Es grünt so grün in Baerbocks Vita, wenn ein Parteifreund Wikipedia bestückt

Während Annalena Baerbock wegen verspäteter Meldung von Nebeneinkünften, ihres frisierten Lebenslaufs und Plagiaten in ihrem Buch angegriffen wird, ist wenigstens auf Wikipedia ihre Welt noch in Ordnung. Kein Wunder. Den Wiki-Eintrag schreibt unter anderen ein Parteifreund.

IMAGO / Rüdiger Wölk

Erst macht Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock persönlich viel Mist, jetzt kommt auch noch Pech dazu:

Wie TE recheriert hat, ist ein junger Berliner Politiker von Bündnis 90/Die Grünen ein besonders fleißiger Co-Autor des Wikipedia-Eintrags über Annalena Baerbock. Der 21 Jahre junge Parteifreund, der in Berlin-Köpenick fast für den Bundestag 2021 kandidiert hätte, dann aber einer Frau den Vortritt gab, ist in seinem Wahlkreis Wahlkampfverantwortlicher „für Mobilisierung und Social Media“. Aber viel bedeutender dürfte mittlerweile seine Fleißarbeit an Annalena Baerbocks Wikipedia-Eintrag sein.

Zeit zum Lesen
"Tichys Einblick" - so kommt das gedruckte Magazin zu Ihnen
Zwar haben seit 2009 bis heute 191 Autoren am Wikipedia-Eintrag von Baerbock gearbeitet, aber nicht im selben Maße: Die Wikipedia-Statistiken weisen aus, dass sechs Autoren alleine die Hälfte und die drei Spitzenautoren zusammen satte 37,3 Prozent der Schreibarbeit erledigt haben: Am fleißigsten ist eine „Annelenasophie“. Dicht gefolgt von „Cirdan“ und „TimDemisch“. Sie sind gewissermaßen die Leittiere der Wikipedia-Seite von „Annalena Baerbock“. Und Tim Demisch ist unser Mann aus Berlin-Köpenick.

Zu ihm gleich mehr. Zunächst kurz ein Abriss dazu, was so ein Wikipedia-Eintrag bedeutet:

Eine Reihe von Bundestagsabgeordneten und weitere Personen des öffentlichen Lebens reiben sich sicher schon erstaunt die Augen beim Lesen des Wikipedia-Artikel „Annalena Baerbock“. Denn im Vergleich zu ihrem eigenen, liest sich der Artikel von Baerbock wie der einer politisch unbeschriebenen Frau. So ist beispielsweise beim Eintrag des MdB Stephan Brandner (AfD) die Rubrik „Kontroversen“ etwa fünfmal so umfangreich wie die Rubrik „Leben“.

Man sucht, man schaut, aber bei Baerbock klafft da eine riesige weiße Lücke: einfach keine „Kontroversen“ vorhanden im Wikipedia-Eintrag der grünen Kanzlerkandidatin.

Bei „Annalena Baerbock“ geht es stattdessen artig vom „Leben“ über eine Aufzählung ihrer politischen Funktionen umwegfrei hin zu den politischen Positionen – eine Art grünes Parteiprogramm in Miniaturformat exakt zugeschneidert auf Baerbock.

Aber wie ist so etwas möglich? Sind „Kontroversen“ ein reines AfD-Problem? Keineswegs: Auch Außenminister Heiko Maas (SPD) muss mit einem umfangreichen Absatz „Kontroversen“ leben, ebenso wie Friedrich Merz (CDU) und beispielsweise Christian Lindner (FDP). Armin Laschet allerdings ist bei Wikipedia ebenso frei von Kontroversen wie Annalena Baerbock – auch hier wäre mal eine umfangreiche Analyse der Autorenschaften interessant.

