Das Politikloch begann mit der Kanzlerwahl, ihr folgte die Koalitionsqual

Werte Leser, ein gutes Wochenende, die Schafskälte der Natur gegen jede Weisung der Klimareligion geht zu Ende, der Sommer kehrt ein, das politische Sommerloch in Deutschland und der EU muss das nicht, denn beide sind im Politikdauerloch.

Im Mai ergoss sich wieder ein bemerkenswerter Zuschuss zum Einkommen der Erneuerbaren Milliardäre und Millionäre aus den Steuern der Erwerbstätigen. In Trittin-Einheiten (google: „Durchschnittspreis für eine Kugel Eis bei 1,92 Euro“) gerechnet, durften die Steuerzahler im Mai 1,65 Milliarden Eiskugeln spendieren müssen.

5.000 Megawatt zusätzliche Windkraft schaffen keine Versorgungssicherheit, sondern neue finanzielle Lasten für künftige Generationen: rund 30 Milliarden Euro EEG-Garantien über 20 Jahre. Dazu kommen steigende Netz-, Redispatch- und Systemkosten. Zahlen müssen das Bürger und Unternehmen über Strompreis, Abgaben und CO₂-Steuern.

Die Zinserhöhung der EZB nutzt allen, die Geld übrig haben, um es anzulegen, sie schadet Unternehmen, Kreditnehmern, Hypothekenkunden, Immobilienkäufern und Bauherren, Staatshaushalten, Aktienmärkten – erhöht Rezessionsrisiken und rückt verbotene Gemeinschafts-EU-Schulden wieder in den Blick. Eine ZEW-Studie zeigt Eurobonds als faktische Realität. EU-Gemeinschaftsschulden von mehr als einer Billion Euro werden angehäuft – durch Corona-Wiederaufbau, Eurokrisen-Hilfen und Ukraine-Finanzierung. Am Ende, errechnet FDP-MdEP Moritz Körner, bleiben nur zwei Wege: sparen – oder Erspartes schleichend entwerten. – Die Welt wäre reicher ohne Zentralbanken, die zur Kriegsfinanzierung gegründet wurden.

Der BDA kritisiert die Vereinfachung der EU-Nachhaltigkeitsberichterstattung als unzureichend. Brüssel habe zwar „wichtige Vereinfachungen auf den Weg gebracht … Bei der Sozialberichterstattung droht derzeit aber das Gegenteil. (Welt)“ Vieles, was Unternehmen künftig berichten sollten, sei bereits gesetzlich geregelt oder Gegenstand anderer EU-Vorgaben. Nach der Richtlinie sollen Unternehmen mit mehr als 1.000 Beschäftigten und 450 Millionen Euro Umsatz ab 2027 die Folgen ihres Handelns auf die Umwelt, die eigenen Angestellten und die Gesellschaft analysieren. Mehr als 1.000 Datenpunkte müssen erfasst werden. Die Kommission sagte, man habe „die Zahl der Datenpunkte in den sozialen Standards um 53 bis 64 Prozent reduziert“ und es gebe eine „Verringerung der narrativen Berichtspflichten um mehr als 60 Prozent“. Der BDA erwartet jedoch, der tatsächliche Berichtsaufwand werde nur um zehn bis 20 Prozent sinken und in einigen Bereichen sogar steigen. Viele Änderungen seien nur die Beseitigung von Doppelungen und Streichung von Anforderungen, die ohnehin erfüllt werden mussten.

Baden-Württemberg und Sachsen wollen die Majestätsbeleidigung vulgo den Paragrafen zur Politikerbeleidigung ändern (Spiegel). Nach einem Vorschlag des baden-württembergischen CDU-Justizministers Moritz Oppelt griffe der Paragraf nur noch bei der Beleidigung von ehrenamtlichen Kommunalpolitikern, aber nicht bei Berufspolitikern. Berufspolitiker könnten und müssten eine harte Auseinandersetzung aushalten. Man solle ehrenamtliche Politiker schützen, damit sie nicht das Handtuch werfen, weil sie persönlichen, mitunter heftigen Angriffen ausgesetzt seien. Mit dem Paragraf 188 kann die Staatsanwaltschaft ermitteln ohne Strafantrag des Opfers. Die sächsische Justizministerin Constanze Geiert regt die komplette Abschaffung des 188 an. Ein Beschluss der Landesjustizminister wäre nicht bindend. Der Bundestag müsste das Strafgesetzbuch ändern.

