Innenminister Alexander Dobrindt hat einen Beraterstab gegründet, der den Kampf gegen Islamismus organisieren soll. Zu dessen Arbeit hat sein Haus nun einen Bericht vorgelegt. Darin beschreibt das Ministerium auch ein neues Phänomen: islamistische Influencerinnen.
Bilder: Instagram
Drei Männer wurden im Oktober 2025 in Berlin festgenommen, die im Verdacht stehen, im Namen der Hamas einen Anschlag mit Sturmgewehren und Pistolen vorbereitet zu haben. Einen Monat später verhaftete die Polizei ebenfalls in Berlin einen 22 Jahre alten Syrer, der für den Islamischen Staat einen Anschlag mit Sprengstoff vorbereitet haben soll.
Im Dezember nahm die Polizei im bayerischen Dingolfing drei Marokkaner, einen Ägypter und einen Syrer fest, die einen Amoklauf mit einem Wagen auf einem Weihnachtsmarkt geplant haben sollen. Dem 56 Jahre alten Ägypter werden Verbindungen zu Al-Qaida vorgeworfen.
Im gleichen Monat verhaftete die Polizei in Magdeburg einen 21-jährigen Tadschiken, der Kontakt zum Islamischen Staat gesucht haben soll. Kurzum: Die islamistische Gefahr in Deutschland ist belegbar. Das bezeugen auch die rund 450 Gefährder, die das Bundeskriminalamt in seiner Statistik führt. Die höchste Zahl im Bereich der „Politisch Motivierten Kriminalität“.
Innenminister Alexander Dobrindt (CSU) hat auf diese Gefahr mit dem „Beraterkreis Islamismusprävention“ reagiert. Seine Vorgängerin Nancy Faeser (SPD) hatte als eine ihrer ersten Entscheidungen ein entsprechendes Gremium aufgelöst.
Erst als 2024 eine Welle von Anschlägen über das Land ging, rief sie wieder eine „Task Force Islamismusprävention“ ins Leben. Mit dem neuen Gremium hat Dobrindt dem Thema wieder höheres Gewicht gegeben und will einen gemeinsamen Plan des Bundes mit den Ländern entwickeln, wie Deutschland auf die islamistische Gefahr reagieren kann. Bisher sind die deutschen Ermittlungsbehörden und Geheimdienste auf die Hinweise befreundeter Dienste in den USA und in Israel angewiesen.
Die grünen Bundestagsabgeordneten Lamya Kaddor, Konstantin von Notz und Misbah Khan wollten nun von Dobrindt wissen, mit welcher Strategie sein Beraterkreis vorgeht. Das Gremium solle ausdrücken, dass der Kampf gegen den Islamismus ein Schwerpunkt der schwarz-roten Regierung sei, antwortet Dobrindts Ministerium. Dieser Kampf müsse stärker als bisher bereits in der Bildungs- und Gesellschaftspolitik ansetzen.
Als Kampfbereich hat Dobrindt das Internet ausgemacht. Die „Prävention und Repression“ gegen den Islamismus solle bereits im digitalen Raum ansetzen. Dazu gehört die „Aufklärung und Sensibilisierung öffentlicher Stellen“. Seine Vorgängerin Faeser hatte sich in ihrer Amtszeit mit Jugendlichen fotografieren lassen, die ein Integrationsseminar absolviert hatten. Einige zeigten dabei den Gruß der faschistischen „Grauen Wölfe“. Das Innenministerium verbreitete das Bild samt faschistischem Gruß in den sozialen Netzwerken – offensichtlich hatte im Innenministerium niemand den Gruß bemerkt beziehungsweise erkannt.
Islamistische Propagandisten sind, wie das Innenministerium heute mitteilt, in allen sozialen Netzwerken wie Facebook, Instagram oder YouTube unterwegs. Auch nutzten sie gängige Messenger-Dienste wie etwa WhatsApp. Am stärksten nutzten die Propagandisten aktuell Instagram, TikTok und Telegram.
Dort verschleierten aber die Anbieter ihre Propaganda hinter weniger auffälligen Botschaften – deutlicher drücken sie sich laut Innenministerium auf der Plattform Rocket aus. Auch Plattformen, die Spiele anbieten, seien demnach für die Propagandisten interessant.
Der Kampf gegen islamistische Propaganda im Netz ist schwierig. Nicht wegen fehlender Gesetze. Die erlauben es heute schon, strafbare und rechtswidrige Inhalte zu löschen und gegebenenfalls deren Betreiber weiter zu sanktionieren. Die Zahl der Meldungen steigt ebenso wie die Zahl der Löschungen.
