Weniger Rechte für Eltern, mehr Rechte für den Wächter-Staat und NGOs in der Medienerziehung: Die Familienministerin glaubt, eine neue Vorgehensweise erfunden zu haben, die aber eine alte ist. Sie findet sich in der Mottenkiste der Diktaturen. Margot Honecker lässt grüßen.
picture alliance/dpa | Michael Kappeler
Vorweg, es gibt Fachleute und es gibt Experten. Fachleute sind Leute, die etwas vom Fach verstehen, Experten sind Leute, die das wichtig klingen lassen, was der Auftraggeber hören möchte und die möglichst autorisiert durch einen Doktor- oder Professoren-Titel die ideologischen Vorgaben so umformulieren, dass sie irgendwie nach Wissenschaft klingen. Gestern stellte nun Bundesministerin Karin Prien vor, was sie an Änderungen im Kinder- und Jugendschutz plant. Es ist schon perfid, wenn man die notwendige Definition und Spezifikation des Kinder- und Jugendschutzes im digitalen Raum dazu benutzt, um Gesetze und Instrumentarien zur Zensur und zur ideologischen Indoktrination zu schaffen, die Elternrechte zu reduzieren und die Eingriffsmöglichkeiten des Staates auch nach ideologischen Kriterien zu vergrößern. Nicht umsonst rangiert in ihrem Dreiklang auf der Ebene des ersten Signalsystems „Schutz, Teilhabe und Befähigung“ der Schutz an vorderster Stelle und nicht die Befähigung.
Kern von Priens Vorstoß sind Änderungen im Familienrecht im BGB, die sie in Zusammenarbeit mit der ebenfalls zensuraffinen Justizministerin Hubig auf den Weg bringen will. Prien verkündet stolz auf der Pressekonferenz, dass das Vorhaben, die „elterliche Medienerziehung auch familienrechtlich zu rahmen und zu regeln“, „ehrlich gesagt schon eine ziemlich große Sache ist, nämlich das Bürgerliche Gesetzbuch an dieser Stelle zu ändern“.
Natürlich lauern in der digitalen Welt Gefahren für die Kinder und Jugendlichen, und natürlich ist eine Medienerziehung wichtig, die von Eltern und Schule zu leisten ist. Dass Kinder, die mit dem Smartphone ruhiggestellt werden, auch intellektuell ruhiggestellt werden, dass die exzessive Nutzung von Social Media und ein häufiger Aufenthalt in der digitalen Welt sich negativ auf die Bildung des emotionalen, sozialen und intellektuellen Vermögens von Kindern und Jugendlichen auswirkt bis hin zur Minderung von Sprach- und Kommunikationsfertigkeiten, steht außer Frage, auch, dass Eltern hier eine enorme Verantwortung zukommt, wie übrigens auch der Schule, all das bestreitet niemand.
Es wäre allerdings ein naiver, wie weltfremder, wie absurder Ansatz, wie Prien das formuliert, dass sich nicht das Kind der Welt anzupassen, sondern dass sich die Welt dem Kind anzupassen habe. Die Anpassung und die Auseinandersetzung mit der Welt beinhaltet wesentlich der Prozess, den man Erziehung und Bildung nennt. Doch Prien geht es genau um das nicht, nicht um Erziehung, nicht um Bildung, nicht um die Auseinandersetzung des Kindes und des Jugendlichen mit der konkreten Welt, nicht mit der Welt, wie sie ist, sondern wie sie Prien und die Amadeu Antonio Stiftung vorgeben, wie sie die Welt zur Absicherung ihrer Herrschaft definieren. Prien verrät ihre totalitären Neigungen, wenn sie schwärmt, dass es eine völlig neue Herangehensweise sei, zu schauen, was zu tun sei, und danach zu schauen, wer dafür verantwortlich ist oder verantwortlich gemacht wird.
Sehr geehrte Frau Prien, das ist keine neue Methode, diese Vorgehensweise findet sich in der Mottenkiste der Diktaturen, so funktionierte der „demokratische Zentralismus“ von Stalin und Ulbricht, von Breschnew und Honecker, von Andropow und Mielke. Genauer kann man es nicht belegen, als es Prien selbst unternimmt, wenn sie nach diesem Bekenntnis zum demokratischen Zentralismus die Stärkung des „Wächteramtes des Staates“ und die Reduktion der Elternrechte im BGB, die sie vorhat, feiert. Man könnte an dieser Stelle mit Juvenal fragen: Wer bewacht die Bewacher, wer den Staat? Die Vorstellung vom Staat als Wächter sieht den Bürger als Untertan und dessen Freiheit als Freigang.