Aber bleiben wir bei der grünen Spitzenkandidatin:

Am 5. Juli 2021 um 10:16 Uhr schreibt ein Wikipedia-Autor auf der Diskussionsseite bei Annalena Baerbock (jeder Wikipedia-Artikel hat sein eigens Diskussionsforum):

„Fehlen von kritischen Postionen zu Baerbock!!! Mir fällt auf, dass in diesem Lemma nahezu keine kritische Postion zu Baerbock zu finden ist. In der Publizistik werden kritische Berichte geliefert, weil Baerbock einen Schnitzer nach dem anderen baut. Der Artikel widerspricht den Wikipediarichtlinien. Er ist nicht neutral!!! —Nordlicht3 (Diskussion) 10:16, 5. Jul. 2021 (CEST)“

Nur ein Hater, ein böser Baerbock-Gegner? Wer ist Nordlicht3? Leider werden die allermeisten Wikipedia-Einträge unter Pseudonym verfasst. Nordlicht3 wird dann auch relativ schnell abgebügelt von einem weiteren Wikipedia-Schreiber, der ganz zufällig ebenso wie unser junger Freund aus Köpenick ein besonders fleißiger Autor (Platz fünf im Ranking) des Baerbock-Artikels ist.

Schnell ein paar Fakten zum Baerbock-Eintrag: Aktuell wird er täglich 10.400 mal aufgerufen. Damit ist er auf Rang 10 der meistbesuchten Wikipedia-Artikel für Juni 2021. In den letzten knapp drei Wochen wurde der Artikel von 40 Autoren 189 mal bearbeitet.

Wann war der Artikel das erste Mal online? Angelegt wurde „Annalena Baerbock“ schon 2009 von einem Autor names „Morimont“. Der hat in seiner Wikipedia-Laufbahn noch über weitere annähernd einhundert Politiker der Grünen (Landtage) jeweils einen eigenen Artikel im Wikipedia neu angelegt! Seinen Baerbock-Artikel veröffentlichte er am 28. Dezember 2009 um 13:00 Uhr.

Kommen wir zu TimDenisch aus Köpenick: Den schauen wir uns genauer an, weil wir es hier mit einem Autor mit Echtnamen zu tun haben. Tatsächlich bekennt sich Tim Demisch freimütig zu seiner Arbeit bei Wikipedia. Demisch ist ein junger (*2000) medial bereits vielbeachteter Berliner Politiker der Grünen. Von seiner Mitgliedschaft bei den Grünen und der grünen Jugend ist aber in seinem Autorenprofil nicht die Rede:

„Ich heiße Tim Demisch und bin hier als angehender Politikwissenschaftler vor allem im Bereich der politikbezogenen Artikel aktiv. Mein Fokus liegt dabei auf Themen im Bereich der politischen Systeme, insbesondere mit Hinblick auf Polity-Aspekte, sowie im Bereich der Internationalen Beziehungen.“

Über den gesamten Zeitraum der Arbeit am Baerbock-Artikel (ab 2009) haben Annelenasophie 16,5 Prozent, Cirdan 10,5 Prozent und TimDemisch 8,3 Prozent der Arbeit am Artikel geleistet.

Da Demisch allerdings schon altersbedingt (bei Eröffnung der Seite war der Grüne gerade neun alt) nicht von Beginn an Baerbocks Wikipedia-Artikel bearbeitet haben kann, liegt sein Anteil in einem viel engeren aktuellem Zeitfenster und also wahrscheinlich noch höher als nur auf Platz drei der Best-of-Vielschreiber.

Scharfe Kritik aus dem eigenen Lager
Die "Taz" fordert Baerbocks Rücktritt: "Es ist vorbei, Annalena!"
Tim Demisch ist nach eigenen Angaben (hier und hier) „Seit März 2021: Wahlkampfverantwortlicher für Mobilisierung und Social Media (anlässlich der Bundestags- und Berlin-Wahlen am 26. September), Kreisverband Berlin-Treptow-Köpenik“. Schon für die EU-Wahl will er diese Funktion inne gehabt haben. Demisch mag so etwas sein, was man anerkennend einen Digital-Nerd nennt. In seiner Vita behauptet er, sich schon mit vierzehn Jahren das Programmieren selbst beigebracht zu haben.