Die Zahl der Vertriebenen  ist 2025 erstmals seit einem Jahrzehnt gesunken. Teilte das UN-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) gestern in Genf mit. Demnach flohen 2025 rund 5,4 Millionen vor Gewalt und Verfolgung in andere Länder, 14,7 Millionen Vertriebene kehrten in ihre Herkunftsregionen zurück. Die Flüchtlingszahl sank auf 41,6 Millionen. Besonders viele Rückkehrer gab es in Afghanistan, Syrien und einigen Regionen des Sudan. Allerdings kehrten viele Menschen nicht freiwillig und unter schwierigen Bedingungen zurück. Fast 46.000 Staatenlose in 24 Ländern erhielten eine Staatsangehörigkeit. 70 Prozent aller Flüchtlinge leben dem Bericht nach seit Jahren im Exil, viele unterhalb der Armutsgrenze. Eine neue Initiative soll innerhalb des nächsten Jahrzehnts die Zahl der auf humanitäre Hilfe angewiesenen Langzeitflüchtlinge um mehr als die Hälfte senken. Der Fokus liege auf Ländern mit niedrigen und mittleren Einkommen, die weltweit die meisten Flüchtlinge aufnehmen.

Der bestialische Messerangriff von Belfast ist kein Einzelfall. Doch wird verdrängt und verharmlost. Daniela Seidel geht den Gründen nach, warum Politik und Medien kein Umdenken wagen: Selbsthass, Scham und die Angst davor, sich das eigene Versagen eingestehen zu müssen. Die tiefgründige Analyse ist ein Lese-Muss.  Und „Deutschland wird morgen so sein wie Großbritannien heute“ von Alexander Heiden schließt gleich an.

Die US-Börsen haben gestern kräftig zugelegt, wird gemeldet. Weil President Trump den angesagten Angriff auf Teheran wieder abgesagt und stattdessen ein Ende des Krieges schon am Wochenende in Aussicht gestellt hat. Der Ölpreis sank stark auf 89,08 US-Dollar, der Euro kostete 1,1581 US-Dollar, der Goldpreis stieg. – Die veröffentlichte Meinung hat es noch immer nicht begriffen. Der Meldungswechsel vom nahen Kriegsende und folgender Ölpreissenkung, Militärschlägen, Drohungen mit solchen und steigendem Ölpreis, Absagen von drohenden Militärschlägen und das ganze wieder von vorne ist der Poker zwischen Trump und IRGC-Teheran, wer es länger aushalten kann. 

Ihnen werte Leser ein gutes Wochenende, die Schafskälte, die sich die Natur gegen alle Weisungen der Klimareligion erlaubte, geht zu Ende, der Sommer kehrt ein, das politische Sommerloch in Deutschland und der EU muss das nicht, denn beide sind dauernd im Politikloch.

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Kommentare ( 46 )

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Privat
1 Tag her

Frau Dr. Alice Weidel von der Alternative AFD hat dem Merz und seiner anwesenden kleinen Koalition alle Versäumnisse und Fehlentscheidungen in den vergangenen Monaten vorgehalten. Die unglaubliche Geldverschwendung für die Ukraine und deren fremden Krieg der uns Deutsche nichts angeht, die Masseneinfuhr von Illeglalen, denen die kleine Koalition auch noch den deutschen Pass hinterher wirft, die vernichtung der deutschen Industrie. Die unglaubliche Reaktion des dürren CDU Mannes Merz war später folgende – Der dürre Merz und ehemalige BlackRock Angehörige sicherte der elendigen Ukraine weitere deutsche Unterstützung mit unserem Steuergeld zu ! Soviel Frechheit und Dreistigkeit gegenüber den deutschen Steuerzahlern kann… Mehr

Kassandra
1 Tag her
Antworten an  Privat
Cubus
1 Tag her

Die Staaten werden privatisiert. Da ist Merz die richtige Wahl, mit Privatisierung kennt BlackRock sich. Ein Glücksfall für Larry. Sie saugen uns aus, machen alles kaputt, kaufen die Reste auf und führen uns über in die Schöne Neue Welt. Früher war das Volk ein Bezugspunkt, heute lediglich noch eine Last, die man am besten irgendwie loswerden will. Und es klappt! Geburtenraten, Sterberaten, Turbokrebs, Plötzlich und Unerwartet .. und das alles zum Preis einer Bratwurst .. .

Thomas
1 Tag her

Trump will den Ölpreis unabhängig machen von der Spekulation und damit dauerhaft billiger. Auch das bezweckt er mit dem ewigen hin und her, teilweise stündlich, in seinen Aussagen, was die Spekulanten in London und New York in den Wahnsinn treibt.

