„Happy Ramadan“: Frankfurt leuchtet erneut für Muslime

Am Aschermittwoch beginnen in diesem Jahr der muslimische Fastenmonat und die christliche Fastenzeit am selben Tag: 5,6 Millionen Muslime in Deutschland gehen in den Ramadan – in Frankfurt wird dazu zum dritten Mal in Folge eine Festbeleuchtung in der Innenstadt illuminiert.

picture alliance/dpa | Lando Hass
«Happy Ramadan»-Beleuchtung in der Freßgass von Frankfurt am Main, 26.02.2025

Ab heute 18 Uhr leuchten in der „Freßgass“ – dem zentralen Abschnitt der Frankfurter Fußgängerzone – wieder Halbmonde, Sterne, traditionelle Fanoos-Laternen und dazu der große Schriftzug „Happy Ramadan“. Die Installation, die 2024 als bundesweite Premiere startete, kostete damals 75.000 Euro allein für die Leuchtmittel, insgesamt wurden 100.000 Euro veranschlagt.

Der Beschluss dazu fiel mit den Stimmen von Grünen, SPD, FDP und Volt; CDU, Linke und AfD lehnten das Vorhaben ab. Bürgermeisterin und Diversitätsdezernentin Nargess Eskandari-Grünberg (Grüne) begrüßte die erneute Installation in einer städtischen Mitteilung: „Die Beleuchtung zeigt, dass muslimisches Leben ein selbstverständlicher Teil unserer Stadt ist. In Zeiten antidemokratischer Tendenzen sind diese Lichter ein Zeichen von Hoffnung und Zusammenhalt.“

Bereits vor zwei Jahren hatte Eskandari-Grünberg die Ramadan-Lichter auch als Geste gegen Antisemitismus gewertet – eine Aussage, die bei der CDU und in der Bevölkerung für Kritik sorgte.

Denn viele Frankfurter sehen die Beleuchtung nicht als Zeichen von Toleranz, sondern bewusste Provokation. In sozialen Netzwerken häufen sich Vorwürfe, die Stadtverwaltung betreibe „einseitige Islamisierung des öffentlichen Raums“. Besonders umstritten ist die Tatsache, dass die Lichter ausgerechnet am Aschermittwoch eingeschaltet werden – einem Tag, der im christlichen Kalender hohe symbolische Bedeutung hat. Die Frage ist, wie lange die so geschmückte Freßgass noch so heißen darf, oder ob dies demnächst als Islamfeindlich verfolgt wird. Denn bekanntlich ist es ein Fastenfest.

Der Trend zu Ramadan-Beleuchtungen breitet sich weiter in deutschen Großstädten aus – und verursacht überall ähnliche Diskussionen über ihre Sinnhaftigkeit: In Köln ist seit 2024 die Venloer Straße in Ehrenfeld mit Halbmonden und Schriftzügen wie „Ramadan Kareem“ geschmückt. Der Verein „The Ramadan Project“ hat die Aktion 2026 sogar ausgebaut: 35 Leuchtobjekte hängen nun vom 18. Februar bis 22. März. Während die Organisatoren von „Vielfalt und Zusammenhalt“ sprechen, muss die Stadtpolitik Kritik einstecken.

In Berlin wird das Rathaus im Bezirk Mitte erneut mit „Ramadan Kareem“ beleuchtet. Grüne Politiker fordern eine Ausweitung auf zentrale Achsen wie Kurfürstendamm oder Unter den Linden – Vorschläge, die in konservativen Kreisen als „Überfremdung“ des Stadtraums kritisiert werden.

München hat 2024 im Stadtrat beschlossen, künftig mit Beleuchtung auf den Ramadan aufmerksam zu machen. Die Umsetzung blieb bisher jedoch sehr zurückhaltend und beschränkte sich auf wenige Stunden am Zuckerfest. Dennoch löste bereits der Grundsatzbeschluss Proteste aus.