„Zeit Campus“ widmete dem ehemaligen Schulsprecher seines Gymnasiums ein Porträt, die Bild-Zeitung befasst sich mit einer seiner politischen Forderungen – Tim Demisch weiß sich also schon lange sehr gut zu verkaufen.

Und Demisch ist ein großer Verehrer seiner Parteichefin Annalena Baerbock. Um kurz zu verdeutlichen, was der 21-Jährige für seine Parteichefin empfindet, hier auszugsweise nur ein paar seiner Twitter-Mitteilungen der letzten Tage und Wochen:

Gerade twitterte Tim Demisch: „Kaum ein Mensch würde nach unzähligen widerlichen Schmutzkampagnen über so viel Durchhaltevermögen und Kraft zum Weitermachen verfügen wie Annalena Baerbock derzeit. Was sie auf sich nimmt und wie sie das Ganze durchsteht, ist eine unglaubliche Leistung.“

Annalena Baerbock als Typus
Das Drama des unbegabten Kindes oder was die Grünen zum Geifern bringt
Und zuvor schrieb er: „Wenn ich zu Hause im Wohnzimmer euphorisch aufspringe und laut applaudiere, dann liegt das an der großartigen Parteitagsrede von Annalena Baerbock. Mit ihr als Bundeskanzlerin wird es den progressiven Aufbruch geben, den unsere Republik so bitter braucht.“

Und noch ein paar Tage früher: „Die Vorfreude auf die Rede unserer Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock am Wochenende und auf die Veröffentlichung ihres Buches am Montag ist bei mir schon riesig. All diejenigen, die sie unterschätzen, werden noch sehr überrascht sein.“

Quasi parallel zu dieser Begeisterung schrieb sich der junge Grüne im Wikipedia beim Artikel „Annalena Baerbock“ die Finger wund. Alleine in den letzten Wochen war Tim Demisch zu unterschiedlichen Tag- und Nachtzeit für den Baerbock-Beitrag in Wikipedia aktiv (hier auszugsweise und chronologisch rückwärts abgebildet):

Am 4. Juli 2021 um 13:57 Uhr

Am 1. Juli 2021 um 17:01 Uhr, 12:31, 3:20 Uhr und 2:58 Uhr

Am 30. Juni um 16:34 Uhr, 16:16 Uhr, 16:15 Uhr und 00:06 Uhr

Am 29. Juni um 18:33 Uhr und 11:45 Uhr

Am 28. Juni um 13:49 Uhr, 13:15 Uhr 13:09 Uhr und um 02:15 Uhr

Am 27. Juni 2021 weitere fünf Bearbeitungen zu Baerbock

Am 26 Juni 2021 eine Bearbeitungen zu Baerbock und am

21. Juni 2021 12 Bearbeitungen bei Wikipedia im Artikel „Annalena Baerbock“

usw. usf.

Warum aber ist das über ethisch-moralische Grundsätze hinaus bedeutsam für eine Einordnung dieser grünen Autoren-Tätigkeit? Weil ein „Interessenkonflikt“ nach den Wikipedia-Regeln klar definiert ist:

„Interessenkonflikt liegt in der Wikipedia vor, wenn ein Autor eine persönliche Beziehung zum Gegenstand eines Artikels hat, die es ihm erschwert, einen neutralen Standpunkt einzunehmen – etwa wenn er über (…) den Verein oder das Unternehmen, dem er angehört, schreibt.“

Wikipedia rät hier sogar explizit von der Artikelbearbeitung ab und warnt:

„Einträge in der Wikipedia können von jedermann beobachtet, kritisiert und verändert werden (…) eine geplante Werbungswirkung kann damit in ihr Gegenteil verkehrt werden.“ Und weiter: Ein verdecktes Editieren mit Interessenkonflikt kann dazu führen, dass deine Identität durch die Recherche von Journalisten aufgedeckt wird. (…) Dies kann sowohl für dich als auch für deine Organisation negative Auswirkungen haben.“