Dass es nicht um Kinder- und Jugendschutz geht, sondern um die Verstaatlichung der Kinder und Jugendlichen, um Indoktrination und Manipulation, verrät Prien, wenn sie klar als Ziel definiert, dass in der Schule, in der Sekundarstufe 1 „Medienbildung“ und „Demokratiebildung“ zusammenzubringen sind und die Inhalte als verbindlich erklärt werden. Margot Honecker lässt grüßen. Medienbildung mit Demokratiebildung zusammenzubringen, heißt, vorzugeben, welche Medien man nutzen darf und welche nicht. Die taz auf alle Fälle, Tichys Einblick niemals. Und wenn das wissbegierige Kind dann doch Tichys Einblick lesen möchte, weil es wissen möchte, wie die Welt wirklich ist, kommt dann Priens Stasi, wachen für Priens Wächterstaat dann Priens Informelle Mitarbeiter darüber, werden den Eltern dank der Änderungen im BGB dann die Erziehungsrechte entzogen?
Prien schwebt eine Denunzianten- und IM-Struktur vor, denn weil Kinder und Jugendliche, und jetzt kommt es, Achtung Klartext, „ihre politischen Informationen, ihre Meinungsbildung nahezu ausschließlich aus dem Netz eben beziehen und bilden“, ist es „wichtig, hier anzusetzen“. Deshalb müssen Anlaufstellen und Möglichkeiten geschaffen werden, um „problematische, strafbare, menschenverachtende, frauenfeindliche und ich könnte jetzt so fortfahren Inhalte zu melden.“ Alles, was sie nicht mag, muss gemeldet werden, ob strafbar oder nicht, denn alles, was sie nicht mag, ist strafbar.
Man muss also Medienbildung und unsere Demokratiebildung zusammenbringen, damit die Kinder- und Jugendlichen in ihrer Ausbildung zum Informellen Mitarbeiter unserer Demokratie ab Sekundarstufe 1 wissen, „wo man das tut“, nämlich „problematische, strafbare, menschenverachtende, frauenfeindliche und ich könnte jetzt so fortfahren Inhalte zu melden“ Es geht also nicht mehr darum, was strafbar ist, was verboten ist, sondern darum, was der Wächterin Prien oder der Amadeu Antonio Stiftung verdächtig ist. Schließlich kann man davon ausgehen, dass in Priens Ausforschungs- und Indoktrinationsagenda die Amadeu Antonio Stiftung gut finanziert tätig wird, denn Prien hat in ihrer Pressekonferenz ausdrücklich nicht nur Gesetzesänderungen, den Einsatz von Behörden, sondern auch des tiefen NGO-Staates angekündigt, wenn sie ausdrücklich die Einbeziehung der „Zivilgesellschaft“ und die Finanzierung durch das demokratiegefährdende Programm „Demokratie leben!“ benennt.
Vor Jahren hatte die Amadeu Antonio Stiftung proaktiv schon einmal eine Spitzelanleitung für Kita-Erzieher herausgegeben, in der sie geschult darin werden, wie sie die Kinder aushorchen können, ob ihre Eltern „rechte“ Gedanken hegen. Bald wird es vermutlich solche Anleitungen für Lehrer der Sekundarstufe 1 geben.


Sie müssenangemeldet sein um einen Kommentar oder eine Antwort schreiben zu können
Bitte loggen Sie sich ein
Herr Mai, als auch ehemaliger DDR-Bürger wissen Sie wohl selbst, daß diese Vergleiche mit der DDR hinken. Sinnvoller ist bei Einbeziehung der Gesamtlage ein Vergleich mit der linken Diktatur vorher, woher die DDR auch nur viele Methoden geerbt hatte.
Und was schlägt jetzt die gute Frau Prien genau vor? Ich weigere mich, mich zu empören, wenn mir die Sache, über die ich mich empören soll, nicht im Detai vorgestellt wird. Das tut dieser Artikel nun leider nicht. Die Stichworte „BGB“, „Medien“ und „Eltern“ reichen da wirklich nicht aus.
Ist es nicht so, daß beabichtigt wird sich das Eigene Sraatsvolk mheran zu ziehen? Daß die Kinderezihung vollkommen in Staatshand ist und Die „Bildung“ vollends auf die Vermittlung von reinen Ideologien ausgerichtet ist?
Wenn man die Kinder unter ständiger Beobachtung hat, hat man nach dem was die Kinder sagen dann auch das ganze Umfeld der kinder wenn sie nicht in Staatlichem Gewahrsdam sind unter Kontrolle
Ist das bereits die Phase DDR 3.0??
In Frankreich nennt man so eine Dame eine „Malbaisée“. Ich nenne sie nur noch Frau Tränensack. Egal in welchem Zusammenhang, man hat immer den Eindruck, die Dame hätte die ganze Nach durchgeweint. Auf Ihr vereinigen sich Humorlosigkeit, mangelnde Lebensfreude, Frust, Verfolgungs- und Kontrollwahn sowie Ideologie in einer einzigen Person. Wenn sie nicht so einen unfaßbaren Müll produzieren würde, könnte man echtes menschliches Mitleid mit ihr empfinden.
