem Jahr Friedrich Merz bei der Bundeswehr praktisch keine fahrtüchtigen Panzer mehr da sind. Und keine Brücken mehr, über die Panzer fahren könnten.

Wenn wir uns tatsächlich an den 17. Juni 1953 erinnern, dann müssen wir uns daran erinnern, dass der Sozialismus immer so endet: mit einer skrupellosen Elite, die inhaltlich und politisch versagt und die zum eigenen Machterhalt über Leichen geht. Mit den freiwilligen Nachfolgern der Mörder des 17. Juni 1953 suchen die ehrenwerten Damen und Herren von CDU und CSU jetzt den politischen Schulterschluss.

Man kann sich gar nicht genug dafür schämen.

Publikumsveralberung

Der Volksaufstand war nichts anderes als eine Revolution gegen den real existierenden Sozialismus.

Das macht sich schlecht, wenn man heute selbst die Marktwirtschaft verteufelt und im allmächtigen Staat den Heilsbringer sieht. Also spricht man bei der „Linken“, bei den Grünen, bei der SPD und auch bei CDU und CSU im Zusammenhang mit dem 17. Juni lieber allgemein von Protesten „für Demokratie“ und „für Menschenrechte“.

Dann muss man nicht sagen, wer damals die Panzer schickte.

Auf unserer politischen Bühne wird die Erinnerung an den 17. Juni als groteskes Schauspiel inszeniert. Man gedenkt pflichtschuldig der Opfer. Aber man verschweigt, dass diese Menschen gegen ein sozialistisches System rebellierten und nicht Opfer irgendeines Naturereignisses wurden, sondern dieses sozialistischen Systems.

Man ehrt die Opfer, aber man verschweigt die Täter. Man ehrt den Aufstand, aber man verschweigt den Anlass. Man singt das Hohelied der Freiheit – aber man verschweigt, dass deren größter Feind der Sozialismus ist, damals wie heute.

An den Aufstand wird mit hohlen Ritualen erinnert, doch seine eigentliche Botschaft wird verschwiegen wie eine peinliche Krankheit. Denn diese Botschaft könnte die Festreden stören und die Feierstunde verderben. Sie lautet nämlich nicht: mehr Staat. Sie lautet schon gar nicht: mehr Ideologie. Sie lautet: Lasst die Menschen in Ruhe.

Der Volksaufstand vom 17. Juni war kein Betriebsunfall. Er war die logische, ja zwangsläufige Reaktion auf ein System, das den Menschen die Luft zum Atmen nahm. Freiheit ist nichts, was den Bürgern vom Staat großmütig zugeteilt wird. Bürger sind keine Untertanen. Der Staat ist ein Diener, kein Herr.

Die Ostdeutschen von 1953 hatten das verstanden. Unsere politische Klasse von heute versteht es nicht.


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Kommentare ( 75 )

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eisenherz
25 Tage her

Heute, der 17. Juni 2026.  Der 17. Juni war und ist der wahre nationale, deutsche Feiertag. Im Gedenken an den 17. Juni 1953. Der Kampf gegen die totalitäre Regierung und der Widerstand gegen die Besatzer. Der 03. Oktober ist zur Ablenkung, dagegen ein so gewollter Onkel-Pelle-Tag wie auf dem Rummel, halbe Preise für Kinder, eine einzige große Lüge. https://www.tichyseinblick.de/wp-content/uploads/2023/06/IMG_1761.jpg Denken wir uns auf dem Bild den Schriftzug vom 17. Juni weg, erinnert uns dann die Menge der dort versammelten Menschen nicht frappierend an die Bilder von den Anti-Corona- Demonstationen? Gedenken zum 17. Juni im Bezahlfernsehen? # Heute · Mi., 17.… Mehr

Supersilent
24 Tage her
Antworten an  eisenherz

Der 3. Oktober ist mittlerweile auch der „Tag der offenen Moscheen“ im besten Deutschland aller Zeiten ist. Reiner Zufall natürlich, dass dies genau an diesem Tag stattfindet.