Und unter der Überschrift „Folgen unzulässiger Bearbeitung“ heißt es am selben Ort mit Hinweis auf eine ultimative Sanktion: „Insgesamt nicht neutrale Artikel können in geeigneter Weise überarbeitet, aber auch vollständig gelöscht werden.“

Das Zauberwort heißt Verantwortung
Warum es der Politikertyp Baerbock nicht können kann
Tim Demisch ist laut Selbstauskunft aktiver Sichter der deutschsprachigen Wikipedia (irgendwo in den Tiefen der Wikipedia wird er noch/nur als passiver Sichter geführt). Demisch hat bereits weit mehr als tausend (aktuell 1.354) Bearbeitungen als Autor gemacht.

Aktiv ist der fleißige Autor nicht nur bei Annalena Baerbock, in der Rubrik „wesentlich überarbeitete Artikel“ seiner Wiki-Autorenseite steht u.a.: „Bundesvorstand von Bündnis 90/Die Grünen“. Auch dort hat er also „wesentlich“ mitgearbeitet. Seine umfangreiche (Ranking Platz 3) Arbeit am Artikel Annalena Baerbock“ hat er dort aber nicht erwähnt.

Noch Nachts um 2:46 Uhr schreibt Demisch lange Textpassagen im Wikipedia-Artikel „Annalena Baerbock“ (hier ohne html-Formatierung abgebildet) bzw. stellt sie zur Diskussion:

„In ihrer Funktion war sie außerdem Mitautorin des Wahlprogrammes ihrer Partei zur Europawahl 2009 und beteiligte sich teils auch federführend an der Formulierung von Positionspapieren der Grünen https://ru.boell.org/sites/default/files/solidaritaet-und-staerke-zur-zukunft-der-europaeischen-union.pdf . Annalena Baerbock war Mitglied der Autorengruppe des Grünen Europawahlprogramms und schrieb unter anderem federführend an dem Positionspapier der Europagrünen zur Sozialpolitik mit. Baerbock verfasste mit einer Gruppe um die Politikwissenschaftlicherin Daniela Schwarzer das Werk „Für nachhaltige Wege aus der Wirtschafts- und Finanzkrise: Zur Zukunft der europäischen Wirtschafts-, Finanz- und Sozialpolitik“, das die Heinrich-Böll-Stiftung 2011 publizierte.https://www.boell.de/sites/default/files/assets/boell.de/images/download_de/internationalepolitik/nachhaltige_Wirtschaftspolitik.pdf

Seine Textbausteine belegt Tim Demisch in diesem Falle ausschließlich mit Verlinkungen der Grünen-nahen Böll-Stiftung.

Auch der 12. Juni 2021 war für den jungen Grünen ein Fleißtag, als es um die Verkündung der grünen Kanzlerkandidatin ging:

“Folgende Änderungen wären sinnvoll: (…) Dies ist das erste Mal, dass die Grünen jemanden für dieses Amt nominiert haben. Der Parteitag stimmte dem Vorschlag am 12. Juni 2021 mit 98,55 % der Delegiertenstimmen zu. Zeitgleich bilden Annalena Baerbock und Robert Habeck gemeinsam das Spitzenduo für die Bundestagswahl. https://www.tagesschau.de/inland/innenpolitik/baerbock-kanzlerkandidatin-101.html |Historisch betrachtet ist Baerbock erst die zweite Frau nach Angela Merkel, die sich um das höchste Regierungsamt bewirbt. Sie wird am Wahltag nur wenige Tage älter sein als Guido Westerwelle 2002, dem bislang jüngsten Kandidaten. https://www.tagesschau.de/inland/innenpolitik/baerbock-kanzlerkandidatur-gruene-101.html Das darf gerne genauso übernommen werden. Danke! Benutzer:TimDemisch|TimDemisch“

TE kontaktierte Tim Demisch per Email. Seine Antwort kommt rasch:

„Die Vorwürfe gegen Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock habe ich klar als lächerliche Schmutzkampagne bezeichnet. Meinen öffentlichen Äußerungen zu dieser Angelegenheit ist nichts hinzuzufügen. Wir Grüne werden uns nun wieder auf die wichtigen inhaltlichen Themen fokussieren.“

Grüne Rumpelstilzchen
Wie Herzkönigin Baerbock einmal kein Sachbuch schrieb
TE fragte in einer weiteren Email nach seiner umfangreichen Wikipedia-Tätigkeit für Annalena Baerbock. Demisch antwortet, auf Wikipedia sei er unabhängig von seiner Parteimitgliedschaft als Autor mit politikwissenschaftlichem Hintergrund tätig. Seine Eignung und sein neutraler Standpunkt würde sogar intern regelmäßig gelobt, auch von Administrator*innen. Bei Artikeln mit Grünen-Bezug halte er sich bewusst zurück und wahre die notwendige Distanz. Der Artikel zu Annalena Baerbock sei auf Wikipedia gerade ohnehin vollgeschützt und könne deshalb nur von Administrator*innen bearbeitet werden, zu denen er, so Demisch per Mail, nicht gehöre. Auf Diskussionsseiten der Wikipedia beteilige er sich entsprechend der Wikipedia-Richtlinien und dort gehe er transparent mit seinem politischen Engagement um.

Als einer der am häufigsten beteiligten Wikipedia-Autoren am Artikel zu Baerbock kann allerdings keineswegs von einer Zurückhaltung die Rede sein. Hier ist ein Großfan von Baerbock zugange. Ein junger Grüner, der beinahe um ein Bundestagsmandat kandidiert hätte, wäre da nicht eine Frau aus Köpenick als geeigneter eingestuft worden.

Wenn sich Annalena Baerbock und Tim Demisch nicht längst bei den Grünen kennengelernt haben, dann wird es jetzt aber höchste Zeit: Wie groß die Freude auf Seiten von Annalena Baerbock sein wird, bleibt allerdings noch dahingestellt. Denn es sieht aktuell alles danach aus, als hätte der vielleicht größte Fan der Kanzlerkandidatin („Wenn ich zu Hause im Wohnzimmer euphorisch aufspringe und laut applaudiere, dann liegt das an der großartigen Parteitagsrede von Annalena Baerbock“) seiner Angehimmelten gerade einen echten Bärendienst erwiesen. Erst macht Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock persönlich viel Mist, jetzt kommt auch noch Tim Demisch dazu.

Anzeige
Unterstützung
oder

Kommentare ( 94 )

Liebe Leser!

Wir sind dankbar für Ihre Kommentare und schätzen Ihre aktive Beteiligung sehr. Ihre Zuschriften können auch als eigene Beiträge auf der Site erscheinen oder in unserer Monatszeitschrift „Tichys Einblick“.
Bitte entwerten Sie Ihre Argumente nicht durch Unterstellungen, Verunglimpfungen oder inakzeptable Worte und Links. Solche Texte schalten wir nicht frei. Ihre Kommentare werden moderiert, da die juristische Verantwortung bei TE liegt. Bitte verstehen Sie, dass die Moderation zwischen Mitternacht und morgens Pause macht und es, je nach Aufkommen, zu zeitlichen Verzögerungen kommen kann. Vielen Dank für Ihr Verständnis. Hinweis

94 Comments
neuste
älteste beste Bewertung
Inline Feedbacks
Alle Kommentare ansehen
Manfred_Hbg
18 Tage her

Zitat: „Und zuvor schrieb er: „Wenn ich zu Hause im Wohnzimmer euphorisch aufspringe und laut applaudiere“

> Oh man(n), bei so viel „Euphorie“ bei dem 21–jähr Tim’chen, möchte ich nicht wissen, was bei ihm am „euphorisch aufspringen“ ist wenn er dann des Nachts an das 40- jähr Analenchen am denken ist.