Auch in Wien wird das Thema seit 2024 heftig diskutiert: Ein Antrag der Ausländer-Kleinstpartei SÖZ für eine Ramadan-Beleuchtung in Bezirken mit hohem Migrantenanteil wie Favoriten führte zu einer monatelangen Debatte. Die damalige Integrationsministerin nannte den Vorschlag „pure Provokation“. Bis heute gibt es in Österreich keine offizielle städtische Ramadan-Beleuchtung. Die Befürworter der Beleuchtungen verweisen auf internationale Vorbilder wie London, wo Ramadan-Illuminationen seit Jahren etabliert sind. Kritiker halten dagegen, dass der öffentliche Raum neutral bleiben müsse und religiöse Symbole nicht einseitig bevorzugt werden dürften – vor allem nicht in einer Zeit, in der viele Bürger das Gefühl haben, ihre eigene kulturelle Tradition werde zunehmend in den Hintergrund gedrängt.

Offiziell 5,6 Millionen Muslime in Deutschland

Die Zahl der Muslime in Deutschland hat sich in 25 Jahren fast verdoppelt: Von etwa drei Millionen im Jahr 2000 über 3,3 bis vier Millionen 2010 bis hin zu 4,4 bis 4,7 Millionen 2015 und schließlich 5,3 bis 5,6 Millionen im Jahr 2019. Der Anteil an der Gesamtbevölkerung stieg von drei bis vier Prozent (2000) auf nun 6,6 Prozent (aktuell).

Im Ramadan wird der Monat gefeiert, in dem der Koran erstmals dem Propheten Mohammed durch den Engel Gabriel offenbart wurde. Muslime fasten von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang, um Gottesnähe, Selbstdisziplin, Mitgefühl mit Bedürftigen und auch Dankbarkeit zu zeigen. Der Monat endet mit dem Fest des Fastenbrechens (Eid al-Fitr), einem der beiden wichtigsten islamischen Feste, mit Gebet, Festmahl und Geschenken.

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Kommentare ( 18 )

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18 Comments
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Haba Orwell
1 Stunde her

> Denn viele Frankfurter sehen die Beleuchtung nicht als Zeichen von Toleranz, sondern bewusste Provokation. In sozialen Netzwerken häufen sich Vorwürfe, die Stadtverwaltung betreibe „einseitige Islamisierung des öffentlichen Raums“.  Wieso, weihnachtliche Beleuchtung gibt es doch auch? Statt hysterisch werden, sollte man sich doch über Feste anderer Religionen freuen, eventuell gar mitfeiern. Anscheinend braucht der Michel Hassobjekte: > „… Der „Westen“ will offensichtlich den Show-Down. Und Russland scheint das zu verstehen. Die Vergleiche zwischen der EU und dem 3. Reich sind kein Randphänomen mehr – sie sind tägliches Brot in RIA, TASS, Sputnik, 1TV, Rossija 1 und den großen Telegram-Kanälen. Sobald Pistorius oder von… Mehr

Cyberpommez
1 Stunde her

Abgesehen davon, daß es wohl in den meisten islamischen Ländern keine Weihnachtsbeleuchtung gibt, wird wahrscheinlich auch keine islamische Behörde diese auf Steuerzahler Kosten installieren.
Das hat nichts mehr mit Gleichberechtigung zu tun, das ist eine Übervorteilung einer Gruppe auf Kosten der anderen Gruppe.
Bin gerade an einem Plakat vorbei gelaufen, daß von einer linken Gruppe war, dort wird gegen das Patriarchat gewettert, da bin ich ja froh, daß es das im Islam nicht gibt.
Was Menschen am meisten verrückt werden lässt, ist paradoxe Kommunikation und genau das ist das.

Kassandra
1 Stunde her

So sieht man es von außen:
White Europeans will start migrating in massive numbers to South American countries like Argentina (90% European ethnicity).
They won’t fight the Muslims to keep Europe. They will just leave, which will accelerate the Muslim takeover of Europe.   https://x.com/WallStreetMav/status/2023421495217975431

Brauner Bodensatz
1 Stunde her

In Frankfurt steige ich, wenn ich eine DB-Fahrt nicht vermeiden kann, noch nicht mal mehr um. Der Bahnhof ist inzwischen völlig unterdimensioniert, dafür hört man kein Wort Deutsch mehr. Wer sich Urlaub in den „bunten“ Winkeln dieser Welt nicht mehr leisten kann, dem empfehle ich aber einen Trip über FFM Hbf mit mehrstündigem Aufenthalt (was dank der Bahn nicht selten ohnehin automatisch eintritt).

