Pro-Hamas-Demo in Berlin: Linkes Happening mit Propaganda und Gewalt

Eine Pro-Hamas-Demonstration in Berlin-Mitte wirbt für den radikalen Islam im weitesten Sinne. Linke Teilnehmer solidarisierten sich mit der Islamischen Republik Iran – oder auch den Taliban. Eine pro-israelische Demonstration wurde abgesagt. Die Gewalt gegen Juden (auch vermeintliche) nahm schon im Vorfeld zu.

picture alliance / Sipa USA | PRESSCOV

Am Potsdamer Platz hat die Berliner Polizei gegen Abend eine Sperre errichtet und ist mit hohem Personaleinsatz am Ort. Ständig laufen Beamte den sich stauenden Zug ab, wohl nicht ohne Grund. Am S-Bahnhof Potsdamer Platz stehen einige Beamten Rücken an Rücken, um auch diesen neuralgischen Punkt im Blick zu behalten. Am Samstag fand in der Art eines großen Happenings eine gemeinsame Demonstration von Unterstützern der Regierungen im Gazastreifen (Hamas) und der Islamischen Republik Iran statt, zu der angeblich Tausende kamen, teils laut Angaben der Polizei auch aus dem Ausland.

Ein angemieteter LKW fährt voraus, begleitet von mächtigen, militärisch klingenden Trommeln und den obligatorischen skandierten Parolen: „Free, free, free Palestine“ oder auch „Palestina will be free / You will see“ usw. Später kommen Gruppen mit Transparenten, und auch die musikalische Untermalung darf nicht fehlen. Ein Demonstrationszug wie andere auch, könnte man meinen. Auch die Antifa (mit ihren Sturmmasken) und andere dem Aussehen nach eher Linke marschieren hier bei ausreichend Hitze mit, manchmal eine Kufiyah dekorativ um Kopf oder Hutkrempe geschlungen. Es herrscht eine Aura der selbstgewissen Selbst-Gerechtigkeit. Man wähnt sich auf der richtigen Seite. Transparente mahnen die Deutschen, nicht schon wieder auf der Seite der Täter zu stehen. Und auch einige nicht-binäre Personen scheinen dabei zu sein – „Queers for Palestine“, dieser Slogan ist in Berlin wie andernorts noch sehr lebendig.

https://twitter.com/kal1fornien/status/1936546912737571131

Was die Demonstranten aber eigentlich fordern (auch wenn viele es vielleicht nicht so recht bemerken), ist die Rearabisierung ganz Palästinas. „Falastin arabiyya“ ist zu hören – Palästina ist arabisch, da scheint kein Platz für Juden, jedenfalls ist keine Rede davon. Nirgends gibt es ein Zeichen von einer angestrebten Zweistaatenlösung. Die hier versammelten Massen fühlen sich durch den angehenden Konflikt, der aus dem terroristischen Angriff der Hamas vom 7. Oktober 2023 folgte, in einer lange gepflegten Haltung bestärkt.

Dabei fiel vielen anscheinend gar nicht auf, dass sie mit Insignien des unverdünnten, radikalen Islam marschieren, etwa direkt vor dem Deutschen Bundestag. Oder es fiel ihnen doch auf, wie dieser X-Nutzer nahelegt: Die Linken-Politikerin Julia Schramm hat demnach auf X deklariert, dass sie unter anderem mit den Taliban „‚solidarisch‘“ (ihre Anführungszeichen) gewesen sei, weil sie für Frieden und gegen Krieg war. Die kriegerischen Handlungen der Taliban und Saddam Husseins müssen Julia Schramm entgangen sein.

„Internationale Mobilisierung“ – Pro-Israel-Demonstration aufgelöst

Die Polizei sprach im Rückblick von mehreren tausend Teilnehmern und „internationaler Mobilisierung“. Der Demonstrationszug hat sich demnach (selbst?) „den Weg gebahnt“ durch die verschiedenen Straßenzüge in Mitte. Vor allem am Potsdamer Platz soll es dann vermehrt zu Propagandadelikten und auch Gewalttaten inklusive Angriffen auf Polizisten gekommen sein. Auch Medienvertreter wurden an der Ausübung ihrer Tätigkeit gehindert. Es gab mehr als 50 Festnahmen, die teils nur mit körperlichem Zwang durchführbar waren. Im X-Feed der Berliner Polizei nahm allerdings die Lage in Marzahn deutlich mehr Platz ein: Dort traf am selben Nachmittag ein Pride-Umzug auf eine Gegenversammlung.

