Wintereinbruch: Pause bei der Weltenrettung

Der vollkommen überraschende Wintereinbruch entlarvt den staatlichen Irrsinn. Hamburg erlaubt Streusalz. Allerdings nur widerwillig und streng befristet. Berlin möchte auch, darf aber nicht, und die Bahn stellt vorsorglich den Betrieb ein. Das Versagen des Staates in jeder Hinsicht ist das neue Normal. Genießen Sie das Heute, morgen wird es schon wieder schlimmer sein.

picture alliance / ABBfoto | -

Völlig überraschend ist etwas eingetreten, dass es gar nicht mehr geben dürfte. Nach Jahren der Rekordmeldungen von immer neuesten wärmsten Monaten seit Menschengedenken kam der Winter zurück. Und das im Winter.

In Hamburg war bisher der Einsatz von Streusalz strengstens verboten. Jetzt darf plötzlich wieder Streusalz verwendet werden. Natürlich nur befristet. Genau gesagt, es ist so lange erlaubt, bis man es nicht mehr braucht. In Berlin hingegen bleibt das Salz tabu. Nicht etwa, weil Eis dort weniger glatt wäre, sondern weil sich die eigene Gesetzgebung als resistenter als die Wirklichkeit erwiesen hat. Ausnahmen sind dort nicht erlaubt.

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In Hamburg haben Grüne erkannt, was außer ihnen jedermann wusste: Eis ist rutschig, Glatteis erst recht. Krankenhäuser melden Dutzende Verletzte täglich, Notaufnahmen arbeiten im Dauereinsatz. Und doch wird die Freigabe von Streusalz von moralischen Zeigefingern des rot-grünen Senats, natürlich korrekt gegendert, mit den Worten begleitet: Der kurzfristig wieder mündige Bürger möge das Salz „maßvoll“, „umweltbewusst“, und „nur solange es unbedingt nötig“ einsetzen. Und das zwingend mit einem gehörig schlechten Gewissen.

Berlin geht noch einen Schritt weiter. Dort wollte man ebenfalls helfen, durfte aber nicht. Man scheiterte an sich selbst. Die Gesetze lassen keine Ausnahme zu, sagt der Senat. Punkt. Das ist Berliner Realsatire. Wenn -14 Grad angekündigt sind, Wege spiegelglatt und Anwohner zugleich räumpflichtig und sanktionsbedroht sind, dann wird das Recht zur Farce. Split statt Salz – und wenn dann doch jemand stürzt: Haftung bis 10.000 Euro. Das nennt man effiziente Verantwortungsverschiebung. Da macht dem Berliner Senat niemand etwas vor.

Der Staat lobt sich selbst

Während die Bürger auf den Straßen und Gehwegen herumrutschen, lobt sich Hamburgs Umweltsenatorin Katharina Fegebank (Grüne) selbst. „Team Orange macht einen wirklich guten Job“, heißt es aus Hamburg. Das mag stimmen. Die Mitarbeiter der Stadtreinigung leisten Enormes. Aber, seit 2019 mit 170 Mann weniger. Die fehlen jetzt beim Schneeschippen. Und diejenigen, die das Geld, das vorher die Mitarbeiter der Stadtreinigung bekommen haben, nun erhalten, schippen keinen Schnee. Sie bekommen ja leistungslos Bürgergeld.

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Und dann die Berliner Variante: Die Stadtreinigung ist zuständig für Hauptachsen, der Bürger für den Rest. Das aber ohne wirksame Mittel. Das Ergebnis ist vorhersehbar. Mehr Stürze, mehr Brüche, mehr OPs. Grüne tiefgefrorene Ideologie, frei von jeglicher Vernunft.

Natürlich ist Streusalz schlecht für Pflanzen. Aber: Eis ist schlecht für Menschen. Politik wäre die Kunst der Abwägung. Was wir erleben, ist die Herrschaft des Dogmas. In Hamburg erkennt man das Problem, zumindest temporär, an. In Berlin erkennt man es, kapituliert aber vor der eigenen Ideologie. Der Bürger steht dazwischen, Er muss räumen und die Haftung übernehmen.

