Strack-Zimmermann will die FDP nun doch selbst abwickeln

Mann von gestern gegen Frau von vorgestern: Die FDP-Parteihaubitze Marie-Agnes Strack-Zimmermann kandidiert entgegen eigener Ankündigung nun doch gegen Wolfgang Kubicki um den Vorsitz. Ein politisches Blutbad. Popcorn, bitte.

picture alliance/dpa | Michael Kappeler
Marie Agnes Strack Zimmermann, Kandidatin als Parteivorsitzende der FDP, Berlin, 30.05.2026

Damit hat niemand gerechnet: Marie-Agnes Strack-Zimmermann schießt aus dem Hinterhalt gegen Wolfgang Kubicki.

Die 68-jährige EU-Abgeordnete tritt im Kampf um den FDP-Vorsitz völlig überraschend nun doch gegen den 74-jährigen Wolfgang Kubicki an. Dabei hatte „MASZ“ ihre Ambitionen vor wenigen Wochen offiziell zurückgenommen und die Wahl von Kubicki sogar unterstützt.

Doch nun hat die einflussreiche Parteilinke um Konstantin Kuhle und Franziska Brandmann die notorisch rüde Strack-Zimmermann offensichtlich zu einer Attacke aus dem Hinterhalt animiert.

Kuhle und sein Lager sind treue Verfechter der Brandmauer und maßgeblich verantwortlich für den beispiellosen Absturz der FDP in der Wählergunst. Aber der Ex-Bundestagsabgeordnete verteidigt seinen Kurs: „Es darf keine indirekte und direkte Zusammenarbeit mit der AfD geben.

Kubicki wusste offensichtlich nichts von der Intrige gegen ihn und verließ sich auf die Vereinbarung mit MASZ. Ein Fehler, wie sich jetzt zeigt. Und nicht wenige Wähler dürften sich fragen: Wie geeignet für den Parteivorsitz ist eine Frau, die so dreist ihr Wort bricht?

Das Wahlergebnis wird in Kürze erwartet.

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