Bei Margot hatten wir wenigstens noch ein Bildungssystem, das den Name verdiente, wenn man mal die ganzen kommunistisch ideologisierten Marotten ausblendet. Heute haben wir Volksverdummung auf ganzer Linie, beginnend im Kindergarten unter dem Deckmantel Kindeswohl und in den Schulen und Universitäten eine linksgrün versiffte Indoktrination, die die in der DDR noch um ein vielfaches toppt.
Zitat 1: „Achtung Klartext, „ihre politischen Informationen, ihre Meinungsbildung nahezu ausschließlich aus dem Netz eben beziehen und bilden“, ist es „wichtig, hier anzusetzen“. Deshalb müssen Anlaufstellen und Möglichkeiten geschaffen werden, um „problematische, strafbare, menschenverachtende, frauenfeindliche und ich könnte jetzt so fortfahren Inhalte zu melden.“ “ > Mhh, nachdem wir ja schon wieder den nachbarschaftlichen „Blockwart“ eingeführt haben, wie wäre es nun mit den: „Digitalen Blockwart“? – – – Bei sooo viel wohlwollender Aufmerksamkeit und Fürsorger von „Unseredemokratie“ bin ich nur noch auf den Tag am warten, bis dann auch irgendeiner von denen gemäß Erich Mielke voller Überzeugung sagen wird: „ich… Mehr
Prien passt doch prima in die Ministerriege, die sich in politischer Verantwortung stehend dem Fortwirken der Kriegsführung gegen die eigene Bevölkerung verpflichtet fühlt oder fühlen muss, um im Glanze einer gebrochenen Eidleistung skrupellos und dauerhaft den Volkswillen missachten zu können.
Die Drohung mit Sorgerechtsentzug für Eltern, die sich nicht an die von UnsererDemokratie vorgegebenen Erziehungsziele und Maßnahmen halten, ist nichts anderes als eine anmaßende Perfidie sondergleichen. Und ein weiterer zwingender Grund, um die CDU einen großen Bogen zu machen.
Fällt es eigentlich niemandem auf, dass die Frau einfach mal Urlaub benötigt? Alle hacken nur auf ihr herum! Schaut doch mal genauer in dieses erschöpfte Gesicht. Also ich finde, die Menschen sind heutzutage wirklich herzloser geworden… 🧐💔
Wenn Sie üben & nur 1/4 der Kompetenz Michelangelos erwerben, wissen Sie, warum Gesichter ausgelutscht aussehen. Kann die Arbeit sein. Ist aber bei Prien nicht der Fall.
Vielleicht ist die Frau auch einfach ganz ungeeignet in dieser Position?
Hat nicht die richtige Einstellung für diese Position und schon gar nicht die nötigen Fähigkeiten?
Wunder über Wunder..:-)
„ „Wir wollen die Lufthoheit über den Kinderbetten erobern“, frohlockt etwa SPD-Generalsekretär Olaf Scholz im Geschwindigkeitsrausch. Und im Rückspiegel verblasst das auf der Ehe basierende Lebensideal der Mutter-Vater-Kind-Beziehung.“
Quelle:
https://www.welt.de/print-wams/article122357/Lufthoheit-ueber-Kinderbetten.html
Keiner hat was..:-)
Die absicht eine Mauer zu Bauen..
Antifschischstischen Schutzwall..
Braundmauer..
Ist doch was..:-)
Immer das Gleiche..:-)
Alter Wein.. ..In Neuen Schläuchen..
Wunder über Wunder..:-)
Immer das Gleiche..:-)
„Wir brauchen die Lufthoheit über den Kinderbetten.“ sagte Olaf Scholz.
Allein der militärische Begriff „Lufthoheit“ zeigt überdeutlich, wie die politische Klasse den Bürger als Feind betrachtet.
Sie wollen die Kontrolle über uns von der Wiege bis zum Sarg.
In einer Demokratie sollten die Bürger über ihre Volksvertreter im Parlament die Regierung kontrollieren.
Das Vok kontrollieren zu wollen ist eine zutiefst diktatorische, illegitime Denkweise – typisch für „Unsere Demokratie“.
Die Mehrheit der Wähler reagiert nicht aus kognitiver Reflexion, sondern aus emotionalen Impulsen, Stammesdenken und intellektueller Trägheit.
Die Mehrheit der Politiker agiert nicht nach strategischer Vernunft, sondern nach Umfrageängsten und Wiederwahlreflexen. Das Ergebnis ist ein System, das Rationalität bestraft und Irrationalität belohnt.
Würden beide Seiten endlich ihren Verstand einschalten, Fakten über Gefühle stellen und Langzeitfolgen priorisieren, sähe die politische Realität besser aus. Doch genau das zu fordern, gilt als naiv.
So bleibt die Politik der Triumph der Intuition über die Intelligenz❗