Der Winter ist in diesen Breiten Realität. Er hält sich nicht an Modellrechnungen von vom Staat bezahlten Instituten, die aus diesen Modellrechnungen zu wissen glauben, dass es keinen Winter mehr gäbe. Regierungen sollten das akzeptieren. Pragmatismus ist kein Verrat an der Umwelt, sondern wäre Ausdruck von Verantwortung.

Winter: Die Bahn kapituliert vorsorglich

Alle reden vom Wetter, wir nicht. Die Werbung der Bahn des letzten Jahrhunderts ist Vergangenheit. Heute kapituliert die Bahn, kurz nachdem der Wetterdienst Frost, Wind und Schnee ankündigt. Fernzüge werden gestrichen, die Geschwindigkeit der Züge gedrosselt und die Fahrzeiten verlängert. Alles „vorsorglich“.

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Schnee ist kein Jahrhundertereignis, sondern Jahreszeit. Auch in Zeiten des Klimawahns. Doch bei der Bahn gilt er als höhere Gewalt. ICEs dürfen. wegen des möglichen Eisabwurfs, nur noch 200 km/h fahren.

Der eigentliche Skandal ist aber nicht die Vorsicht, sondern die Normalisierung der Ausreden und des Versagens der Verantwortlichen. Statt robuster Technik gibt es App-Hinweise. Statt verlässlicher Infrastruktur die Flex-Tickets. Statt Planungssicherheit den Hinweis, man möge sich doch einfach „informieren“. Der Kunde kann so den Mangel und das Versagen mit organisieren. Teilnahme nennt das der woke Marketingstratege.

Dass ein Staatskonzern mit üppigen Zuschüssen bei vorhersehbarem Wetter den Betrieb ausdünnt, ist kein Naturereignis, sondern Missmanagement Jahrzehntelange Vernachlässigung der Technik, dafür ideologische Großprojekte und das Sparen am Betrieb rächen sich.

Die Bahn ist nicht wetterfest, aber sie ist durch und durch ideologisiert und vollkommen reformresistent.

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Kommentare ( 64 )

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Or
10 Stunden her

Warum verbietet der Berliner Senat nicht einfach das es Schneit.
Dann wäre das Problem doch gelöst.

Endlich Frei
10 Stunden her

Was ich nicht verstehe: Auf der einen Seite verbreitet der Öko-Wahn (auch beim Streusalz) Untergangsängste, auf der anderen Seite jammern die Politiker, dass wir immer älter werden.

PulsarOperator
10 Stunden her

Mag sein, dass der Zustand voller Hosen bei der Bahn einfach daher rührt, dass man 1.) Schienenräumfahrzeuge im Vorausgriff auf die kommende Heißzeit schon mal abgeschafft hat. 2.) Die Triebköpfe der heutigen ICEs und sonstigen Triebwagen einfach zu leicht sind, um durch eine kleinere Schneewehe einfach durchzufahren, was eine 80-Tonnen-E-Lok oder sogar eine 150-Tonnen-Baureihe 01 spielend geschafft hätte,

Last edited 10 Stunden her by PulsarOperator
Carl22
12 Stunden her

Leutkirch i.Allgäu Fr.09.1.26 abends vor einem Bio – Supermarkt. Spiegelglatter großer Parkplatz. Keinerlei Streuung. Aus der Streusatzung der Gemeinde Leutkirch: (3) Die Verwendung von auftauenden Streumitteln ist verboten. Sie dürfen ausnahmsweise bei besonderer Glätte, insbesondere bei Eisregen verwendet werden; der Einsatz ist so gering wie möglich zu halten.  Heute Schwäb.Ztg. „Winterpflichten für Gehwege beachten:…Salz ist übrigens (sic!) in den meisten Kommunen tabu, weil es Pflanzen, Böden und Grundwasser schädigt. Erlaubt sind hingegen Sand, Asche, Split oder Granulat“. Die verantortliche Supermarktleiterin hat sich gestern Abend wohl in ihrem Büro eingeschlossen – von wegener Kopf freibekommen, immer erreichbar usw. usf….. ( Heute… Mehr

