Keine gewöhnliche Woche: WEF in Davos, US Navy Richtung Iran

Ob und wie die üblichen Regierungsvorleute Zwischen Paris, London und Berlin ihren Grönland-Feldzug in Davos am Rande der Trumpshow des WEF fortsetzen, wird zur Wochenmitte klar sein – wie Trump im Iran agieren wird, später.

Bis zum Herbst 2029 kann noch viel geschehen, was die Wahlaussichten selbst der nur vorgeblich verschiedenen Parteien deutlicher als bisher verändern könnte. In der  Wahllandschaft beginnt sich etwas verändern, das kaum noch jemand mitgekriegt hat. Staatsrechtler Ulrich Vosgerau erzählte es Holger Douglas am Sonntag.

Beim ebenso skurillen wie rechtlich alarmierenden Prozess in Bamberg saß eine US-Beobachterin im Gerichtssaal, die Journalistin hat beste Beziehungen zur Trump-Regierung. Die Bundesrepublik darf sich darauf einrichten, diese US-Regierung wird alles beobachten lassen, was freie Wahlen und westliche Rechtsstandards betrifft. Das kann den polit-medialen Komplex mehr erschüttern als Trump’sche Zölle worauf und welcher anderen Ziele als Zolleinnahmen wegen auch immer.

Nicht ausgeschlossen ist, von Trump oder einem seiner Mitreisenden zum WEF in Davos in den nächsten Tagen auch dazu das eine oder andere zu hören.

Über den abschließenden Einsatz von drei Handvoll Bundeswehrsoldaten im Duty Free Shop des grönländischen Flughafens Nuuk lacht das Netz. – Gottseidank hat Herr Wadephul den Herrn Trump aufgeklärt: „Grönland ist Teil des Königreichs Dänemark. Und da Dänemark Mitglied der NATO ist, wird Grönland grundsätzlich auch der NATO-Verteidigung unterliegen.“

Die Grünen-Fraktionsvorfrau Haßelmann tönt laut: „Wir brauchen jetzt eine Allianz der Gegenmacht zwischen all den Ländern, die weiterhin faire Regeln wollen und gemeinsam für die Sicherheitsinteressen Europas und der Nato einstehen.“ – Wie andere Lautsprecher stellt sie eine interessante Figur in den Raum. Europäische Länder, die Mitglieder der NATO sind, sollen „eine Allianz der Gegenmacht“ sein gegen die Führungsmacht der NATO, ohne welche es keine NATO gäbe.

In Grönland benehmen sich Westeuropas Regierungen wie in Europa seit dem Kriegsende 1945. Zahlt Amis. Wir thronen.

Ken Cao-The China Crash Chronicle: „Es geht nicht um Verbündete einzuschüchtern oder Land zu erobern. Es geht um Geografie, Sicherheit, und chinesische Expansion in der Arktis zu verhindern. Grönland ist keine Option. Und Macht im 21. Jahrhundert wartet nicht auf Erlaubnis.“

Die beiden Top-Ökonomen Bernd Raffelhüschen und Hans-Werner Sinn mit einer knallhart-nüchternen Diagnose über Politiker von heute: »Je mehr ungelernte Vollversager mit geschmeidigem Mundwerk, die sich in der freien Wirtschaft allenfalls als Handlanger verdingen können, über ihre lobbyistischen Seilschaften in links-grünen Ideologiefabriken eine lebenslange De-Luxe-Versorgung im Hohen Haus zu Berlin ergattern, desto absehbarer und verheerender werden die Zustände in unserem Land. Diese Leute machen keine Politik zum Wohl des Bürgers und führen die Begrifflichkeit des sogenannten „Volksvertreters“ ad absurdum.«

Dem polit-medialen Komplex sei diese Personenbeschreibung des US-Präsidenten von Eli Gotthelf gewidmet, da sich noch immer nicht herumgesprochen hat, wie ausschließlich ihre moralischen Kommentare an Trump und den Seinen abprallen:

„Trump sieht die Welt als ein einziges großes Geschäft. Er hat keinerlei moralische oder liberale Bedenken hinsichtlich der Menschenrechte. Hätte der Iran kein Öl, würde er sich nicht darum kümmern. Er will die USA als exklusive Energiemacht. Wenn der Sturz des Ayatollah-Regimes der amerikanischen Wirtschaft dient, wird er ihn brutal durchführen.“

Schwerste Vorwürfe gegen Trump im Vorderen und Mittleren Osten werden erhoben. Qatars Lobbyarbeit habe sich ausgezahlt: Susie Wiles, Steve Witkoff, Jared Kushner, Tom Barrack und Tucker Carlson profitierten davon, wie Saudi-Arabien und die Türkei die Mullahs an der Macht halten wollen, um den Druck auf Israel durch ihre iranischen Stellvertreter aufrechtzuerhalten.

