Nach Marokkos 0:2 gegen Frankreich flogen in Düsseldorf und London Flaschen auf Polizisten, Amsterdam meldete Festnahmen, Den Haag räumte Straßen. Paris wurde mit 8.000 Einsatzkräften abgeriegelt. Europas Metropolen behandeln Spiele Marokkos inzwischen wie angekündigte Massenunruhen. In Osteuropa bleibt es ruhig. Woran das wohl liegt?
Frankreich beendete Marokkos WM-Lauf am Donnerstagabend mit einem 2:0. In westeuropäischen Städten begann anschließend der inzwischen eingeübte zweite Teil solcher Fußballabende: Polizeiketten, Schutzhelme, Straßensperren, Pyrotechnik, Flaschenwürfe und Festnahmen.
In Düsseldorf versammelten sich rund 1.500 überwiegend marokkanische Fans in der Nähe des Hauptbahnhofs. Nach dem Abpfiff flogen Böller und Glasflaschen gezielt auf Polizisten. Drei Beamte wurden verletzt. Einer musste im Krankenhaus behandelt werden. Mehrere Strafverfahren wurden eingeleitet. Härtere Konsequenzen gegen die neuen Overlords werden wohl ausbleiben.
In London drängten große Gruppen auf die Edgware Road. Pyrotechnik wurde gezündet, Gegenstände flogen auf Einsatzkräfte. Ein Polizist wurde von einer Flasche getroffen und musste ins Krankenhaus gebracht werden. Vier Personen wurden festgenommen. Amsterdam meldete acht Festnahmen wegen Störungen der öffentlichen Ordnung. Stadtverwaltung und Polizei hatten sich gemeinsam mit Streetcoaches und eigens mobilisierten „Vätern aus den Stadtvierteln“ auf den Abend vorbereitet.
Das ist für sich genommen schon der Weg hin zur Kapitulation. Schon die Zusammensetzung dieses Aufgebots wirkt wie ein Offenbarungseid. Ein europäischer Staat benötigt familiäre Hilfstruppen, damit erwachsene Männer nach einem Fußballspiel keine Straßenschlacht beginnen.
In Den Haag griff die Polizei im Stadtteil Schilderswijk ein und räumte Bereiche rund um die Vaillantlaan. Bereits nach Marokkos Sieg gegen die Niederlande waren dort Beamte mit Feuerwerkskörpern, Steinen und anderen Gegenständen angegriffen worden. In Den Haag und Rotterdam gab es damals 17 Festnahmen.
Die Begleiterscheinungen hängen kaum noch vom Spielausgang ab. Bei Siegen eskalieren die Feiern. Bei Niederlagen eskaliert die Wut. Europas Innenstädte erhalten in beiden Fällen dasselbe Ergebnis. Westeuropas, wohlgemerkt. Oder haben Sie schon von Eskalationen dieser Art nach einem marokkanischen Fußballspiel aus Prag, Budapest oder Warschau gehört? Eben.
Brüssel kennt diese Nächte schon seit Jahren. Wasserwerfer, brennende Autos, verwüstete Geschäfte und Angriffe auf Polizisten gehören dort zum wiederkehrenden Bild nach Spielen Marokkos. Vor der Partie gegen Frankreich wurden Buslinien verlegt und Gegenstände aus gefährdeten Straßen entfernt. Eine Hauptstadt räumt vorsorglich ihr Mobiliar weg, weil eine ausländische Nationalmannschaft Fußball spielt.
Paris blieb diesmal von größeren Ausschreitungen verschont. Natürlich wurde hier und dort ein weißer Franzose umgetitscht. Das zählt den westeuropäischen Regierungen nochmal weniger als konkreter Mord an ihren Staatsbürgern. Frankreich hatte dafür rund 20.000 Polizisten und Gendarmen mobilisiert, davon 8.000 in der Hauptstadt. Metrostationen wurden geschlossen, Straßen gesperrt, Kraftstofftransporte eingeschränkt. Der französische Staat behandelte das Viertelfinale wie das, was es war und ist: eine nationale Gefahrenlage.
Diese Ruhe war das Ergebnis militärisch wirkender Polizeipräsenz. Ein Fußballspiel in Nordamerika genügte, um Teile von Paris abzuriegeln. Westeuropas Regierungen haben aus Städten mit großer maghrebinischer Bevölkerung schwelende Unruhegebiete gemacht und präsentieren das anschließende Großaufgebot als professionelle Sicherheitsvorsorge. Da darf man doch mal gratulieren. Die Erfahrung zwingt sie dazu. Beim vorherigen WM-Duell zwischen Frankreich und Marokko wurden allein im Großraum Paris 167 Menschen festgenommen. Die Vorwürfe umfassten Angriffe auf Polizisten, Waffenbesitz und das Mitführen von Sprengmitteln.