Reinhard Schroeter
1 Stunde her

Alles so schön bunt hier.
Den Westdeutschen gefällt das.
Man muss auch gönnen können, lassen wir ihnen doch ihre Freude

Ho.mann
1 Stunde her

In Zeiten antidemokratischer Tendenzen sind diese Lichter ein Zeichen derer, die von Hoffnung und Zusammenhalt schwafeln und dabei selbst die Ramadan-Lichter als Geste gegen Antisemitismus sehen. Wer das glaubt, ist wohl auch der Meinung, dass die Ramadan-Lichter und der importierte Antisemitismus keine Zeichen strahlender Dekadenz sind.

OJ
2 Stunden her

Algerien, Marokko, Tunesien, Libyen, Syrien, Afghanistan.
Aus diesen Ländern kommen laut BKA die Kriminellsten.
Allesamt muslimische Länder.
„Happy Ramadan“, wie krank ist das denn ❓
Diese links-grün-verseuchte, woke-verrottete Brühe ist der moralische Sumpf, der unser Land mit seiner widerlichen Gutmenschenseuche endgültig in hell’s kitchen führt.
Macht euer Kreuz endlich dort, wo es selbst ein Goldfisch beim ersten Versuch hinkriegen würde, es gibt nur ein richtiges Feld❗

alter weisser Mann
2 Stunden her

Das Wort Weihnachten kriegen die nicht mehr raus, da heißt es Festtage.
Aber Ramadan geht ihnen leicht die Lippen.
Bückt Euch! Tiefer!!

PS: Wetten, dass da viele „Christen“ mitwirken?

Kassandra
1 Stunde her
Antworten an  alter weisser Mann

Tja. Wohl seit dem II. Vatikanischen Konzil, als sie dort in Rom die beiden Götter als „gleich“ betrachten: https://nixgut.wordpress.com/2016/11/29/helmut-zott-allah-und-der-gott-der-christenheit/  „Solange das neue Glaubensdiktat vom gemeinsamen Gott gilt, kann sich die Konvergenz der beiden Glaubensformen fortsetzen, wobei es sich allerdings um eine Einbahnstrasse handelt.  Die Konvergenz vollzieht sich unter massiven Veränderungen der Kirche bei gleichbleibendem Islam. Es sind Kirchen, in denen Korane ausgelegt werden, und nicht Moscheen, in denen Bibeln liegen.  Es sind Christen, die den Bau von Moscheen in Europa fördern, und nicht Muslime, die den Kirchenbau im Orient unterstützen. Es sind „Christen“, die in europäischen Moscheen „beten“ und Muslime,… Mehr

lavoyageuse
2 Stunden her

Ist die deutsche Bevölkerung noch am Leben, kriegen die noch irgendetwas mit, was in ihrem (?) Land passiert ? Bereits im Vorjahr wurden im Ausland allgemein die Köpfe geschüttelt – die Deutschen, von Wiederholungszwang geprägt, machen es tatsächlich wieder: „Happy Ramadan“ !!!! Es ist nicht zu verstehen, dass in einem Land, in dem sich täglich zeigt, dass die importierten Moslems keine Spur der westlichen Zivilisation annehmen wollen, den Gewalttätern, Kriminellen, Abzockern, dem gesamten Pöbel mit dem „Happy Ramadan“ huldigen, ich kann auch sagen: die Füsse küssen, oder in den Allerwertesten …… Deutschland ist out, fertig, kaputt und das hat die… Mehr

verblichene Rose
2 Stunden her

…einem Tag (Aschermittwoch), der im christlichen Kalender hohe symbolische Bedeutung hat…
Ja, da kommen die „Christen“ wieder zur Besinnung, nach dem tagelangen Besäufnis, das hier und da bereits am 11.11. eines jeden Jahres beginnt.
Und dann merken viele von denen, daß sie den Frühbucherrabatt für Malle verpasst haben. Aber dafür gibt es ja noch das Knallerangebot für das neue Handy. Denn: ooh tuu känn duuu…!
Darauf einen Döner mit „Alles“!



Last edited 2 Stunden her by verblichene Rose