 

Was Trump gegen den Iran tut und was nicht, kann Ende der Woche klarer sein. In Westeuropa lässt sich risikolos vorhersagen: Am Ende setzt sich durch, wer Macht hat – Thomas Punzmann hat daran erinnert, auf wen das seit jeher zutrifft. Und auf wen nicht.

Unzählige Albertaner bildeten eine lange Schlange, um eine Petition zur Abspaltung von Kanada zu unterzeichnen – und damit möglicherweise nach Erlangung der Unabhängigkeit der 51. Bundesstaat zu werden.

100.000 aus dem Iran stammende Kanadier demonstrieren in Toronto in einem Schneesturm gegen das Mullah-Regime.

Böse Zungen fragen, ist das ein Vorbild für „UnsereDemokratie“? Der „gemäßigt-moderate“ Holocaust-Leugner Mahmoud Abbas hat das 22. Jahr seiner vier-jährigen Amtszeit als Präsident der „Palästinensischen Autonomiebehörde“ angetreten.

Wie Sie heute früh sehen, wartet auf Sie, werte Leser, noch mehr am Morgen: Der Wecker von Holger Douglas wie bisher um Vier. Um Sechs der Börsenwecker von Philipp Mattheis. Gegen Sieben wie bisher der Einblick am Morgen.

Zum heutigen ersten Börsenwecker passt diese Grafik.

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Kommentare ( 36 )

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Sonny
1 Monat her

So was kann man sich echt nicht ausdenken. grünen-Fraktionsvorfrau haßelmann tönt laut, dass sich europäische Nato-Länder gegen die Nato-Führung stellen sollen. haßelmann ist -mit Verlaub- auch nicht die hellste Kerze auf der Torte. Sei´s drum. Macht nur ruhig so weiter. Die Prozentzahlen der AfD steigen weiter und weiter und weiter. Da braucht man auf die Lächerlichkeiten des Altparteienkartells nicht mal mehr antworten. Man muss sich nur genüßlich zurücklehnen und das idiotische Theater belächeln, bevor es endgültig untergeht. Erstes Ziel: grüne unter 5%. Dann ist schon mal ein Stück weit Deutschland auf der Rettungslinie. Und als nächstes der Rest des Altparteienkartells… Mehr

Last edited 1 Monat her by Sonny
Retlapsneklow
1 Monat her

Wozu diskutieren und beschweren wir uns über „unsere Demokratie“, wenn jemand der Meinung ist, dass nur die Macht zählt?

Um nach Trump zu rufen, braucht es dann keine Moral. Um ihn abzulehnen, auch nicht. Meinungsfreiheit und überhaupt Freiheit? Wozu denn? Nach welcher überflüssigen Moral und überflüssigem Recht wenn doch nur die Macht zählt?

yeager
1 Monat her

Man kann Trump ja gern vorwerfen sich an ökonomischen Interessen auszurichten, nur wonach richten sich EU-Politiker die sich an die Seite der Mullahs in Teheran stellen, an die Seite der Hamas (die massiv mit Geldmitteln aus der EU gefördert wird, z.B. über UNRWA). Trump macht wenigstens den Versuch, erstens seine Wahlversprechen einzulösen und zweitens im Sinne der Bürger seines Landes zu handeln. Bei der Begrenzung unkontrollierter Einwanderung ist ihm das auch offensichtlich gelungen, wie man nicht zuletzt am hysterischen Gekeife der „Demokraten“ ablesen kann. Mir ist so ein Staatsoberhaupt deutlich lieber als jemand wie Merz, der sämtliche Wahlversprechen bricht und… Mehr

horrex
1 Monat her

Lieber Herr Goergen,
ich schätze sie!
Aber: Wenn sie schon Statistiken zeigen, dann bitte nicht schummeln (mindestens). Bei der Darstellung. Z.B. beim Ausschnitt den sie zeigen. Bzw. dem Bezugszeitpunkt. So alte Tricks haben einen „langen Bart“. –

Memphrite
1 Monat her

Im Grunde irrelevant. Was wichtig ist der Preis von Gold und Silber in Dollar. Diese steigen weiter, da die der Dollar als Währung durch den Neu-Caligula immer schneller entwertet wird. Lasst doch Trump sich Grönland holen. Bluten müssen die Einwohner Grönlands die ihren bisherigen Sozialstaat bitter vermissen werden und ihre Unabhängigkeit für sehr sehr lange Zeit begraben müssen. Sollen sich die USA doch noch Island holen, den Iran angreifen und weitere Öltanker plündern. Warum nicht auch noch Canada annektieren. Was ist eigentlich mit Venezuella, wurde da schon die Maduro-Regierung abgesetzt und die „Demokratie“ eingeführt? Ah egal, wenn kümmert das noch….… Mehr

Schwermetaller
1 Monat her

2029… das fühlt sich an, als läge das noch wenigstens 100 Jahre in der Zukunft.

