Antwerpen: Vier Messertäter griffen Demonstranten an

Erschütternder Messerangriff in Antwerpen: Bei einer Solidaritätskundgebung für die kurdische Bevölkerung in Syrien wurden in Belgien am Abend sechs Menschen verletzt, zwei von ihnen schweben in akuter Lebensgefahr. Vier Täter konnten festgenommen werden – es dürfte sich um Islamisten handeln.

picture alliance / Anadolu | Dursun Aydemir
Symbolbild: Kurden-Demo in Brüssel, Belgien, 21. Januar 2026

Die Kundgebung in Antwerpen hatte unter dem Motto „Rojava verteidigen – Stoppt die Angriffe“ gestanden. 50 Teilnehmer hatten sich im Stadtzentrum versammelt, darunter waren auch Familien mit Frauen und Kindern. Nach Berichten von Augenzeugen verlief die Veranstaltung zunächst ruhig. Erst als sich die Demonstration gegen 19.20 Uhr allmählich auflöste, kam es zu der Gewalttat. Mehrere Männer, die sich offenbar zuvor unauffällig unter die Teilnehmer gemischt hatten, zogen plötzlich Messer und stachen wahllos auf Anwesende ein.

Augenzeugen berichteten von der plötzlichen Panik vor dem Opernhaus in Antwerpen: „Die Menschen rannten in alle Richtungen – es herrschte pures Chaos“, sagte ein Zeuge.

Die Polizei bestätigte, dass sechs Menschen verletzt wurden. Alle Opfer wurden umgehend in Krankenhäuser gebracht. Zwei von ihnen befinden sich laut dem Antwerpener Polizeisprecher Wouter Bruyns in einem lebensbedrohlichen Zustand. Die mutmaßlichen Täter wurden noch in der Nähe des Opernhauses festgenommen. Zum genauen Tatmotiv äußerten sich die Behörden zunächst zurückhaltend. Der Angriff werde derzeit als versuchter Mord untersucht, aber nicht als Terrorismus, hieß es aus Polizeikreisen.

Diese Einschätzung stößt in der kurdischen Gemeinde auf Kritik: Vertreter der kurdischen Diaspora-Organisation Nav-Bel sprechen von einem gezielten Angriff auf eine bestimmte Bevölkerungsgruppe. Nav-Bel-Sprecher Orhan Kilic erklärte, es handle sich nicht um einen spontanen Gewaltausbruch, sondern um eine bewusst geplante Tat. Die Angreifer seien nach seinem Eindruck „Männer aus dem Nahen Osten“ mit extremistischer Gesinnung gewesen. Auch die kurdische Gemeinde in Antwerpen bezeichnete die Tat offen als Terroranschlag.

Warnung, dschihadistischen Extremismus zu unterschätzen

In einer Stellungnahme warnten kurdische Vertreter davor, die Gefahr durch dschihadistischen Extremismus zu unterschätzen. Die Ereignisse in Belgien stünden in direktem Zusammenhang mit der angespannten Lage im Nahen Osten. „Was in Syrien geschieht, hat Auswirkungen bis nach Europa“, hieß es. Sie fordern nationale und europäische Behörden auf, die Bedrohung ernst zu nehmen und konsequent zu handeln.

Tatsächlich stand die Kundgebung in Antwerpen im Zeichen der jüngsten Entwicklungen in Syrien: In den vergangenen Tagen waren kurdische Kämpfer im Norden und Osten des Landes durch eine Offensive syrischer Regierungstruppen aus mehreren Gebieten verdrängt worden. Die Übergangsregierung in Damaskus hatte zwar erneut eine Waffenruhe angekündigt, doch ähnliche Abkommen waren zuvor mehrfach gescheitert. Die kurdischen Kräfte erklärten, sich an die neue Feuerpause halten zu wollen, äußerten jedoch Zweifel an deren Bestand.

Der Messerangriff in Antwerpen ist für viele Kurden in Belgien ein klarer Beweis dafür, dass Extremisten aus dem Nahen Osten längst auch Europa erreicht haben.

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Kommentare ( 22 )

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prague
2 Stunden her

Schön, dass die EU diese Terroristen mit viel Geld unterstützt, genau wie mit Gaza. Sie glauben halt, dass man sie dafür lieben wird.

horrex
3 Stunden her

Nach mehreren Berichten die ich in den letzten Tagen fand, ziemlich klar zu sein, dass wohl aus mehreren Lagern im Irak und Syrien ausgebrochene oder freigelassene IS Kämpfer auf dem Weg nach Europa sind.
Wir, also D., die EU – mit unfähigen Regierungen „gesegnet“, mit nicht selten geknebelter Executive und mindestens zu einem Teil politischer Justiz – werden noch reichlich „Spaß“ mit diesen „Buben“ haben! –

Brauer
3 Stunden her

Diese Religion/Idiologie kommt weltweit nicht in Frieden.

Wenn ihr eure Augen nicht gebraucht, um zu sehen, werdet ihr sie brauchen, um zu weinen.

Kassandra
2 Stunden her
Antworten an  Brauer

„Muslims have and still are ethnically cleansing the lands they colonized.
Afghans used to be Buddhist.
Iraq was Christian.
What do you think happened to all the Jews from Yemen, Morocco, Syria, Egypt etc?
How did the Hindu population of Pakistan go from 30% to 2% in a generation? https://t.co/JlPDRC0Ywl https://x.com/YasMohammedxx/status/1766386334749360439

Kassandra
3 Stunden her

„The West cannot mass import foreign cultures which have failed to ever build a successful society of their own.“ – President Donald J. Trump    https://truthsocial.com/@realDonaldTrump/posts/115939557431132383
.
Trump in Davos. 2026.

