Niederlande: Ministerpräsident Rutte stellt Lockerungen in Aussicht

Die niederländische Regierung plant offenbar, bis Ende Februar eine ganze Reihe von Corona-Maßnahmen aufzuheben. Das könnte auch das Ende der Maskenpflicht und einen Übergang zur 1G-Regel bedeuten, die nur noch einen Test für alle vorsieht.

IMAGO / ANP

Das niederländische Kabinett strebt offenbar das Ende einer Vielzahl von Corona-Maßnahmen bis zum Ende des Monats an. Dies ist das Ergebnis einer Online-Sitzung am Mittwochmorgen. Ministerpräsident Mark Rutte sagte, die Chance sei „sehr hoch“, dass Lockerungen möglich seien. Sie könnten schon ab nächster Woche gültig sein.

„Vorsichtig optimistisch“ zeigte sich Gesundheitsminister Ernst Kuipers. „Die Infektionszahlen sind sehr hoch, aber zum Glück ist der Druck auf das Gesundheitswesen nicht allzu groß“, betonte er. Der Krankheitsverlauf der Omikron-Variante sei wesentlich milder als bei der Delta-Variante. Die Todesrate bei Corona beträgt in den Niederlanden nur noch 0,40 Prozent.

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Endgültige Entscheidungen stehen noch aus. Doch das Kabinett erwäge laut der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalt Nederlandse Omroep Stichting (NOS) die Abschaffung der Corona-Zugangskarte (coronatoegangsbewijs). Diese entspricht grob dem europäischen „Green Pass“ bzw. dem deutschen Impfzertifikat und Genesenenausweis. Festivals und andere Orte, an denen sich viele Menschen aufhalten, würden dann ab dem 25. Februar mit negativem Test („1G“) zugänglich. Auch die Anderthalb-Meter-Abstandsregel und die Maskenpflicht stehen auf dem Prüfstand.

Bereits ab Freitag könnten Restaurants, Cafés, Theater, Kinos und Museen, die bisher um 22 Uhr schließen mussten, länger geöffnet bleiben. Auch die Regeln für Homeoffice und Besucherzahlen im Haushalt könnten aufgehoben werden.

In den Niederlanden hatte der öffentliche Unmut über die Corona-Maßnahmen in den letzten Wochen massiv zugenommen. Eine Demonstration in Amsterdam gegen erregte internationales Aufsehen wegen der in Videos gezeigten Polizeigewalt. Eine Petition zur Abschaffung des Corona-Passes haben bis heute mehr als 750.000 Niederländer unterschrieben. Bars und Nachtclubs haben angekündigt, trotz Verbots an diesem Wochenende zu öffnen. Sanktionen haben sie keine zu befürchten, weil die Polizei am Wochenende wegen nicht erfüllter Lohn- und Gehaltszahlungen streikt.

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Kommentare ( 9 )

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Nibelung
3 Monate her

Die Niederlande befinden sich gegenüber Deutschland hochgradig in wirtschaftlicher Abhängigkeit, ähnlich wie wir Richtung China und demzufolge orientiert sich die dortige Regierung bei vielen Entscheidungen an der Interessenslage ihres großen Nachbarn und wenn man sehen will, was bald in der Coronafrage passiert, dann sind die Niederlande ein Gradmesser und die Bundesregierung kann erzählen im Himmel ist Jahrmarkt, das belegt uns dann die Verhaltensweise mancher Nachbarn, was unausgesprochene Veränderungen bewirkt, die dann am Ende alle erreichen, auch wenn bis zum Schluß von einem Verzweifelten der deutschen Regierung alles dementiert wird, was dann ehedem haltlos ist. So wird nun aus Gründen des… Mehr

Margarita
3 Monate her

1G ergibt keinen Sinn und ist nicht praktikabel, da nicht alle Niederländer sich täglich testen lassen können. Folglich wird die Mehrheit mit ihrem Impfzertifikat hineinkommen. 1G bedeutet eben, dass die QR-Codes und das Einscannen am Eingang nicht aufgehoben werden. Damit ist das chinesische System eingeführt. Ob ein Impfzertifikat mit QR oder ein negativer Test mit QR eingescannt wird, ist bedeutungslos.

K.Weber
3 Monate her

Immer mehr Auswanderungsländer, auch in der Nähe und mit ähnlicher Kultur, wo man mit Deutsch und Englisch auch erstmal gut durchkommt. Gute Nachricht – Tansania wäre beispielsweise dann doch ein noch größerer Schritt gewesen. Warten wir noch eine Weile ab, machen uns aber schon mal bereit. Fürchte aber, das wird in Deutschland nichts mehr. Zwischenzeitlich, wo es jeden Tag extremer und verrückter wird, geht es ja um viel mehr, als nur Corona oder die Spikung, was aber allein schon Grund für die Flucht wäre.

margit-kaestner
3 Monate her

Der Herr Rutte , alleiniger Herrscher der Hundeführer ohne Maulkorb. Gefährlich für die Opposition , beißende Hunde und kriminelle Clans. Allmählich geht der noblen “ Elite “ die Düse . Die Truckervirus aus Kanada , wehe dem der legt Rotterdam lahm .

Novillo
3 Monate her

„Regeln für..Besucherzahlen im Haushalt“ könnten aufgehoben werden. Da schaudert es mich richtig. Es gibt wohl tatsächlich Menschen, die sich brav vorschreiben lassen, ob und wie viele Besucher sie Zuhause empfangen dürfen..verrückt.

Matt
3 Monate her
Antworten an  Novillo

Tja, Angst und Propaganda wirken. Weihnachten, wurde das jährliche Treffen von Kindern und Enkelkindern für uns, die Grosseltern abgesagt. … Zum Geburtstag meiner Mutter wurden wir (Ungeimpft) von meinen drei Brüdern (alle 3fach gespiked) ausgeladen, trotz Angebots eines Testes. So sieht´s aus. Gruss!

Rob Roy
3 Monate her
Antworten an  Matt

Es ist unglaublich, was letztes Weihnachten in manchen Familien los war wegen der Corona-Panik. Eltern gegen Kinder, Geschwister gegen Geschwister … da sind Wunden entstanden, die noch lange nicht heilen werden.

BefreierDerEnterbten
3 Monate her
Antworten an  Matt

Schlimm für Sie. Meine besten Wünsche, dass in Ihrer Familie irgendwann wieder die Vernunft einkehrt. Solche Reaktionen sind aber leider häufig, als Ergebnis von 24 Monaten Dauergehirnwäsche durch die Medien, die Staatshysterikern und einer bestimmten Sorte Wissenschaftler täglich stundenlang ein Forum bieten.

einSkorpion
3 Monate her

–►Corona-Petition
openpetition( . )de/petition/online/eine-neubewertung-und-neuausrichtung-der-aktuellen-covid-19-massnahmen#petition-main
Wenn alle Organisationen/Gruppierungen/Vereinigungen und Initiativen, Organisatoren von Spaziergängen/Demos EINE und dieselbe Petition unterzeichnen würden wäre das ein Riesenschritt.
Alle an einem Punkt konzentriert, und ein koordiniertes Vorgehen wäre möglich.