Haba Orwell
1 Monat her

Es hat sich ausgetrumpt – Putin warnte Seine Wahnsinnigkeit, dass Kuba ein souveränes Land ist: https://uncutnews.ch/wladimir-putin-warnt-donald-trump-und-die-nato/

> „… Er kritisierte diejenigen Länder, die sich auf das Prinzip „Macht gibt Recht“ stützen, um ihre einseitigen Narrative durchzusetzen, was eine Spitze gegen Donald Trump war. …
> Er bekräftigte die Bedeutung der Achtung des Völkerrechts und beklagte, dass der Westen die legitimen Interessen Russlands ignoriere …
> Er bekräftigte die Unterstützung Russlands für die Souveränität und Unabhängigkeit Kubas. …“

bkkopp
1 Monat her

Bitte erlauben Sie mir eine Grafik in Frage zu stellen. Die Verteidigungsausgaben von 2017 ( vor-vor-vorgestern) im Posting von Eric Matheny, wer immer das ist – der Schauspieler ?. Die Gesamtausgaben der USA beziehen sich auf deren souveräne Entscheidung, und für Ausgaben für hunderte von Militärstützpunkten in aller Welt. Dafür ist die durchscnittliche Lebenserwartung des sozioökonomisch unteren Drittels der US-Gesellschaft ( mehr als 100 Millionen Amerikaner ) auf Dritte-Welt-Niveau. Die Gesamtausgaben den europäischen Nato-Mitgliedern entgegenzustellen ist unsachlich und absichtsvoll perfide. Ich weiß natürlich, dass mit derart schrägen Darstellungen gegen die europäischen Nato-Mitglieder in gewissen Kreisen der USA Stimmung gemacht wird.… Mehr

Logiker
1 Monat her

Egal, was man wo liest, sieht oder hört in Medien aller (auch alternativen) Art, die von Wessis dominiert werden – es sind die über fast 80 Jahre eingebleuten Denkmuster der Westalliierten, insbesondere der Amis. Damit ist das ebenfalls von Wessis in allen Führungspositionen dominierte Deutschland zum Scheitern verurteilt. Der einzig erfolgversprechende Weg – der bekanntermaßen Deutschland 2 mal verwehrt wurde: 1945 und 1990 – ist die politische und militärische Neutralität als souveräner Staat mit einer gemäß Artikel 146 GG per Volksabstimmung legitimierten Verfassung. Allerdings ist die Schaffung einer guten Verfassung mit dem heutigen, über Jahrzehnte verstrahlten grünrot-woken Stimmberechtigten in den… Mehr

Last edited 1 Monat her by Logiker
Haba Orwell
1 Monat her

Böses Medium heute: „Welch erbärmliche und prinzipienlose Kreaturen: Warum die Europäer nun Schutz bei Russland suchen“. Da ich nie die Banderas anhimmelte, sehe ich keine Prinzipienlosigkeit hier. Zugegeben, im Ostblock haben wir die Russen gehasst, aber das ist 40 Jahre her. In veränderter Welt muss man umdenken. Der Artikel berichtet über den „Friedensrat“ Trumps – ein paar US-Apparatschicks und sein Schwiegersohn; laut Röper sollen weitere Aussichtsrat-Sitze für je eine Milliarde verkauft werden. > „… Allerdings plant Trump laut Informationen der Financial Times nicht nur, die Mitgliederliste des „Friedensrats“ zu erweitern, sondern auch dessen geografischen Wirkungsbereich: Insbesondere sollen Venezuela und die… Mehr

horrex
1 Monat her
Antworten an  Haba Orwell

Wer hat neulich wiedermal diesen Satz zitiert?
„480 Mio Europäer lassen sich von 280 Mio Amerikanern gegen 140 Mio Russen verteidigen.“
Man sollte mal über dieses unbezweifelbare Statement nachdenken.
Wer denkt kann irren, wer nicht denkt hat schon verloren.
(Ich glaube, es war Brzinsky (US-Sicherheitsberater) der ihn etwa 1997 erstmals raushaute.)