In seinem Alter sollte das Bübchen Tim besser mal in die Disse oder so gehen und sich dann dort „euphorisch“ mit den Gleichaltrigen befassen -soweit sich diese dann aber auch mit Tim befassen wollen.

RA.Dobke
18 Tage her

W M S – Weg mit Schaden, aber nicht nur Frau Baerbock allein! Warum schenkt niemand reinen Wein ein bei dieser „getürkten“ Baerbockseite auf Wikipedia?

Frau U.
18 Tage her

Tim Demisch ist doch das beste Beispiel wie Fanatismus und Indoktrination wirken . Er folgt seiner Führerin bis in den (politischen) Tod. Die Reaktion der Grünen auf die Hochstapler Fakten, zeigen das Totalitäre.
Wie weit dies mittlerweile gedrungen ist, zeigen Böckler Stiftung, FU Berlin und Medien.
Furchtbar was 16 Jahre Merkel hinterlassen

Fidgety-Feet
18 Tage her
Antworten an  Frau U.

Offenbar ist es so, dass viele Deutsche eine Sehnsucht nach einem Führer haben. Die Begleitumstände waren damals wie heute ähnlicher Natur. Damals ein verkanntes Kunstgenie, der vorlauter Selbstüberschätzung die Realität nicht wahrgenomen hat. Heute eine Energieexpertin, die mit gefährlichem Halbwissen uns bald den Strom abdrehen wird. Die damalige Führernatur konnte wenigstens noch demagogische Reden schwingen. Heute reicht schon eine verhaspelte Parteitagsrede, um die Fanatiker aus ihren Sesseln zu reißen. Oh, ich ahne Böses.

Achilles
19 Tage her

Das primäre Problem bei WP besteht darin, dass – sorry – jeder Depp sich anmelden und drauf los schreiben kann (Prinzip der „freien“ Enzyklopädie), mit welcher Motivation auch immer. Als WP-Autor habe ich da schon die wildesten Sachen erlebt, Parteilichkeit, fehlende Neutralität sowie Werbe- und Selbstdarstellungsartikel sind keine Seltenheit. Aus dem politischen Bereich halte ich mich bewusst heraus, da hier Konflikte vorprogrammiert sind. Und von den sog. Administratoren erwarte ich gar nichts mehr, was sich aber auch auf andere Bereiche erstreckt. Das ganze WP-System hinkt ganz gewaltig, was an dem Artikel über Münchhausen-Lenchen deutlich wird.

Franck Royale
19 Tage her

Auszug aus seinem selbst verfassten Psychogramm: „Auch Fehler liegen hinter mir. Dazu gehört meine kurzzeitige Mitgliedschaft in der FDP, zu der ich mich in meiner Schulzeit entschloss, als ich noch nicht wie heute politisiert war. Viel wichtiger ist mir aber, dass ich aus den eigenen Fehlern gelernt und dadurch hochwertige Erfahrungen sammelt habe. Außerdem lege ich großen Wert auf Selbstkritik an meiner Stellung als weißer privilegierter Mann und setze mich für feministische, vielfältige und diskriminierungsfreie Strukturen ein.“ Früher hätte man solche Grünschnäbel mit ihren „bedeutsamen Erfahrungen“ für ein paar Jahre auf den Acker oder auf die Walz geschickt. Heute dürfen diese unerfahrenen Bübchen… Mehr

Demokratius
18 Tage her
Antworten an  Franck Royale

Ich lach mich schlapp über solche psychische Selbstanalysen.

Andreas Zidan
19 Tage her

Nachdem bei den Kollegen von Wikihausen Folge60 vor der Tür steht, ist das Thema fürs Jubiläum wohl gesetzt. Wobei das Muster ist bekannt – siehe die Wikihausen-Videos zu Marieluise Beck. Nur Lobhudelei und Verstöße gegen alle Wiki-Regeln, aber scheinbar egal weil von oben abgesegnet. Umgekehrt gehts natürlich genauso – siehe Gabriele Krone-Schmalz oder Clemens Arvay. Auch das Entstehen neuer Artikel zu „rechten“ Bloggern läuft nach Drehbuch. Wahlweise taz, Süddeutsche, tagesspiegel, usw… schreiben drüber, die reputable Quelle für wikipedia ist gefunden und auf einmal hat auch Danisch seinen wiki-Eintrag.