In Berlin-Mitte wurden derweil auch antisemitische Puppen mit aufgeklebtem „Judenstern“ gesichtet, wie Iman Sefati (Reporter für Bild) berichtet.

Zugleich wurde eine pro-israelische Demonstration aufgelöst – laut Aussagen von Beteiligten aus „Sicherheitsbedenken“. Das wollte die Berliner Polizei aber im Nachhinein nicht mehr bestätigen. Der Rechtsanwalt und Journalist Joachim Steinhöfel kritisierte den Vorgang als „Eingeständnis staatlicher Ohnmacht“. Steinhöfel zitierte die Worte eines anderen X-Nutzers: „In einem Land, in dem Juden nicht mehr sicher demonstrieren können, weil die Straße jenen gehört, die Israel vernichtet sehen wollen, ist nicht nur die Demo das Problem, sondern der Zustand des Rechtsstaats.“

Das Muster ist indes aus anderen Ländern bekannt, wo sich die zahlenmäßig unterlegene Gruppe – um der öffentlichen Ordnung willen – aus dem öffentlichen Raum zurückziehen muss. Man denke an die regelmäßigen Londoner Pro-Hamas-Umzüge, die Juden und Abgeordneten das Durchqueren der Innenstadt erschwerten.

https://twitter.com/best7127/status/1936458273030377950

Berliner mit Judenstern mit Messer bedroht

Die internationale Mobilisierung zeigte sich eventuell schon am Freitag im Park am Gleisdreieck in Kreuzberg. Dort wollte ein 60-jähriger Berliner wie gewohnt seinen Hund ausführen, geriet allerdings an einen Österreicher (29) mit Migrationshintergrund, der im Vorbeigehen die Davidssternkette sah, die der Berliner – selbst kein Jude – aus Solidarität um den Hals trug. Daneben trug der Berliner laut Tagesspiegel auch ein T-Shirt mit Davidsstern. Der Mann tut das regelmäßig und ist die daraus folgenden antisemitischen Beleidigungen angeblich schon gewöhnt. Es bleibt gewöhnlich nicht bei „Free Palestine“-Rufen. Üblich ist auch der Ruf „Kindermörder“.

Auch der Österreicher mit der Kufiya fing umgehend an, den Berliner als „Mörder“ zu beschimpfen und ihm das Gehen nahezulegen („Hau ab!“). Zudem zog er aber ein Messer und bedrohte den 60-Jährigen, der anscheinend versuchte, den „Österreicher“ zu besänftigen. Kein Sicherheitsabstand schien zu helfen. Der Kufiya-Träger drohte mit Mord an Mann und Hund und machte stichartige Bewegungen in Richtung des Mannes.

Der Mann rief die Polizei, was anscheinend kein Umstehender für ihn tat. Auch daneben beklagt er einen absoluten Mangel an Zivilcourage in solchen Fällen. Die Polizei kam kurz darauf und nahm den Kufiyah-Träger fest, dem auf richterliche Anordnung Blut entnommen wurde. Inzwischen ist er in einer psychiatrischen Abteilung untergebracht.

Es sind offenbar nicht nur Berliner Behörden und Regierende, die sich nun fragen müssen, wie sie mit dem neuen Antisemitismus in der deutschen Hauptstadt und anderswo umgehen. Zumal Kanzler Merz und seine „Gesellschaftsministerin“ Karin Prien es haben so erscheinen lassen, dass sie sich für jüdisches Leben und folglich gegen den importierten Antisemitismus einsetzen wollten. Es wäre logisch, vor allem auch von ihnen Schritte gegen die Entwicklung zu erwarten, die seit diesem Samstag auch in der Mitte Berlins nicht mehr zu übersehen ist.

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Kommentare ( 86 )

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DDRforever
11 Monate her

Bald wird es keine Demonstrationnen mehr brauchen, die Mullahs werden alles regeln.

