Messerangriff in München: Frau in U-Bahn-Station niedergestochen

Ein gewöhnlicher Aufenthalt im U-Bahnhof kann mittlerweile lebensgefährlich sein. In München sticht ein 34-Jähriger auf eine Frau ein. Sie stürzt eine Treppe hinunter und muss notoperiert werden. Zeugen greifen ein.

picture alliance/dpa | Jens Kalaene

Eine 49-jährige Frau wurde im Münchner U-Bahnhof Moosach mit einem Messer angegriffen und schwer verletzt. Sie stürzte, nachdem der Täter auf sie eingestochen hatte, mehrere Meter eine Treppe hinunter und musste notoperiert werden. Der mutmaßliche Täter, ein 34-jähriger Deutscher, wurde festgenommen. Die Mordkommission ermittelt. Ob wegen Mordes oder nur wegen Totschlags, ist nicht bekannt.

Ein ganz gewöhnlicher Aufenthalt an einem U-Bahnhof kann in Deutschland mittlerweile lebensgefährlich sein. Für eine 49-jährige Frau endete er beinahe tödlich. Auffallend ist, dass die Polizei die Staatsangehörigkeit des mutmasslichen Täters nennt und seine angebliche psychische Auffälligkeit betont, aber keinen Namen nennt.

Dass die Frau den Angriff überlebt, verdankt sie auch der schnellen Hilfe von Zeugen. Passanten kümmerten sich sofort um die Verletzte. Ein Arzt, der sich zufällig am Bahnhof aufhielt, übernahm die Erstversorgung, bis Rettungsdienst und Notarzt eingetroffen waren. Ein Rettungswagen brachte die Frau ins Krankenhaus, wo sie notoperiert werden musste. Nach bisherigen Erkenntnissen besteht keine Lebensgefahr mehr.

Während die Frau schwer verletzt am Boden lag, verhinderten zwei Passanten, dass sich der mutmaßliche Angreifer entfernen konnte. Sie verwickelten den 34-Jährigen in ein Gespräch und konnten ihn so bis zum Eintreffen der Polizei festhalten. Nach den bisherigen Ermittlungen kannten sich Opfer und Tatverdächtiger offenbar nicht. Der Angriff erfolgte demnach ohne erkennbaren vorausgegangenen Konflikt.

Am Tatort stellten Ermittler ein Messer sicher. Ob es sich tatsächlich um die Tatwaffe handelt, muss noch geklärt werden. Der br berichtete: „Angriff mit spitzem Gegenstand – Frau in München schwer verletzt“.

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