Sozial nach Malu Dreyer: »Benzin und Heizöl werden teurer.«

Abdulhamid Hosbas/Anadolu Agency/Getty Images

Geringverdiener verbrauchen weniger CO2. Diese ziemlich schräge Aussage stammt von Malu Dreyer, die in einem Gespräch mit der Rheinischen Post die soziale Komponente der CO2-Beutelschneiderei betont.

»Durch die Klimaprämie pro Kopf erreichen wir, dass die Menschen mit geringeren Einkommen stärker profitieren, weil sie typischerweise weniger CO2 verbrauchen.«
Konnte man bisher davon ausgehen, dass durch Heizen und Autofahren CO2 erzeugt und nicht verbraucht wird, so stellt Dreyer das jetzt auf den Kopf. Zynisches Spiel: Wer arm ist, kann halt nicht so viel heizen und fahren. Pech gehabt, sagt die heutige Sozialdemokratie. Doch Dreyer, die als kommissarische Parteichefin der SPD einen sehr genauen Einblick in das desaströse Zerfallen der einstigen stolzen Partei hat, ist nicht ohne Grund extrem besorgt. Sie bekleidet im Nebenberuf auch das Amt der Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz, einem Flächenland mit 500.000 Pendlern, die oft weite Strecken am Tag zurücklegen müssen, um überhaupt zur Arbeitsstelle zu kommen.

Die werden von der CO2-Abzocke besonders hart betroffen. Realisieren die Pendler erst, wem sie den Schwindel zu verdanken haben, dürfte es um die älteste Partei Deutschlands endgültig geschehen sein.

Deshalb versucht sie, ihnen besondere Entlastungen zu versprechen und damit die hemmungslose Geldschneiderei ihrer ach so sozialen Partei zu übertünchen. »Wir wollen mit dem CO2-Preis nicht die Einnahmen des Finanzministers erhöhen, sondern damit sozial verträglich den CO2-Ausstoß reduzieren.«

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Das ABC von Energiewende- und Grünsprech 89: Klimaprämie
Ihre sozialdemokratische Parteikollegin Svenja Schulze ruft bekanntlich schon seit langem mit glänzenden Augen ansichts neuer Milliarden ›Geld her für CO2‹. »Preise rauf« ist für die Sozialdemokratin völlig normal: »Benzin und Heizöl werden teurer.« Dafür solle im Gegenzug pro Kopf eine Klimaprämie ausgezahlt werden, sagt sie und hofft, dass der kommissarischen SPD-Chefin jemand glaubt.

»Wer wenig CO2 verbraucht, wird kräftig profitieren. Wer das Klima stark belastet, hat am Ende weniger in der Tasche.« Ist doch so sozialdemokratisch gerecht. Das sogenannte Klimabinett hatte am Donnerstagabend sich noch nicht einigen können, in welcher Höhe der Bürger für den CO2-Schwindel ausgenommen werden soll. Jedenfalls soll im Herbst das erste Geld Richtung Staat fließen.

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Dreyer kündigte auch noch an, für Pendler einen besonderen Ausgleich zu schaffen. »Auch das haben wir Blick und werden eine Lösung haben, zum Beispiel über eine Unterstützung beim Umstieg auf ein E-Auto.« Der Witz des Tages: Geld her, dafür als Trostpflaster ein paar Tausend Euro zum neuen Elektroauto. Damit kommen die Pendler zum Arbeitsplatz, aber kaum mehr zurück. Und die großen E-Autos, die solche Strecken schaffen würden, sind viel zu teuer.

Dreyer markig: »Beim Klima darf es keine Sommerpause geben!« Im Klartext: Die Anstrengungen, wie möglichst schnell viel aus den Taschen der Bürger ziehen, werden durch keine Ferien unterbrochen fortgesetzt. SPD, Grüne und CDU haben es eilig mit der Verschrottung eines Industrielands für das Märchen, die Deutschen retten das Klima.

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Kommentare ( 164 )

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164 Kommentare auf "Sozial nach Malu Dreyer: »Benzin und Heizöl werden teurer.«"

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Es gibt zwei grosse CO2-Verursachzer, die NOCH GAR NICHT besteuert werden – nämlich Flugbenzin und Internet. Da sollte die Politik mal ansetzen, nicht die fünfte Steuer auf die armen Autofahrer.

Die Herstellung von Zement stößt vier mal so viel CO2 aus wie der gesamte Flugverkehr weltweit. Da geht noch was für die Häuslebauer. Das für die Invasion zahlen wir obendrein, klar. Oder soll der „Flüchtling“ ….?

Ob in der SPD noch jemand weiss, wie man Arbeit schreibt?
Kaum anzunehmen.

OK, die Klimasau wird durchs Dorf gehetzt. Ob man sie durch Fangen und Schlachten erledigen kann, wer weiß, erstmal kostet sowas Geld, das weiß jeder. So läuft das immer ab.
Eigentlich geht’s nur darum, die Staatsquote weiter hochzuschrauben, darüber sind wir uns alle klar, das zeigen alle Kommentare, die von Ironie über Sarkasmus bis zur Zynik das Alphabet weitgehend abdecken,
Und trotzdem wählen wir nur immer dasselbe Modell, seit gefühlten Ewigkeiten. Anscheinend muß wirklich erst das Gros Nöte fühlen …

Wunderbar weltfremd die SPD. Es wird endlich Zeit, daß sie verschwindet, wenn auch 120 Jahre zu spät.

Ich kann als „Besserverdiener“ all die Maßnahmen und Erhöhungen der Preise auf Kraftstoffe nur begrüßen: Endlich wieder Platz auf der Autobahn, endlich wieder Platz im Flieger, toll! Soll der Plebs doch Bahnfahren oder zuhause bleiben.

Erstaunlich wie bei der SPD die Dummheit stolz gezeigt wird! Frau Dreyer hat offenbar ganz viel Ahnung von nichts, was sie wieder einmal eindrucksvoll unter Beweis stellt. Es stimmt offenbar: „man kann nicht dümmer denken, als man selbst ist“!

„… Wer das #Klima stark belastet, hat am Ende weniger in der Tasche …“
Ausser man gehört zur Politelite und lässt sich ohnehin bis zum Lebensabend alles vom Steuerzahler bezahlen. Dann kann die CO2-Steuer so hoch sein wie sie will. Zahlt eh ein anderer.

Wer zahlt für das CO2, das die Immigranten verursachen?

„SPD, Grüne und CDU haben es eilig mit der Verschrottung eines Industrielands für das Märchen, die Deutschen retten das Klima.“ – Stimmt

Frau Dreyer war noch nie die hellste Kerze in der. roten Laterne der SPD

Ich bin für die co2 steuer!

möglichst ’sozialverträglich‘ gestaltet. wissend, das ’sozialverträglich‘ nach heutiger sozialistischer lesart bedeutet, dass vor allem die gering- und durchschnittsverdiener überproportional belastet werden.

#lernendurchschmerz

#geliefertwiebestellt