Der Fuldaer Bischof Gerber spricht von Komplexität, die man aushalten müsse, von Respekt vor der „Würde eines jeden Menschen“. Er segnete ein Protestcamp, das offen zur Vernichtung einer ganzen Partei aufrief. Die hessische AfD-Jugend will er nicht segnen, obwohl viele dort wegen ihres christlichen Glaubens antreten.
picture alliance/dpa | Marijan Murat
Die Kirchen in Deutschland haben inzwischen zum Teil mehr Mitarbeiter als Gläubige, wie man hört. Aber für eine finale Segnung politischer Alliierter reicht es noch. Als sich am letzten Wochenende in Gießen die Jugendorganisation der hessischen AfD gründete, segnete katholische Bischof von Fulda, Michael Gerber, die Anti-AfD- oder Anti-GD-Demonstranten. Es gibt solche Szenen in der Oper, als Schwerter- oder Waffenweihe. Auch hier ging es um politischen Kampf, den der Bischof als „Verantwortung übernehmen“ verklärte.
Natürlich hatte der Verein „Fulda stellt sich quer“ zugleich ein „Demokratiefest“ organisiert. Dabei ging es den Demonstranten bekanntlich um die Vermeidung von Demokratie: Bei unangenehmen Wahlergebnissen müsse man etwas dagegen tun, so die allgemeine Überzeugung in diesen staatlich am Leben erhaltenen Kreisen. Dahinter steht natürlich das Programm „Demokratie leben!“, das Karin Prien nun angeblich zusammensparen will. Sie wird vermutlich jene Projekte herausnehmen, die durch ihr klassisch linksradikales Gepräge etwas zu offensichtlich auch die CDU/CSU in den Blick nehmen. Wenn überhaupt.
Aber zurück zum Fall Kirchen, die ihren Reichtum ja ebenfalls dem Staat verdanken, der für sie die Kirchensteuer eintreibt. Kirchen, die sich heute an stetig tropfende Austritte gewöhnt haben, wie nun ein Pastor in der Tagesschau erklärte. Es ist halt normal geworden, und man macht ja „eine gute Arbeit“ in seiner eigenen Blase. Da spürt man den eigenen Bedeutungsverlust täglich etwas weniger, obwohl der täglich etwas größer wird, weil die großen Kirchen längst alles Allgemeingültige verloren haben.
Trotzdem kann man natürlich eine gewisse Gleichbehandlung erwarten. Daher ist der Wunsch des Fuldaer Bundestagsabgeordneten Pierre Lamely (AfD) verständlich, dass auch die AfD-Jugendorganisation das Recht auf eine Bischofsweihe hat. Lamely forderte eine Segenshandlung für den neu gewählten Vorstand der Jugendorganisation „Generation Deutschland Hessen“. Der Fuldaer ist der Meinung: „Wenn im Vorfeld politischer Versammlungen Teilnehmer einer Gegendemonstration durch die Kirche gesegnet werden, muss ein solches geistliches Angebot auch anderen gesellschaftlichen Gruppen offenstehen. Es darf hier keine Ungleichbehandlung geben.“
Außerdem hätten mehrere Mitglieder des neu gewählten Vorstands in ihren Bewerbungsreden ihren christlichen Glauben als Grundlage ihres politischen Engagements hervorgehoben. Vor diesem Hintergrund bestehe auch für diesen Personenkreis der Wunsch nach einem geistlichen Zuspruch: „Gerade wenn die Kirche glaubhaft überparteilich handeln will, ist es wichtig, dass geistliche Angebote allen Menschen offenstehen – unabhängig von ihrer politischen Einordnung.“
Bischof: Was uns verbindet, ist größer als, was uns unterscheidet
Sogar nach Fulda würden die neuen Vorstandsmitglieder reisen, um dem Bischof entgegenzukommen. Aber das wird wohl nichts fruchten. Die deutschen Bischöfe haben ihre Wahl getroffen – für Grüne, illegale Migration und rotgrünes Vorfeld, gegen die Demokratie im eigentlichen Sinne.