Paris, Brüssel, Amsterdam, Den Haag, London und Düsseldorf liegen in verschiedenen Ländern. Die Einsatzberichte folgen demselben Muster. Große Gruppen junger Männer beanspruchen Straßenraum, missachten Anweisungen, greifen Polizisten an und testen die Durchsetzungsfähigkeit des Staates jedes Mal aufs Neue.
Politik und Medien verpacken diese Vorgänge anschließend in eine Sprache der Vernebelung. „Feiern kippen.“ „Emotionen kochen hoch.“ „Fans geraten mit der Polizei aneinander.“ Die Täter verschwinden sprachlich, die Gewalt erscheint wie ein Wetterereignis. Die Herkunft und politische Sozialisation der Beteiligten werden systematisch aus dem Befund herausgehalten.
Solche Bilder zeigen den Zustand der Integration genauer als jede Regierungsstatistik. Wer sich nach Jahrzehnten in Europa stärker mit Rabat als mit Düsseldorf, Amsterdam oder Brüssel identifiziert, lebt körperlich im Westen und politisch betrachtet in einer Parallelwelt. Die Staaten und Regierungen Westeuropas haben diese Parallelwelt selbst gefördert und tun dies immer noch. Herkunft wurde zur dauerhaften Identität erklärt. Nationale Bindung an das Aufnahmeland galt als Zumutung. Migrantenverbände wurden und werden finanziert, Loyalitätskonflikte verdrängt, kulturelle Abgrenzung als Vielfalt gefeiert.
Jetzt stehen Polizeibeamte in Schutzausrüstung auf den Straßen und zahlen den Preis dieser Politik mit ihrer Gesundheit. Ladenbesitzer (auch marokkanische, die vor 30 oder 40 Jahren nach Europa gekommen sind) verbarrikadieren ihre Geschäfte. Anwohner meiden ihre Viertel. Steuerzahler finanzieren Tausende Einsatzkräfte. Wie man hier in Frankreich sieht, geht es durchaus auch immer wieder gegen die eigenen Leute, vor allem aber gegen diejenigen darunter, die sich integriert hatten. Auch sie gelten unter den neu Hinzugekommenen als Vertreter ihrer Gegengesellschaft.
Die politischen Verantwortlichen reagieren weiterhin mit ritualisierter Betroffenheit und mit der weiteren Flutung der westeuropäischen Länder bis zur Unkenntlichkeit und Nichtbeherrschbarkeit. Sie verurteilen „Gewalt von einzelnen Chaoten“ und schützen damit das gesamte ideologische Gebäude ihrer katastrophalen Einwanderungspolitik. Jeder strukturelle Befund wird zum Einzelfall zerlegt.
Ein Einzelfall ereignet sich einmal. Diese Ausschreitungen kehren bei jedem großen Turnier wieder. Dieselben Städte bereiten sich vor, dieselben Viertel werden geräumt. Und die immer gleichen Gruppen greifen Einsatzkräfte an. CDU-CSU-SPD-Grünen-Politiker erklären anschließend, Integration sei ein langfristiger Prozess. Aber immer nur Bringschuld des aufnehmenden Landes, nie die ganz konkrete Forderung an die Menschen, die zu Millionen aus inkompatiblen Kulturen hier eingeschleust wurden.
Der langfristige Prozess hat längst ein Ergebnis hervorgebracht. Westeuropäische Staaten besitzen Großstadtviertel, in denen ausländische Fußballspiele die öffentliche Ordnung aussetzen. Eine Nationalmannschaft aus Nordafrika entscheidet mit Sieg oder Niederlage darüber, ob westeuropäische Innenstädte Wasserwerfer benötigen.
Dortmund zog die Konsequenz sogar schon vor dem Viertelfinale. Das große WM-Public-Viewing im Hafengarten wurde vorsorglich eingestellt, obwohl die Stadt das Projekt unterstützt und die Infrastruktur bereitgestellt hatte. Der Grund war bemerkenswert genug: Nach dem Achtelfinalsieg Marokkos über Kanada hatten marokkanische Vandalen Zäune zerstört, Mobiliar beschädigt und technisches Equipment verwüstet. Hinzu kamen wiederholte Konflikte mit dem Sicherheitspersonal und gezielte Störungen des Veranstaltungsbetriebs. Der private Betreiber kam nach eigenen Angaben zu dem Ergebnis, dass ein Weiterbetrieb nur noch mit einem massiv erhöhten Sicherheitsaufgebot möglich gewesen wäre – finanziell nicht mehr tragbar und organisatorisch kaum noch beherrschbar.
