Wladimir Putin war als stummer Zeuge bei diesem überraschenden Treffen Samstagnachmittag am Rande der UN-Generalversammlung mit dabei: Unter einem Bild des russischen Präsidenten traf Deutschlands Außenminister Johann Wadephul Russlands Außenminister Sergej Lawrow.
IMAGO / ITAR-TASS
Im russischen Besprechungszimmer der Vereinten Nationen in New York sitzen zwei Männer einander gegenüber, die sich seit Beginn des Krieges in der Ukraine diplomatisch gemieden haben. An der Wand: ein Porträt Wladimir Putins. Darunter reichen sich Johann Wadephul und Sergej Lawrow die Hand.
Es ist das erste bilaterale Treffen der Außenminister beider Länder seit dem 24. Februar 2022. Das letzte Gespräch auf dieser Ebene hatte Lawrow am 18. Januar 2022 in Moskau mit Annalena Baerbock geführt – mehr als einen Monat vor dem Einmarsch in der Ukraine.
Die Initiative zu diesem Treffen kam nach Angaben der russischen Außenamtssprecherin Maria Sacharowa von Berlin: Die deutsche Seite habe das Gespräch erbeten und zugleich verlangt, die Presse auf Distanz zu halten – es waren keine Fragen erlaubt, keine TV-Aufzeichnung des Beginns. Johann Wadephul verließ nach dem Gespräch den Raum, ohne etwas über den Inhalt des Gesprächs preiszugeben.
Das Treffen fällt in die High-Level-Week der 81. UN-Generalversammlung. Kanzler Friedrich Merz blieb wegen der innenpolitisch angespannten Lage in Deutschland; sein Außenminister spricht am Samstagabend vor der Vollversammlung.
Dass ausgerechnet jetzt geredet wird, könnte als leichte Entspannung gewertet werden – immerhin wird wieder auf fast höchster Ebene miteinander gesprochen.
Konkret nannte der Außenminister den 4. August: Am Flughafen Leipzig/Halle sei versucht worden, zwei ukrainische Frachtflugzeuge mit einer Sprengstoffdrohne zu zerstören. Der Zünder versagte, eine zweite Drohne soll ein Frachtflugzeug gestreift haben. Innenminister Alexander Dobrindt sagte später, Polizei, Tatbild und Geheimdienstlage belegten angeblich eine russische Verantwortung. Ein US-Verteidigungsbeamter in Europa hatte CNN zuvor mitgeteilt, Washington gehe von einem russischen Nachrichtendienst als Herkunft der Drohne aus. Wladimir Putin nannte die deutschen Beweise eine Inszenierung: Moskau spricht von einer „absurd“ konstruierten Provokation.
Wadephul warf Russland bereits vor diesem Treffen auch Kriegsverbrechen vor – Angriffe auf Krankenhäuser, Wohngebiete, Energieanlagen und Getreideschiffe im Schwarzen Meer. Wer maximale Vorbedingungen stelle und Zivilisten mit Drohnen jage, wolle nicht ernsthaft verhandeln.
Lawrow sagte im Sicherheitsrat das Gegenteil: Russland werde die „militärische Sonderoperation“ auch während Gesprächen nicht pausieren. Friedensverhandlungen, die Washington unter Präsident Donald Trump vorangetrieben hatte, sind seit Februar weitgehend blockiert. US-Außenminister Marco Rubio und Lawrow sprachen in New York über die Ukraine, den Nahen Osten und die Normalisierung der Botschaften. Europa, und besonders Deutschland, trägt inzwischen einen größeren Teil der militärischen und finanziellen Last, nachdem die US-Unterstützung zurückgefahren wurde.
Ein 20-minütiges Gespräch unter einem Putin-Bild ersetzt keine Verhandlungen – aber es zeigt, dass Berlin den direkten Draht zu Moskau wieder sucht.


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Hier in den Kommentaren ist ein zivilgesellschaftlicher BRD- oder EU-Ukraine-Troll unterwegs, der bei allen Beiträgen „Daumen runter“ klickt.
Man hat „HP´s“ heute , wie jeden Sonntag aus seiner Gummizelle geholt und ihm ein paar Stunden Ausgang zugestanden . Oh Mann , was für ein Fehler .
Ach schau an,
die Stasipolizisten trauen sich wieder aus ihren Löchern.
Klaus von Dohnanyi: England hat Europa zerstört.
https://www.youtube.com/watch?v=-_HaDf-4nl4&t=1s
Interessantes Interview. Er tritt konsequent für Gespräche und Verhandlungen mit Russland ein, um in der Ukraine Frieden zu schaffen. Allerdings ist sien Verhältnis zur AfD, die das neben dem BSW ebenfalls fordert, offenbar zwiespältig.
„…ein Treffen unter einem Putin-Porträt“
Das einzige was Wadephul daran störte ist wahrscheinlich nur, dass dort nicht das von ihm hing.
Schließlich war es Wadephul der 2025 verfügte, dass in den Botschaften und Konsulaten sein Porträt aufzuhängen sei.
„Berlin“ dürfte vor Allem um Schadensbegrenzung bemüht sein,denn wer wirklich glaubt,die Hobby-Drohne in Leipzig wäre russisch,der glaubt wirklich alles,was ihm vorgesetzt wird
Ich glaube der Herr Wadepfuhl hat das entweder gemacht, weil wir dann sagen können, wir wollten ja. Oder es ist das vorsichtige Anwanzen, weil es an der Front nicht so gut läuft, und das Geld langsam alle ist.
Lawrow war schon Aussenminister, da hat Wadephul noch seinen Namen im Kindergarten getanzt.
Und so jemand vertritt unsere Interessen im Ausland.
https://tkp.at/2026/09/27/was-sagte-wadephul-zu-lawrow-in-new-york/ „Es war die Veröffentlichung eines „Tribunals“ über die Verbrechen von Neo-Nazis in der Ukraine, und die überschrift lautete: „Die Erben von Goebbels: Fälschung der Ereignisse in Butscha und blutige Inszenierungen des Kiewer Regimes„. … Ein Beispiel waren die Namen der Opfer. Faktenchecker hatten festgestellt, dass das ukrainische Denkmal für die gefallenen Einwohner von Bucha, das als Gedenkstätte für Zivilisten dargestellt wird, die Namen von rund einem Dutzend Angehörigen der ukrainischen Streitkräfte und über 70 Personen enthält, deren Namen keine digitalen Spuren hinterlassen haben, woraus die Vermutung entstand, dass sie möglicherweise nie existierten. Selbst vier Jahre später wurden die Anzeichen… Mehr
Noch einmal. Habe heute ein kurzes Video gesehen, worin Wadephul spricht – äußerst peinlich. Wenn er wirklich sein Treffen mit Lawrow so gestaltet hat, dann weiß ich nicht, ob er noch dicht im Kopf ist. Hat er doch die Leipzig-Drohne aus dem Hut gezaubert und wehe, wehe, wehe gen Russland gesandt. Sein bester Satz war, dass er Russland klar gemacht hat, dass DE sich wehren könne. Peinlicher geht nimmer. Ich bewundere Lawrow, dass er nicht vor lauter Lachen vom Stuhl gekippt ist.