Nibelung
11 Monate her

Die ich rief die Geister werd ich nicht mehr los und das ist die eine Seite der Medallie, wobei die andere auch ihre Macken hat und wären die Deutschen etwas objektiver in der Gesamtbetrachtung würden sie sich nicht ständig einseitig einlullen lassen, denn das ist der Kampf der Semiten unter sich und den sollen sie gefälligst selbst austragen und nicht bei uns, sondern dort wo es gerade kracht und dann wird man ja sehen wer recht hat, denn das schreibt der Sieger dem anderen ins Stammbuch, so wie das auch bei uns einstmals war und kein Mensch hat sich darum… Mehr

Haba Orwell
11 Monate her

> Nirgends gibt es ein Zeichen von einer angestrebten Zweistaatenlösung.

Wie intensiv sind Israels Bemühungen in diese Richtung? Westjordanland wird gegen diverse Abkommen neu besiedelt; aus Gaza kommen drastische Berichte: https://uncutnews.ch/israel-verwandelt-verteilerstationen-fuer-hilfsgueter-im-gazastreifen-in-offene-toetungsfelder/
Ähnliches kenne ich aus viele Quellen aus mehreren Ländern, es dürfte also stimmen.

bfwied
11 Monate her

„Queers for Palestine“!!! Gibt es etwas Dämlicheres? Die strotzen ja vor Nichtwissen und Dummheit. Je länger man wartet mit der strikten Bekämpfung des islamischen Unwesens, das die Herrschaft entsprechend des Korans über die Welt erringen will, desto härter und verlustreicher wird der Kampf werden. Leute, die keineswegs asylberechtigt sind, unser erwirtschaftetes Geld einstecken, und zwar in Massen, aber das Kalifat fordern, ein System, vor dem sie angeblich geflochen sein sollen, die Geschlechtertrennung, die Sharia, die Freiheit abschaffen wollen, die unsere gesamte Kultur in den Müll stopfen wollen, haben hier nichts zu suchen, sie gehören nach Verbüßung ihrer Strafe, wenn sie… Mehr

Rob Roy
11 Monate her
Antworten an  bfwied

In Berlin-Neukölln gibt es in der Sonnenallee, schon lange vor dem 7. Oktober liebevoll „Gazastreifen“ genannt, ein Cafe namens „Queers for Palestine“ mit Regenbogen- und Palästina-Flaggen geschmückt. Es ist mir ein völliges Rätsel, dass dieser Laden in Ruhe gelassen wird. Ich denke mal, weil die meisten Araber/Palästinser gar nicht verstehen, was „queer“ ist.

Ulrich
11 Monate her
Antworten an  Rob Roy

Weil Betreiber und Sympathisanten des Cafes in der Augen der dort lebenden Muslims nützliche Idioten sind. Bald werden sie ihren Nutzen verloren haben. Auch in Berlin gibt es Baukräne, an denen man solche, wie in Teheran üblich, hochziehen kann.

Dieter Rose
11 Monate her

Für solche Demos gehört Berlin gesperrt. Reichstag nur für deutsche Anliegen frei.
Andere Demos in der Sandbüchse um Berlin rum…

Phil
11 Monate her

Bei der Entnazifizierung Deutschlands ist man den Nationalismus zwar losgeworden, aber der Sozialismus, dass eigentliche Gefäss des Hasses gegenüber Händlern und Geschäftsleuten, ist in den Herzen und Köpfen der Menschen geblieben. Da es den Juden im Mittelalter nicht erlaubt war, handwerklich tätig zu sein, beschränkte dies die Tätigkeiten der Juden auf Arbeiten wie Geldverleih, Handel und Gastwirtschaft, worin sie mit der Zeit richtig gut geworden sind, besser als jedes andere Volk. Für die Sozialisten und Kommunisten waren die Juden immer „Krämerseelen“, man hat auf sie runter geschaut. Wie sollte es auch anders sein, wenn man das Prinzip einer arbeitsteiligen Gesellschaft,… Mehr

K.Behrens
11 Monate her
Antworten an  Phil

Sehr gut heraus gearbeitet, bezeichnend auch die wechselvolle Geschichte der Juden in Venedig, aus „Gheto“ wurde bald „Ghetto“. Ein weiteres Beispiel ist das Ghetto in Rom, in dem Juden ab 1555 zu leben hatten.

