Ärger über den öffentlichen Nahverkehr in der Rhein-Neckar-Region: Verspätungen, Taktlücken und sogar komplette Ausfälle einzelner Buslinien nerven Fahrgäste in Heidelberg und den umliegenden Städten. Auslöser der Probleme: neue elektrische Gelenkbusse, die im Winter nicht zuverlässig sind.
picture alliance / Daniel Kubirski | Daniel Kubirski
Betroffen ist der Betreiber Rhein-Neckar-Verkehr (RNV), der den Bus- und Straßenbahnverkehr in Heidelberg, Mannheim und Ludwigshafen verantwortet. Auf Anfrage bestätigte das Unternehmen massive Einschränkungen im laufenden Betrieb. Besonders problematisch seien die neuen Elektro-Gelenkbusse des Typs Mercedes-Benz eCitaro G, die wegen technischer Defekte derzeit nur eingeschränkt verfügbar sind. Die Schwierigkeiten seien bereits seit Anfang Dezember bekannt, hätten sich mit den anhaltenden Frostperioden jedoch deutlich verschärft.
Die betroffenen Fahrzeuge gelten eigentlich als Vorzeigeprojekt der Verkehrswende. Die RNV hatte 2023 als erstes Verkehrsunternehmen Serienfahrzeuge des Typs eCitaro G mit zusätzlicher Brennstoffzelle erhalten. Neben dem batterieelektrischen Antrieb verfügen die Busse über eine 60-Kilowatt-Wasserstoff-Brennstoffzelle, die als Reichweitenverlängerer dient. Dieses Konzept sollte größere Flexibilität im täglichen Einsatz ermöglichen und die Umstellung auf emissionsfreie Mobilität beschleunigen.
„Unvorhersehbare Probleme“
In der Praxis zeigt sich nun jedoch, dass die neue Technologie im Winter an ihre Grenzen stößt. Bereits im Dezember hatten erste Tests auf Probleme bei niedrigen Temperaturen hingedeutet. Anfangs ging man bei der RNV noch von einer raschen technischen Lösung aus. Inzwischen heißt es aus der Betriebszentrale jedoch, eine vollständige Stabilisierung des Busverkehrs sei kurzfristig nicht zu erwarten. Besonders drastisch ist die Lage in Heidelberg: Die stark frequentierte Linie 20 zwischen dem Karlstor und dem Neuenheimer Feld wurde vorübergehend vollständig eingestellt.
Zusätzlich greift die RNV auf Busse von Subunternehmern zurück, um den Betrieb notdürftig aufrechtzuerhalten. Dennoch rechnet der Verkehrsbetreiber auch in den kommenden Wochen mit weiteren Ausfällen. Die Situation sei „mehr als ärgerlich – für die Fahrgäste ebenso wie für uns selbst“, erklärte ein Sprecher des Unternehmens.
Daimler Buses bestätigte, dass sich mehrere Fahrzeuge der RNV wegen unterschiedlicher Fehlermeldungen in Servicezentren befinden. Die Busse würden schrittweise überprüft, repariert und anschließend wieder in den Linienbetrieb zurückgeführt. Zudem unterstütze der Hersteller mit mobilen Serviceteams direkt vor Ort. Man verwies darauf, dass bei neuen Technologien trotz umfangreicher Tests „unvorhersehbare Probleme“ auftreten könnten.
Der Fall bestätigt all jene, die große Verkehrsbetriebe vor einer Umstellung auf E-Antriebssysteme gewarnt haben.



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Im Internet ist eine Reportage aus dem sibirischen Jakutsk zu sehen. Wie das Leben bei minus vierzig Grad funktioniert. Dass der Verkehr auf offenbar intakten Straßen läuft. Dass der öffentliche Nahverkehr mit beheizten Wartehäuschen ausgestattet ist. Und noch mehr Unvorstellbares. Da kommt einem das Säbelrasseln gegen dieses Land doch sehr dreist vor.
Bei der RNV fahren die Busse auch im Sommer nur sehr unzuverlässig… und im Frühjahr… und im Herbst eigentlich aus. Wie oft ich meinen Mann mit dem Auto abholen musste, weil abends ab 18 Uhr Straßenbahnen und Busse einfach ausfallen und die Leute auf der Strecke bleiben! Und es wird im gleichen Maße schlimmer, wie die Preise für die Tickets steigen.
Elektro-Antrieb plus Brennstoffzellen. Da gab’s wohl eine doppelte Portion aus dem staatlichen Fördergeldtopf.
Wie man in der Stadtverwaltung munkelt, ist das Problem demnächst über Nacht gelöst.
Es wird ein Gesetz erlassen werden, dass den Winter schlicht verbietet. Und wenn er doch kommt, bekommt er eine Geldstrafe, die sich gewaschen hat.
Tut mir leid das direkt so sagen zu müssen, aber die Überschrift ist leider nur wieder marktschreierisch. Es ist nicht die E-Mobilität die hier scheitert, sondern die Komplexität der Brennstoffzelle und ihre dazugehörigen Komponenten, wie auch im Artikel selbst genannt wird.
Wasserstoff in LKW oder PKW ist eine Totgeburt, das wusste auch jeder schon vor 10 Jahren. Warum sie dennoch immer noch weiterdiskutiert wird hat einzig und allein mit Fördergeldern zu tun.
Der E-Antrieb, weder die Akkus noch die E-Motoren haben mit derzeitigen Temperaturen irgendein Problem. Denn sonst hätte sich das schon längst in der Pannenstatistik des ADAC niedergeschlagen.
Das werden die völlig vergrünten Weltenretter in Heidelberg ja wohl mal verknusen können. Für den Klimaschutz müssen nun mal Opfer gebracht werden. Wer noch halbwegs bei Verstand ist nutzt sowieso das eigene Auto oder fährt mit dem Fahrrad. ÖPNV in größeren Städten ist doch eigentlich nur noch was für Adrenalinjunkies, die den täglichen Nervenkitzel brauchen.
Und dann gibt es noch diejenigen, die auf Steuerzahlers Kosten besonders hip und grün sein wollten. Die stolze Landeshauptstdt Wiesbaden mit ihrer grünen Bourgeoisie wollte Klimastreber Nummer 1 sein und hat sich deshalb im Jahr 2021 zehn Wasserstoffbusse zu 600.000 Euro pro Stück nebst eigener Wasserstofftankstelle angeschafft. Wie hat es das Schwarzkopf-Genie Robert Habeck mal so schön ausgedrückt? „Am Ende ist es doch nur Geld.“ Jedenfalls haben sie in Wiesbaden schon nach einem Jahr festgestellt, dass das Experiment „an den Herausforderungen der alternativen Antriebstechnologie“ (was für eine Formulierung!) gescheitert war. Wohin nun mit dem teuren Schrott? Zum Glück hatte zu… Mehr
Tja, so sind sie die Totalitären:
Was nicht sein darf wird eben nicht berücksichtigt und Winter eben einfach ignoriert!
Genau mit dieser Mentalität ist Adolf auch damals nach Russland marschiert…
Das war vorsehbar und wurde früher als Verschwörungstheorie von Schwurblern abgetan. Ich überlege noch: soll ich lachen und Popcorn essen oder die Zeit für bessere Dinge nutzen und den ganzen Schmarrn noch nicht einmal ignorieren?
Müsste nicht auf dem Bus in Bild stehen: „Unser Bus steht elektrisch“?…