Das Notizbuch des Klima-Terroristen: 160 Anschläge geplant

160 weitere Ziele für Sabotage-Angriffe hatte der nun verhaftete Klima-Terrorist bereits aufgelistet: Die Ermittler fanden nun konkrete Hinweise auf geplante Anschläge auf die Stromversorgung Deutschlands im Notizbuch des 48-jährigen Tatverdächtigen.

IMAGO / Tim Oelbermann

Seit Donnerstag führt nun die Bundesanwaltschaft das Verfahren gegen den am Dienstag festgenommenen 48-jährigen Mediziner. Die Karlsruher Justiz begründet den Schritt mit der besonderen Bedeutung und dem Verdacht der verfassungsfeindlichen Sabotage sowie der Störung öffentlicher Betriebe.

Die Taten seien länderübergreifend gewesen und hätten mutmaßlich auf die Verursachung großflächiger Stromausfälle gezielt. Das sei geeignet gewesen, das Vertrauen in den Schutz kritischer Infrastruktur zu schwächen und die innere Sicherheit zu beeinträchtigen. Der Beschuldigte sitzt bereits in Untersuchungshaft und muss wegen des Zuständigkeitswechsels erneut vor den Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs.

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Im umgebauten Wohnmobil des Mannes aus Gevelsberg fanden Beamte ein Notizbuch mit handschriftlichen Vermerken zu mehr als 160 bisherigen und möglichen weiteren Zielen. Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul (CDU) sagte im Innenausschuss des Landtags: „Wir haben nicht nur den mutmaßlichen Täter der Anschläge gefasst, sondern damit womöglich immer weitere Anschläge verhindert.“

Dem Haftrichter nannte der Festgenommene sieben Lagerorte für seine für Anschläge benötigten Waffen. An drei davon wurde die Polizei bereits fündig; der Beschuldigte führt die Ermittler weiterhin zu diesen Lagern. Allein in Nordrhein-Westfalen seien mehr als 40 Abschussvorrichtungen sichergestellt worden. Innenminister Reul sprach von einem professionellen Eindruck, zwei Haftbefehle liegen vor.

Zu den bereits bestätigten Anschlagszielen zählen Jänschwalde in Brandenburg oder Bergheim, Dormagen und Weisweiler in Nordrhein-Westfalen bis nach Sachsen. Bei mehreren Kohlekraftwerken sollen Raketenabschuss-Rampen aufgebaut und Drähte über Hochspannungsleitungen gebracht worden sein. Mindestens zweimal kam es zu Kurzschlüssen, Kraftwerksblöcke fielen aus. In Bergheim waren nach Angaben von RWE 4200 Megawatt betroffen.

Im Bekennerschreiben, das die Ermittler dem Beschuldigten zuordnen, nennt der Mediziner den Kampf gegen die fossile Stromerzeugung als Motiv. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) wertete die Anschlagsserie als wahrscheinlichen „Klimaterrorismus“ eines Einzeltäters.

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Kommentare ( 2 )

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Andres
17 Minuten her

Toll! Mal wieder ein Mediziner der statt Menschen zu helfen deren Existenz vernichten will. Nur gut, dass wir abermillionen bestqualifizierte Ärzte aus Arabien und Afrika geschenkt bekommen haben.

littlepaullittle
21 Minuten her

Da Baden-Württemberg jetzt die direkte Zusammenarbeit mit den ukrainischen Geheimdiensten und Sicherheitsbehörden besiegelt, werden die deutschen Ermittlungsbehörden immerhin alles auf Russland schieben können.
Bekommen die Ukrainer im Gegenzug dann genaue Informationen zu den deutschen Schwachstellen?