Bischof Gerber hatte im Interview mit dem DLF einst gesagt, es sei wichtig, „Komplexität als solche anzunehmen“, vor allem jene Fragen von „Klimapolitik bis hin zur Migration“, die alle miteinander zusammenhingen. Man darf an der Stelle keinen Stein aus dem grünen Dogma brechen, sonst stürzt das ganze Gebäude zusammen. Aber: Das, was uns verbindet, sei immer größer als das, was uns unterscheidet. Und dieses Verbindende müsse sein: „die Sorge um den Menschen und der Respekt vor der Würde eines jeden Menschen“. Wenn das „in unserem Bewusstsein deutlich“ sei, dann könne man auch mit allen Unterschieden anders umgehen. Das scheint man aber im konkreten Fall dann doch nicht wagen zu wollen.
Den Vorschlag eines Segens für die AfD-Jugend hielt Gerber mit Blick auf das Datum für einen „Aprilscherz“, auf den er mit großer Zurückhaltung reagierte. Über Lamelys Forderung vom 31. März war am 1. April in einer Lokalzeitung berichtet worden. So sieht offenbar bischöfliche Zurückhaltung aus.

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Derartige „christliche“ Bischöfe machen Islamisten überflüssig.
Das westliche System wird an seinen ureigenen Defiziten zugrunde gehen.
»Seit 1918 ist eh‘ alles egal.« – Frank-Lothar Kroll
Bei der Auswahl der Messdiener ist man wohl nicht sop wählerisch.
Dieser Bischof ist ein Aprilscherz. Allerdings kein besonders guter.
So etwa stelle ich mir den Teufel vor.
Schande über diese doppelbödigen Kirchenfürsten.
Sie besuchem sogar Mörder im Gefängnis aber verweigern unbescholtenen Gläubigen den Segen, weil sie politisch nicht genehm sind. Was ist das für eine Kirche???
Ich habe den begründeten Verdacht, dass die vom Staat bezahlten Bischöfe die politisch korrekte Ausrichtung („unsere Demokratie“)und den wirtschaftlichen Aspekt der staatlich subventionierten Flüchtlingsindustrie höher bewerten als das Wort Jesu, der gerade für Verfemte ein offenes Ohr hatte.
Die AfD-Jugend sollte sich an christliche Seelsorger (Priester) wenden statt an verbeamtete, politische Bischöfe.
Dieser Bischoff zu Fulda ist so dumm, wie Bohnenstroh. Was glaubt er denn, was passiert, wenn die AfD absehbar in der Landesregierung zu Wiesbaden sitzt? Kündigung des Reichkonkordats. Hasta-la-vista Pfäfflein.
So kenne ich sie seit jeher: abgrundtief bigott, die selbsternannten Gottesleute.
Es wäre diesem, nmbM. ultra woken „UN“geistlichem angeraten, sich mal die Worte des Passauer -> Bischofs Stefan Oster zu den letzten 7 Worten JESUS anzuhören & zu verstehen.
Wieviel mehr Gläubige, will dieser noch aus der „Regenbogen“-Kirchensteuerkirche -Doc Kissler- gerade zu Ostern, dem heiligsten Fest der Wiederauferstehung, noch vertreiben?
Die Scheinkirche aka Konzilskirche hat bereits beim dem „großen Schnupfen“ eine Dämonenideologie zum Tabernakel getragen und fasst vollkommen injektionsunversehrte Menschen von der Hl. Liturgie Gottes ausgeschlossen. Trotz Kritik füge ich auch hinzu, es gab paar Ausnahmen, ähnlich der Katakomben, aber es herrschte strikte Geheimhaltung. Mich wundert nix mehr was die größte „WEF-NGO“ betrifft, ehemals KK genannt. Die Institution ist vollkommen korrupt, und infiltriert.
Wir leben in einem Land, in dem es von Grundgesetzes wegen die Trennung von Kirche und Staat gibt. Und das ist auch gut so. „Segnungen“ politischer Verbände durch einen Bischof sollten daher unterbleiben. Ich glaube auch nicht, dass sich Generation Deutschland als katholischer Jugendverband versteht. In der Organisation sind auch viele nicht-katholische Mitglieder, die sich nicht von einer religiösen Konfession vereinnahmen lassen wollen.
..und wie kann es dann sein, dass dieser Staat die Gehälter der Bischöfe aus Steuergeldern zahlt.
Die Kirchensteuern einzieht und dafür 3% kassiert…
Steuerfreiheit gewährt und eine kirchliche Gesetz-, Tarif- und Personalregelung zulässt??
Halt Du sie dumm und ich sie arm läuft da.
Wo ist die Trennung? Der Staat kassiert die Steuer für die Kirche(n) ein. Austritte werden erschwert.