Eine deutsche Großstadt kapitulierte vorsorglich vor der Aussicht auf die nächste Eskalation rund um ein Spiel der marokkanischen Nationalmannschaft. Das Public Viewing wurde nicht nach Ausschreitungen beendet, sondern vor dem Viertelfinale gegen Frankreich.
Marokkos Mannschaft hat sportlich eine starke Weltmeisterschaft gespielt. Teile ihres westeuropäischen Anhangs lieferten erneut das Gegenbild: aggressive Parallelgesellschaften, schwache Staatsgewalt und eine politische Klasse, die den Zusammenhang weiterhin leugnet.
Frankreich steht im Halbfinale. Marokko ist ausgeschieden. Westeuropa bleibt mit den Folgen einer absolut katastrophalen Einwanderungspolitik zurück, deren Scheitern inzwischen nach jedem marokkanischen Spiel unter Blaulicht sichtbar wird.
Auch in Marokko selbst blieb es ruhig:

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Jetzt mal ganz im Ernst: Das war doch kein Spiel Frankreich gegen Marokko. Das war ein Spiel Marokko gegen Marokko.
Es war Afrika gegen Msrokko
Gut so, da sehen die Osteuropäer was ihnen droht sollten sie Muslimzuwanderung zulassen. Sie werden das nicht tun und so haben diejenigen von uns die ein normales Leben in Europa führen möchten eine Chance. Ich habe Bulgarien gewählt, im Vergleich mit der BRD ein Paradies.
Also wenn ich Weltkönigin wäre – ich würde die marokkanische Mannschaft von jetzt an einfach von der Weltmeisterschaft ausschließen, bevor es beim nächsten 2:0 gegen al-Mamlaka al-Maghribīya womöglich noch Tote gibt! Da muß doch die Sicherheit und das Leben der Fußballfans und der Polizeikräfte und auch die Unversehrtheit des Open-Air-Equipments eine gewisse Priorität haben! Obwohl – mit Prioritäten ist das bekanntlich so eine Sache: Wie sagte neulich noch einer, der sich so erfolgreich ins Kanzleramt gelogen hat daß er jetzt offenbar vorhat, sich auch noch durch den Rest seiner Amtszeit hindurchzuschwindeln auf die Frage einer AfD-Abgeordneten, warum er lieber die… Mehr
„Bei Siegen eskalieren die Feiern. Bei Niederlagen eskaliert die Wut.“ Emotionen gehören zum Menschen. Europäische Männer, Frauen und Diverse urlauben extra in südlichen Urlaubsparadiesen, um sich mit genau solchen Emotionen beglücken zu lassen, denn ihr heimatliches Umfeld erscheint ihnen zu graubraun. Kommunistische Terrorist:innen aus dem Westdeutschland Steinmeiers und Trittins haben im heißen Jordanien von glutäugigen Wüstensöhnen das Sprengstoffhandwerk erlernt. Im Kino und in der E-Autowerbung der VW-Marke Cupra schmachtet der weltoffene Bürger mit dem jungen, schönen, emotionalen Häuptlingssohn, der mit seiner … (was für uns der Rasentrimmer ist) alles plattmacht, um an eine schöne Frau zu gelangen. Hier möchte ich… Mehr
„Väter aus den Stadtvierteln“ sind je nach Stadtviertel der Friedensrichter oder der Clanchef.
Oder im Zweifelsfall der Stärkere von beiden. Oder, wenn der Clanchef gleichzeitig Friedensrichter ist, ist es eh klar.
Achtung, die Zonengrenzen solcher weltoffenen Stadtviertel weichen in westeuropäischen Reisegebieten teilweise von früheren Grenzziehungen wie z.B. Postleitzahlengebiete oder Zuständigkeitsbereiche von Bürgerämtern ab.
-> Bereichrung!