bkkopp
23 Tage her

Der 17. Juni als gemeinsamer Nationalfeiertag für das wiedervereinigte Deutschland wurde bereits 1990 verworfen. Die herrschende Elite von damals, Kohl/Gernscher und die ganze Generation, wollte den verfassungsrechtlichen Beitritt der DDR am 3. Oktober zu einem neuen, seelenlosen Feiertag dekretieren. Alle, die heute versuchen den Mangel an Gefühl für nationale Identität Leuten wie Merz/Söder, und Konsorten in allen Parteien, anzuhängen liegen total daneben. Die Fehlentscheidung auf der kulturellen Ebene von nationaler Identität war nur mit der Fehlentscheidung auf wirtschaftlicher Ebene zur Währungsumstellung/Wechselkurs vergleichbar.

Juergen Schmidt
24 Tage her

»Bürger sind keine Untertanen. Der Staat ist ein Diener, kein Herr. … Unsere politische Klasse von heute versteht es nicht.« Das ist nicht der Punkt, ob jemand was versteht oder nicht.
Der Sozialismus ist die einzige Herrschaftsform, in der der Pöbel an die Macht gelangen kann. Daher versucht er es immer wieder.
Man muss leider anerkennen – in den letzten Jahren wieder einmal mit Erfolg.

kto vinovat
24 Tage her

Wenn der Aufstand nicht niedergeschlagen worden wäre, hätten wir den Sozialismus schon vor 50 Jahren auch Westdeutschland bekommen. Nur das Schreckbild des realen Sozialismus hinter Mauer und Stacheldraht war genug Abschreckung. Jetzt lockt wieder die Illusion vom Schlaraffenland.

Ossi Kabongo
24 Tage her

So titelte gestern die Berliner Zeitung:
Vergessene Geschichte: Wenn nur die Panzer im Osten zählenDer 17. Juni 1953 ist staatlicher Gedenktag –
die mit Panzern niedergeschlagenen Arbeiterproteste in der US-Zone kennt kaum jemand. Ein blinder Fleck mit System.“
Ein hochinteressanter Artikel (Bezahlschranke) in dem Florian Warweg den „blinden Fleck“ beleuchtet.
100% Lesenswert, da bislang völlig ausgeblendet und vergessen gemacht.

chris
24 Tage her
Antworten an  Ossi Kabongo

wollen Sie uns, die wir nicht extra ein Abo der Berliner Zeitung kaufen wollen, villeicht an Ihrem neu erworbenen „Wissen“ teilhaben lassen? Vielleicht nur ein paar Eckdaten die eine Verifizierung ermöglichen? Wann gab es Arbeiterproteste in der US-Zone? Was war der Anlass? Welche Rekation fand statt? Vielen Dank.

Ossi Kabongo
23 Tage her
Antworten an  chris

Ja, ich will Sie teilhaben lassen und liefer Ihnen mal ein paar Passagen (Zitate): Ein Streikverbot mit Nazi-WurzelnSchon der rechtliche Rahmen, in dem sich westdeutsche Arbeiter bewegten, ist erklärungsbedürftig. 1952 erklärte der Präsident des Bundesarbeitsgerichts, Hans Carl Nipperdey, alle Formen des politischen Streiks in der Bundesrepublik für illegal. Nipperdey hatte zuvor bereits Karriere als Arbeitsrechtler im „Dritten Reich“ gemacht und war Mitautor des „Arbeitsordnungsgesetzes“ von 1934. Sein Verbot entsprach exakt dem Gedankengut, das er bereits als Nazi-Jurist vertreten hatte, als er von der Pflicht des „Gefolgsmannes gegenüber dem Gefolgschaftsführer“ sprach. Dieses bis heute in der Europäischen Union einzigartige Verbot des… Mehr

Emanreztuneb
24 Tage her

Verstehen die werten Herren bei Tischy’s Einblick eigentlich, dass es sich bei der Sowjetunion um ein KOMMUNISTISCHES Regime handelte und der Aufstand gegen den KOMMUNISMUS war, nicht den Sozialismus. KOMMUNISMUS ist absolut nicht gleich Sozialismus. KOMMUNISMUS hat nichts mit sozial zutun.

chris
24 Tage her
Antworten an  Emanreztuneb

dazu gibt es eine Vielzahl unteschiedlicher Ansichten und Definitionen. Auch der Kommunismus verwendet diese Vokabel um eine Vorstufe zum kommunistischen Ideal zu beschreiben. Im Übrigen: die allermeisten Formen des „Sozialismus“ sind unsozial.