Doch die Zuständigkeit der Länder verbietet es dem Bund, das Geschehen zentral zu steuern. Das Bundeskriminalamt kann lediglich im Einzelfall unterstützen – nur dann, wenn konkreter Terrorverdacht vorliegt und nachweisbar ist.
Aber auch auf der politischen Ebene muss das Innenministerium Dobrindts mehrere Stellen im Kampf gegen den Islamismus koordinieren. Allen voran das Familienministeriums, das die millionenschwere Töpfe des Programms „Demokratie leben!“ betreut. Weitere Akteure sind das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, die Bundeszentrale für politische Bildung und zahlreiche weitere Träger wie etwa der Verein „Akzeptanz, Vertrauen, Perspektive“.
Ein recht neues Phänomen sind laut Innenministerium weibliche Influencerinnen, die für den Islamismus werben. Sie bildeten zwar noch die Ausnahme, erreichten aber vor allem ein Publikum, das selbst weiblich ist. Das sei für die Szene besonders bei den „Konvertitinnen“ wichtig. Also bei Frauen, die nicht in eine islamische Familie geboren sind, sondern als Erwachsene zum Islam übergetreten sind. Die islamistischen Influencerinnen seien für diese Frauen eine wichtige Anlaufstelle. Von ihnen erhalten sie Antworten auf Fragen dazu, wie die neue Religion mit ihren Sitten und Vorschriften in ihren bisherigen Alltag einzubauen sei. So entstehe ein regelrechtes Netzwerk, in dem diese Frauen für die Propagandisten grundsätzlich ansprechbar seien.



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Komisch? Keine morgendlichen Hausbesuche, keine Kontosperren, keine Verfassungsschutzaktivitäten, usw.? Ja, sogar staatliche Förderungen sind nicht auszuschließen.
Man will dies offenbar?
Dobrindt und seine Taskforce gegen das grüne Schwert? Auweia, das kommt bei den GrünenSozen & der Asylindustrie aber gar nicht gut an…
Aus Prabels Blog „Neben der historischen Disposition für den Kampf spielt die staatliche Beeinflussung und Leitung der Gläubigen eine große Rolle, auch wenn das im Westen geleugnet wird. In Hintergrundgesprächen mit regierungsnahen Persönlichkeiten aus der islamischen Welt wird oft Verwunderung über das unangebrachte laissez faire der westlichen Staaten geäußert. Dieses Laufenlassen der religiösen Eiferer wird von manchen nahöstlichen Beobachtern der europäischen Szenerie ungläubig, schadenfroh oder auch amüsiert bestaunt. Ob es sich um saturierte Staaten der arabischen Halbinsel oder Nordafrikas handelt, überall wo noch ein Funken Ordnung herrscht, werden die Gläubigen zur Zurückhaltung geleitet. Ein Imam ohne staatliche Lizenz ist in… Mehr
Da ich immer noch Probleme mit der Differenzierung zwischen Islamismus und Islam habe, würde mich aus aktuellem Anlass interessieren, worin sich konkret die jeweilige Werbung, erlaubt sind offenbar beide „Varianten“, unterscheiden. 2 bis 3 Influenza – Bespiele für das eine und das andere würden zur Einordnung der im Islam unbekannten Unterscheidung genügen. Fallen die Lehren der Muslimbruderschaft unter Islam oder Islamismus ? Semantisch interessant ist übrigens die begriffliche Steigerung einer Ideologie durch den „ismus „- Anhang. Ich wusste nicht, dass man Ideologie rein ideologisch steigern kann. Mir ist aber auch die hoffentlich unstrittige nähere Bedeutung dieses ismus – Zusatz unklar.… Mehr
Was aber ist „Islamismus“?
Weil man an die einzig richtige Ideologie, die über alle Menschheit gebracht werden muss, nicht dran will oder kann, kapriziert man sich auf solch Schwindelwort?
Es ist der Islam, der wie im Iran den Menschen die Freiheit nimmt – und sie im Widerstand Kopf und Kragen kostet.
Hier die Essenz, die uns droht, sollten sie hier Mehrheiten gewinnen: https://goldseiten-forum.com/wcf/attachment/152566-scharia-f%C3%BCr-nicht-muslime-pdf/
Der Islam hat einen besonderen Reiz für Unselbständige, die nichts können und nichts wissen.
Mit dem Übertritt zum Islam werden sie Mitglied der besten Gemeinschaft (Sure 3:110), die während 1400 Jahren Sklaven und Sklavinnen gehalten und Nicht-Mohammedaner unterdrückt hat (Sure 4:24 oder 9:5 u.v.a.).
In Europa hat dieser Übertritt zudem den Vorteil, dass sie von Allah finanziert werden, der hier das Sozialamt betreibt.
Die verstrahlten Grünen würden auch diese Frauen mit irgendeinen DiversBunt Programm fördern