Seehofer und Merkel 3: Morgen bei Kurz in Wien statt bei der Kanzlerin

Statt neben der Bundeskanzlerin beim Integrationsgipfel wählt der CSU-Vorsitzende Morgen beim bayerischen Nachbarn die Gesellschaft von Österreichs Bundeskanzler Kurz in Wien.

© Christof Stache/AFP/Getty Images

Das darf psychologische Kriegsführung genannt werden und spricht dagegen, dass diese Runde der Auseinandersetzungen zwischen Seehofer und Merkel erneut so ausgeht wie bisher, nämlich mit einem Nachgeben der CSU. In gemäßigtem Bairisch: Schaun mer mal, dann sehn mer scho.

«Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) wird als erster Bundesinnenminister nicht am Integrationsgipfel der Bundeskanzlerin teilnehmen. Das bestätigte das Bundesinnenministerium dem ARD-Magazin „Kontraste“.»

Der RBB meldet weiter:

«Bundesinnenminister Horst Seehofer, in dessen Zuständigkeit die Themen Integration und gesellschaftlicher Zusammenhalt fallen, war beim Integrationsgipfel auch für einen Diskussionsbeitrag zum Themenblock „Werte und Zusammenhalt in der Einwanderungsgesellschaft“ vorgesehen.

Statt am Integrationsgipfel teilzunehmen, trifft sich Bundesinnenminister Horst Seehofer am Mittwoch mit dem österreichischen Bundeskanzler Sebastian Kurz, um sich „zu aktuellen politischen Themen“ auszutauschen. Für 12 Uhr ist ein gemeinsames Statement angekündigt.»

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Kommentare ( 129 )

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In der Welt+ gab es einen Artikel mit der Überschrift: Es gibt und gab keinen systematischen Rechtsbruch.
Da es so viele unterschiedliche Meinungen dazu gibt, wüsste ich gerne was denn nun definitiv stimmt.
Vielleicht können Sie Herr Goergen mal etwas verlässliches dazu sagen ?

An Seehofers Stelle hätte ich auch nicht an Merkels Runde teilgenommen.
Wobei ich mich allerdings frag, warum die Seehofer beleidigende Türkin Ataman nicht ausgeladen wurde.

Herr Kurz hat ja nicht auf Herrn Seehofer gewartet! Wer hat jetzt die Termine so gelegt?

bald ist Sommerpause.
bis dahin hangeln die
sich durch.

„Werte und Zusammenhalt in der Einwanderungsgesellschaft“ Vielleicht sollte endlich einmal mit der Mär aufgeräumt werden das Deutschland eine „Einwanderungsgesellschaft“ ist. Deutschland gehört zu den Bevölkerungsreichsten Ländern Europas, aktuell auf Platz vier wenn man die Zwergstaaten mal ausklammert. Es gibt keinerlei Anlass die Dichte zu erhöhen, eher im Gegenteil. Deutschland könnte sicher auch mit 60 Mill. Einwohnern gut zurecht kommen wenn das Bevölkerungswachstum aus demographischen Gründen rückläufig ist. Wenn Einwanderung dann ausgewiesene Fachkräfte mit Bildung und Integrationswillen. Aber das würde ja den IQ der Bevölkerung erhöhen, was den derzeitigen Eliten ein Dorn im Auge wäre. Ein dummes Volk ist leichter zu… Mehr

Frankreich ist halb so dicht besiedelt wie DE. Also wären 40 Mio. Einwohner hier ganz gut, denn FR ist wohl kein Einwanderungsland, oder? In FR ist das Leben deutlich entspannter als hier, wäre das was für die arbeitswütigen Deutschen? Savoir vivre, alors.

Auch wenn es den immer noch Linken in den Kartellparteien nicht passt: Deutschland kann und wird niemals die Völkerwanderung aus Afrika und anderen Ländern akzeptieren! Niemals! Hört auf von „Flüchtlingen“ zu sprechen! Die Migranten sind nicht in die Zukunft des Arbeitsmarktes für Hochqualifizierte integrierbar und werden unsere Sozialsysteme derart belasten, dass diejenigen, die sich täglich hier abrackern, mit drastischen Kürzungen und hohen Steuererhöhungen zu rechnen haben.
Das Mittelmeer muss militärisch gesichert werden; und um diese Tatsache wird man sich nicht herumdrücken können.
Keine Ankertentren in Deutschland, sondern in Afrika! Auch darum wird man nicht daran vorbeikommen können.

Seehofer sollte Kanzler werden. Er hat die Eigenschaften, die fehlen: Vernunft, Weitsicht, Entschlossenheit und Handlungsfähigkeit. Und er liebt seine Heimat und versteht die Aufgabe eines Volks-Vertreters.

…es darf gelacht werden…

Wo ist das Ironie On/Off Icon? ((-;

Selber schalten macht Spass.

Also, da muß ich widersprechen. Die von Ihnen aufgeführten Eigenschaften hat Herr Seehofer nur dann gezeigt, wenn sie seiner Karriere nutzten. Seine Wendungen sind doch Legende. Seine Heimat mag er zwar lieben, aber noch mehr seine Ämter und politische Karriere. Ich würde ihm das alles nachsehen, wenn er noch vor der Sommerpause oder zumindest vor der Landtagswahl in Bayern den Sturz der furchtbaren Kanzlerin bewirkt, auch wenn dies wieder nur aus Opportunismus geschehen sollte.

„Statt neben der Bundeskanzlerin beim Integrationsgipfel wählt der CSU-Vorsitzende Morgen beim bayerischen Nachbarn die Gesellschaft von Österreichs Bundeskanzler Kurz in Wien.“

Gemach, gemach.
Die Wahrscheinlichkeit, dass die Theaterdarbietung zur Sedierung der Wählenden vorab bis ins Detail ausgearbeitet wurde, liegt signifikant über Null.

„Das darf psychologische Kriegsführung genannt werden…“
Feind, Erzfeind, Parteifreund, kann ich da nur sagen!
Ich frage mich bloß, wann Merkel Seehofer ihr „vollstes Vertrauen“ ausspricht…

Auf Dauer kann kein Kaiser gegen sein Volk regieren.

Aber bis zu seiner Vertreibung kann er, oder in diesem Fall sie, irreparable Schäden angerichtet haben. Das war schon in der Vergangenheit leider eher die Regel. Früher endeten solche Despoten gelegentlich am Galgen oder auf dem Schaffot, heute in Vorstands- und Aufsichtsratsetagen oder in der UNO.

Sein ( ? ) Volk …..
Das Volk gehört keinem irgendwie gearteten Menschen !

Hoffentlich fragt ihn Kurz, warum er seinen Job nicht machen will. Also für den Fall dass Kurz die Hintergründe nicht bereits kennt.