Anglesachse
24 Tage her
Antworten an  Emanreztuneb

Kleiner Einwand: Kommunismus war an sich (als Idee) die „Herrschaft der Kommunen“, also die Herrschaft/ Selbstverwaltung von kleinen Gemeinschaften/ Gemeinden über ein Staat. Dies entsprach „damals“ unserem Bundessystem der Länder. Der „Sozialismus“ wurde dann einfach darübergestülpt und so „Erz-rot“. Freie o. Planwirtschaft und/oder Enteignung hatten damit nix zu tun, denn auch die „Kriegs-Industrie der westlichen Werte-Gesellschaft“ ist Planwirtschaft und geboren in den USA um ca. 1914(?). Darum war Leo Trotzky auch von den USA so begeistert. Im Schluss könnte also ein Kommunist auch freie Marktwirtschaft und direkte Demokratie durch diese Kommunen praktizieren. Es wäre dann direkte Demokratie ohne Parteien. Aktuell… Mehr

Ossi Kabongo
23 Tage her
Antworten an  Emanreztuneb

Jeder halbwegs intelligente Mensch mit IQ oberhalb der Raumtemperatur könnte Sozialismus vs. Kommunismus googeln, und wüsste dann hoffentlich etwas mehr zu diesem Thema. Versuchen Sie es einfach mal…

DerHexer
22 Tage her
Antworten an  Emanreztuneb

Sozialismus hat auch nichts mit sozial zu tun. Das verstehen leider viele – vor allen Dingen die jüngeren – Altparteienwähler nicht.  

Supersilent
24 Tage her

Die politisch linke Elite möchte lieber den Mantel des Schweigens über den 17.Juni 1953 legen, einmal kurz erinnern, dann muss es das aber auch gewesen sein sonst könnte noch jemand darauf kommen, dass jene Zustände von damals auch hier immer realer werden, die Tranformation zur neuen DDR im vollen Gang ist. Die Machthaber werden auch hier über Leichen gehen sollte das Volk doch einmal wach werden und anfangen sich zu wehren. Das meine ich wirklich so denn ich bin überzeugt, dass die auch vor Mord nicht zurückschrecken um ihre Macht zu sichern. Wenn es keine andere Möglichkeit mehr gibt werden… Mehr

Sabine Schoenfelder
24 Tage her

Wenn das Volk, die Bürger nicht so geschichtsvergessen wären, der Nachwuchs nicht in die völlige Verblödung mit staatlicher Direktive pädagogisiert würde, DANN könnte man diesen Volksaufstand als PROVOKATION deuten.
Die Verhältnisse damals und heute ähneln sich. Ein freies, demokratisches Europa wird sukzessive per moderner Medien und Kontrollinstanzen in eine Propagandadiktatur „transformiert“. (nach Klausi Schwab)
Zu unserem Besten, wie immer….und zum Allerbesten für einige Wenige. So funktioniert Faschismus.