Stefferl
19 Tage her

Also wer die Geschichten um Kopilot, den Klavierlehrer aus Münster und andere Linksextreme und selbsternannte Nazijäger bei Wikipedia kennt, wundert sich nicht mehr. Man muß ja auch nur auf die Wikipediaseite zu Tichys Einblick schauen. Da kommt man aus dem Staunen nicht mehr raus.

Alfred Werner
19 Tage her

Ich bin 68 Jahre alt und habe die politische Entwicklung der Bundesrepublik immer leidenschaftlich verfolgt. Was die Entwicklung in den 16 Merkeljahren angeht, das Entstehen eines – Verzeihung – absolut intoleranten, aggressiven, intrigant-hinterhältigen, wohlstandsverwahrlosten und dekadenten Menschentyps – ich hätte es mir vor 20 Jahren nicht im Traum vorstellen können. Heute laufen davon Tausende herum. Ich bin mir sehr sicher, wie das für Deutschland ausgehen wird. Gesunder Menschenverstand und die Wahrnehmung der Realität fehlen diesen Leuten völlig. Das wird sich bitter rächen.

Fidgety-Feet
18 Tage her
Antworten an  Alfred Werner

Der Deutsche Weg ins Abseits, der begann schon viel früher. Dieser Weg wurde schon in den 70ern zementiert. Ich war damals Mitte 20 und hatte mit den noch übrig gebliebenen Nazis nix am Hut, wurde in studentischen Kreisen aber trotzdem als Faschist angesehen, weil die eigene Position nicht links genug war. Aus heutiger Sicht ist mir klar, warum das so sein musste. Die Grundposition dieser extrem Linken ist heute nicht anders als vor 50 Jahren. Man gibt vor die Armut bekämpfen zu wollen, macht sich aber gleichzeitig über normal arbeitende Menschen lustig und rümpft die Nase, aber nur soweit, als… Mehr

binweitweg
19 Tage her

Als im Osten Sozialisierter war es mir schon immer suspekt,wie man im Westen in Sachen CV am großen Rad drehte.Bekannt ist ja der Witz, warum man als Westdeutscher für sein Abi 13 Jahre benötigte, ganz im Gegensatz zum Osten mit 12 Jahren. Das 13. Jahr war Schauspielunterricht.Und der Erzeuger von Annalena hat ja als vormaliger Personaler bei WABCO sicher auch genug Erfahrung damit, wie es mit der Erstellung eines sogenannten „qualifizierten Arbeitszeugnisses“ stand- „Sie hat sich stets bemüht !“. So war es und so isses !!!

Hannibal Murkle
19 Tage her

„… Denn es sieht aktuell alles danach aus, als hätte der vielleicht größte Fan der Kanzlerkandidatin („Wenn ich zu Hause im Wohnzimmer euphorisch aufspringe und laut applaudiere, dann liegt das an der großartigen Parteitagsrede von Annalena Baerbock“) seiner Angehimmelten gerade einen echten Bärendienst erwiesen. …“ Mittlerweile applaudieren sogar einige Grünende*Innen-Glaubende*Innen nicht mehr: https://www.merkur.de/politik/annalena-baerbock-gruene-buch-plagiat-bundestagswahl-kanzlerkandidatin-kritik-fund-zr-90843608.html „… In der grünen Parteizentrale wird man die neuen Enthüllungen wohl mit Unbehagen zur Kenntnis nehmen. Die ersten Grünen-Politiker zeigten sich bereits wenig begeistert von Baerbocks Schnitzern …“„… Ludwig Hartmann*, Fraktionsvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen* im bayerischen Landtag, ärgert sich gegenüber Merkur.de über diese Entwicklung: „Es war… Mehr