Moin, „In Osteuropa bleibt es ruhig. Woran das wohl liegt?“ TE hat ja immer noch feinen Humor. Mir sind beim Spiel 2 Dinge aufgefallen. Erstens: Dei deutsche Mannschaft ist genau so weit gekommen, wie es ihre Möglichkeiten zugelassen haben. Zweitens: Bei den Franzosen laufen mehr Farbige in der Mannschaft rum, als bei Marokko. Da hab ich wohl die Achse an meinem Globus falsch eingesteckt. Drittens: Flüchtlinge aus Marokko müssen selbstverständlich politisches Asyl bekommen. Wie man an der Anzahl der Fans in den US klar sehen konnte, können wirtschaftliche Fluchtgründe ausgeschlossen werden. „In Düsseldorf versammelten sich rund 1.500 überwiegend marokkanische Fans…“… Mehr
Flüchtlinge aus Marokko müssen EBEN NICHT selbstverständlich politisches Asyl bekommen. Denn es ist ein sicheres Herkunftsland.
Staatlich hart verfolgt wird man dort nur, wenn man:
Nackt mit einer Hundemaske herumläuft,
Öffentlich auf der Strasse Massengebete veranstaltet,
Die dort lebenden Christen und Juden angreift,
Polizisten angreift,
Bombenattentate verübt,
In der Migrantenschleppermafia tätig ist,
Frauen und Kinder vergewaltigt.
Moin,
sag ich doch. Danke für die doch recht vollständige Liste der Asylgründe. Damit sind sie doch in D schon so gut wie Integriert.
LG
> Wer sich nach Jahrzehnten in Europa stärker mit Rabat als mit Düsseldorf, Amsterdam oder Brüssel identifiziert, lebt körperlich im Westen und politisch betrachtet in einer Parallelwelt. Aha. Meine Oma lebte von 1956 bis zum Tod 2013 in Oberhausen, ließ sich dennoch in der alten Heimat in Gleiwitz begraben. Auch ein gewisser Herr Adelson lebte das meiste Leben in den USA, wurde dennoch weit weg von den USA bestattet. So etwas soll es geben – weder meine Oma noch Herr Adelson waren Muslime. (Die jüngste Tochter der Oma und ihre Enkelin von der ältesten Tochter bekennen sich stattdessen zum Judentum).… Mehr
Vielleicht sollten Sie den TE Satz als höfliche und/oder vorsichtige Formulierung verstehen. Dann passen auch Ihre Oma und Herr Adelson wieder ins Bild.
Jaja, wir wissen schon um Ihre familiäre Nomadentradition. Das haben Sie jetzt oft genug betont.
Das angeblich „beste Deutschland aller Zeiten“ !
Mord und Totschlag – So etwas gibt es jeden Tag im Land der dummen Deutschen.
Sich zur Wehr setzen, das wurde ihnen von Wahnsinnigen abgewöhnt.
„Die Begleiterscheinungen hängen kaum noch vom Spielausgang ab“
Eben. Und darum sollte man die Mannschaft Marokkos insgesamt disqualifizieren und von WM-Turnieren ausschließen. Die Mannschaft haftet für ihre Fans.
Der Ausdruck „Overlord“ für den Ausländer-Hooligan-Mob auf den Straßen Westeuropas ist absolut passend. Sie kontrollieren wie Overlords den öffentlichen Raum und haben das staatliche Gewaltmonopol bereits überall ausgehebelt.
AB NACH HAUSE – und zwar schnellstens!
> Die Mannschaft haftet für ihre Fans.
Nach diesem Prinzip gäbe es längst keine Bundesliga mehr. OK, der liberal-konservative Michel sieht Fußballfans-Krawalle einzig dann, wenn Muslime beteiligt sind.
„Die Mannschaft haftet für ihre Fans“ wurde schon häufiger in der Bundesliga praktiziert.
Auch gegenüber den englischen Hooligans bei europäischen Wettbewerben.
Wieso tun sich die Polizisten das noch an, mit voller Montur in der Hitze gegen einen aggressiven Mob? Leitet die marokkanischen „Feiernden“ doch einfach in die Gutmenschen-Viertel um, aus den eh schon unter Druck stehenden Problemvierteln. Das sollten doch alle zufrieden sein. Die gutsituierten Grün-Wähler bekommen die ersehnte multikulturell-bunte Party, nieder mit dem Graudeutschen.
> Die gutsituierten Grün-Wähler bekommen die ersehnte multikulturell-bunte Party, nieder mit dem Graudeutschen.
Der Haken ist, dass es sich eigentlich um 75-80% der Bevölkerung handelt, zumindest im Westen. Da vermischt sich die Schadenfreude mit dem Selbsterhaltungstrieb.