Haba Orwell
11 Monate her
Antworten an  K.Behrens

Inwiefern sollten Ereignisse im 16. Jahrhundert die konkrete aktuelle Politik Netanjahus rechtfertigen, die auch in Israel selbst höchst umstritten ist? Oft hört man, dass ihm droht, die Misstrauensfrage im Knesset zu verlieren – und dass er dann in einem der Kriege eskaliert.

Würde man Macron, Merz oder Tusk derart unkritisch sehen?

Rob Roy
11 Monate her
Antworten an  Phil

Im Zuge der Wiedervereinigung hat man geflissentlich vergessen, die Neuen Bundesländer zu entSEDfizieren. Alleine, dass die SED immer noch existiert, ist ein Schlag ins Gesicht für alle, denen das sozialistische Regime Leid und Unrecht angetan hat.

CasusKnaxus
11 Monate her
Antworten an  Rob Roy

Genauso siehts aus. Und wir wissen ja, wo die überall bis heute untergekrochen sind. Eine wurde sogar jahrelang Bundeskanzlerin…

DeppvomDienst
11 Monate her

Aktuell schauen wir die 8. Staffel von Somebody Feed Phil. Da wir uns fragten, warum der nette und sympathische Phil, Produzent der bekannten Sitcom, Alle lieben Raymond, weiter um Deutschland einen Bogen macht, googelten wir die Sache. Phil Rosenthals erst kürzlich verstorbene Eltern, sind als Juden vor dem Nationalsozialismus aus Deutschland in die USA geflohen. Dies allein konnte doch kein Grund sein, jetzt das gute, moralische Deutschland weiter zu meiden, auch wenn andere Familienmitglieder im KZ umkamen. Phil Rosenthal wurde aber nach Philipp Auerbach, seinem Großvater benannt. Auerbach war sicherlich eine illustre Person, der sich aber in verschiedenen Positionen durch… Mehr

Powerhitter
11 Monate her

Sollten nicht langsam mal die „Omas gegen Rechts“ aufwachen und aktiv werden? Die AfD gehört doch nun wirklich mal verboten, oder??? Diese Zustände sind ja unerträglich…

Last edited 11 Monate her by Powerhitter
Privat
11 Monate her

Weshalb hat die Staats-Sicherheitspolizei diese Zusammenrottung nicht beendet ?
Wenn die Stasi dort in ihren Kampfmontur erschienen wäre, hätten die von ihren Gästen richtig Prügel bezogen.
Dann besser frei nach der alten FDJ Merkel – „Unschöne Szenen müssen vermieden werden“.
Dass betrifft natürlich keine deutschen Staatsbürger. Bei denen heißt es immer noch Pfefferspray frei !

RauerMan
11 Monate her

Wann wird die Linke-Gewalt endlich erkannt und entschlossen bekämpft ?
Haben wir uns dem linken Pöbel bereits unterworfen ?
Das staatliche Unvermögen, oder gar Unterstützung Linker,stinkt zum Himmel.

Dieter Rose
11 Monate her
Antworten an  RauerMan

Allenthalben wird das AfD-Verbot gefordert…

Siggi
11 Monate her
Antworten an  Dieter Rose

Fordern kann man viel. Ob allerdings 13 Millionen Deutsche sich das gefallen lassen würden, nur damit die linke Mischpoke weiterhin unser Vaterland zerstören kann, wage ich zu bezweifeln. Vorher wird noch der Kampf kommen, zudem schon sehr viele bereit sind.

RauerMan
11 Monate her
Antworten an  Siggi

, Ihre Meinung in G`s Gehör.
Aber, wir sehen doch, zu was die „linke Mischpoke“so alles anrichtet.
ZB mit unverhohlenen Lügen,oder Ausnutzen von Unions-Mehrheitsbeschaffung auf „Teufel komm raus“.

Siggi
11 Monate her
Antworten an  RauerMan

Die CDU/CSU bedient sich der Linksextremen. Deshalb ist zurzeit keine Änderung möglich. Es muss erst richtig knallen; und das wird es noch dieses Jahr.