„Welche Waffen?“ – Die Fragen der Clan-schmusigen Linken an die Polizei

Ist die Berliner Linke zu eng mit der Unter- und Halbwelt? Die Anfragen von Ferat Koçak (Die Linke) an den Berliner Senat sollten jedenfalls neu bewertet werden: Nach Auffliegen des Flirts des Linkspartei-Politikers mit dem berüchtigten Remmo-Clan irritieren die Detailfragen ganz besonders.

IMAGO / dts Nachrichtenagentur

„Welche Waffen führten die durchführenden Polizeikräfte mit und inwiefern kamen diese zur Anwendung?“, wollten Ferat Koçak und Niklas Schrader, der innenpolitische Sprecher der Linken, etwa bei ihrer schriftlichen Anfrage am 25. Februar 2022 mit dem Titel „Organisierte Kriminalität – Polizeieinsätze im Bereich sogenannter ‚Clankriminalität‘“ ganz genau wissen. Und der Senat sollte auch dazu Auskunft geben, ob bei den „aufgeführten Schwerpunkt- und Kontrolleinsätzen Polizisten Maschinenpistolen oder andere Schnellfeuerwaffen in offener Trageweise am Körper mitgeführt“ hätten.

Ähnlich detailliert fragten die beiden Linken-Politiker nach Einsatzorten, Datum und Uhrzeit, beteiligten Einheiten, geleisteten Personalstunden und dem genauen Bezug zur Bekämpfung der Clankriminalität. Eine weitere Anfrage vom September 2022 thematisierte Hausdurchsuchungen, den Einsatz von Spezialeinheiten und das Vorhandensein Minderjähriger in den betroffenen Haushalten. Im September 2023 wiederholten sie den Fragenkatalog nahezu wortgleich für das laufende Jahr.

Derartige parlamentarischen Anfragen sind das legitime Recht der Opposition. Die Linke hat den Begriff „Clankriminalität“ bekanntlich seit Jahren als rassistischen Kampfbegriff gebrandmarkt, der ganze Familien allein wegen ihres Nachnamens unter Generalverdacht stelle. Koçak selbst erklärte bei einer Rede im Bundestag im Januar 2026, der Terminus habe eine „rassistische Geschichte“ und kriminalisiere Menschen aufgrund ihres Namens.

Genau dieses Video von der Rede schickte er wenige Wochen später Firas Remmo mit der Bitte: „Bruder, hilf mir mal das hier zu verbreitern. Sagt allen euren Leuten, die sollen das teilen bitte.“ Firas Remmo, Sohn des bekannten Clan-Oberhaupts Issa Remmo, antwortete „Gerne Bruder“. In einem anderen Chat ließ Koçak dem Vater „Grüße mit Respekt“ ausrichten und erkundigte sich, wann er im Büro vorbeikommen könne. Firas Remmo veröffentlichte die Screenshots nach der Berliner Wahl auf Instagram und kommentierte: „Wir sind ein Team.“

Issa Remmo selbst tauchte auf Wahlpartys der Linken in Neukölln auf, wie Tichys Einblick berichtet hat. Die Familie Remmo gilt der Berliner Polizei als eines der zentralen kriminellen Clan-Netzwerke. Ihr werden unter anderem der Diebstahl der Goldmünze aus dem Bode-Museum, der Einbruch ins Grüne Gewölbe in Dresden, Schutzgelderpressung und weitere schwere Straftaten zugerechnet. Teile der Großfamilie stehen seit Jahren im Fokus von Razzien und Vermögensabschöpfungen.

Ungustiöse Nähe zu jenen, gegen die Berlins Polizei ermittelt

Die Fraktionsspitze der Linken zog Koçak vorerst aus dem Bundestags-Innenausschuss und der Öffentlichkeit zurück, bis „volle Transparenz“ hergestellt sei. Die Grünen-Politikerin Irene Mihalic forderte einen sofortigen Mandatsverzicht: Koçak erhalte nun „11.833 Euro im Monat für nichts“. Auch aus der Union und aus der eigenen Partei kam scharfe Kritik.

Die Brisanz bleibt trotz des politischen Teil-Rückzugs des Linken-Politikers – sie liegt in der Kombination der Fakten: Ein Innenpolitiker, der die Polizei-Strategie gegen Clankriminalität als diskriminierend bekämpft, verlangt vom Senat minutiöse Angaben zu Einsatzzeiten, Orten und sogar zur Bewaffnung der Beamten und unterhält gleichzeitig vertrauliche Kontakte zu Personen aus genau diesem Milieu. Ob Informationen weitergegeben wurden, ist nicht belegt. Aber schon der bloße Anschein eines Interessenkonflikts ist jedoch schwerwiegend.

Parlamentarische Kontrolle der Polizei setzt eine Distanz zu denjenigen voraus, gegen die die Polizei ermittelt.

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Kommentare ( 3 )

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E.Frei
28 Minuten her

Da kommen einem sogleich zwei Sprichwörter in den Sinn:
„An der Quelle saß der Knabe“ und, passend zu Berlin, Nachtigall ick hör dir trapsen.
Das erzeugt doch ein sehr zwiespältiges Sicherheitsgefühl, solche Delegierten im Bundestag zu haben und wirft die Frage auf:
Wer hat die eigentlich tatsächlich delegiert?

Juergen Waldmann
55 Minuten her

https://www1.wdr.de/politik/politik-in-nrw/luxus-schleuser-spenden-reul-cdu-wahlkampf-100.html
Die CDU in NRW hat mit “ Schleuser Spenden Gelder “ Wahlkampf finanziert , die wird die Klappe halten , wenn es um krumme Geschäfte der Linken geht ! Die Bürger haben in Berlin die gewählt , die in der Stadt ihr Geld verdienen , ob legal oder illegal . Nur Maggus Söder kann den Geldfluss aus Bayern stoppen , der über den Länderfinanzausgleich in Clan-Händer geht ! Dit is Berlin , so sagte es schon Heinrich Zille , da ändert sich nichts !

Andres
1 Stunde her

Vielleicht möchte der Herr Kotzak auch gerne Infos zu den zukünftigen Einsätzen gegen seine „Brüder“ haben.

Last edited 1 Stunde her by Andres