Reinhard Schroeter
24 Tage her

Egal ob man es glauben kann oder nicht, Stalin wollte ein neutrales Deutschland ohne Besatzung aber durch die Siegermächte garantiert. Adenauer hat die Wiederbewaffnung und den Beitritt zur NATO vorgezogen und damit die Mitteldeutschen, die aus Brandenburg,Mecklenburg Vorpommern und Ost-Berlin im Stich gelassen. Dafür schallte 40 Jahre lang das Gesülze von Unseren Brüdern und Schwestern vom Westen über Mauer und Stacheldraht. Jetzt wollen sie den Volksaufstand von 53 vergessen machen, den sie auch 40 Jahre lang für ihre Zwecke zu nutzen wussten und Krokodilstränen geweint haben. Sie haben dieses Land dazu gebracht, dass wir einen neuen 17. Juni so nah… Mehr

HPs
24 Tage her
Antworten an  Reinhard Schroeter

Was Stalin (wie sein Bruder im Geiste Putin) wirklich wollte,
die USA aus Europa verdrängen und die Westintegration der Bundesrepublik verhindern.

GOTTSEIDANK,
haben die Westmäche UND der deutsche Bundeskanzler, dieses „Angebot“ ignoriert.

Russische Sicherheitsgarantien
sind nichts wert.

In der Ukraine, Finnland, Baltikum, Polen, weiss man das sehr genau.

Einen neuen 17. Juni wird es nicht geben (typische ostdeutsche Latrinenparole), ihr könnt jederzeit gehen -> da ist die Tür.

Last edited 24 Tage her by HPs
Reinhard Schroeter
24 Tage her
Antworten an  HPs

Bei ARD und ZDF sitzen Sie nach wie vor in der ersten Reihe.
Dazu noch die bundesdeutsche Klippschule und Buntschland kommt dabei heraus.
Das Beste, was wir je hatten!

Sabine Schoenfelder
24 Tage her
Antworten an  HPs

Hops, heute schlecht geschlafen ? Ihre Vorstellung von Demokratie ?
…da ist die Tür. Der Linksdrehende, immer am Pädagogisieren und Spalten. Fahren Sie in die Ukraine. Es gibt viele Russenfans….und immer mehr Selenskyj-Antipathie.
Geben Sie es zu, u n t e r UNS. Bärbel Bas ist Ihre Traumfrau….sozialistisch, ahnungslos und gesinnungsstark. Eine Frau, ganz nach Ihren Vorstellungen…

Reinhard Schroeter
23 Tage her
Antworten an  Sabine Schoenfelder

Wie soll man sich das vorstellen ?
Es gibt also ( West)-Deutsche, die sich für die Hausherren dieses Landes halten und andere Deutsche die Tür weisen können ?
Seltsam, bei den Landnehmern aus dem Orient, sind sie dafür zu feige.

Baer Buche
24 Tage her

„Unsere politische Klasse will sich gar nicht erinnern an den Volksaufstand vom 17. Juni 1953.“ Darum wurde der Nationalfeiertag auch flugs auf den 3. Oktober verlegt, mit dem niemand was verbindet*, und an dem das Wetter nichts zum Feiern ist. Der 9. November hätte sich angeboten, ist aber genauso mit dem Makel des Revolutionären behaftet. *: Fun fact: Der 3. Oktober wurde innerhalb einer Kungelrunde von Vertretern der Volkskammer und des Bundestags nach dem dritten Bier vorgeschlagen im Gedenken an Franz Josef Strauss (gestorben 3.10.1988). Hat ein Beteiligter mal im DLF ausgeplaudert. Die CSU weiß darum, freut sich darüber, aber… Mehr

Laurenz
24 Tage her

Über meinem Schreibtisch hängt das berühmte Photo von den ausgemergelten jungen Männern mit Flagge vor dem Brandenburger Tor. Für mich, Jahrgang 65, ist das heute noch ein Trauma. Ich zünde an diesem Tag immer auch ein Teelicht an. Der Tag erinnert auch an die Deutschen Charakterschweine, wie Adenauer. Kein Vergessen, kein Verzeihen.

Alte weise Frau
24 Tage her
Antworten an  Laurenz

Sag nicht Schweine, denn diese Lebewesen haben Charakter.

Laurenz
24 Tage her
Antworten an  Alte weise Frau

Das mag sein. Aber der Terminus leitet sich einerseits von der doch recht gefährlichen Wildsau ab & andererseits im Suhlen der Hausschweine, was dann auf den Charakter übersetzt wird.