Last edited 1 Tag her by Thomas
Kassandra
1 Tag her
Antworten an  Thomas

Vor allen Dingen macht Trump damit die Schlagzeilen – und lässt diesmal die anderen hinterher hinken: Das erschien am 19.08.2016 «Wir sind jetzt ein Weltreich», so der Berater, «und wenn wir handeln, schaffen wir unsere eigene Realität. Und während Sie in dieser Realität Nachforschungen anstellen, handeln wir schon wieder und schaffen neue Realitäten, die Sie auch untersuchen können, und so entwickeln sich die Dinge. Wir sind die Akteure der Geschichte, und Ihnen, Ihnen allen bleibt, nachzuforschen, was wir tun.» https://www.nzz.ch/meinung/kommentare/googeln-statt-wissen-das-postfaktische-zeitalter-ld.111900 Postfaktisch, seit Merkel. Auf Englisch heißt das übrigens „POSTTRUTH“ . „To those negatively chirping: quiet. It will all work out… Mehr

alter weisser Mann
1 Tag her

Das „Politikloch“ schafft es immerhin, es dem Steuer- und Beiragszahler immer schwerer zu machen. Er muss nicht nur mehr zahlen, er erhält auch weniger für sein Geld, dass weiter nach außerhalb und zu den Nichtzahlern geht.
Vielleicht sollte man sich auch das Politikloch sparen, Verwaltung allein schafft das auch.

Boudicca
1 Tag her

Meinen Sie das Loch in das sie unsere Steuergelder und Sozialabgaben schaufeln oder das Blackhole der Erinnerung wenn sie vor einen Ausschuss aussagen müssen?

Alf
1 Tag her

Politikloch?
Hier die Antwort.
Kurt TucholskyZur soziologischen Psychologie der Loecher ( 1931 )
Ein Loch ist da, wo etwas nicht ist….

https://de.wikisource.org/wiki/Zur_soziologischen_Psychologie_der_L%C3%B6cher

Wilhelm Roepke
1 Tag her

Und täglich grüßt das Murmeltier. Leider ein linksideologisches Murmeltier.

humerd
1 Tag her

„sondern neue finanzielle Lasten für künftige Generationen: rund 30 Milliarden Euro EEG-Garantien über 20 Jahre. „ das ist auf Habeck, Patrick Graichen zurück zu führen. Und wenn Frau Reiche die garantierten Einspeisevergütungen nur zurück fahren will, organisiert Luisa Neubauer eine „Demokratierettungs“ Demo. Da kann man dann ganz gut die Profiteure der Grünen Bourgeoisie sehen „Eine neue Initiative soll innerhalb des nächsten Jahrzehnts die Zahl der auf humanitäre Hilfe angewiesenen Langzeitflüchtlinge um mehr als die Hälfte senken. Der Fokus liege auf Ländern mit niedrigen und mittleren Einkommen, die weltweit die meisten Flüchtlinge aufnehmen.“ übersetzt heißt das doch nur – ab in die… Mehr

PaulKehl
1 Tag her
Antworten an  humerd

Die „reichen“ EU-Länder: da gehört doch DE als Land des globalen Südens wohl nicht mehr hin.

Logiker
1 Tag her
Antworten an  PaulKehl

Nicht als Land des globalen Südens – das wäre eine Beleidigung für diese Länder.

Deutschland – ein Land des verrottenden Westens !

Reimund Gretz
1 Tag her

Mit der Wahl begann die Qual! Freunde des #Realismus wussten es, mit den Versagern von gestern wird es nicht besser werden und haben das auch so kommuniziert! Mit medialer Unterstützung ist es jedoch den #Parteien, die es schon viel zulange bewiesen haben, dass sie es nicht können ein weiteres mal gelungen die #Bürger mit #Phrasen und #Textbausteinen einzulullen. „Wer sich aber ständig immer nur verwählt, der wird gequält durch #Inkompetenz und #Unfähigkeit! Vielleicht begreift man es noch, der #Parteienfilz, in der #EU/#Deutschland der sich über Jahrzehnte gebildet hat muss aufgelöst werden, um wieder erfolgreicher werden zu können! Wer es nicht… Mehr

Zhenmei Zutun
1 Tag her

Es hilft nur ein Austritt aus der EU und ein kompletter Politikwechsel.

Kassandra
1 Tag her
Antworten an  Zhenmei Zutun

Tja. Wie entgeht man als westliche Nation in diesen Zeiten der Scharia?
Das ist doch die eigentliche Frage.

Logiker
1 Tag her
Antworten an  Kassandra

Indem Europa einem somalischen Schiedsrichter mit Terroristenverbindungen, dem die USA berechtigterweise die Einreise verwehrt hat, postwendend eine Aufgabe als Schiri in einem Europakalfinale gibt.

https://sport.sky.de/fussball/artikel/schiedsrichter-aus-somalia-dem-einreise-in-die-usa-verweigert-wurde-leitet-supercup/13553076/35311

Last edited 1 Tag her by Logiker
Kassandra
1 Tag her
Antworten an  Logiker

Haba findet das sicher Spitze.
Danke fürs Finden. Die haben, wie es scheint, alle weinen tüchtigen Knall weg.
Und wir lassen es mit uns machen.
Keiner auf der Straße. Nirgends.

Last edited 1 Tag her by Kassandra