Haba Orwell
2 Stunden her
Antworten an  Kassandra

Streng genommen, Westeuropa gehört ebenso zu den Failed Cultures. Man müsste schon Chinesen, Inder und Russen holen, die kommen voran – obwohl der Westen dabei maximal stört.
Faszinierend – das „Brudervolk“ der Russen am Dnepr ist aber korrupt und gefallen. Bei den anderen slawischen Völkern unterschiedlich – irgend etwas zwischen Russland und Westeuropa.

WIING
3 Stunden her

„…für viele Kurden in Belgien ein klarer Beweis dafür, dass Extremisten aus dem Nahen Osten längst auch Europa erreicht haben.“
Meinen Sie, die Kurden selbst wären keine Extremisten? Ich habe einen anderen Eindruck, der durch vieles belegt werden kann.
Sie fechten doch nur ihre Kriege auf unserem Territorium aus.

Last edited 3 Stunden her by WIING
Kassandra
3 Stunden her
Antworten an  WIING

Huntington beschrieb den Kampf der „Kulturen“.
Der Kampfplatz ist lange das Abendland – wie der gesamte Westen.
Außer Ungarn und den anderen Ländern, vormals hinter dem „Eisernen Vorhang“.

Haba Orwell
2 Stunden her
Antworten an  WIING

> Meinen Sie, die Kurden selbst wären keine Extremisten? Ich habe einen anderen Eindruck, der durch vieles belegt werden kann.

Fangen wir doch mit der PKK an und das ist längst nicht das Ende. Es gibt Berichte, Kurden waren kürzlich auch in Iran am Krawallieren.

verblichene Rose
3 Stunden her

Solange das „in der Familie“ bleibt, ist es mir herzlich egal! Und ich kann das sogar begründen, denn als Deutscher war ich zuletzt auf keiner Demo in Deutschland, die vorgab, sich für deutsche Interessen ein zu setzen. Das kann man mir gerne vorwerfen, wenn es z.B. um sog. Spaziergänge gegen das Coronaregime ging, aber ich halte nunmal insgesamt nichts von Demos, denn ich stelle mir vor, daß u.a. solche Demos für das Klima, oder gegen rechts an verantwortlicher Stelle auch nur ansatzweise ernst genommen würden. Vielmehr stelle ich mir ein Land vor, in dem gar keine Demos notwendig wären. Also… Mehr

Kassandra
2 Stunden her
Antworten an  verblichene Rose

BioBelgier werden auch in Antwerpen Minderheit sein – wie in Brüssel schon lange.
Und die anderen machen, unfähig zur Integration, dann halt einfach ihr ganz eigen Ding. Wie dort wo sie herkommen halt auch.

OJ
3 Stunden her

Flüchtlinge werden herzlich aufgenommen, alles, wirklich alles wird von uns alimentiert.
Diese “ Menschen “ töten Europäer❗
Ursula von der Leyen, Friedrich Merz und Co. tragen die alleinige Schuld und haben damit Blut an ihren Händen.
Denken sie daran wenn sie wählen gehen und machen das Kreuz an der richtigen Stelle , es gibt nur eine richtige Stelle❗

WeltbegaffenderRumReisender
3 Stunden her

West-EU = Neu-Nah-Ost.

M.Peter
2 Stunden her

Meine Lieblingsfarbe ist blau

Waehler 21
4 Stunden her

Antwerpen, Dortmund , Berlin ! Die Welt als Dauergast bei uns! Wir haben nicht die Menschen gerettet, sondern wir haben ihr Chaos in die EU gelassen.

Kassandra
2 Stunden her
Antworten an  Waehler 21

Schönes Narrativ –
von der „Rettung“ der Menschheit.
Fast so schön wie das von der „Rettung“ des Klimas.
.
Mit beiden und anderen mehr führten sie uns hinter die Fichte – und da steht die Masse nun. Ziemlich direkt konfrontiert mit welchen mit Messern.

Klaus Uhltzscht
4 Stunden her

Unsere nah- und fernöstlichen, afrikanischen und sonstwie exotischen Brudervölker tragen ihre Angelegenheiten nun auf europäischem Pflaster aus.
Die europäischen Nationen (EUdSSR, aber auch Schweiz und Norwegen) mögen diese „Vielfalt“ offenbar und wählen mit Lust die Politik der Vernichtung der eigenen Geschichte.
Es gibt ein Unwort, mindestens so dämlich und verlogen wie „Klimawandel“.
Es lautet „Weltoffenheit“.

Haba Orwell
3 Stunden her
Antworten an  Klaus Uhltzscht

> mögen diese „Vielfalt“ offenbar und wählen mit Lust die Politik der Vernichtung der eigenen Geschichte.

Wenn zwei extremistische Gruppen sich untereinander kloppen, dann gerade davon weniger. Nur wenn man zufällig zwischen die Fronten gerät.

Kassandra
2 Stunden her
Antworten an  Klaus Uhltzscht

All das ist „Alternativlos“.
So überliefert von der großen Vorsitzenden.