prague
12 Stunden her

Die Klimafanatiker hoffen, dass die Menschen kurzes Gedächnis haben. Vor 2 Wochen habe ich in Haltungsmedien gelesen, dass wir die heisseste Sommer hatten, der ganze August war kalt und hatte geregnet. ich habe mir noch gedacht, das die Kinder in den Ferrien ausgerechnet solches Wetter haben. Schon vor 20 Jahren hatte ein „Experte“ ich glaube er hiess Sahim oder so, behauptet, dass die folgene Generationen, keine Schnee mehr sehen werden. Ich glaube es war der Anfang der Fanatiker, die bis jetzt damit sehr viel Geld verdienen.

Fieselsteinchen
10 Stunden her
Antworten an  prague

Der sog Experte heißt Mojib Latif.
Keine Sorge, ich las bereits heute irgendwo, dass die „Schneewalze“ (sic!) direkte Folge der Erderwärmung aka Klimawandels sei. Die sind sich für nichts zu blöde, na ja, wie bereits festgestellt, lässt sich damit sehr viel Geld verdienen. Spätere Historiker werden diese Epoche als die „Epoche der Scams und fleischgewordenen Selbstverblödung“ bezeichnen.
Auf den Bauernkalender ist mehr Verlass.

Vallis Blog
12 Stunden her

Gesetze scheinen den deutschen Verwaltungen generell und unmittelbar von Moses übergeben worden zu sein. Der hat sie direkt von Gott und wie der Koran dürfen sie nicht verändert oder gar abgeschafft werden. In Wirklichkeit steckt allerdings nur Faulheit des Politik- und Bürokratenmilieus dahinter.

Rosalinde
13 Stunden her

Vor allem schweigen jetzt die Klimaalarmisten, welche im letzten Sommer (der ohnehin zu kühl war) immer wieder Lügenmeldungen verbreiteten. So z.B. in Griechenland 44 Grad Hitze. Ich habe dann jeweils die exakten Temperaturen mit der Wetter App überprüft. Ergebnis war in keiner der von mir eingegebenen Städte in Griechenland wärmer wie 39 Grad.
Da haben diese Klinaaktivisten wahrscheinlich die Temperatur in der Sonne ausgewählt.

MachiavelliNiccolo
13 Stunden her

Das Geschäftsmodell Gutmenschentum ist nicht nur bei der Luftsteuer eine stets willkommene Begründung sich die Taschen zu füllen – durch Nichtstun.
Die Stadt spart sich das viele Geld für Streuwagen und Salz. Die verursachten Gesundheitsschäden und Knochenbrüche zahlt der Bürgen aus eigener Tasche über seine Beiträge.Es ist ja für einen guten Zweck!
Dann muß man auch nur noch den Schnee auf der Straße etwas plattwalzen. Dazu reicht dann am Ortsausgang kurz vor der Blitzersäule ein Schildchen: „Vorsicht, eingeschränkter Winterdienst“.
Man reibt sich die Hände im Rathaus, von Steuerrückzahlung ist niemals die Rede

Herbert
13 Stunden her

So wie damals in der DDR sind auch heute die Hauptfeinde des Sozialismus:
Frühling, Sommer, Herbst und Winter.
Vorwärts immer, rückwärts nimmer !

Melly
13 Stunden her

Ja, ja, unsere hochgebildete Elite. Zu immer neuen abartigen Späßen bereit. Ich empfehle, Nicolae Ceaușescu der große Kommunistische Führer. Der stellte sich bei solchen minus Temperaturen auf den Balkon seines bescheidenen Palastes, für 3 Minuten im kurzem Sommerhemd und gab bekannt, das es gefühlt viel wärmer sei. geendet ist er im Hinterhof vor dem Erschießungskommando